WSJ enthüllt: „Ukraine ist jetzt Europas Krieg“

27. April 2026von 3,7 Minuten Lesezeit

Der EU-Abgeordnete Martin Sonneborn hat es auf den Punkt gebracht: „Das ist schnell eskaliert.“ Das Wall Street Journal verkündet in einem Leitartikel vom 24./25. April 2026 unter dem Titel „Ukraine Is Europe’s War Now“, dass der Krieg in der Ukraine ab sofort Europas Krieg sei – und die EU bereits einen weiteren Finanzbedarf von 19 Milliarden Euro festgestellt habe, obwohl gerade erst ein 90-Milliarden-Kredit verabschiedet wurde.

Sonneborn kommentiert sarkastisch: „Ist denn noch genug Tinte im Geldscheindrucker, Frau Lagarde?“. Der Artikel des WSJ ist keine Analyse, sondern ein klares Signal an die europäischen Vasallen: Ihr zahlt jetzt die Rechnung – voll und ganz. Die Botschaft ist eindeutig: Mit dem Rückzug der USA unter Trump wird die Last komplett auf Europa abgewälzt. Die EU hat gerade 90 Milliarden Euro Kredit für Kiew genehmigt – Geld, das nie zurückgezahlt werden wird und dessen Zinsen bereits jetzt die Steuerzahler belasten. Aber das reicht schon vier Tagen nicht mehr:

Das Wall Street Journal teilt mit, dass der vorgestern verabschiedete „Kredit“ an die Ukraine (90 Milliarden) nicht wie geplant bis Ende 2027 reichen, sondern bereits vorher aufgebraucht sein wird: Es habe sich ein zusätzlicher „Finanzbedarf“ in Höhe von 19 Mrd. Euro ergeben.

Deutschland hat zusätzlich 4 Milliarden Dollar für Luftabwehr, Drohnen und gemeinsame Waffenproduktion zugesagt. Gemeinsame Rüstungsprojekte mit Dänemark, Norwegen und Großbritannien sollen die Ukraine am Laufen halten. Zelensky jubelt: „Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst, sondern ganz Europa.“

In Wahrheit wird Europa in einen Stellvertreterkrieg gezwungen, den es weder gewinnen noch finanzieren kann.

Österreichs Problem mit der Kriegsteilnahme

Der Journalist Richard Schmitt kritisiert Österreichs Teilnahme an der Kriegsfinanzierung der Ukraine durch die EU scharf. Sie widerspricht der Verfassung und der Rechtslage in Österreich ganz klar.

Die Bundesregierung des neutralen Österreichs habe mit der Übernahme einer 2,5-Milliarden-Euro Haftung für den 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine dafür gesorgt, dass eine Kriegspartei damit „Drohnen und Militärtechnik“ finanziert. Das stellt eine konkrete Aussage Selenskyjs in diesem Tweet völlig klar: „Die erste Tranche unter dem genehmigten €90-Milliarden-Europahilfekredit wird für die heimische Produktion zur Verteidigung der Ukraine genutzt. Dazu gehören Drohnen und der gesamte Miltech-Sektor.“

Was ohnehin schon jeder ahnte, wird hiermit bestätigt.

Schmitt verweist auf § 320 StGB:

1(1) Absatz eins,
 Wer wissentlich im Inland während eines Krieges oder eines bewaffneten Konfliktes, an denen die Republik Österreich nicht beteiligt ist, oder bei unmittelbar drohender Gefahr eines solchen Krieges oder Konfliktes für eine der Parteien
– Ziffer 4
für militärische Zwecke einen Finanzkredit gewährt oder eine öffentliche Sammlung veranstaltet, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

Militarisierung und Aufrüstung in der EU

Parallel dazu läuft in Deutschland die Militarisierung auf Hochtouren. Der Reservistenverband fordert die Anhebung der Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre – ein Vorschlag, der erschreckend an den Volkssturm von 1944/45 erinnert, als Hitler verzweifelt auch Greise und Jugendliche an die Front schickte.

CDU-Wehrbeauftragter Henning Otte und der neue Reservistenpräsident Bastian Ernst (CDU) sehen darin die Lösung für den angeblichen Personalmangel der Bundeswehr. Gleichzeitig gilt seit Januar 2026 das neue Wehrdienstgesetz: Männer ab 17 Jahren müssen längere Auslandsaufenthalte bei der Bundeswehr genehmigen lassen – eine faktische Ausreisekontrolle. Die Musterung wird wieder Pflicht. Freiwillig? Nur auf dem Papier. Im Ernstfall droht die „Bedarfswehrpflicht“.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger reibt sich derweil die Hände. Der Rüstungskonzern plant bis 2030 einen Jahresumsatz von 50 Milliarden Euro – eine Verdreifachung der aktuellen Zahlen. Dafür soll sogar die zivile Automobilsparte verkauft werden. Die Ukraine-Krise und die von der Bundesregierung forcierte „Zeitenwende“ sind der Turbo für diese Gewinnexplosion.

Die Bundeswehr braucht 260.000 Aktive und 200.000 Reservisten. Da junge Leute keine Lust haben, für die geopolitischen Träume von Merz, Pistorius und von der Leyen zu sterben, sollen jetzt auch die über 65-Jährigen ran.

Europa wird zum Schlachtfeld gemacht, während die USA sich auf andere Schauplätze konzentrieren. Und Deutschland marschiert wieder vorneweg – diesmal mit „Neuem Wehrdienst“ und einem Rüstungskonzern, der sich auf 50 Milliarden Umsatz freut.

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13 Kommentare

  1. Sting2 28. April 2026 um 13:13 Uhr - Antworten

    Die 90 Milliarden sind nur die Spitze des Eisbergs.

    Die EU-Staaten haben Kiew mit Waffen beliefert ohne Ende, so dass die EU-Staaten jetzt ziemlich blank sind.

    An die 90 kann man ruhig eine Null anhängen. Mindestens.

    Worüber aber das totale Stillschweigen herrscht, ist, wie viele Natosoldaten in der Ukraine gefallen sind oder verwundet wurden!

    Stanislav Krapivnik sagt, viele US-Offiziere wären am Soldatenfriedhof in Arlington wieder „aufgetaucht“.

    Die Regierungen lügen uns an, wie üblich, deen die haben alle Soldaten sinnlos geopfert, die so dumm (erpressbar?) waren und dort hingegangen sind.

    Alleine dafür gehören die Politiker alle in den Knast denn das war illegal und hochkriminell!

  2. Sting2 28. April 2026 um 12:59 Uhr - Antworten

    Deutschland ist auf dem besten Weg in den Untergang!

    Migration kostet häufig genug das Leben der indigenen, ist also unbezahlbar!

    Energiewende bedeutet das Ende der Industrie, also Elend für alle Zeiten!

    Aufrüstung bringt zum Schluss keinen Frieden, sondern tote Soldaten auf den Schlachtfeldern ergo ist Aufrüstung tödlich!

    Die Sozialkassen von Kranken- bis Rentenversicherung werden laufend geplündert, um linke politische Begehrlichkeiten zu decken!

  3. Sting2 28. April 2026 um 12:14 Uhr - Antworten

    Diplomatie . Ukraine-Krieg: Warum Egon Bahr das Gespräch mit Wladimir Putin gesucht hätte

    https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-krieg-egon-bahr-gespraech-putin-gesucht-haette-10028371

    Der Ukraine-Krieg ist kein plötzlicher Bruch, sondern das Resultat politischer Fehlentscheidungen.

    Egon Bahrs Friedenskonzept zeigt, was heute fehlt. Ein Gastbeitrag.

    Genau diese Gefahr prägt derzeit das Verhältnis zwischen dem Westen und Russland.

    Die gegenwärtige Eskalation ist nicht das Ergebnis eines plötzlichen Zivilisationsbruchs, sondern Ausdruck eines langfristigen Scheiterns politischer Friedensfähigkeit.

    Um dieses Scheitern zu verstehen – und um künftige Eskalationen zu verhindern – ist der Rückgriff auf das politisch-pragmatische Friedenskonzept von Egon Bahr sinnvoller denn je.

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde kein einziger dieser fünf Punkte gegenüber Russland angewendet.

    Durchgesetzt wurde eine rücksichtlose Interessenpolitik der USA, während Europa eigene Interessen zurücksetzte und wegen seiner vielfachen Abhängigkeiten von den USA erpresst wurde und wird.

    Der Krieg in der Ukraine ist das Ergebnis.

    Was ist zu tun? Die Bundesregierung sollte das Gespräch mit Wladimir Putin suchen – in Anlehnung an die fünf Punkte Egon Bahrs.

    Dessen Friedenspolitik genießt in Russland nach wie vor Anerkennung – auch bei Putin.

    So schwer es auch fallen mag: Altkanzler Gerhard Schröder könnte als Brückenbauer nützlich sein. ALLES LESEN !!

  4. Sting2 27. April 2026 um 13:07 Uhr - Antworten

    Brief an Selenskij: Warum halten Sie die Menschen gewaltsam fest?

    Im Donezk-Tagebuch „Frühstück unter Bomben“ schildert die Autorin ihre Erfahrungen seit 2014: Luftangriffe, zivile Opfer und den Bruch mit Kiew.

    Sie beschreibt das verlorene Vertrauen vieler Menschen im Donbass und fordert ein Ende des Krieges sowie politische Konsequenzen.

    Während die nächsten Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland erneut in Aussicht gestellt werden, kann ich nicht aufhören, mich über das Ausmaß an Feigheit und Ignoranz zu wundern, das Sie, Herr Selenskij, und Ihr Team öffentlich demonstrieren.

    Und glauben Sie mir – die überwiegende Mehrheit hier in Donezk und Lugansk teilt diese Haltung mit mir!!

    Seit 2014 haben diese Menschen, genauso wie ich, Verwandte, Freunde und Nachbarn verloren – Menschen, die von ukrainischen Bomben in ihrer eigenen Heimat zerfetzt wurden.

    Die Menschen hier wollen nicht länger mit der Ukraine verbunden sein!

    Was ist daran schwer zu verstehen?

    Ich klebte tagelang vor dem Fernseher in Deutschland und verfolgte akribisch jede Nachrichtensendung: auf ZDF, ARD, N24, Welt, ntv und vielen anderen.

    Doch kein einziges Wort über die Verbrechen der ukrainischen Machthaber!!

  5. Sting2 27. April 2026 um 11:51 Uhr - Antworten

    Ukraine: Brutale Straßenjagden nach Kanonenfutter (Videos)

    https://www.unser-mitteleuropa.com/194059

    Die Rekrutierungsmaßnahmen des Kiewer Regimes haben einen neuen Höhepunkt erreicht, die Angst junger Männer in einem sinnlosen Krieg ihr Leben zu verlieren oder verkrüppelt wieder zu kehren, ist alltäglich geworden – wie „origo.hu“ berichtet.

    Die „Regionalen Rekrutierungszentren“ (TCK) versuchen mittlerweile geradezu schon die dezimierte Armee mit immer brutaleren Methoden aufzufüllen.

    Über die sozialen Medien erreichen uns immer mehr Aufnahmen: Etwa wie die Rekrutierer-Soldateska Zivilisten am helllichten Tag abtransportieren, vor den Augen entsetzter Passanten.

    In Odessa wird ein Mann über den Boden schleifend eingezogen. ALLES LESEN UND ANSEHEN!!

  6. Jan 27. April 2026 um 11:21 Uhr - Antworten

    Russland hat ein BIP wie Italien.

    Es gibt zwar ein riesiges Territorium, aber das meiste ist zu kalt oder zu gebirgig für eine vernünftige Nutzung. Die Fläche, die mitteleuropäischen Temperaturen wie in Hamburg vergleichbar ist, beläuft sich auf etwas mehr als die doppelte Größe Deutschlands oder das 1,5-fache Frankreichs oder auf die Größe der Türkei.

    Russland ist gar kein Block wie früher die Sowjetunion.

    Wirtschaftlich und politisch vernünftig wäre eine Kooperation. Ja, klar kenne ich Mackinder! Aber die Situation hat sich verändert, das Vereinigte Königreich geht nicht unter wegen Russland.

    Und dass Oligarchen wie Gates oder Leute, die hinter ihnen stehen, einen Krieg wollen, muss man ihnen nicht durchgehen lassen.

  7. VerarmterAdel 27. April 2026 um 10:59 Uhr - Antworten

    Na, da haben die Psychopathen, die im Hintergrund die Fäden ziehen, doch wieder einmal ganze Arbeit geleistet, damit möglichst viele Nicht[redacted] krepieren und so die [Redacted] irgendwann in der Mehrheit sind. Aber sag das, dann bist du antis…, du weißt schon.

    Sorry, muss mal kurz kotzen gehen.

  8. Patient Null 27. April 2026 um 10:58 Uhr - Antworten

    Was das WSJ Europa nennt ist letztlich die EU Kommission und einige folgsame Politiker, die EU Bürger sinds nicht.

    Sonneborn kommentiert sarkastisch: „Ist denn noch genug Tinte im Geldscheindrucker, Frau Lagarde?“

    Kerosin scheint ja bald alle, woran es aber nie mangeln wir ist an dieser Tinte.

    • therMOnukular 27. April 2026 um 11:14 Uhr - Antworten

      Ich glaube, die Propaganda-Tinte hält noch ein kleines bisschen länger, als die der Geld-Druckerein.
      Aber auch die wird eines Tages ausbleichen wie ein leerer Kuli.

  9. Hello 27. April 2026 um 10:34 Uhr - Antworten

    „In Wahrheit wird Europa in einen Stellvertreterkrieg gezwungen, den es weder gewinnen noch finanzieren kann.“

    Europa wird gar nicht gezwungen. Es zwingt sich selbst.
    Vor dem Krieg belasteten die Pandora Papers Selensky stark. Die Ukraine galt an sich als korrupter Staat (was wohl heißt: noch korrupter als die EU allgemein).
    Jetzt verteidigt Selnsky die von niemandem bedrohte EU.
    Dank vor allem den hasserfüllten baltischen Staaten und angloamerikanischen Denkweisen.

  10. therMOnukular 27. April 2026 um 9:45 Uhr - Antworten

    Dieser „zusätzliche Finanzbedarf“ wird sich sehr bald in den Bestelllisten von Ferrari, Lamborghini und Bentley manifestieren.

    • Varus 27. April 2026 um 9:58 Uhr - Antworten

      Wenn der Michel es nicht schafft, den korrupten Bellizisten einen kräftigen Tritt zu verpassen… Die müssen nicht mal bei den Wahlergebnissen wie in Rumänien mogeln.

      • Pusteblume 27. April 2026 um 10:52 Uhr

        Der Michel und die Micheline schnarchen fortwährend sehr tief, wie täglich bei Fahrten in den Öffis leider festzustellen ist.

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