Windräder: Infraschall, Herzprobleme und tote Tiere – Ein Interview zu den Schäden durch Windparks

17. Juni 2026von 3,2 Minuten Lesezeit

Ein neues Video-Interview auf exxpressTV wirft ein Licht auf die oft verschwiegenen Schattenseiten der Windkraft. Die Redakteurin Anna-Sophie Prosquill spricht mit Peter F. Mayer, dem Herausgeber von tkp.at, über Infraschall, gesundheitliche Gefahren für Menschen, massive Auswirkungen auf Tiere und Umwelt sowie die wirtschaftliche und politische Realität hinter dem forcierten Ausbau.

Im Zentrum des Interviews steht der Infraschall, der von großen Windrädern erzeugt wird. Dabei handelt es sich um tieffrequente Schallwellen unterhalb der menschlichen Hörschwelle (unter etwa 20 Hertz). Viele Menschen spüren ihn nicht bewusst, doch der Körper reagiert darauf. Im Interview wird erläutert, wie Infraschall zu Schlafstörungen, Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und chronischer Erschöpfung führen kann. Langfristig werden Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtem Blutdruck, Arteriosklerose, Entzündungen, geschwächtem Immunsystem und sogar einem erhöhten Krebsrisiko diskutiert.

Diese Effekte sind nicht neu und werden in wissenschaftlichen Studien seit Jahren beschrieben – doch sie passen nicht in das Narrativ einer „sauberen“ und „ungefährlichen“ Energiewende. Besonders problematisch wird es, wenn Windräder in der Nähe von Wohngebieten errichtet werden, wie es derzeit in Niederösterreich und Wien kontrovers diskutiert wird.

Auswirkungen auf Tiere und Umwelt

Mindestens so gravierend sind die direkten und indirekten Schäden für die Tierwelt. Rotorblätter töten Vögel und Fledermäuse in großer Zahl. Darüber hinaus stören die Anlagen das Verhalten von Tieren, was zu Fruchtbarkeitsproblemen bei Nutztieren führen kann. Noch gravierender sind die chemischen und materiellen Belastungen: Jedes Windrad gibt durch Abrieb der Rotorblätter jährlich bis zu 80 Kilogramm Glasfasern, Kunststoffe und Chemikalien – darunter gesundheitsschädliche PFAS – in die Umwelt ab. Dazu kommen 500 Liter Schmieröl pro Anlage, das SF6-Gas (ein extrem starkes Treibhausgas) in der Technik und nicht wiederverwertbare Rotorblätter aus Balsaholz mit hohem CO₂-Fußabdruck.

Mikroplastik von etwa 160 Kilogramm pro Blatt verschmutzt Böden und Gewässer. Rodungen für die Anlagen, Bodenverdichtung und Insektensterben vervollständigen das Bild einer Technologie, die weit entfernt von „umweltfreundlich“ ist.

Technische und wirtschaftliche Realität

Wir kommen auch auf die technischen Grenzen hin. Windräder erreichen im Durchschnitt nur rund 2.000 Volllaststunden pro Jahr. Ihre Leistung sinkt mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit – bei schwachem Wind produzieren sie kaum Strom. In sogenannten Dunkelflauten (Perioden ohne ausreichend Wind und Sonne) liefern sie fast nichts, was das Stromnetz instabil macht und teure Backup-Kapazitäten oder Importe erfordert. Der Ausbau ist stark subventionsabhängig und treibt die Strompreise nach oben, statt sie zu senken.

Die Windkraft ist keine zuverlässige und kostengünstige Lösung für die Energieversorgung. Wasserkraft oder andere, besser steuerbare Quellen werden im Vergleich oft vernachlässigt.

Politische und wirtschaftliche Interessen

Hinter dem forcierten Ausbau stehen nicht nur „Klimaziele“, sondern auch massive wirtschaftliche Interessen. Subventionen fließen in Milliardenhöhe, Lobbygruppen und Betreiber profitieren. Gleichzeitig werden kritische Stimmen zu Gesundheits- und Umweltrisiken marginalisiert.

Das Interview thematisiert auch die Debatte um Windräder in sensiblen Naturschutzgebieten und Kaltluftschneisen, wo lokale Widerstände wachsen.

Ich bedanke mich bei Anna-Sophie Prosquill und exxpressTV für die Gelegenheit eine kurze faktenbasierte Einführung in die unbequemen Wahrheiten rund um die Windkraft geben zu können:

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: Screenshot aus Video

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4 Kommentare

  1. K Kaefer 2. Juli 2026 um 9:43 Uhr - Antworten

    Artikel in der Konstanzer „Stattzeitung“.

    Endlich wissen wir dass das tkp-Autorenteam und die zahlreichen Leser als Sekte einzuordnen sind.

    „Im Nachbarland Österreich werden Windrad-Gegner wie eine Sekte verfolgt. Die Kartell- beziehungsweise -Systemmedien leisten die notwendige Propagandaarbeit. Demonstrationen für Windenergie werden organisiert. Energiekonzerne ziehen sich aus dem Offshore-Windgeschäft zurück, die EU macht weiter.
    30. Juni 2026

    https://stattzeitung.net/artikel/die-anti-windkraft-sekte

  2. Michael Rosemeyer 20. Juni 2026 um 10:13 Uhr - Antworten

    Natürliche Klimaänderungen im Laufe der Erdgeschichte
    Ulrich Radtke, Rektor Universität Duisburg-Essen
    Olaf Bubenzer, Universität Heidelberg
    2007_09_00
    https://www.researchgate.net/profile/Olaf-Bubenzer-2/publication/318524816_Naturliche_Klimaanderungen_im_Laufe_der_Erdgeschichte/links/5cf7f0034585153c3db726c6/Natuerliche-Klimaaenderungen-im-Laufe-der-Erdgeschichte.pdf

    Patterns in solar activity over the first millennium CE

    Centre for Isotope Research, University of Groningen, Nijenborgh 6, 9747AG Groningen, the Netherlands.
    School of Mathematical & Physical Sciences, Macquarie University, 12 Wally’s Walk, Macquarie Park,NSW2113, Australia.
    Department of Meteorology, University of Reading, Earley Gate, Reading, RG6 6BB, UK.
    School of Natural and Built Environment, The Queen’s University, Belfast, BT7 1NN, UK.
    Curt-Engelhorn-Center Archaeometry, D6, 3, 68159 Mannheim, Germany.
    Laboratory of Dendroarchaeology, Department of Prehistoric Archaeology, University of Cologne, Weyertal 125, 50931 Cologne, Germany.
    2026_01_06
    https://doi.org/10.1038/s43247-025-03120-4

  3. Fritz Madersbacher 17. Juni 2026 um 21:12 Uhr - Antworten

    Mir ist kein Versuch der Windenergie-Betreiber bekannt, die im Video dargelegten Argumente bezüglich Infraschall, Toxizität, Biodiversität etc. zu entkräften. Es wird einfach der Mantel des Schweigens über all diese Fragen gebreitet. Keine Antwort ist auch eine Antwort …

  4. MDGerlach 17. Juni 2026 um 20:52 Uhr - Antworten

    Sehr guter Artikel mit den relevanten Informationen und Punkten gegen die Windkraftanlagen

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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