
Affäre ZARA: Das kommende Ende progressiver NGOs in Österreich?
Die „Anti-Rassismus“- und „Anti-Hass“-NGO ZARA wird zum Testfall für Österreich: Werden den progressiven Organisationen künftig die Finanzmittel gestrichen? ZARA ist auch „Trusted-Flagger“, Teil des EU-Zensurnetzes. Der Fall ist politisch mehrfach brisant.
Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP), die an einem konservativen (bzw. „rechten“) Profil arbeitet, hat die wichtigste Bundesförderung für ZARA – die progressive (bzw. „linke“) NGO – gestrichen. ZARA dient seit bald 30 Jahren als zentrale Meldestelle für Rassismus, Anti-Islam-Kritik und generell „Hass im Netz“.
Zara wurde 1999 gegründet. Sie dient nach eigenen Angaben Betroffene von Rassismus und Hass im Netz, dokumentiert Vorfälle und veröffentlicht jährlich den ZARA-Rassismus-Report. Es wäre eine eigene – hoch-interessante Arbeit – wie sich ZARA selbst und ihr Begriff von „Rassismus“ über die Jahrzehnte verändert hat. Eine treffende Kritik kommt vom Blogger Neue Normalität. Er weist auf den „sensiblen Sprachgebrauch“ hin, den ZARA im Reassismusreport 2025 (im ersten Bericht 2000 gab es das noch nicht) ganz vorne anführt. Darin heißt es:
„Die Begriffe Schwarz und weiß werden im vorliegenden Report durch eine alternative Schreibweise gekennzeichnet. Diese Vorgehensweise wurde gewählt, um aufzuzeigen, dass es sich hier nicht um biologische Einteilungen oder gar um reelle Hautfarben handelt, sondern um soziale Konstrukte. Bei dem Begriff Schwarz handelt es sich um eine Selbstbezeichnung, die sich auf gemeinsame Erfahrungen bezieht. Der Begriff weiß wird kursiv geschrieben, um bewusst zu machen, dass er sich auf soziale, wirtschaftliche sowie politische Privilegien von Menschen bezieht, ebenso wie auf deren machtvollere Position in der Gesellschaft.“
Der Blogger Neue Normalität sagt dazu: „Der ORF fördert Rassismus gegen Weiße. Oder was soll dieser Bullshit im Zara-Rassismusbericht bedeuten? Ist das diese Wissenschaft?“
Abgesehen davon, dass man fragen kann, ob diese performative Verwendung von „Schwarz“ und „weiß“ nicht erst recht hochgradig rassistisch ist, muss man festhalten: „weiß“ ist hier klar der Begriff des Täters. Jedenfalls ist dieser „anti-rassistische“ Verein äußerst hautfarbenfixiert und macht die Hautfarbe damit zum zentralen Merkmal von Menschen. Inwiefern das tatsächlich Anti-Rassismus sein soll, bleibt eine berechtigte Frage. Klassischer Rassismus teilt Menschen jedenfalls nach Hautfarbe ein und bewertet sie danach.
ZARA ist tief im linksliberalen, „progressiven“ Milieu Österreichs verwurzelt. Man pflegt beste Beziehungen zum ORF, wird von der Soros-Universität CEU gefördert und ist zentraler Partner der Dokustelle Islamfeindlichkeit & Antimuslimischer Rassismus (besonders mit islamischen Vereinen in Österreich ist man seit Anbeginn eng vernetzt). Zwar verweist ZARA auch auf die Antisemitismus-Meldestelle der IKG Wien, doch der Fokus auf „Islamfeindlichkeit“ und „antimuslimischen Rassismus“ ist deutlich ausgeprägter und zentraler in der Arbeit. Das hängt unmittelbar mit ZARAs eigenem Rassismusbegriff zusammen: Juden gelten darin als „weiß“ (also privilegiert), Muslime hingegen als „People of Colour“ und damit als primäre Opfergruppe.
Außerdem ist ZARA ein „Trusted Flagger“ der EU. Man steht auf der offiziellen EU-Liste und ist einer der wenigen Zensurstellen. Wenn ZARA „Hass im Netz“ meldet, müssen die Plattformen ob Facebook oder X laut DSA-Gesetz priorisiert behandeln. Man ist Teil des EU-Zensoren-Netzes – TKP hat über Trusted Flagger häufig berichtet. ZARA hat damit erheblichen Einfluss auf die Informationsinhalte im Internet – in ganz Europa.
Entsprechend groß war die Empörung, als Bauer die Finanzierung streichen wollte. Linke NGOs, SPÖ, Grüne und Teile des ORF liefen Sturm. Nun wird die NGO offenbar doch von der Regierung gerettet. Ob eine Organisation, die maßgeblich vom Staat finanziert wird, noch eine echte „NGO“ oder eher eine „GO“ ist, wäre eine weitere berechtigte Frage.
ZARA dürfte jedoch nur ein Testfall für eine kommende grundsätzliche Auseinandersetzung sein. Die ÖVP scheint zu planen, die Förderungen der politischen Zivilgesellschaft – die zu quasi 100 % aus progressiven Vereinen besteht – zu kürzen. Inmitten der Budgetprobleme könnte sich daraus eine entscheidende Frage entwickeln, die das Potenzial für eine massive Regierungskrise birgt: Sollen staatliche Mittel weiterhin für einseitige politische Agenda-Arbeit verwendet werden?
ZARA hat eindeutig eine politische Agenda und ist kein „objektiver“ Verein. Das zeigt allein, welche Netzwerke die Empörungswelle losgetreten haben, als man dem Verein die Gelder streichen wollte.
Die Debatte um ZARA dürfte nur der Anfang sein. Nimmt man der über Jahrzehnte mit Steuergeld aufgebauten „progressiven“ Zivilgesellschaft die öffentliche Finanzierung, ist sie schnell pleite. Die FPÖ fordert das schon länger und übt auch mit parlamentarischer Arbeit Druck in diese Richtung aus. Die Mehrheit der österreichischen Wähler ist nicht „progressiv“. Sie will weder Pride-Paraden noch Anti-Rassismus-Arbeit oder „Post-Colonial-Studies“ wie „Critical Whiteness Studies“ verbieten – aber es gibt sicherlich auch keine Mehrheit dafür, all das mit Steuergeld zu finanzieren. Die Familienministerin hätte ihr „konservatives“ Profil mit der Streichung der Mittel vermutlich wirklich geschärft, doch die „progressive“ Hälfte Österreichs hat den Schritt schnell verhindert.
warum kommen die buntolivenfarbigen überhaupt nach europa, wenn es ihnen hier so schlecht geht?
in ihren heimatländern sind sie keinerlei diskriminierung und rassismus konfrontiert und sie sind unter ihresgleichen.
vielleicht ist es aber auch eine form einer neurotischen störung, infolge einer kindheit in einer pathogenen gesellschaft, die sie hier, in einem für sie fremden, progressiven kulturellen umfeld verzweifeln lässt und dadurch halt und orientierung suchen.
wie geht der alte spruch: jedem menschen recht getan, ist eine kunst, die niemand kann
keiner hat sie gerufen und niemand braucht sie, die ewig unzufriedenen
Der Begriff „Rassismus“ wurde von reaktionären, systemkonformen, pseudo-linken Kleinbürgern wie auch ZARA komplett pervertiert und so ausgeweitet, dass nun vieles, was mit der ursprünglichen Idee – Abwertung von Menschen aufgrund biologischer Merkmale – gar nichts mehr zu tun hat, als Rassismus verdammt werden kann. Gerade bei der Denunzierung Islam-Kritik als Rassismus kommt der faschistoide Charakter der „Anti-Rassisten“ klar zum Ausdruck.
Besonders lächerlich ist es, wenn dadurch die im Islam propagierte repressiv-patriarchalische Geschlechterbeziehung legitimiert wird, somit die klar vorgegebene Unterordnung der Frau (also aufgrund eines biologischen Merkmales) verteidigt wird bzw. die Kritik daran verteufelt wird. Wie heißt es so schön im Koran „Und den (Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie haben. Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Allah ist Allmächtig, Allweise“ (2. Die Kuh, 228). Oder: „Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß“ (4.Die Frauen, 34). Was würde wohl ZARA sagen, wenn das Recht des Mannes, seine Frau zu schlagen gesetzlich festgeschrieben wird?
Weil es rechte Islam-Kritik gibt, kann sie ja nur faschistisch und rassistisch sein (wie auch die Kritik am Corona-Wahn). Es gibt aber auch eine linke, marxistische Islamkritik (z.B. Hartmut Krauss), die den totalitären Charaker des Islam zum Gegenstand hat. Es gab 2014 auch den „Wiener Appell: Gegen die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Europa“ (mitorganisiert vom Freidenkerbund Österreichs). Aber all das ist außerhalb des Horizonts reaktionärer Systempropagandisten!