Astrophsik prognostiziert Klima-Abkühlung durch reduzierte Sonnenaktivität

22. April 2026von 4,7 Minuten Lesezeit

Die kommende solare Abkühlung: Wissenschaftliche Prognosen sehen ein „Maunder-ähnliches“ Minimum kommen. Die Sonnenenergie ist die entscheidende Quelle für die Temperatur und das Klima auf den Planeten und damit auch auf unserer Erde.

Während der öffentliche Diskurs fast ausschließlich von der Erzählung einer unaufhaltsamen globalen Erwärmung dominiert wird, mehren sich in der astrophysikalischen Forschung die Hinweise auf eine diametral entgegengesetzte Entwicklung: Ein bevorstehendes „Grand Solar Minimum“, das in seiner Intensität an historische Phasen wie das Maunder-Minimum (1640–1720) oder das Dalton-Minimum (1790–1820) anknüpfen könnte.

Das Maunder-Minimum war eine lang anhaltende Phase extrem geringer Sonnenaktivität, in der Sonnenflecken äußerst selten wurden. Den Astro- und Sonnenphysikern sind schon seit langen die Schwankungen der Strahlungsintensität der Sonne bekannt, die das Klima auf der Erde bestimmen. Erkennbar ist das relativ leicht an Hand der Zahl der Sonnenflecken. Die Beobachtungen und Messungen haben ergeben, dass ihre Zahl in einem etwa 11-jährigen Zyklus schwanken, auch bekannt als Schwabe Zyklus. Das ist der zweite entscheidende Einflussfaktor auf das Klima der Erde und aller anderen Planeten neben dem in diesem Artikel diskutierten Veränderungen der Sonne-Erde-Entfernung.

In dieser Grafik ist die Verlängerung der Zyklen vor dem Einsetzen der letzten kleinen Eiszeit zu sehen. Weniger ausgeprägt ist die Verlängerung und die Reduktion von Sonnenaktivität und Erdtemperatur um 1800. Die Zeitspanne zwischen den Minima ist etwa 200 +/- Jahre. Das nächste größere Minimum ist also überfällig.

Neue Modellierungen bestätigen den Trend zur Abkühlung

Aktuelle wissenschaftliche Publikationen, die im Laufe des Jahres 2025 veröffentlicht wurden, bieten eine nüchterne Analyse der solaren Dynamik. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Arbeit von Forschern, die mittels Spektralanalyse und Bandpassfilterung künftige Sonnenzyklen bis weit ins 22. Jahrhundert prognostizieren. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Projektionen deuten auf ein „Maunder-ähnliches“ Grand Minimum hin, das sich von etwa 2030 bis 2110 erstrecken könnte.

Die Forscher erwarten für die Zyklen 26 bis 35 eine signifikante Dämpfung der solaren Aktivität, wobei die Amplitude der Sonnenfleckenzahl (SSN) teilweise nur noch die Hälfte der Werte der Zyklen 24 und 25 erreichen könnte.

Historische Parallelen und klimatische Folgen

Die wissenschaftliche Debatte um diese Zyklen ist eng mit der Klimageschichte verknüpft. Historische Daten zeigen, dass Phasen reduzierter solarer Einstrahlung – wie das Oort-, Wolf-, Spörer-, Maunder- und Dalton-Minimum – mit kühleren Klimaperioden korrelierten. Harald Y. diskutiert in seiner Analyse „Deep minimum 2025-2072“ die Möglichkeit, dass wir uns am Beginn eines etwa 500-jährigen Zyklus befinden, der durch eine negative Entwicklung des TSI-Index (Total Solar Irradiance) gekennzeichnet ist.

Die Projektionen legen nahe, dass die thermische Trägheit der Ozeane und des Klimasystems zu einer verzögerten, aber ausgeprägten Abkühlungsphase führen könnte, die in der Mitte des Jahrhunderts – etwa um 2072 – ihren Höhepunkt im Sinne eines „Grand Minimum“-Klimas finden könnte.

Die moderne Herausforderung: Technologie vs. Natur

Während sich die astrophysikalische Forschung mittels fortschrittlicher Methoden wie der 4D-Variations-Datenassimilation bemüht, die solaren Zyklen präziser zu erfassen – primär um unsere anfällige satellitengestützte Infrastruktur vor geomagnetischen Stürmen zu schützen –, wird die breitere Implikation einer schwächeren Sonne politisch konsequent ausgeblendet.

Es ist eine bemerkenswerte Diskrepanz: Während die wissenschaftliche Datenlage in der Astrophysik auf eine Phase deutlich reduzierter solarer Aktivität hindeutet, wird in der politisch gesteuerten Klimaforschung weiterhin ein Szenario unterstellt, das die solare Variabilität als vernachlässigbaren Faktor betrachtet. Die kommenden Jahrzehnte werden zeigen, welches dieser Weltbilder der Realität standhält. Sollten sich die Prognosen eines „Grand Minimum“ bewahrheiten, würde dies nicht nur unsere Infrastruktur vor neue Herausforderungen stellen, sondern auch die gesamte Grundlage der aktuellen Klimapolitik massiv infrage stellen.

Quellen:

Hier sind die wichtigsten relevanten Veröffentlichungen/Studien aus den Jahren 2025–2026, die ich gefunden habe und die sich direkt mit einem bevorstehenden Maunder-/Dalton-ähnlichen Minimum befassen:

Combining spectral analysis and narrow band pass filtering to predict solar cycl parameters in the next solar grand minimum arxiv.org Ian Edmonds, Peter Killen

Kombination von Spektralanalyse und Schmalband-Passfilterung zur Vorhersage von Sonnenzyklusparametern im nächsten großen Sonnenminimum arxiv.org Ian Edmonds, Peter Killen (Oktober 2025): Dies ist die eindeutigste neue Vorhersage eines zukünftigen Maunder-ähnlichen GSM. Mithilfe einer Fourier-/Spektralanalyse historischer Sonnenfleckenzahlen (SSN) ab 1700 sowie einer Schmalbandfilterung identifizieren die Autoren dekadische und schwächere „oktale“ Komponenten. Ihre Vorausschau prognostiziert ein Maunder-ähnliches großes Sonnenminimum von ca. 2030 bis 2110 (Zyklen 26–35) mit SSN-Maxima um 40–50 (etwa die Hälfte der Werte der letzten Zyklen) und einer anhaltenden Phase geringer Aktivität. Das Backtesting reproduziert das historische Maunder-Minimum recht gut. Dies ist ein Preprint (noch keine begutachtete Zeitschriftenveröffentlichung).

Deep minimum 2025-2072 – The Climate Clock climateclock.no Harald Yndestad

Tiefes Minimum 2025–2072 – The Climate Clock climateclock.no Harald Yndestad (basierend auf Indizes der Gesamtstrahlungsintensität) greifen GSM-Konzepte auf, stellen jedoch keine formellen wissenschaftlichen Studien dar.

Forecasting the solar cycle using variational data assimilation: validation on cycles 22 to 25 arxiv.org L. Jouve, et al

Vorhersage des Sonnenzyklus mittels variationaler Datenassimilation: Validierung für die Zyklen 22 bis 25 arxiv.org L. Jouve et al.

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8 Kommentare

  1. bekir 26. April 2026 um 14:47 Uhr - Antworten

    Die herrschenden Klima-Erwärmungs-Paniker halten wacker die ideologische Fahne aber oben (das Klima erwärmt sich / erhitzt sich / beginnt zu glühen).
    Sie bemühen sich allerdings, auch ein bisschen naturwissenschaflich zu wirken.

    Beispiel Tagesschau im Januar 2025:
    „2024 war das wärmste Jahr seit 1850.“

    Eigentlich gar nicht so sensationell, denn weiter hinten wird schamhaft darauf verwiesen, dass es im Vorjahr 2023 sogar wärmer als alle 125.000 Jahre vorher gewesen sei.
    Diesem Ruhm könnte man auch für 2024 in Anspruch nehmen, will das peinliche (und äußerst angreifbare) Narrativ aber wohl nicht allzu penetrant weiterspinnen.

    Lieber nimmt man einen anderen Panik-Aufhänger:
    Die 1,5-Grad-Marke sei 2024 erstmals überschritten worden, denn
    „erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau“.

    Jedenfalls laut des „Klimawandeldienstes“ Copernicus (=aus Europa, aber mit Anspruch auf globale Gültigkeit).
    Allerdings wird weiter hinten eingeräumt, dass laut laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) „die langfristige globale Erwärmung im Jahr 2024 im Vergleich zum Basiszeitraum 1850-1900 derzeit etwa 1,3 Grad beträgt“ – im Vergleich zu den ersten 50 Jahre des Industriezeitalters ist die dämonische 1,5-Grad-Grenze also wohl doch noch nicht gerissen.
    https://www.tagesschau.de/wissen/klima/copernicus-bericht-2024-100.html

    Zwischen den beiden Meldungen ist nur dann kein Widerspruch, wenn die Phase 1850-1900 im Schnitt kälter war als die vorindustrielle Zeit vor 1850 – aber eigentlich soll es doch seit 1850 durch den Schädling Mensch bzw. seine Industrialisierung immer wärmer geworden sein?

    Hier kommt ein weiteres Phänomen ans Licht – aber nur, wenn man genauer hinschaut – den breiten Massen drängt sich diese Wahrheit in der Flut der Panik-Meldungen nämlich nicht auf:
    Die 175 Jahre seit ca. 1850 sind keineswegs ein einheitlicher Block stetig steigender Temperaturen.
    Es gab einen Wechsel von „Kältephasen“ und „Wärmephasen“, die jeweils jahrzehntelang dauerten. Das ist nicht die Wortwahl von Wikipedia, aber dass die Erwärmung immer wieder mal für etliche Jahre schlapp macht, wird dort inzwischen (wenn auch etwas versteckt) eingeräumt:
    „Am ausgeprägtesten und längsten waren die Pausen in den Jahren von 1880 bis 1910, von 1940 bis 1974 und von 1998 bis etwa 2014.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pause_der_globalen_Erwärmung

    Durch die Wahl eines passenden „Basiszeitraums“ kann also jeder den „Anstieg“ präsentieren, den er „beweisen“ will …

    Aber Klima ist ja ein langfristiger Mittelwert und was ist denn nun der Mittelwert seit 1850? Damals endete einerseits die „Kleine Eiszeit“ (=Natur als Mutter) und begann andererseits das Industriezeitalter (=Mensch als Vater). Welcher der beiden Elternteile das Kind namens Erwärmung stärker prägte, wäre noch ein schöne Zusatz-Frage…

    Klima-Pionier Svante Arrhenius bezifferte um 1900 herum den Durchschnitt mit 15 Grad und diesen Wert übernahmen die meisten Experten für viele Jahrzehnte.
    Noch rund ein Jahrhundert später gab der renommierte Hamburger Meteorologe Mojib Latif 2003 in einem Buch die „optimale Betriebstemperatur“ der Erde mit 15 Grad an. Latif meinte damals, die Erde habe Fieber, weil ihre Temperatur mittlerweile auf 15,60 Grad Celsius angestiegen sei.

    Doch nun erfahren wir von der Tagesschau den Wert für 2024: 15,10 Grad Celsius !
    Damit war „2024 noch mal 0,12 Grad wärmer als der vorherige Rekordhalter 2023“.
    Das 125.000-Jahres-„Rekordjahr“ 2023 lag also bei 14,98 Grad Durchschnittstemperatur.

    So sehn Hitzerekorde aus, wenn man mal genauer draufschaut!

    • bekir 5. Mai 2026 um 14:36 Uhr - Antworten

      … kleiner Fehler meinerseits:
      Die WMO-Phase (1850-1900 und nur etwa 1,3 Grad kälter als derzeit) ist rein rechnerisch natürlich später (und wärmer) als die von Copernicus genannte vorindustrielle Phase (=bis 1850 und 1,6 Grad kälter als 2024).
      Den von mir festgestellten Widerspruch gibt es also nicht.

      (Wieviel die auf 1850 datierte grundlegende Erwärmung zu tun hat mit dem Ausklingen der 500 Jahre vorher angefangenen – nicht menschengemachten, sondern natürlichen – “Kleinen Eiszeit”
      … oder mit der 1850 im Weltmaßstab noch recht bescheidenen Industrialisierung:
      Das ist eine Frage, der die Klimapaniker vorsichtshalber lieber aus dem Weg gehen …)

      Die wichtigere Tatsache bleibt aber gültig und wird auch von der Mainstream-Wikipedia (etwas versteckt) eingeräumt: Es gibt keine stetige Erwärmung seit 1850, sondern mehrere jahrzehntelange “Erwärmungs-Pausen”, die so gar nicht passen wollen zum doch recht stetigen (oder sogar beschleunigten?) Anstieg von Weltbevölkerung und weltweiter Industrialisierung.

      Ebenfalls nicht haltbar ist die Rückprojizierung der CO2-Kurve, (=Keelings erst in den 1950er Jahren aufgrund von Messungen erstellte Keeling-Kurve) – es gibt keinen seit 1800 stetigen CO2-Anstieg,
      https://tkp.at/2023/07/07/co2-messungen-in-den-1820ern/
      https://tkp.at/2023/08/10/physik-und-chemie-zu-co2-kaum-einfluss-auf-klima-und-historischer-tiefststand/#comment-125805

      Es gibt aber vielfältige Manipulationen,
      https://tkp.at/2023/11/19/aenderungen-von-messmethoden-um-klimaerwaermung-vorzutaeuschen/

  2. Tabascoman 22. April 2026 um 18:04 Uhr - Antworten

    Ein weiterer Indikator für eine nachlassende Sonnenstrahlung ist hier: Die höchste, vom Wetterdienst mit dem Standard „englische Hütte“, jemals gemessene Temperatur war 56,7 °C. Und zwar um 17:00 am 10. Juli 1913 auf der Greenlandfarm im Death Valley- seitdem nie übertroffen, nirgends, Rekord auch nicht eingestellt. Warum wurde dieser Messwert seit 113 Jahren nie übertroffen, obwohl spezielle NGOs uns ein anderes Narrativ – inclusiv CO2-Steuern – erzählen?

  3. Jan 22. April 2026 um 17:52 Uhr - Antworten

    Wer kann sollte vielleicht bei Arche Noah und Co ein wenig kälteresistentes Saatgut bestellen, um die Produzenten zu unterstützen.

    Kein Dünger, kein Diesel, kein Heizöl und -gas und auf heißere Sommer angepasstes Saatgut – als ob es jemand darauf anlege!

  4. Glass Steagall Act 22. April 2026 um 16:51 Uhr - Antworten

    Die Kenntnis mit der Abhängigkeit von der Temperatur der Erde, durch die jeweilige Sonnenaktivität, ist wohl selbst den meisten Hobbyastronomen bekannt. Umso erstaunlicher, dass diese Grundkenntnisse von Klimatologen gern ignoriert wird. Das passt eben nicht in ihren Auftrag! Dafür gibt es kein Geld von NGOs und Regierungen! Also muss man ein anderes Konstrukt erfinden, welches den Menschen verantwortlich für die Klimaschwankungen macht. Damit lässt sich immer noch prima Kohle machen.

  5. Michael Rosemeyer 22. April 2026 um 15:54 Uhr - Antworten

    Globale Temperaturen sinken, doch in Deutschland herrscht Hitzepanik
    2025_07_08
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/klima-durchblick/globale-temperaturen- sinken-doch-in-deutschland-herrscht-hitzepanik/

    Seit 2024 wird es weltweit kälter
    UAH v6.1 Global Temperature
    2026_03_03
    https://www.drroyspencer.com/

    Klima wird kälter – Entwicklung Richtung Kleine Eiszeit schreitet fort Generalversammlung der Europäischen Geophysikalischen Union 2025
    „Modern Grand Solar Minimum and its effect on the terrestrial environment“ https://solargsm.com/wp-
    content/uploads/2025/05/zharkova1_egu25_gsm_2may25.pptx 2025_05_26
    https://tkp.at/2025/05/26/klima-wird-kaelter-entwicklung-richtung-kleine-eiszeit- schreitet-fort/

  6. VerarmterAdel 22. April 2026 um 13:44 Uhr - Antworten

    Das wurde von Russland bereits 2014 gesagt und seitdem von Valentina Zharkova, die in UK eine Professur hat, bestätigt.

    Nicht, dass es die britischen Polituhren oder eine Polituhre interessieren würde.

    Valentina Zharkova: Globale Abkühlung (Kaltzeit; engl. Ice Age) hat begonnen – https://coronistan.blogspot.com/2026/01/globale-abkuhlung-hat-begonnen-kleine.html

    • Si_Vis_Pacem_Para_Bellum 22. April 2026 um 14:13 Uhr - Antworten

      Korrekt, und die wenigsten haben je davon gehört.

      Allerdings hatte Sie die den Beginn bereits für den SC25, also den aktuellen, vorhergesagt.
      Aber was sind schon 11 Jahre im kosmischen Kontext.

      Was jedoch tatsächlich seltsam ist, sind die Rekorde bei den Sonnenflecken der vergangenen Jahre, obwohl die Sommer bereits spürbar kälter geworden sind.

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