
Energieboss rechnet mit Öl-Knappheit
Sind Energie-Lockdowns vom Tisch? Keinesfalls, erklärt der Chef des Chevron-Konzerns. Er kündigte eine weltweite Ölknappheit an.
Politisch und medial ist die Propaganda um eine (angebliche) Energieknappheit in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen. Fast zeitgleich mit der amerikanischen Blockade der Straße von Hormus verebbte die mediale Kampagne, auch die Energiepreise in Europa gingen leicht zurück. Ist die Gefahr eines „Energie-Lockdowns“ und damit der Einschränkung bürgerlicher Grundrechte gebannt?
Es besteht kein Zweifel, dass es eine einflussreiche Kapitalfraktion gibt, die den aktuellen (heißen und kalten) Energiekrieg für ihre eigenen Interessen nutzen will. Ein Energiemangel wäre optimal, um neue lockdownartige Einschränkungen durchzusetzen und die Gesellschaft in Richtung Agenda 2030 (weniger Konsum, weniger Mobilität, mehr digitale Überwachung – für alle außer für die Elite) zu transformieren.
Dagegen dürfte aber das Trump-Lager stehen, das die Midterms im November gewinnen will und dies nur mit günstigen Energiepreisen schaffen kann. Der Austritt der UAE aus der OPEC könnte dies begünstigen, allerdings dürfte dies nicht so kurzfristig spürbar sein. Kurzum: Es dürfte in der Elite zwei Fraktionen geben – die einen wollen hohe Energiepreise, die anderen niedrige.
Und was ist nun mit der Knappheit an Öl und Gas? Internationale Organisationen wie die IEA, aber auch der Shell-Boss, haben schon im März erklärt, dass die Welt vor einer Energieknappheit stehe. Das hat die Preise freilich getrieben. Nun ist Mai und es ist nichts passiert. Aber die Perspektive scheint nicht vom Tisch zu sein. Mit Chevron-Boss Mike Wirth hat nun am Montag ein weiterer Konzernriese erklärt, dass eine weltweite Ölknappheit auftreten werde. Für ihn besteht der Grund allein in der Sperre der Straße von Hormus.
Wirth erklärte bei einer Diskussion, dass die Wirtschaft, vor allem in Asien, deutlich schrumpfen werde. Die Nachfrage müsse sich dem verringerten Angebot anpassen. „Wir werden bald physische Knappheiten sehen.“
Die derzeit noch vorhandenen Überschussmengen auf den kommerziellen Märkten, Tanker in sogenannten Schattenflotten, die Sanktionen umgehen, sowie die nationalen strategischen Reserven würden rasch aufgebraucht.
„Die Nachfrage muss sich dem Angebot angleichen“, sagte er. „Die Volkswirtschaften werden sich abschwächen müssen.“ Asien sei am stärksten von der Ölproduktion und den Raffinerien am Persischen Golf abhängig, Europa werde voraussichtlich als Nächstes betroffen sein.
Die USA, die – anders als im letzten Jahrhundert – heute Netto-Exporteur von Rohöl sind, würden die Auswirkungen anders spüren. Der Öl-Boss meinte weiter, dass die aktuell letzte geplante Öllieferung aus dem Golf derzeit im Hafen von Long Beach entladen werde, der Los Angeles und Südkalifornien beliefert.
Die Auswirkungen der Schließung der Straße von Hormus seien „potenziell so gravierend wie in den 1970er-Jahren“, erklärte er weiter. Damit kündigt er schon an: Versorgungskrise, Rationierungen, Wirtschaftskrise. Wenn schon CEOs sagen, dass Volkswirtschaften schrumpfen werden, dürften sie sich ganz klar darauf vorbereitet haben. Auch wenn die Propaganda abgenommen hat (warum auch immer), steht man vor der nächsten Krise: Ein System, das die Krise liebt und selbst welche inszeniert, wartet nur darauf.
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„Nun ist Mai und es ist nichts passiert“? Wie bitte! Die Futures kosten rund 100 USD und die Preise für sofortige Lieferung liegen bei 150-200 USD.
Schon rein logisch muss der Ölpreis hoch genug sein, um die Förderung zu bezahlen, was in den USA teurer ist als in Nahost. Gleichzeitig muss er niedrig genug sein, die Volkswirtschaften nicht abzuwürgen.
Der Preis muss für schwache Volkswirtschaften niedriger sein als für starke, sonst kaufen die starken den Markt leer. Daher gibt es in starken soviele Aufschläge.
Wenn jemand im Garten Braunkohle findet, wird er eine Schaufel nehmen und die Kohle von oben nach unten in seinen Ofen schaufeln. Er wird nicht einen 1000m tiefen Schacht neben dem Flötz ausheben und von unten nach oben graben. Wenn er von oben nach unten gräbt, wird er aber irgendwann einen Aufzug, Luft, Wassemanagement usw. brauchen, dh mehr Aufwand treiben müssen. Dies gilt für alle Ressourcen. Daher wird der Aufwand und damit der Verkaufspreis, der notwendig ist, damit das Öl aus der Erde kommt, um Laufe der Zeit steigen. Ein wenig lässt sich dies durch mehr Effizienz kompensieren. Solar und Wind gehören dazu. Als magische Grenze gelten 15%. Dann würden die hohen Kosten die Wirtschaft ab.
Würde es helfen, die Bevölkerung zu reduzieren, damit mehr pro Kopf bleibt? Ja, dies hilft eine zeitlang. Dann treten Skalierungeffekte auf. Es würde nicht lohnen, für einen Barrel Öl eine Bohrinsel aufs Meer zu schleppen. Es lohnt sich nicht, für eine Handvoll von Menschen Halbleiter zu entwickeln oder optisches Glas. Das wiederum wirkt auf die Lieferketten zurück und das auf die Arbeitsmöglichkeiten der Techniker.
Schon rein logisch muss der Ölpreis hoch genug sein, um die Förderung zu bezahlen, was in den USA teurer ist als in Nahost. Gleichzeitig muss er niedrig genug sein, die Volkswirtschaften nicht abzuwürgen.
Der Preis muss für schwache Volkswirtschaften niedriger sein als für starke, sonst kaufen die starken den Markt leer. Daher gibt es in starken soviele Aufschläge.
Wenn jemand im Garten Braunkohle findet, wird er eine Schaufel nehmen und die Kohle von oben nach unten in seinen Ofen schaufeln. Er wird nicht einen 1000m tiefen Schacht neben dem Flötz ausheben und von unten nach oben graben. Wenn er von oben nach unten gräbt, wird er aber irgendwann einen Aufzug, Luft, Wassemanagement usw. brauchen, dh mehr Aufwand treiben müssen. Dies gilt für alle Ressourcen. Daher wird der Aufwand und damit der Verkaufspreis, der notwendig ist, damit das Öl aus der Erde kommt, um Laufe der Zeit steigen. Ein wenig lässt sich dies durch mehr Effizienz kompensieren. Solar und Wind gehören dazu. Als magische Grenze gelten 15%. Dann würden die hohen Kosten die Wirtschaft ab.
Würde es helfen, die Bevölkerung zu reduzieren, damit mehr pro Kopf bleibt? Ja, dies hilft eine zeitlang. Dann treten Skalierungeffekte auf. Es würde nicht lohnen, für einen Barrel Öl eine Bohrinsel aufs Meer zu schleppen. Es lohnt sich nicht, für eine Handvoll von Menschen Halbleiter zu entwickeln oder optisches Glas. Das wiederum wirkt auf die Lieferketten zurück und das auf die Arbeitsmöglichkeiten der Techniker.
In meinem Garten gibt es heuer genauso viele Sonnenblumen wie letztes Jahr. Ein Teil wird zu Öl, ein Teil kommt ins Brot, ein kleiner Teil für die Vögel im Winter, bleibt am Ende immer noch genug Saatgut für das drauffolgende Jahr…
Dieses Jahr habe ich sogar den Diesel damit verlängert…
Die Propaganda hat abgenommen, damit Lieschen Müller und Otto Normie mit allem „plötzlich und unerwartet“ konfrontiert sein werden. Plötzlich und unerwartet haben wir in der EU einen heißen Krieg…plötzlich und unerwartet werden die Supermarktregale leerer…plötzlich und unerwarrtet haben wir ein Massenarmutsproblem…
Mussten nicht haufenweise Tanker vor Europa warten, um überhaupt ihre Fracht entladen zu dürfen? Die künstlich erzeugte Ölknappheit, soll vor allem Europas Bürger zum Verzicht zwingen! Wie so oft nutzen die grün angehauchten Ideologen die Gunst der Stunde, um Europa eine CO2-Sperre aufzuzwingen! Selbst wenn noch genügend vorhanden ist. Der Bürger wird wieder einmal nach Strich und Faden veräppelt! Aber selbst wenn tatsächlich eine Knappheit vorhanden wäre, sehe ich kein Bemühen der Politik auch nur einen Tropfen Öl mehr in der Welt für Europa zu sichern! Mit anderen Worten, sie hoffen darauf, uns den Hahn abdrehen zu können, um uns ihr verlogenes Klimaziel aufzuzwingen!
Böses Medium gestern: „Chevron-Chef: Binnen Wochen gibt es eine globale Ölknappheit“ – vielleicht ist es nicht bloß Propaganda, sondern reale Gefahr? Die Reaktion der Welt kann aber nicht Rationierung sein, sondern sich bei Donald T. und Benji N. „bedanken“ und möglichst von USrael samt Spinnereien abkoppeln.