
Epstein-Insel der Adria? Aufstand gegen Trump-Projekt in Albanien
Albanien wehrt sich gegen ein Milliardenprojekt von Jared Kushner. Dabei geht es nicht nur um die Rettung letzter unberührter Natur, sondern auch um eine ehemalige und durchaus mysteriöse Militärfestung. Das Trump-Projekt bringt Albanien in eine politische Krise.
Tausende Albanerinnen und Albaner gehen seit Tagen auf die Straße. Sie demonstrieren gegen ein Milliardenprojekt des US-Investors Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump. Im Zentrum steht die unbewohnte Insel Sazan und das angrenzende Küstengebiet bei Zvërnec – ein geschütztes Naturschutzgebiet mit Flamingos, Mönchsrobben und Schildkrötenbrutplätzen. Kritiker sprechen von Umweltzerstörung, Korruption und einem „Verkauf Albaniens“, andere sprechen gar von einer neuen „Epstein-Insel“. Albanien ist in Aufruhr. Ministerpräsident Edi Rama weist alle Vorwürfe scharf zurück.
Vom Trump-Projekt zur Staatskrise
Rama geht mittlerweile offensiv gegen die Proteste vor, spricht von einem „Hybridkrieg“ und „Fake News“. Zuletzt erklärte er: „Das wird als hybrider Krieg gegen Albanien dargestellt. Falsche Narrative, wie etwa, dass das Projekt etwas ist, das zwischen mir und Netanyahu über Jared Kushner gekocht wurde, um Palästinenser hereinzubringen.“ Berichte über eine „Trump-Familien-Insel“ und Schäden an geschützten Gebieten seien „sensationalistische Fake News“.
Es gebe kein solches Insel-Projekt der US-Präsidentenfamilie und keine Gefahr für die Flamingos. Stattdessen betont er die wirtschaftlichen Vorteile: Das Vorhaben soll bis zu vier Milliarden Dollar Investitionen bringen, Arbeitsplätze schaffen und den Tourismus ankurbeln.
Als Ende Mai 2026 Baumaschinen und private Sicherheitskräfte mit Stacheldraht das Gelände an der Küste absperrten, begannen die Proteste. Die Albaner nennen sie „Flamingo-Revolution“. In Tirana versammeln sich täglich Tausende vor dem Regierungssitz, halten aufblasbare Flamingos hoch und rufen „Albanien ist nicht zu verkaufen!“.
Viele sehen in dem Projekt nicht nur eine Umweltbedrohung, sondern auch ein Symbol für Vetternwirtschaft. Die Sonderstaatsanwaltschaft gegen Korruption und organisierte Kriminalität (SPAK) hat bereits Ermittlungen eingeleitet – zu Grundstücksübertragungen, Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2024 und möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Privatisierung.
Hintergrund: Das Projekt wird von Kushners Firma Affinity Partners vorangetrieben, mit Beteiligung von Investoren aus dem Golfraum. Kushner und Ivanka Trump hatten das Gebiet bereits 2024 als attraktive Investitionschance beworben. Das Projekt dreht sich nicht nur um ein Resort, sondern auch um einen Flughafen (das aber unabhängig von den Trump-Plänen geplant wird) – und eben um eine einst militärisch massiv bewachte Insel.
Rama, seit 2013 an der Macht, hatte Umweltschutzvorschriften gelockert, um Großprojekte zu ermöglichen. Seither explodiert in Albanien der Tourismus. Die Küstenregion, die bis 2010 noch kaum Touristen und schon gar keinen Massentourismus anzog, wurde massiv erschlossen. Hotels und Bettenkapazitäten vervielfachten sich um das Zehnfache. Die Besucherzahlen explodierten. Als Beispiel: von 4,7 Millionen (2016), damals Rekord, auf 12,4 Millionen im Jahr 2025.
Investiert haben dort reiche Ausländer, internationale Hotelketten oder das Großkapital. Kushner ist also bei weitem nicht der Erste, der auf die Idee kommt, in Albaniens Küste zu investieren. Aber dieses Projekt dürfte das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Opposition und Umweltaktivisten werfen der Regierung vor, das Land an ausländische Milliardäre zu verscherbeln – eine Kritik, die sich in Slogans wie „Ivanka, geh nach Hause“ widerspiegelt. Zudem gibt es seit November 2025 regelmäßige Proteste gegen die Regierung. Auslöser waren Korruptionsvorwürfe gegen Vizepremierministerin Belinda Balluku und Vorwürfe von Wahlmanipulationen bei den Parlamentswahlen 2025. Die Kushner-Debatte hat diese Welle nun verstärkt, da sie auch mit Korruption in Verbindung gebracht wird.
Und dann gibt es, neben dem Küstenprojekt, noch die Geschichte um die Insel Sazan. Sie war nie zivil bewohnt, war unter Enver Hoxha eine streng geheime sowjetisch-albanische Basis mit U-Boot-Hafen, chemischen Waffenlagern und angeblich auch Tausenden Soldaten. Bis 2015 blieb die Insel Sperrgebiet, nun ist sie Teil des Naturparks. Aktuell geht ein Video einer in Albanien lebenden US-Amerikanerin viral, die nahe der Insel wohnt.
„Diese Insel … darüber rede ich schon seit mindestens anderthalb Jahren. Das ist keine neue Nachricht. Und ehrlich gesagt hat zunächst auch niemand wirklich gegen die Entwicklung protestiert – sie hat vielleicht nicht allen gefallen, aber das war nicht das große Thema.
Das eigentliche Problem kam erst, als sie beschlossen haben, auch diesen kleinen Landstreifen mitzunehmen – und zwar auf diesem geschützten Delta. Das ist mein Verständnis: Das ist das letzte wilde Flussdelta in Europa. Und das ist das Zuhause der Flamingos. Die sind wunderschön. Es ist ihr Zuhause, es steht unter Schutz. Wo sollen sie denn hin, wenn das hier verschwindet? Wenn Menschen einfach darauf vordringen?
Und dann hat der Premierminister noch versucht zu behaupten, das mit den getöteten Flamingos sei auch Fake News. Aber hier kommt noch was anderes: Dieser Flughafen liegt ebenfalls in diesem geschützten Gebiet.
Denkt mal kurz drüber nach: Einen Flughafen direkt am Vogelschutzgebiet bauen. Nicht gut für die Vögel – und auch nicht gut für die Flugzeuge.
Mein Verständnis ist: Vor etwa einem Jahr hat Deutschland diesen Flughafen noch beaufsichtigt, ist dann aber wegen Umweltbedenken ausgestiegen.
Jetzt haben sie angekündigt, dass sie das Ganze trotzdem weiterentwickeln wollen. Und im Sommer, wenn die Albaner auf ihr öffentliches Land gehen wollen, um ans Meer zu kommen, stellen die plötzlich Zäune und Stacheldraht auf, um die Albaner von ihrem eigenen öffentlichen Land fernzuhalten.
Jetzt könnt ihr euch fragen: Warum brauchen die Trumps eigentlich auch noch das Land, von dem aus man ihre private Insel überblicken kann? Die Insel hat übrigens unterirdische Tunnel und Bunker. Keine Ahnung, aber vielleicht lohnt es sich, mal nachzufragen.
Noch etwas, das erwähnenswert ist: Der letzte Protest hier in Vlorë war im Winter. Die Albaner haben protestiert, weil Vlorë eine ganze Woche lang kein Wasser hatte. Ihr könnt euch vorstellen, warum das die Leute richtig sauer macht.
Richtig: Diese Insel hat kein fließendes Wasser, keinen Strom, und der Premierminister hat Ivanka und Jared versprochen, dass sie die Insel für sie entwickeln. Gleichzeitig leben die Einheimischen in einer Stadt, die immer noch keine zuverlässige Infrastruktur hat.“
Es gibt jedenfalls einen großen Unterschied zwischen der Epstein-Insel und der Kushner-Insel. Epstein baute seine Insel ohne jegliches öffentliche Interesse. In Albanien ist das nun anders.
Bild Kanal13, Live from Tirana as people protest against coastal development project linked to Jared Kushner 11-10 screenshot, CC BY 4.0
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Bisherige Konsequenzen durch die Epstein-Files
Der Kushner und die weiteren Gangster sollen die Augen schließen und dabei sehen, was denen gehört und worauf sie Anspruch haben: NICHTS!
Trump, Kushner und Co. raus aus Albanien! Raus aus Europa! Raus! Raus! und nochmal raus! Diese gierigen Pfeifen haben nirgendwo was im Ausland verloren! Fort mit denen!!!