
Politisches Theater: Energiekrise mit Verbot fossiler Brennstoffe „lösen“
Es passt perfekt ins Bild des aktuellen politischen Theaters: Während die Welt in einer Energiekrise steckt, die durch geopolitische Konflikte, unterbrochene Lieferketten und eine explodierende Nachfrage befeuert wird, versammeln sich Vertreter von über 50 Nationen in Kolumbien, um den „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen“ zu zelebrieren.
Es ist der Gipfel der politischen Heuchelei. Während man öffentlich die Dekarbonisierung verkündet, wetteifern dieselben Regierungen hinter den Kulissen darum, sich die letzten langfristigen Öl- und Gasverträge zu sichern, um das eigene Licht nicht gänzlich ausgehen zu lassen. Über 50 Staaten treffen sich derzeit in Kolumbien, um eine Welt ohne Öl, Gas und Kohle zu planen – mitten in einer Energiekrise, die durch Kriege, Lieferengpässe und explodierende Nachfrage ausgelöst wurde. Gleichzeitig reaktivieren dieselben Regierungen heimlich neue fossile Verträge, Kohlekraftwerke und subventionieren Energiepreise, um soziale Unruhen zu verhindern. Was als „grüner Fortschritt“ verkauft wird, ist in Wahrheit reines politisches Theater – ideologisch getrieben, physikalisch unmöglich und wirtschaftlich verheerend.
Physik schlägt Ideologie
Martin Armstrong bringt es auf Armstrong Economics in einer prägnanten Analyse auf den Punkt: Die gesamte „Energiewende“-Politik ist eine Absage an die physikalische Realität. Wind und Sonne sind volatil – sie sind schlicht nicht in der Lage, die Grundlast einer modernen Industriegesellschaft zu tragen.
Wind und Sonne sind intermittierend. Speicher in der notwendigen Größenordnung existieren nicht und werden auch in absehbarer Zeit nicht existieren. Die Physik lässt sich nicht wegdiskutieren. Dennoch predigen Politiker wie Ursula von der Leyen, John Kerry oder Ed Miliband unermüdlich das Ende der fossilen Ära – als wäre es eine moralische Pflicht, „den sauberen Ticket ins Himmelreich zu verdienen“. Tony Blair, kein Klimaskeptiker, warnte bereits: Jede Strategie, die auf ein schnelles Aus für fossile Brennstoffe setzt, sei „zum Scheitern verurteilt“.
Doch das stört die ideologischen Architekten der „Net Zero“-Politik nicht. Sie tun so, als sei Energie eine optionale Luxusware, die man nach Belieben an- und ausschalten könne. Die Konsequenzen dieses Wunschdenkens sind in Europa bereits in voller Härte zu besichtigen.
Deutschland: Vom Industriemotor zum Wrack
Die Realität in Europa zeigt das Desaster in Reinform. Die Net-Zero-Politik hat die Energiepreise in die Höhe getrieben, die industrielle Basis Deutschlands untergraben und Kapitalflucht ausgelöst.
Deutschland, das einst als stolzer Industriemotor Europas galt, wurde durch den fanatischen Ausstieg aus bewährten Energieträgern systematisch in den wirtschaftlichen Ruin geführt. Die Rechnung ist simpel und brutal: Wer seine preiswerte und zuverlässige Energiebasis zerstört, zerstört seine Wirtschaft. Die Industrie wandert ab, die Wettbewerbsfähigkeit sinkt, und das Kapital sucht das Weite – hin zu Regionen, in denen Energie noch als Basis für Wohlstand und nicht als politisches Experiment verstanden wird.
Die grüne Ideologie hat sich zur Staatsdoktrin erhoben. Wer die physikalischen Grenzen anspricht, wird als „Klimaleugner“ diffamiert. Dabei geht es nicht um Umweltschutz, sondern um Kontrolle: Weniger Energie bedeutet weniger Freiheit, weniger Wohlstand und mehr Abhängigkeit vom Staat. Die Politiker bereiten sich nicht auf eine Welt ohne fossile Brennstoffe vor – sie bereiten sich auf Ressourcenkriege vor.
Die große Heuchelei
Das Erschreckende an diesem Schauspiel ist die kognitive Dissonanz der politischen Klasse. Man hält Konferenzen ab, unterschreibt feierliche Erklärungen und lässt sich als Retter des Planeten feiern, während man gleichzeitig Kohlekraftwerke reaktiviert, Energiepreise subventioniert, um soziale Unruhen zu verhindern, und verzweifelt versucht, fossile Ressourcen zu sichern.
Sie wissen ganz genau, dass ihre Politik in die Sackgasse führt. Aber sie spielen das Spiel mit, weil sie fürchten, dass die Wahrheit – nämlich dass fossile Energieträger das Fundament unserer gesamten Zivilisation sind – zum Zusammenbruch ihrer Machtposition führen würde.
Armstrong warnt zu Recht: Diese Regierungen bereiten sich nicht auf eine Welt ohne fossile Brennstoffe vor. Sie bereiten sich auf den Kampf um genau diese Ressourcen vor, die sie öffentlich verdammen. Die Politik der „Net Zero“-Ideologen ist kein Fortschritt. Es ist die vorsätzliche Zerstörung unserer wirtschaftlichen Stabilität. Wer heute noch glaubt, diese Konferenzen dienten dem Umweltschutz, hat die Zeichen der Zeit – und den Blick auf die nackten Fakten – vollends verloren.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Das Störende daran ist der religiöse Wahn, der zu dueser Alles-oder-nichts-Einstellung führt. Alles nur noch Sonne und Wind, fossile Energie ist böse…
Vernünftig wäre ein Bündel aus div. Energieformen. Wer mag, kann ja mit seinem E-Riller zur Arbeit fahren und wer mag kann mit seinem Diesel, betrieben mit desn gesundheitsschädlichen Samenölen wie zB Raps, Sonnenblumenöl und vor allem auch Altöl fahren. Wer mag heizt elekrisch und wer mag, bleibt bei der Ölheizung, die wenig bis gar nicht russt. Wer mag, beheizt seinen Pool mit Sonnenenergie.
Das alles sollte freiwillig geschehen und ohne ideologie-/religios bedingtem Staatsintervenismus. Der Markt kann es entscheiden. Setzt sich etwas dadurch durch, dass es besser und günstiger ist, ist das gut.
Besonders verrückt: Durch die Sperre von Hormus kommt es zu immer höheren Benzinpreisen. Was macht D? Es erhöht die CO2-Steuern und auch die MÖSt wird nicht gesenkt. Die CO2-Steuern sind jedoch stantepede abzuschaffen. Das ist eine reine Abzocke.