
Wettermanipulation in Westasien: Wieder Regen dank Zerstörung der „Wetter-Waffe“ der USA/Israel?
Während des laufenden Irankriegs kursiert seit Tagen eine brisante These in sozialen Medien: Starke Regenfälle in Westasien, die Dämme in der Türkei, im Iran und Irak füllen und die Flüsse Tigris und Euphrat nach jahrelanger Dürre wieder zum Strömen bringen, sollen nicht natürlichen Ursprungs sein. Sondern die Folge der Zerstörung der US-Radaranlagen bzw. eines angeblichen US-israelischen Wettermanipulationssystems in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Die Auslöser für diese Diskussion: Ein viraler X-Post von @sarahArdogn, ein Artikel auf Kompas, ein Substack Artikel, The Economic Times und weitere Postings in sozialen Medien. Bei @sarahArdogn heißt es wörtlich (übersetzt aus dem Arabischen): „Ein amerikanischer Wetterexperte sagt, dass die Regenfälle, die einige Länder des Nahen Ostens erleben, und die Füllung der Dämme sowie der Fluss von Flüssen wie Tigris und Euphrat und Dämmen im Iran und der Türkei, die jahrelang unter Dürre litten, nun voll sind, und die Regenfälle in den zentralen und östlichen Regionen des Königreichs [Saudi-Arabien] auf die Zerstörung des HAARP-Projekts für künstliche Regenproduktion in den Emiraten zurückzuführen sind.“ Der Post enthält ein Video, das ein mobiles Gerät in einer verschneiten Landschaft zeigt, das eine massive Wolke oder Rauchfahne in den Himmel bläst – KI generiert oder sonstwie wenig aussagekräftig, aber wohl kein Gerät für Wettermanipulation einer riesigen Region wie Westasien.
Im Telegram-Kanal Geopolitics Prime finden sich ähnliche Inhalte.
Faktenlage zu den Regenfällen – real und außergewöhnlich
Die meteorologischen Daten bestätigen die Beobachtung: Im März/April 2026 kam es zu ungewöhnlich starken Niederschlägen in der Region. In der Türkei führten schwere Frühjahrsregen zu einem Anstieg der Wasserkrafterzeugung um 96 Prozent; Dämme sind voll, und das Wasser fließt verstärkt in Tigris und Euphrat – mit positiven Effekten für Syrien und Irak. Im Irak meldete das Wasserressourcen-Ministerium am 3. April 2026 erhöhte Zuflüsse in Tigris, Euphrat und Diyala. Im Iran, das jahrelang unter historischer Dürre litt, füllen sich Stauseen plötzlich wieder; Teheran und andere Provinzen verzeichnen Rekordniederschläge und Schnee. Auch Saudi-Arabien und Teile der Emirate melden Starkregen.
Klimatologen sprechen von einem „natürlichen Shift“ durch veränderte Drucksysteme und einen „Western Disturbance“. Dennoch fragen kritische Beobachter: Warum gerade jetzt, mitten im Konflikt?
Militärische Wetterwaffen
In einem Bericht der US Air Force von 1996 heißt es: „…die Modifizierung der Ionosphäre ist ein Bereich mit vielen potenziellen Anwendungen, und es gibt wahrscheinlich auch Nebenanwendungen, die noch nicht absehbar sind.“
F. William Engdahl, strategischer Risikoberater, Dozent und Bestsellerautor über Öl und Geopolitik, schrieb wie TKP hier berichtet 2023 in einem Essay, dass diese Wetterereignisse durchaus vom Menschen verursacht sein könnten. Es könnte an der vorsätzlichen und böswilligen Manipulation unserer wichtigsten Wettermuster liegen.
2024 kam es zu ungewollten Überflutungen in der VAE durch übermäßige Wettermanipulationen. So hält etwa Saudi Arabien dafür Patente und Universitäten am Persischen Golf befassen sich intensiv damit, wie hier ausführlich berichtet.
HAARP, Ionisierer und Cloud Seeding in den VAEHAARP (High-frequency Active Auroral Research Program – Bild oben) ist ein reales US-Projekt in Alaska zur Untersuchung und Beeinflussung der Ionosphäre. Es wurde Jahrzehnte zuerst von der US Air Force betrieben, und dann an die University of Alaska übergebe, wie ebenfalls unter anderem hier berichtet.
In den VAE ist Cloud Seeding (künstliche Regenverstärkung) offizielle Politik. Die Emirate betreiben seit Jahren ein staatliches Programm mit Flugzeugen und bodengestützten Ionisierern. 2026 wurden allein 80 Einsätze gemeldet, um Grundwasser aufzufüllen. Studien aus 2010–2014 (u. a. in Oman und VAE) belegen, dass Ionisierer Niederschlag um bis zu 30–35 % steigern können – unter geeigneten Bedingungen.
Iranische und arabische Quellen behaupten nun, die VAE hätten im Auftrag der USA/Israel solche Anlagen („HARP-Array“ oder Wetterradare) betrieben, um Regenwolken von Iran „abzuziehen“. Nach iranischen Vergeltungsschlägen während des laufenden Angriffskrieges der USA seien diese Systeme beschädigt worden – und prompt kehrte der Regen zurück. Jedenfalls wird von allen Seiten bestätigt, dass die Milliarden teuren Radaranlagen in den US-Stützpunkten in Westasien zerstört wurden.
Der Substack-Artikel von Justin Podur fasst es zusammen: „Die Radare sind zerstört, das Cloud-Seeding-Programm der VAE gestört – und es regnet wieder im Iran.“ Korrelation ist keine Kausalität, betont er, aber die zeitliche Übereinstimmung sei auffällig.
Kritische Einordnung
Wie bei früheren Themen (Impfpflicht, Energiepolitik) stellt sich die Frage nach Transparenz und Macht. Geoengineering und Wettermodifikation sind keine Science-Fiction: Die USA, China, Russland oder die VAE forschen und operieren damit offen. Das ENMOD-Übereinkommen der UN verbietet militärische Wetterkriegsführung – aber was ist „zivil“ und was „militärisch“? Die VAE investierten Millionen in Rain-Enhancement-Projekte; Iran klagte seit 2011 über „gestohlene Wolken“.
Sogar bei der deutschen Bundeswehr findet sich eine wie berichtet eine Ausarbeitung unter dem Titel Geoengineering. Die Bundeswehr hat eine wesentlich realistischere Sicht auf die Gefahren als die meisten Politiker, die UNO und die Milliardäre, die die Geoengineering Projekte betreiben.
Die viralen Posts (X und Telegram) liefern keinen namentlich genannten „US-Wetterexperten“. Viele Kommentare fordern Belege und nennen es Propaganda oder Zufall. Dennoch: Die plötzliche Wende nach iranischen Militärschlägen auf Radar-/Wetteranlagen in den VAE passt perfekt ins Narrativ eines hybriden Krieges – nicht nur konventionell, sondern auch klimatisch.
Ob gezielte Wetterkriegsführung oder glücklicher Zufall inmitten eines Konflikts – die Bevölkerung in Westasien feiert derzeit volle Dämme und grüne Landschaften. Für kritische Beobachter bleibt die Frage: Wer kontrolliert wirklich den Himmel? Und was passiert, wenn die nächste „Dürre“ politisch motiviert ist? Die Debatte hat gerade erst begonnen.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
YT_Video:
Blue Sky Day – Ian Brown – Truth About Those White Lines In The Sky
Bitte googeln:
Dr. Rosalie Bertell – Kriegswaffe Planet Erde
Da steht schwarz auf weiß auf 572 Seiten, was man wissen sollte! Vorwort von Dr. Vandana Shiva (indische soziale Aktivistin und Globalisierungskritikerin mit Engagement in den Bereichen Umweltschutz, biologische Vielfalt, Frauenrechte und Nachhaltigkeit).
https://www.amazon.de/Kriegswaffe-Planet-Erde-Rosalie-Bertell/dp/3941956361
Ich empfehle Amazon ungern, aber hier ist es einem guten Zweck geschuldet.
Wenn sie es können, tun sie es, keine Frage.
….aber sie kõnnen es glaub ich nicht ;-)
So ganz ohne irgendeinen religiösen Wahn scheint es im Westen selbst bei den kritischen Geistern nicht abzugehen.
Warum nicht einfach mal ein gutes Buch über Meteorologie kaufen und lesen? Dann braucht man sich mit solchem Nonsens nicht mehr zu Zeit totzuschlagen. Buchtipp: Lutz Krüger „Wetter und Klima“.
Was soll das?
Also Europa wird immer noch von Alutrails verhüllt, um es den Russen schwerer zu machen, den Bewegungen der Maschinen zu folgen (US). Wenn es im Iran regnet hat evtl. El Nino jetzt seine Frau El Nina auf den Pazifik geschickt, die die Wetterströmungen an den Anden rumdreht?
Ja
Ich zitiere dazu den irisch stämmigen Aggressiv-Intellektuellen Stephen K Bannon:
„Flood the zone!“ (Anm.: mit Bullshit ;-)
Ich bin nach wie vor skeptisch, ob das Wetter derart gezielt und weitreichend beeinflusst werden kann.
Ich schließe die Möglichkeit allerdings nicht aus.
Dass das Militär in diese Richtung forscht und forschen lässt kann als sicher angenommen werden.
Die ersten Theorien zur Wettermanipulation gab es schon als vor Jahrzehnten HAARP bekannt wurde.
Mir geht es ähnlich.
Meiner Wahrnehmung nach war Tucker C. unter den allerersten – und sein Gast war ein Experte auf dem Gebiet. (Aber ich habe mir das Interview nicht angesehen – noch nicht).
Jimmy D hat es auch bereits diskutiert und wird sicher bald einen Fachmann zu Gast haben.
Ich halte die Geschichte jedenfalls für möglich bis plausibel.
Danke an TKP, auch diese Theorie zu thematisieren. Wenn sie wahr ist, ist das wahrlich eine neue Dimension von Kriegsverbrechen bzw Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wobei hier die Begrifflichkeit schon zu kurz greift, da man damit das gesamte Ökosystem eines Landes bzw einer ganzen Region schädigt.