Google vor Freisetzung von 32 Millionen manipulierten Moskitos

1. Juni 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Google plant, 32 Millionen Moskitos in den USA auszusetzen, die zuvor mit Unterstützung von KI mit einer bakteriellen Infektion manipuliert wurden.

Laut California Post könnte Kalifornien „schon bald zum Testgebiet für eines der ambitioniertesten öffentlichen Gesundheitsprojekte von Google werden“. Wer glaubt, Google betreibe nur Serverfarmen, Betriebssysteme und Suchmaschinen, der lebt in der Vergangenheit. Die „Gesundheitssicherheit“ ist ein besonders beliebtes Testfeld von Big Tech und somit auch von Google. So hat der Tech-Gigant – eigentlich Alphabet und nicht Google – die bundesweite Genehmigung beantragt, in den nächsten zwei Jahren bis zu 32 Millionen speziell behandelte Moskitos in Kalifornien und Florida freizusetzen. Das Geschäft mit den Moskitos kennt man von Bill Gates: „Ziel ist es, die Ausbreitung von durch Stechmücken übertragenen Krankheiten einzudämmen, darunter West-Nil-Virus, St.-Louis-Enzephalitis, Denguefieber, Zika, Chikungunya und Gelbfieber.“

Hier also die California Post weiter dazu:

Das Projekt ist Teil von Googles wenig bekannter „Debug“-Initiative, die vor über einem Jahrzehnt ins Leben gerufen wurde, um neue Technologien zur Reduzierung der Populationen krankheitsübertragender Stechmücken zu entwickeln.

Statt stechende Insekten freizusetzen, plant das Unternehmen, männliche Moskitos auszusetzen, die mit Wolbachia infiziert sind – einem natürlich vorkommenden Bakterium. Wenn diese infizierten Männchen sich mit wilden Weibchen paaren, überleben die Nachkommen nicht, wodurch die Mückenpopulationen langfristig reduziert werden sollen.

Da nur weibliche Moskitos Menschen beißen, versichern Experten, dass die Freisetzungen die Zahl der stechenden Moskitos nicht erhöhen würden. Die Moskitos müssen in einem ausreichenden Maßstab freigesetzt werden, damit die Strategie wirksam wird.

Sarkastisch kommentiert dies Armageddon Prose:Das alles geschieht zu eurem eigenen Besten, versteht ihr? Weil Google euch liebt und möchte, dass ihr glücklich seid – ganz ähnlich wie Fauci all diese Beagles in ausländischen Labors foltern musste, indem er ihre Köpfe in Gitterkäfige steckte und hungrige Sandfliegen auf ihr Fleisch losließ, bis sie gnädigerweise starben, oder wie die australischen Gesundheitsbehörden all die Strauße auf dieser Familienfarm wegen der Vogelgrippe abschlachten mussten, obwohl keiner davon tatsächlich Vogelgrippe hatte. Die Antwort lautet immer und ewig: Liebe. Das sind Philanthropen und Humanisten.“

Diese Woche soll das Projekt grünes Licht aus Washington bekommen. Laut Presse dürfte es nur Formsache sein – Google wird seine Moskitos auslassen dürfen. Wenn man über solche Moskito-Projekte berichtet, muss man aus österreichischer Perspektive auch immer auf Graz hinweisen. In der steirischen Landeshauptstadt wurden im Zuge eines IAEA-Projekts 600.000 sterile Mücken ausgesetzt – freilich alles nur zum Besten der Menschen, sicher und wirksam. Eine größere öffentliche Debatte gab es dazu nicht. Man fragt sich, wie eine Volksabstimmung zu diesen Projekten ausgehen würde, egal ob in Graz oder in den USA. Gelsen und Moskitos sind aber nicht nur nervig. Via Journal of Ecosystem and Ecography:

„Stechmücken, diese winzigen summenden Insekten, die bei Menschen oft Verärgerung und Besorgnis auslösen, mögen wie unbedeutende Plagegeister wirken. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass Moskitos eine unerwartete Rolle in der natürlichen Welt spielen. Abgesehen von ihrer Lästigkeit und ihrer Fähigkeit, Krankheiten zu übertragen, tragen diese Insekten entscheidend zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts bei. Während Moskitos nicht allgemein als Bestäuber wie Bienen oder Schmetterlinge bekannt sind, tragen bestimmte Mückenarten zur Bestäubung von Pflanzen bei.

Moskitos dienen außerdem als wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Organismen und spielen eine bedeutende Rolle in verschiedenen Nahrungsketten und ökologischen Wechselwirkungen. Larven von Moskitos werden von Fischen, Amphibien und anderen aquatischen Organismen gefressen. Adulte Moskitos ernähren eine breite Palette von Tieren, darunter Vögel, Fledermäuse, Libellen und Spinnen. Für viele dieser Arten sind Moskitos ein wesentlicher Bestandteil ihrer Ernährung, insbesondere in der Brutzeit, wenn der Energiebedarf hoch ist.

Die Entfernung von Moskitos aus dem Ökosystem könnte diese komplexen Nahrungsnetze stören und zu kaskadenartigen Effekten im gesamten Ökosystem führen. Moskitos wirken als ökologische Filter, indem sie bestimmte Individuen innerhalb einer Population gezielt auswählen.“

Armageddon Prose schreibt deshalb – passend zum Namen des Magazins: „Die von Google geplante gezielte Ausrottung würde katastrophale – und möglicherweise apokalyptische – Folgen haben.“


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇



Labor-Moskitos in Nairobi im Fokus

600.000 sterile Mücken in Graz: IAEA-Projekt mit vielen Fragen

9 Kommentare

  1. Patient Null 2. Juni 2026 um 11:10 Uhr - Antworten

    Ach was, das ist die umweltfreundliche KI Cloud von Google.

  2. Jochen Mitschka 2. Juni 2026 um 9:10 Uhr - Antworten

    Nur zur Sicherheit: Es handelt sich NICHT um gentechnisch veränderte Moskitos! Es werden ausschließlich männliche Mücken freigelassen. Wenn sich diese mit wilden Weibchen paaren, blockiert ein Bakterium die Fortpflanzung – die Eier sterben ab. Dadurch bricht die lokale Mückenpopulation nach und nach ein.

    Männliche Moskitos ernähren sich nur von Blütennektar und beißen keine Menschen. Die Freisetzung führt also nicht zu mehr Mückenstichen.

    Google geht es wohl in erster Linie darum ein KI-gestütztes Kamerasystem populär zu machen. Es trägt den Namen „Debug“ und trennte Männchen-Moskitos von Weibchen. Wenn das Kamerasystem und die KI dazu in der Lage ist, wird es auch keine Probleme mit Gesichtserkennung und anderen Dingen haben. Ich denke, das ist der eigentliche Hintergedanke. Die Bekämpfung vom West-Nil-Virus ist nur ein Marketing-Trick.

    Apokalyptische Folgen wird das Projekt sicher nicht haben, weil gezielt nur EINE Mückenart unterdrückt werden soll und nicht, wie bei chemischen Keulen, alles was lebt… Wer unter einer Mückenplage leidet wird jedenfalls dankbar sein. Vögel und andere Insektenfresser werden wohl kaum benachteiligt werden, weil ähnliches gilt wie bei „Viren“. Wenn eine Art unterdrückt wird, ist mehr Platz für eine andere …

  3. Daisy 2. Juni 2026 um 5:39 Uhr - Antworten

    Warum von Gugl??? Was erdreisten sich diese ganzen woke-irren Techgiganten und Superreiche hier dauerd in die Natur eingreifen zu wollen? Sie kaufen sich die Politiker mit einer simplen Geschichte. :Gelsen brauch eh keiner.
    Bei dieser Gelegenheit: Wem gehort Gugl? Es gehört vielen Aktionären, die größten sind immer die gleichen – Vanguard, BlackRock und State Street – und die Gugl-Gründer Larry Page und Sergey Brin haben das Sagen.

    Bei diesem Experiment geht es wohl bestimmt darum, es als Toröffner durchzusetzen. Später werden die Gelsen mit ganz anderen Viren und Bakterien bepackt oder gar mit „Impfungen“, denn auch Gäts lässt ja an Gelsen forschen.. Und wenn es Gugl ist, so gibt es ja im Nanobereich schon Chips. Sie könnten auch der totalen Überwachung und/oder der Ausrxttung der Menschheit dienen…

    Einmal ausgebracht, ist es nicht rückgangig zu machen.

  4. Lopadistory 1. Juni 2026 um 17:39 Uhr - Antworten

    Die Mücken werden im Labor mit einem natürlich vorkommenden Bakterium namens Wolbachia infiziert.
    Wenn diese Labor-Männchen in die Wildnis entlassen werden und sich mit wilden Weibchen paaren, sorgt das Bakterium für eine sogenannte zytoplasmatische Inkompatibilität.
    Das bedeutet schlicht: Die gelegten Eier sterben ab und es schlüpfen keine Nachkommen.
    Da die Mücken eine sehr kurze Lebensspanne haben, bricht die Population der Krankheitsüberträger in den Zielgebieten nach kurzer Zeit massiv ein (in den ersten Testgebieten um über 95 %).
    Ist das Genmanipulation und wo hilft die KI?
    Nein, das ist keine Gentechnik. Weder die Mücken noch die Bakterien werden genetisch verändert. Wolbachia kommt bei mehr als der Hälfte aller Insektenarten weltweit ohnehin ganz natürlich vor.
    Die Künstliche Intelligenz (KI) und die Technologie von Google kommen an einer ganz anderen Stelle ins Spiel: beim Sortieren. Da um jeden Preis verhindert werden muss, dass stechende Weibchen aus dem Labor freigelassen werden, nutzt Verily hochentwickelte Computer-Vision-Algorithmen und automatisierte Roboter. Diese sortieren die Mücken im Larven- und Puppenstadium in Sekundenschnelle und mit fast 100-prozentiger Genauigkeit nach Geschlecht. Zudem berechnet die Software exakt, wann und wo die Mücken via Lieferwagen freigesetzt werden müssen, um die maximale Wirkung zu erzielen.
    Es handelt sich also nicht um ein gruseliges Sci-Fi-Experiment, sondern um eine hochtechnologische, pestizidfreie Form der biologischen Schädlingsbekämpfung.

    • Glass Steagall Act 1. Juni 2026 um 20:24 Uhr - Antworten

      So oder so bleibt es ein Eingriff in Mutter Natur! An Mücken hängen unzählige andere Tiere in der Nahrungskette, was zu Aussterben diverser Arten führen wird!

  5. Glass Steagall Act 1. Juni 2026 um 16:02 Uhr - Antworten

    Erst ist es einmal gut, dass sie es in den USA machen und nicht im Rest der Welt! Warum testet es Google nicht gleich bei seinen Mitarbeitern aus oder bei seinen Chefs? Die können sich doch bestimmt ein großes abgedichtetes Terrarium leisten und dort alle Experimente mit Mücken und Menschen testen! Schließlich sind sie doch am Transhumanismus beteiligt. Dann sollen sie das auch an sich selbst austesten!

    • Jan 1. Juni 2026 um 22:05 Uhr - Antworten

      Da haben die gemacht, aber – Sundar Pichai aint stupid – nicht an Alphabet-Mitarbeitern, sondern an Tim Cook. Deshalb schaut der immer so verkniffen!

  6. 1150 1. Juni 2026 um 15:42 Uhr - Antworten

    misanthropen die wahren menschenfreunde

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge