Europas Energie-Selbstmord: EU gibt Bedeutung der fossilen Brennstoffe zu

13. Mai 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

Innerhalb Europas selbst streben die Institutionen nach dem systematischen Abbau ihrer eigenen inländischen Kapazitäten für fossile Brennstoffe. Das Ergebnis ist keine „Rettung des Klimas“. Es ist eine künstlich geschaffene Abhängigkeit, die Ölproduzenten wie Russland nur erfreuen kann.

Die Heuchelei der EU-Energiepolitik erreicht neue Dimensionen. Während die Europäische Union im Konflikt um die Schifffahrt in der Straße von Hormus dringend auf die Aufrechterhaltung der Öl- und Gasströme pocht und damit indirekt zugibt, dass die moderne Welt ohne fossile Energieträger nicht funktioniert, betreibt sie zu Hause systematisch die Zerstörung der eigenen konventionellen Energiequellen.

Leyen und Kallas warnten vor massiven Auswirkungen auf Energiepreise und Versorgungssicherheit. Gleichzeitig wird in Europa weiterhin das getan, was das Gatestone Institute treffend als „Energie Selbstmord“ bezeichnet: Die systematische Demontage heimischer fossiler Kapazitäten.

In den Niederlanden wird das riesige Groningen-Gasfeld endgültig stillgelegt. In Deutschland geht die „Energiewende“ mit der Stilllegung von Kohlekraftwerken und der Flutung alter Bergwerke weiter. Fracking bleibt in weiten Teilen des Kontinents verboten, Kernkraft wurde in Deutschland und Belgien massiv zurückgefahren oder gänzlich abgeschaltet. Das Ergebnis: Europa importiert den Großteil seiner Energie und zahlte allein 2025 noch etwa 337 Milliarden Euro für fossile Brennstoffe.

Die Konsequenzen sind verheerend und messbar: Industriestrom- und Gaspreise liegen zwei- bis viermal höher als bei den großen Konkurrenten in den USA oder Asien. Energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie, Düngemittel und Glas verlagern ihre Produktion oder drosseln sie. Über 40 Millionen Menschen in der EU – rund 9-10 Prozent der Bevölkerung – leiden unter Energiearmut und können ihre Wohnungen kaum beheizen.Statt strategischer Autonomie haben wir eine massive Vermögensverschiebung ins Ausland – oft zugunsten von Russland und anderen Produzenten. Die kumulierten Mehrkosten durch Importe seit 2021 werden auf fast eine Billion Euro geschätzt.

Dies ist kein Versehen, sondern die logische Konsequenz einer ideologisch verblendeten Politik. Der European Green Deal und die Net-Zero-Agenda haben Vorrang vor Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand der eigenen Bevölkerung. Europa predigt der Welt die Dekarbonisierung, während China und Indien massiv neue Kohlekraftwerke bauen und ihre Emissionen erhöhen.

Europa mangelt es nicht an Ressourcen – ob Nordsee-Öl und -Gas, Schiefergas oder Kernkraft. Es mangelt an politischem Willen, diese zu nutzen. Stattdessen setzt man auf wetterabhängige „Erneuerbare“ (= Unzuverlässige). Die Energiedichte und Verfügbarkeit fossiler und nuklearer Quellen ist physikalisch um mehrere Größenordnungen überlegen. Sie zu verteufeln und gleichzeitig von ihnen abhängig zu bleiben, ist nicht nur wirtschaftlicher Wahnsinn, sondern strategische Selbstentwaffnung.

Die EU-Eliten opfern bewusst die industrielle Basis und den Wohlstand ihrer Bürger auf dem Altar einer utopischen Klimareligion. Die Realität in Hormus zwingt sie zur kurzfristigen Ehrlichkeit – doch zu Hause wird der ideologische Kurs unvermindert fortgesetzt. Wie lange die europäischen Völker das noch mitmachen, wird die Zukunft zeigen. Die Deindustrialisierung schreitet voran, die Rechnung zahlen die Bürger.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Energieboss rechnet mit Öl-Knappheit

EU-Kommission greift in nationale Wohnungspläne ein: Energieklassen-Zwang und de-facto-Enteignung drohen

Wie Washington die Welt-Energieversorgung gekapert hat und den Petrogas-Dollar schuf

Politisches Theater: Energiekrise mit Verbot fossiler Brennstoffe „lösen“

Ein Kommentar

  1. Jan 13. Mai 2026 um 17:13 Uhr - Antworten

    Europa mangelt es sehr wohl an Ressourcen! Der Leser kann auch komplexe Zusammenhänge ertragen. Selbst bei einer Drill-Baby-Drill-Politik oder dem Bau von hunderten Kernkraftwerken oder der Verstromung deutscher Braunkohle – ob Fracking in Deutschland möglich ist, ist aufgrund geologischer Probleme umstritten – Europa müsste trotzdem Energie einführen. Man kann sich auch einmal mit den Mengen beschäftigen!

    Allerdings ist es sehr wohl richtig, dass die Leyen-EU nicht nur Selensky zahlt, um Energieimporte dauerhaft zu zerstören, sondern auch mögliche oder gar erfolgreiche Förderungen verunmöglicht.

    Ein relevantes Beispiel ist der Ausbau der Förderung vor Guyana durch den französischen Konzern TotalEnergies – nur im nicht-französischen Teil. Guyana liegt in Südamerika und ist EU-Gebiet. Die Ölreserven erstrecken sich vom Nicht-EU-Gebiet bis hin ins EU-Gebiet, in Letzterem lohnt es sich aber nicht, zu fördern, weil die Umweltauflagen zu hoch sind. Insgesamt geht es aber nur um 1 Mio bpd. Alleine Selensky hat das 3,5-fache zerstört.

    Was das Ziel der Leyen-EU sein könnte, ist nicht nachvollziehbar! Die USA und Kanada produzieren nicht genug, um die EU-Importe zu ersetzen. Die Produktionsaufnahme in Venezuela oder in Grönland oder im Mittelmeer wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Ein Ausgleich durch Regenerative würde immense Investitionen und Jahrzehnte Bauzeit erfordern.

    Vielleicht stellt sich die Leyen-EU auf eine Bevölkerungsreduktion ein? Oder die Konservativen wollen ganz sicher gehen, dass sie nie wieder gewählt werden? Einen Krieg wird man mit diesen Maßnahmen jedenfalls nicht gewinnen können.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge