
Das Ende der russischen Zurückhaltung und die neue große Strategie der USA
„Die Eliten haben sich selbst eine Geschichte erzählt, die sie jetzt glauben.“ So fasst Professor John Mearsheimer, der wohl einflussreichste realistische Denker der internationalen Politik unserer Zeit, das fundamentale Problem westlicher Außenpolitik zusammen.
Prof. John Mearsheimer erörtert, wie Russland und die NATO die Eskalationsleiter weiter hinaufsteigen; die Täuschungsmanöver, mit denen der Krieg der Öffentlichkeit verkauft wird; und wie die USA eine neue Gesamtstrategie entwickeln müssen, um ihre Außenpolitik an die neuen Realitäten anzupassen. Prof. Mearsheimer ist Professor am Institut für Politikwissenschaft der University of Chicago. Im Gespräch mit Prof. Glenn Diesen, Universität Süd-Norwegen, seziert er die Entwicklungen in der Ukraine, den Krieg gegen den Iran und die daraus resultierende amerikanische Großstrategie.
Der massive russische Luftschlag auf Kiew: Repressalie oder Strategie?
In der Nacht vor dem Gespräch erlebte Kiew nach Aussage von Bürgermeister Klitschko den schwersten Bombenangriff des gesamten Krieges. Die westlichen Medien interpretierten dies unisono als Vergeltung für die ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Territorium. Mearsheimer widerspricht dieser Deutung fundamental:
„Wenn man hört, die Russen werden jetzt hart durchgreifen, denkt man vielleicht an eine klassische Bestrafungskampagne gegen die Zivilbevölkerung. Aber genau das ist nicht passiert. Die Russen haben militärisch-industrielle Ziele angegriffen und nicht vorsätzlich Zivilisten getötet.“
Laut dem Kyiv Independent starben 20 Menschen — eine Tragödie ohne Frage, aber bei einem Angriff mit rund 500 Raketen und Drohnen, so Mearsheimer, kaum das Ergebnis einer gezielten Kampagne gegen Zivilisten. Wäre das Ziel ein Massaker an der Bevölkerung gewesen, hätte Russland dies mit seinem Arsenal mühelos bewerkstelligen können. Dass es nicht geschah, spricht Bände.
Der entscheidende Punkt: Dies war kein neues Eskalationsniveau, sondern die Fortsetzung einer bekannten russischen Doktrin — Angriffe auf strategische Infrastruktur, nicht auf Wohngebiete. Die mediale Rahmung als „Vergeltung“ dient, so Mearsheimer, vor allem dem innenpolitischen Narrativ des Kremls — und ironischerweise auch dem westlichen Bedürfnis, Russland als irrationalen Aggressor darzustellen.
Die NATO-Beteiligung: Vom offenen Geheimnis zur offenen Politik
Was lange als „Verschwörungstheorie“ galt — die direkte NATO-Beteiligung an Angriffen auf russisches Territorium — wird zunehmend offen zugegeben. Diesen verweist auf einen bemerkenswerten Vorfall: Zwei russische Prankster brachten den Berater des estnischen Präsidenten dazu, freimütig über die estnische Rolle bei der Zielkoordinierung für Angriffe auf St. Petersburg zu sprechen. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bezeichnete dies als Beweis für estnische Beteiligung an terroristischen Angriffen auf Russland.
Mearsheimer hält fest:
„Es besteht kein Zweifel, dass die NATO tief involviert ist. Das G7-Kommuniqué vom 17. Juni erklärt, man werde die Unterstützung für die Langstrecken-Bombenkampagne der Ukraine gegen Russland beschleunigen.“
Die G7-Staaten kündigten nach ihrem Gipfel in Frankreich nicht nur eine Intensivierung der Drohnenkriegs-Unterstützung an, sondern auch eine Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks auf Russland. Mearsheimers Kommentar dazu:
„Falls irgendjemand im Kreml noch Zweifel an den Zielen der Europäer und Amerikaner hatte — sie hätten nach diesem Gipfel ausgeräumt sein müssen.“
Noch beunruhigender: Trump selbst, so wird aus dem Umfeld des Treffens berichtet, zeigte sich beeindruckt von den ukrainischen Operationen und ermutigte Selenskyj zu noch kühnerem Vorgehen. Die USA, so Mearsheimer, scheinen sich derzeit stärker zu engagieren als in den Monaten zuvor.
Die Karaganow-Frage: Wann schlägt Russland gegen NATO-Territorium zurück?
Sergei Karaganow, einer der einflussreichsten außenpolitischen Denker Russlands, hat wiederholt gefordert, Russland müsse europäisches Territorium angreifen — zunächst konventionell, und wenn das nicht abschrecke, nuklear. Mearsheimer analysiert, warum dieser Schritt bisher ausgeblieben ist:
Erstens: Die Russen können die Drohnenangriffe derzeit einigermaßen parieren. Solange der Schaden absorbierbar bleibt, sinkt der Anreiz für eine Eskalation gegen NATO-Territorium.
Zweitens — und entscheidend: Die Lage auf dem Schlachtfeld. Hier wird Mearsheimer deutlich:
„Wenn man der westlichen Rhetorik glaubt, sind die Russen auf dem Schlachtfeld festgefahren, erleiden massive Verluste und verlieren womöglich sogar. Dann könnte die Karaganow-Politik Sinn ergeben. Aber genau das passiert nicht. Die Russen machen tatsächlich gute Fortschritte. Es ist eine Dampfwalze, die sich langsam, aber stetig bewegt.“
Die Russen stehen kurz davor, den gesamten Donbass zu kontrollieren. In einem Abnutzungskrieg, wo die Russen vorrücken und gleichzeitig die Drohnenangriffe einigermaßen abwehren können, besteht für Moskau schlicht kein Anreiz, das Risiko eines direkten NATO-Krieges einzugehen.
Doch Diesen bringt den entscheidenden Punkt: Genau deshalb ist die westliche Rhetorik der „Schmerzintensivierung“ so gefährlich. Wenn die G7-Staaten die Drohnenkampagne massiv ausweiten, könnte der Punkt erreicht werden, an dem die Schmerzgrenze überschritten wird — und dann bleibt Moskau aus seiner Sicht nur der direkte Schlag gegen die „Puppenspieler“ in der NATO.
Die große Lüge der Verlustzahlen
Mearsheimer widmet sich dann einem Thema, das den intellektuellen Bankrott der westlichen Kriegsberichterstattung offenlegt: den angeblichen Verlustzahlen.
Die New York Times berichtete unter Berufung auf eine CSIS-Studie von etwa 450.000 gefallenen Russen gegenüber 125.000–150.000 gefallenen Ukrainern — ein Verhältnis von 3:1 zugunsten der Ukraine.
Mearsheimers Analyse:
„Das ist schlicht unglaublich. Das kann nicht stimmen. Der Haupttöter auf dem Schlachtfeld ist die Artillerie — und die Russen hatten während des größten Teils des Krieges mindestens eine 5:1-, wenn nicht 7:1- oder 10:1-Überlegenheit bei der Artillerie.“
Dazu kommen die russischen Gleitbomben, von denen die Ukraine praktisch keine besitzt. Und entgegen der westlichen Darstellung, die Ukraine sei stets in der Defensive, erinnert Mearsheimer an die gescheiterten ukrainischen Offensiven: Kursk, die „Blitzkrieg“-Offensive vom Juni 2023, die Gegenangriffe in Cherson und Charkiw 2022. Die Ukraine war während großer Teile des Krieges selbst in der Offensive — mit den dafür typischen, höheren Verlusten.
Mearsheimers Schätzung:
„Ich denke, wir werden feststellen, dass die Ukrainer etwa eine Million Mann verloren haben — gefallen, nicht verwundet. Die Behauptung von 150.000 ist absurd.“
Der Vergleich mit Vietnam drängt sich auf. Damals wurden Body Counts systematisch gefälscht, um der Öffentlichkeit Erfolge vorzugaukeln. Der Unterschied heute: In Vietnam wussten die Eliten, dass sie logen. Heute, so Mearsheimer, glauben sie ihre eigenen Propagandazahlen.
Der Iran-Krieg: Eine strategische Katastrophe mit Ansage
Das Gespräch befasst sich auch mit dem Iran — und Mearsheimers Analyse ist ebenso klar wie niederschmetternd:
„Wir werden diesen Krieg nicht gewinnen. Wir werden ihn verlieren. Der Iran wird aus diesem Krieg deutlich mächtiger hervorgehen, als er am 27. Februar war. Und Amerikas Position am Golf wird massiv geschwächt sein.“
Die Chronologie, die Mearsheimer skizziert: Vom 28. Februar bis 8. April führten die USA einen Luftkrieg. Als dieser scheiterte — die iranische Infrastruktur erwies sich als erstaunlich resilient, die US-Munitionsbestände schwanden dramatisch — ging man am 13. April zu einer Blockade über. Am 17. Juni wurde das Memorandum of Understanding unterzeichnet. Eine Bodenoffensive fand zu keinem Zeitpunkt statt.
Die beiden verbleibenden US-Ziele: die Straße von Hormus offen halten und ein Nuklearabkommen erreichen. Ersteres ist halbwegs gelungen — auch weil der Iran ein Eigeninteresse am Ölexport hat. Zweiteres steht noch aus, und hier liegt das Problem.
Mearsheimer erklärt die iranische Verhandlungsposition:
„Die Iraner waren klug genug, die Nuklearfrage ans Ende der Verhandlungen zu stellen. Hätten sie sie zusammen mit der Straßen-Frage verhandelt, hätten sie jetzt keine Hebelwirkung mehr. Ihre gesamte Verhandlungsmacht liegt jetzt in der Nuklearfrage.“
Und die Iraner haben wirtschaftliche Forderungen: 300 Milliarden Dollar Reparationen, Freigabe aller eingefrorenen Vermögenswerte (über 100 Milliarden Dollar), nahezu vollständige Sanktionsaufhebung — und eine Art „Mautgebühr“ für die Straße von Hormus.
Mearsheimer stellt die Frage:
„Können Sie sich wirklich vorstellen, dass die USA bei all diesen Punkten nachgeben? Ein Land mit 93 Millionen Menschen, dessen Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, das den Persischen Golf dominiert und die Straße von Hormus kontrolliert — das wäre ein massiv gestärkter Iran.“
Die Alternative: Kein Nuklearabkommen. Und dann? Der Iran hat die Fähigkeit, in kurzer Zeit eine Bombe zu bauen. Israel würde dies kaum hinnehmen. Das Eskalationspotenzial ist gewaltig.
Amerikas Großstrategie: Alles, überall, gleichzeitig — bis zum Kollaps
Der abschließende Teil des Gesprächs widmet sich der großen Frage: Was ist eigentlich die amerikanische Großstrategie im multipolaren Zeitalter?
Mearsheimers Antwort ist eine Kartografie der amerikanischen Überdehnung:
- Westliche Hemisphäre: Trump hat die Monroe-Doktrin auf Steroiden wiederbelebt. Venezuela — „Ich leite jetzt Venezuela“, so Trump wörtlich nach Maduros Kidnapping, „das venezolanische Öl ist amerikanisches Öl.“ Dazu Grönland, der Panama-Kanal, Kanada als 51. Bundesstaat.
- Europa/Ukraine: Statt des erwarteten Rückzugs deutet sich unter Trump eine Re-Intensivierung des Engagements an.
- Persischer Golf: Ein Großkonflikt mit dem Iran, der die US-Position in der Region fundamental erschüttert.
- Ostasien: China bleibt der „Pacing Threat“ des Pentagons — die militärische Planungsgröße Nummer eins.
Mearsheimers Fazit ist ein einziges Wort: Priorisierung. Oder besser gesagt: deren völlige Abwesenheit.
„Die Vereinigten Staaten laborieren immer noch unter der Illusion, sie könnten überall gleichzeitig alles machen. Das ist auf Dauer nicht durchhaltbar.“
Zwei Faktoren machen diese Strategie endgültig unhaltbar:
Erstens: Die Staatsverschuldung. Diesen verweist auf usdebtclock.org — Zahlen, die selbst für Nicht-Amerikaner deprimierend sind. Mearsheimer kommentiert trocken: „Irgendwann werden die Hühner zum Stall zurückkommen.“
Zweitens: Die erodierte industrielle Basis. Der Iran-Krieg musste nach 40 Tagen abgebrochen werden, weil die Munition ausging. Tomahawks, Patriots, THAAD, luftgestützte Präzisionsbomben — die Arsenale sind erschöpft. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern.
„Wenn man sich anschaut, was der Ukraine-Krieg uns gelehrt hat — dass moderne Kriege Monate dauern und enorme Materialschlachten sind — und dann betrachtet, wie lange es dauern wird, unsere vom Iran-Krieg geleerten Bestände wieder aufzufüllen: Das ist aus sicherheitspolitischer Sicht wirklich beängstigend.“
Die Wahrheit als erstes Opfer — und der einzige Ausweg
Mearsheimer kehrt immer wieder zu einem zentralen Thema zurück: Die westlichen Eliten glauben ihre eigene Propaganda. Anders als in Vietnam, wo Johnson und Westmoreland wussten, dass sie logen, haben sich die Entscheidungsträger heute in einem Narrativ eingerichtet, das sie für Realität halten.
„Diese Geschichte wird so lange erzählt, dass sie sie jetzt glauben. Putin ist der leibhaftige Teufel, Russland hat grandiose Ambitionen, der Krieg mit Russland ist unvermeidlich. All das ist lächerlich — aber es wird geglaubt.“
Die Konsequenz dieser kollektiven Selbsttäuschung: Nur die militärische Realität auf dem Schlachtfeld kann sie durchbrechen. Mearsheimer:
„Das Einzige, was diese törichten Vorstellungen zerstreuen wird, ist ein russischer Sieg auf dem Schlachtfeld. Wenn die Russen den Donbass, Saporischschja und Cherson einnehmen und dann auf weitere Oblaste vorrücken — dann wird es unmöglich, dieses Narrativ aufrechtzuerhalten.“
Bis dahin bleibt die westliche Öffentlichkeit gefangen in einer Propagandablase, in der Russland gleichzeitig kurz vor dem Kollaps steht und eine existenzielle Bedrohung darstellt, die Ukraine gleichzeitig gewinnt und endlose Unterstützung braucht, und der Iran gleichzeitig ein Papiertiger und eine atomare Bedrohung ist.
Dass diese Widersprüche im öffentlichen Diskurs kaum thematisiert werden, ist kein Zufall. Es ist das Produkt eines Jahrzehnte perfektionierten Propagandaapparats, der — wie Mearsheimer festhält — „viel ausgefeilter ist als zu Vietnam-Zeiten.“
Die Frage ist nur, ob die strategische Realität schneller zuschlägt als die narrative Immunabwehr des Westens. Die Zeichen stehen auf Sturm.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Im ukrainischen Fernsehen ist man der Ansicht, dass Russland einen Atomschlag gegen die Ukraine durchführen sollte.
https://t.me/neuesausrussland/30848
Es ist kein Witz und auch kein Fake!
„Ein Atomwaffenschlag gegen die Ukraine ist für uns ein sehr positives Szenario.
Er wird das Ende des Krieges und den Zerfall Russlands beschleunigen“, — so der Mitgründer des Zentrums für wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine, Dlyhach.
SCHON WIEDER EIN BEWEIS WELCHE IDIOTEN IN DER UKRAINE LEBEN UND GERNE STERBEN WOLLEN!!
Die EU wird ganz leicht von China und Russland u.a. durch Aufkauf von Euro-Bonds erobert. Wer pleite ist, der ist eh am Arsch. Die EU ist das neue Argentien (früher, als es alle 12 Jahre insolvent war und jedesmal einen Währungsschnitt machen musste).
Eine unangenehme Frage an die Hofberichterstatter: War Putins Angriff auf die Ukraine Notwehr?
https://ansage.org/eine-unangenehme-frage-an-die-hofberichterstatter-war-putins-angriff-auf-die-ukraine-notwehr/?
Es ist schon bemerkenswert, mit welcher moralischen Emphase unsere transatlantischen Tugendwächter seit 2022 von „unprovozierter Aggression“ faseln.
Als hätte Wladimir Putin eines Morgens einfach beschlossen, aus purem Übermut ein paar Panzer spazieren zu fahren.
Die Realität ist etwas prosaischer – und für die Salon-Grünen und NATO-Groupies außerordentlich unangenehm.
Der russische Einmarsch war die klassische Reaktion einer Großmacht, dessen elementare Sicherheitsinteressen jahrelang mit Füßen getreten wurden.
Minsk war eine Täuschung
Danach folgte die systematische Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung im Donbass – acht Jahre Bürgerkrieg mit Tausenden Tote.
Darüber wurde bei uns weitgehend geschwiegen.
Die Wahrheit ist für die Hofberichterstatter bitter
Wer ernsthaft Frieden wollte, hätte im Frühjahr 2022 auf Istanbul gesetzt, statt Selenskyj zu verbieten, einen ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. ALLES LESEN !!
Die offizielle Nachrichtenagentur der chinesischen Regierung Xinhua gratulierte den Amerikanern zum 250. Jubiläum
https://t.me/ukr_leaks_de/15316
Und erinnerte daran, dass die USA im Laufe der ganzen Geschichte nur noch etwa zwanzig Jahre keine Kriege angestiftet haben!
Erinnerung: Für alle, die keine Ahnung haben, wie der Ukraine Konflikt begann, hier ein wenig Geschichtsunterricht:
https://kammerspartakus.wordpress.com/2026/03/02/erinnerung-fur-alle-die-keine-ahnung-haben-wie-der-ukraine-konflikt-begann-hier-ein-wenig-geschichtsunterricht/
Für alle, die keine Ahnung haben, wie der Ukraine Konflikt begann, hier ein wenig Geschichtsunterricht:
1989 – 1991
Der Russe erlaubt die Abschaffung der Demarkationslinie zwischen Ost- und Westdeutschland und löst den „Warschauer Pakt“ auf, zieht seine Truppen aus Osteuropa ab und vertraut auf die mündliche Zusage von Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und James Baker (ehemaliger Außenminister der USA) im Februar 1990, dass die ehemaligen „Warschauer Pakt“-Mitglieder nicht der NATO beitreten, es also KEINE NATO-Osterweiterung geben wird.
Die amerikanischen Truppen bleiben in Deutschland stationiert.
2001
Putin macht dem Westen im deutschen Bundestag (in fließend deutscher Sprache) ein Angebot für eine enge Partnerschaft, um die Spaltung der Vergangenheit zu überwinden.
Alle Bundestagsabgeordneten klatschen begeistert …
Der Amerikaner verbietet das. ALLES LESEN!!
Soviel ich weiß, arbeiten noch nicht einmal die CIA-Schergen in der Welt noch gegen US Dollar, sondern gegen Gold.
Die Deadline für eigenen Goldbesitz zu moderaten Preisen ist der 24. Juli 2026. Ab dann wird in China nur noch physisches Gold gehandelt und Optionen auf Gold und Silber sind dort Geschichte. Die Implikationen für den Westen sind wohl der komplette Zusammenbruch des Edelmetall Preis Dumpings – endlich!
„Die Vereinigten Staaten laborieren immer noch unter der Illusion, sie könnten überall gleichzeitig alles machen“
So ist es, sie halten sich weiterhin als führende ominipotente Wirtschafts-, Technologie.- Militär, und Finanzmacht wie sie es nach WK-II waren, nur sind sie es nicht mehr. Die wirtschaftlichen, technologischen, militärischen und finanziellen Verhältnisse haben sich in den letzten 25 Jahren dramatisch verschoben und zwar absolut zuungunsten der US- und EU-Oligarchie.
Natürlich können sie überall alles gleichzeitig machen, aber im Ergebnis werden sie fast überall militärisch und, geostrategisch verlieren und dabei selbst pleite gehen, so wie es sich in der Ukraine und im Iran zeigt. Und dabei ist China mit seinen 30% Anteil an der weltweiten Industrieproduktion in den Konflikt noch gar nicht eingetreten.
Abseits ihres Kernterritoriums haben USA und EU nicht mehr die Kraft um gegen fortschrittliche Kontrahenten zu gewinnen und wenn China militärisch in den globalen Konflikt eintreten sollte wird der gesamte Westen kollabieren..
Die Analyse ist auf die angesprochenen Punkte meiner subjektiven Meinung nach richtig aber doch unvollständig. Der Rußlandkrieg wurde ja von den Denkfabriken geplant um freiere Hand gegen China zu haben. Aspekte der geopolitischen Träume bezüglich der Eineweltregierung und des Eineweltwährungssysems wuden nicht angeschnitten. Ferner wurde mit keinem Wort das gigantische KI Kriegsversuchslabor in der Ukraine erwänt. Das im Iran einige chinesische Topentwicklungen sich als Flop rausstellten, ist auch erwähnenswert. Aus langer Weile stampft China zur Zeit kein Zweitschlagsimperium aus dem Boden. Betrifft auch die Energieunabhängigkeit selbst von dem Leidenspartner Rußland.
Auch dieses Gespräch habe ich schon letzte Nacht geschaut. Ich widerspreche Mearsheimer in einem Punkt, der weit verbreitet ist – und ebenfalls amS Produkt der West-Propaganda:
Der Ukraine-Krieg wird hauptsächlich. in Nato-Zentren in Deutschland geplant. In Wiesbaden sitzen an die 100 verantwortliche Offiziere inklusive ukrainischen „Verbindungsoffizieren“. An all diesen Planungen, Organisationsstrukturen, Befehlsketten, Entscheidungshierarchien etc. hat sich nie etwas verändert, nach wie vor entscheiden US-Vertreter in Deutschland, was die Ukraine mit welchen Natowaffen wo und wie angreifen „darf“ bzw soll.
Das einzige, was sich über die Zeit verändert hat, war die mediale Darstellung bzw Rhetorik über die US-Beteiligung in der Ukraine bzw über die Haltung der USA generell. Der aktuelle „Kurswechsel“ ist daher nur propagandistischer Notnagel, eine nicht funktionierende Strategie alle paar Monate als etwas Neues zu verkaufen und so zu tun, als gäbe es eine Entwicklung in Richtung des offiziell erzählten Ziels.
Die USA kennen nur 1 Ziel und 2 Vorgehensweisen: do what we want – Methode 1 we bomb you into the stoneage oder Methode 2 sign a deal in our favour or we bomb you into the stoneage……die propagandistische Vermarktung dabei ist situationselastisch.
Die Fake-Krisen/Kriege mit realen und brutalen Asuwirkungen für uns alle ob direkt oder indirekt, dienen einem anderen Plan dahinter, dem Great Reset, oder wie man den Systemumbau der Machtsekte auch immer bezeichnen will.
Das darf man niemals vergessen, sondern es als eigentlichen Sinn und Zweck immer voranstellen. Alles was daran dann noch gekoppelt ist, wie z.B. Kohle scheffeln, Menschen verarmen, militärische und industrielle Forschung und Experimente, mehr Kohle durch Wiederaufbau und das gleich als 15-Minuten Ghettos oder so, wird immer gerne noch gleich mitgenommen als kollateraler Effekt, zumindest für die eigentlicher Drahtzieher. Mag sein das sich irgendein kleinerer Privatmensch gerne seine Milliarden auch mit einstecken will als Hauptziel über seine Firma.
Und es bleibt immer die Frage, inwieweit stecken die (dann angeblichen) Gegner mit drin, denn auch diese werden schlussendlich beim Systemwechsel mitmachen bzw. ihn vorantreiben…
Ich kann den Zustand der herrschenden Eliten hüben wie drüben, ihre Streitigkeiten, Zusammenarbeit und wie weit ihre Ansichten auseinanderliegen beim Systemwechsel nicht genau einschätzen. Macht und Besitz wollen aber alle behalten um weiter an den Hebeln zu bleiben… soviel ist sicher..
An folgenden Lügen wird der NATO-Westen und mit ihm die Ukraine scheitern:
1. Die Ukrainer kämpfen für Freiheit und Demokratie
2. Die Ukraine ist eine Demokratie
3. Die Ukraine ist nicht nationalsozialistisch geprägt
4. Die der Ukraine von der NATO auferlegte Zweckbestimmung ist nicht der dauerhafte Kampf gegen Russland
5. Die Ukraine wird noch von einer ukrainischen Regierung geführt und nicht von einem NATO-Kommando in Wiesbaden
6. Die Restukraine, derzeit 22 – 25 Mio.. Menschen, hat eine politische und ökonomische Zukunft in NATO und EU.
Gerade wurde offiziell die Befreiung von Konstantinowka (Donezker Oblast) verkündet – es wird erwartet, dass diese Tage Liman folgt. Von kleineren Dörfern gibt es mehrere jeden Tag.
In der Oblast Dnepropetrowsk wurden südliche Vororte von Pokrowskoje eingenommen. Im Norden stehen die Russen kaum mehr als 10 Kilometer nördlich von Sumy, wodurch man die Stadt mit FPV-Drohnen kontrollieren kann.
Der „Kampf der Ukrainer für Freiheit und Demokratie“ ist eine einzige grosse Lüge. Der letzte demokratisch gewählte Präsident wurde während des US-finanzierten Putschs 2014 aus dem Land gejagt und durch eine Marionettenregierung ersetzt. Heute werden die Ukrainer mit vorgehaltener Waffe zum Kampf gegen Russland gezwungen. Sehen so Freiheit und Demokratie aus?
Die Russen müssten es wie der Westen machen – so, dass man die Aktionen nicht eindeutig Russland zuordnen kann und langsam weich kochen. So sinkt die Gefahr eines nuklearen Weltkriegs.
„… so, dass man die Aktionen nicht eindeutig Russland zuordnen kann …“
Ob man es den Russen eindeutig zuordnen kann oder nicht, ist egal. Der Westen hat den Russen immer Schuld gegeben, auch wenn eindeutig klar war, dass es nicht Russland war. Von Beweisen oder Nicht-Beweisen lässt sich der Wertewesten nicht beeindrucken. Es muss nicht einmal „plausibel“ sein. Hat sich Kriegsrhetorik je an Wahrheit orientiert?
Ich finde, Sie beide haben recht.
Die Westpropaganda wird immer behaupten, was sie behaupten will – somit wäre Russland frei zu handeln wie es will. Dieser Rechnung fehlt aber die Presse der Weltöffentlichkeit, die Russlands Unterstützung/Rückendeckung gefährden würde.
Auf der strategischen Ebene gibt es auch Vor- und Nachteile. Irrationale Hitzköpfe müssen daran erinnert werden, dass ihr Handeln auch Konsequenzen hat – aber jeder weiß wie irrationale Hitzköpfe auf einen Klapps aufs Handerl reagieren.
Aus taktischer Sicht sehe ich aber keine solchen Nachteile. Wenn der Wertewesten „Terroristengruppen“ gründen kann, die das für ihn übernehmen, dann kann das Russland auch. Haben somalische „Piraten“ halt mal zufällig ein US-Schiff erwischt…..umzusetzen ist es also erdenklich einfach. Man müsste es nur schlau planen und besonnen einsetzen, um keine großen Zweifel zuzulassen.
Es geschehen täglich Dinge, die ganz andere Ursachen haben, als uns erklärt wird, so aufmerksam kann man gar nicht sein. Wir verpassen dabei sicher auch Dinge, die den Russen zuzuschreiben sind, die aber nie aufgeflogen sind. Schließlich gibt es immer auch Bereiche, die so sensibel sind, dass die angegriffene Seite selbst den erfolgten und erfolgreichen Angriff der Gegenseite leugnen muss, um nicht als begossener Pudel dazustehen oder wichtige Geheiminformationen preiszugeben……(siehe U-Boot-„Krieg“ zw USA und UDSSR bzw Russland).
Nehmen wir einmal an, das neuste US-U-Boot erleidet auf hoher See eine Kernschmelze in seinem Reaktor auf Grund einer russischen Schadsoftware, die man einschleusen konnte. Würde die US-Navy einen „tragischen Unfall“ melden, oder sich mit den öffentlichen, politischen und internen Diskussionen herumschlagen, wie so etwas geschehen konnte? Ich denke, wir kennen die Antwort – zumindest historisch haben sich die USA jedes Mal für den „tragischen Unfall“ entschieden.