
50 Jahre alte Jets des Iran und Hisbollah Drohnen überwinden westliche Luftabwehr
Der laufende Konflikt in Westasien liefert eine Lektion in Technik und Taktix. Iranische Kampfflugzeuge aus den 1970er Jahren – F-4 Phantom II und F-5 Tiger II – setzen mit neu entwickelten Taktiken moderne Luftverteidigungssysteme außer Gefecht. Gleichzeitig zeigt ein weiterer erfolgreicher Drohnenangriff der Hisbollah auf das israelische Iron Dome-System die Grenzen westlicher High-Tech-Verteidigung.
Laut Military Watch Magazine hat die iranische Luftwaffe in den vergangenen Wochen mehrmals bewiesen, dass selbst 50 Jahre alte Maschinen durch geschickte Taktiken, Tiefflug, elektronische Kriegsführung und Überraschungseffekte hochentwickelte westliche und israelische Luftabwehrsysteme durchbrechen können. Die F-4E Phantom und F-5E/F Tiger, ursprünglich aus US-Beständen vor der Islamischen Revolution, wurden mit iranischen Upgrades und neuartigen Angriffsprofilen ausgestattet.
Diese Erfolge reihen sich ein in frühere Vorfälle, bei denen iranische Jets saudi-arabischen Luftraum penetrierten und US-F-16 kalt stellten. Die westliche Annahme, dass die iranische Luftwaffe aufgrund ihres Alters kaum relevant sei und Trumps Behauptungen der völligen Vernichtung, erweist sich als fataler Fehlschluss und falsch.

Ein wesentlicher Faktor, der die Fähigkeit iranischer Kampfflugzeuge, in feindlichen Luftraum einzudringen, wahrscheinlich erheblich verbessert hat, ist die Zerstörung von Frühwarnradaranlagen der USA und ihrer Verbündeten, deren Wert sich auf mehrere Milliarden Dollar beläuft. Dazu gehören das weltweit einzige AN/FPS-132 Block 5 Upgraded Early Warning Radar außerhalb der Vereinigten Staaten sowie drei mobile AN/TPY-2-X-Band-Radarsysteme mit einem geschätzten Wert von jeweils 700 Millionen bis 1,1 Milliarden US-Dollar und mehrere kleinere Systeme.
Zwar wurde bestätigt, dass die Zerstörung dieses Radarnetzwerks die Erfolgsquote iranischer ballistischer Raketenangriffe erheblich verbessert hat, doch hat sie wahrscheinlich auch die Fähigkeit der USA und ihrer strategischen Partner, den verbündeten Luftraum zu überwachen, erheblich eingeschränkt. Bemühungen, dies durch verstärkte Einsätze von E-3-Sentry-„Flugradar“-Systemen der US-Luftwaffe und der Königlichen Saudischen Luftwaffe in der Region auszugleichen, waren nur begrenzt erfolgreich.
Hisbollah-Drohne vs. Iron Dome
Parallel dazu berichtet Military Watch Magazine von einem weiteren peinlichen Vorfall für das israelische Abwehrsystem: Eine Drohne der Hisbollah konnte das hochgelobte Iron Dome-System erfolgreich treffen oder zumindest stark beeinträchtigen. Trotz milliardenschwerer Investitionen in diese „Wunderwaffe“ zeigt sich immer deutlicher, dass Schwärme von preiswerten Drohnen und Raketen die hochkomplexen und teuren Systeme durch Sättigung oder geschickte Taktiken überwältigen können.
Von der libanesischen paramilitärischen Gruppe Hisbollah veröffentlichte Aufnahmen zeigen die Zerstörung von Abschussrampen eines israelischen „Iron Dome“-Luftabwehrsystems durch Angriffsdrohnen mit First-Person-View.

Zu sehen ist, wie Wartungspersonal Sekunden vor dem Aufprall vor der Drohne in Deckung geht, wobei sich das Fluggerät bis weniger als fünf Sekunden vor dem Aufprall unbemerkt näherte. Die Abschussrampen waren auf dem Militärstützpunkt Jal al-Alam im Norden Israels stationiert, wo sie offenbar vorgerückt positioniert worden waren, um Schutz vor israelischen Artillerieangriffen zu bieten. Analysten, die das Filmmaterial ausgewertet haben, weisen darauf hin, dass die Drohnen möglicherweise mit hochexplosiven Panzerabwehrsprengköpfen vom Typ PG-7VL oder PG-7-AT bestückt waren.
Dieser Vorfall unterstreicht ein grundlegendes Problem moderner westlicher Militärdoktrinen: Man setzt auf wenige, extrem teure High-Tech-Systeme, die gegen asymmetrische Bedrohungen und große Mengen an kostengünstigen Angriffsmitteln verwundbar sind.
Strategische Lehren
Die iranische Seite demonstriert eindrucksvoll, dass Kreativität, Anpassungsfähigkeit und die Nutzung vorhandener Ressourcen oft mehr wert sind als reine Technologieüberlegenheit. Während die USA und Israel auf Stealth, Präzisionsmunition und vernetzte Systeme setzen, antwortet Iran mit Low-Tech-High-Impact-Taktiken – eine Strategie, die auch für andere Akteure wie Russland oder China interessant sein dürfte.
Es zeigt sich hier erneut ein klassisches Prinzip: Komplexe Systeme sind oft fragil. Hohe Kosten pro Einheit führen zu geringer Masse und damit zu Verwundbarkeit gegenüber Sättigungsangriffen. Die Physik der Kriegsführung lässt sich nicht durch PR und Milliardeninvestitionen außer Kraft setzen.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
„Von der libanesischen paramilitärischen Gruppe Hisbollah veröffentlichte Aufnahmen zeigen die Zerstörung von Abschussrampen eines israelischen „Iron Dome“-Luftabwehrsystems durch Angriffsdrohnen mit First-Person-View“
Die Hisbollah ist doch (wie auch Hamas, „Huthis“ etc.) nach westlich-propagandistischer Sprachregelung eine „Terrororganisation“, wie auch hier in manchen Kommentaren den Revolvermedien nachgeplappert wird. Eine „libanesische paramilitärische Gruppe“ oder gar antiisraelische Befreiungs- und Partisanenorganisation ist sie höchstens für „oikophobe Psycherln“, die dem westlichen Imperialismus nicht seine „Erfolge“ gönnen …
„Die iranische Seite demonstriert eindrucksvoll, dass Kreativität, Anpassungsfähigkeit und die Nutzung vorhandener Ressourcen oft mehr wert sind als reine Technologieüberlegenheit“
Die Geschichte ist voll mit solchen Beispielen: auf jede „überlegene Technik“ wurden Antworten gefunden.
In Österreich sollte die Schlacht bei Sempach (Schweiz) 1386 stärker im Gedächtnis verankert sein, bei der das hochgerüstete Ritterheer der Habsburger – hoch zu Ross – von viel einfacher ausgerüsteten Schweizer Infanteristen vernichtet wurde. Es gelang ihnen, die Ritter vom Pferd zu ziehen, die am Boden liegend in ihren schweren Rüstungen unbeholfen waren wie am Rücken liegende Maikäfer.
„And what do we get for the most expensive military on earth – larger than the combined militaries of the next dozen or so countries? Not much. Iran’s military budget is less than one percent of ours, yet Iran destroyed or disabled every US military base in the Middle East.
It turns out that Iran has destroyed dozens of multi-million dollar US spy drones – and several near-billion dollar spy radar stations – with their own drones costing mere thousands of dollars each.
The US surprise attack was supposed to make Iran cower and beg for mercy, but it did the opposite: it showed that despite the trillions extorted from Americans for the most expensive military on earth, the US military can no longer win the wars that US presidents illegally force them into fighting.
The US military continues to fight World War II – with massively expensive aircraft carriers that do not dare get close to combat – while warfighting has evolved into something entirely different“
(Ron Paul, „A $1.5 Trillion Military Budget Is a Gift to the Grifters“, „Antiwar.com“, May 12, 2026)
JUST A SYMPTOM OF DECLINE 🌪
Es stimmt: Je komplexer Systeme werden, desto anfälliger sind sie. Auf eine gewisse Weise hat sich der Westen mit seiner Philosophie – oder sollte man sagen Schwäche –, alles immer komplizierter zu gestalten, selbst stranguliert. Dieses Beispiel ist symptomatisch und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte westliche System. Es betrifft nicht nur diesen einzelnen Aspekt.
Die uralte Maxime „Einfach ist besser“ geriet schon vor langer Zeit in Vergessenheit.
Ein unverkennbares Zeichen von Degeneration zeigt sich in der Entstehung ÜBERKOMPLEXER Systeme, die typischerweise Ausdruck eines sich etablierenden Chaos sind.
Nebenbei sei noch angemerkt, dass KREATIVITÄT & FLEXIBILITÄT durch keine Technologie ersetzt werden können …
Ich denke es hat auch etwas mit den Piloten zutun.
vielleicht sollte dem welken semmerl und ihrem kahlköpfiger starstrategen im kriegsministerium
der artikel vorgelesen und erklärt werden.