UK will Nachrichten-Scanning auf jedem Handy

7. Juni 2026von 3,5 Minuten Lesezeit

Unter dem Vorwand des Kinderschutzes plant die britische Regierung, client-side scanning – also das automatische Durchsuchen aller Nachrichten, Fotos und Videos direkt auf dem Smartphone – gesetzlich vorzuschreiben. Wer sich als Tech-Chef weigert, diese staatliche Spionagesoftware auf die Geräte der Nutzer zu bringen, soll bis zu fünf Jahre ins Gefängnis.

Das ist der systematische Angriff auf die letzte Bastion privater Kommunikation. „Denk an die Kinder“ ist mittlerweile zum Universalschlüssel geworden. Wie so oft dient der Schutz Minderjähriger als moralische Keule, um tiefgreifende Überwachungsmaßnahmen durchzudrücken. Die britische Regierung fordert von Apple, Google und anderen, dass es unmöglich wird, nackte Bilder zu senden, zu empfangen oder anzusehen. Klingt harmlos? Nur auf den ersten Blick.

Um das technisch umzusetzen, muss jedes Bild, jede Nachricht, jeder Video-Call und jeder Stream vor der Verschlüsselung auf dem Gerät gescannt werden. Das bedeutet: Ein permanenter staatlich beauftragter Informant auf Ihrem eigenen Telefon. Client-Side-Scanning ist nichts anderes als flächendeckende Geräteüberwachung unter dem Deckmantel der Kindeswohlpflege.

Online Safety Act als Trojanisches Pferd

Die rechtliche Grundlage liefert der berüchtigte Online Safety Act. Bereits jetzt können Tech-Manager für Nichtbefolgung mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Nun soll diese Keule gezielt gegen die End-to-End-Verschlüsselung eingesetzt werden. Jess Phillips, ehemalige Ministerin, hat intern massiv Druck gemacht, damit die Regierung nicht nur „ermutigt“, sondern endlich droht und durchsetzt.

Die Technik existiert bereits teilweise: Apple und Google haben Vorläufer in Form von „Communication Safety“- und „Sensitive Content“-Funktionen. Die Regierung will diese nun flächendeckend ausbauen und verpflichtend machen.

Das Ende privater Kommunikation

Wer einmal akzeptiert, dass der Staat (oder von ihm beauftragte Algorithmen) jedes Foto und jede Nachricht auf dem privaten Gerät prüft, hat die Schlacht um die digitale Privatsphäre verloren. Denn was heute mit Nacktbildern beginnt, kann morgen auf „Hassrede“, politisch unkorrekte Meinungen, regimekritische Inhalte oder „Desinformation“ ausgeweitet werden. Ein Software-Update genügt.

Experten warnen seit Jahren: Client-Side-Scanning bricht das Sicherheitsmodell der Verschlüsselung grundlegend. Signal, WhatsApp und andere sichere Messenger stehen vor der unmöglichen Wahl: Verschlüsselung aufgeben oder den britischen Markt verlassen.

Tatsächlich geht es dabei gegen das Briefgeheimnis. Es ist ein Grund- und Menschenrecht, das die Vertraulichkeit schriftlicher Mitteilungen in Briefform schützt. Wikipedia schreibt darüber (noch):

In Deutschland wurde die Gewährleistung des Briefgeheimnisses zuerst in der Josephinischen Wahlkapitulation von 1690 angesprochen. Für seine Verletzung sollte ein Delinquent mit Staupenschlag und Landesverweisung bestraft werden. In der Allgemeinen preußischen Postordnung vom 10. August 1712 war jedem Postbeamten bei verbotener Brieföffnung die Dienstentlassung und die strafrechtliche Ahndung als Meineidiger angedroht, was in das Allgemeine Preußische Landrecht einfloss.

Ansonsten kann man im Roman „1984“ von George Orwell nachschlagen, was genau von UK und EU geplant ist und wie damit die Bürger beherrscht werden sollen.

Großbritannien als Vorreiter der Überwachungsgesellschaft

Das Vereinigte Königreich ist seit der Kolonialzeit Labor Führer der westlichen Überwachungsstaaten – auf Befehl der „City of London“, des internalen Bankenkartell und der Finanzoligarchie.

Von der Massenüberwachung durch GCHQ über die strengen Lockdown-Regeln bis hin zur aktuellen Zensurpolitik war der britische Staat Vorreiter: Der Bürger soll gläsern werden, während die Regierung sich hinter „Sicherheit“ und „Schutz“ verschanzt.

Die echten Kinderschützer wissen: Missbrauch wird nicht durch Massenüberwachung aller Bürger verhindert, sondern durch konsequente Strafverfolgung und funktionierende Justiz. Der Grooming-Skandal im UK zeigt nur zu deutlich, dass der Schutz der Kinder und insbesondere von Mädchen das allerletzte ist, was die herrschende Klasse interessiert.

Die Briten – und mit ihnen potenziell bald der Rest Europas – stehen vor einer fundamentalen Entscheidung: Wollen sie freie Bürger mit privater Kommunikation bleiben, oder willige Untertanen in einer digitalen Diktatur, deren Telefone sie rund um die Uhr bespitzeln?

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9 Kommentare

  1. Andreas_Sch. 8. Juni 2026 um 15:21 Uhr - Antworten

    „Der Grooming-Skandal im UK zeigt nur zu deutlich, dass der Schutz der Kinder und insbesondere von Mädchen das allerletzte ist, was die herrschende Klasse interessiert.“

    Das ist wie im Krieg, stimmt’s? Zig tausende Männer getötet – besonders schwer aber für Frauen … 🤔

  2. Jan 7. Juni 2026 um 16:48 Uhr - Antworten

    Als Missbrauch verniedlichte schwere Körperverletzung und Verstümmelungen ohne Narkose lassen sich leicht verhindern.

    Während die Täter und Täterinnen häufig derart abgesichert sind, dass sie das Kind auch töten könnten und dass sie Jugendamt und Exekutive zurückpfeifen können, lassen sich diese Unternehmungen erheblich erschweren, wenn man die Notlage des Kindes erkennt.

    Jeder Nachbar, jede Tante kann sich hier einbringen. Das Kind wird selbst dafür sorgen, dorthin zu kommen, wo es ihm gut geht.

    Bringt die Mutter zB das Kind während des Nachtdienstes zu ihrer Freundin, die es weiter reicht, so wird sie das ändern, wenn das Kind großes Drama macht, weil es zur alten Lisi mit dem niedlichen Hund will. Und wenn die Xanthippe aus der Nachbarschaft ständig beim Jugendamt anruft, wenn das Kind im Krisenzentrum sitzt, dann kann mans nicht mal verschwinden lassen.

    Die paar Jahre kann die Lisi eine ausklappbare Couch ins Wohnzimmer stellen!

    Kinder machen das selber, aber sie brauchen das Angebot.

  3. Pusteblume 7. Juni 2026 um 14:30 Uhr - Antworten

    „… Das Vereinigte Königreich ist seit der Kolonialzeit Labor Führer der westlichen Überwachungsstaaten – auf Befehl der „City of London“, des internalen Bankenkartell und der Finanzoligarchie. …“
    Demzufolge müssen diese genannten Stasiisten weg – ein für alle Mal.

    • Varus 7. Juni 2026 um 16:04 Uhr - Antworten

      Demzufolge müssen diese genannten Sta***** weg

      Ob es erfüllt ist, wenn Kleinbritannien sich aus dem Grandiosen Westen ausklinkt und zum Land Nummer 50+x mit nichtwestlicher (muslimischer) Bevölkerungsmehrheit wird? Wie auch hier vor einer Woche stand, diese Bevölkerung hält das Rumbritieren für „minderwertig“, daher wird wohl kaum was von dieser Raubritter-„Kultur“ übernehmen.

  4. VerarmterAdel 7. Juni 2026 um 14:19 Uhr - Antworten

    Der feuchte Traum aller totalitären Länder, die von Psychopathen kontrolliert und von ihren Polituhren regiert werden.
    Wie kann es noch Geschäftsgeheimnisse geben, wenn dieses verkommene Verbrecherpack alles mitlesen UND VERWERTEN kann?

  5. Glass Steagall Act 7. Juni 2026 um 10:52 Uhr - Antworten

    Wenn einem das alles stört, muss man eben im digitalen Zeitalter sein Verhalten ändern! Also weniger oder gar nicht über das Handy kommunizieren und wieder den „alten“ Weg gehen und wieder direkt mit den Menschen kommunizieren! Wir hatten das alles schon einmal, aber durch die technischen Spielereien, haben die meisten das scheinbar vergessen. Wer also nicht bespitzelt werden will, der soll eben die digitalen Kommunikationswege einschränken oder einstellen! Wer aber die Tech-Industrie füttert, der darf sich auch nicht beschweren!

    • Pusteblume 7. Juni 2026 um 14:34 Uhr - Antworten

      Genau. So sehe ich das auch: die Telefone weglegen und nur noch ganz minimal nutzen. E-Mails schon gar nicht mittels Taschenwanze (aka Telefon) senden. Die Tech-Industrie ist doch durch die ganzen Blödiane großgeworden. Die Blödiane, die Sprechdurchfall haben, sind jeden Tag in der Öffentlichkeit zu sehen und nerven nur.

  6. Varus 7. Juni 2026 um 10:27 Uhr - Antworten

    Das Vereinigte Königreich ist seit der Kolonialzeit Labor Führer der westlichen Überwachungsstaaten – auf Befehl der „City of London“, des internalen Bankenkartell und der Finanzoligarchie.

    Es käme nicht so weit, würden sich die Britenden Personen:innen nicht so wenig wehren – sogar China erlebte mal heftige Demos, nach den „Zero Covid“ schnell gestrichen wurde. Jetzt aber zu den britischen kognitiven Befähigungen vorsichtig – wenn man westliche für besonders niedrig hält, interpretieren Westler es so, man würde zu Vergew@ltigungen Minderjähriger aufrufen. Was die These zusätzlich belegt.

    Meine Frau erzählt öfter, welchen Murks ihre „Bio“-Kolleginnen in der Firma erzählen, etlichen Narrativen glaubend. Unrettbar.

    • Varus 7. Juni 2026 um 12:25 Uhr - Antworten

      Aus einem heutigen Kommentar von einer „Petra G.“ im „Zionistischen Einblick“: „… Sehen wir den Tatsachen doch ins Auge. Das deutsche Volk ist d@bil, saft- und kraftlos und hat den Untergang offensichtlich verdient. Solange nicht MILLIONEN (nicht ein paar Hansel) auf den Straßen sind, wird ihm die dekadente, ökosozialistische Politschickeria immer mehr Löcher ins Fleisch bohren. …“ – Das D-Wort hätte ich nicht verwendet, doch die Erkenntnis (Gleiches gilt für etliche EUdSSR-Länder, im Osten vielleicht minimal weniger) dürfte verbreitet sein. Auch hier schreibt einer, man hätte sich die Dysotopie verdient (ich erinnere mich übrigens noch an die Zeit vor dem Internet).

      Noch Petra G: „… Aber nach „Timmy dem Wal“, kommt mit der Fußball WM, die tatsächlich in USA keine Sau interessiert, und der Urlaubssaison schon passend die nächste Sedierung ums Eck, die der treudoofe Michel gerne annimmt. … Das deutsche Volk ist tot… …“

      So scheint Vance es nicht zu verstehen? Nicht, dass die USA wirklich was gegen „1984“ in Westeuropa unternehmen würden. Die Frage jetzt, was demnächst – aus dem ersten Dunklen Mittelalter holten Westeuropa irische Mönche und die arabische Welt (damals weit mehr gebildete). Heute gibt es in der Nähe den Islam und Osteuropa – viel weiter China und Indien. Was davon wäre besonders genehm?

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