Werfen die USA Spanien aus der NATO?

25. April 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Die USA planen offenbar „Sanktionen“ gegen Großbritannien und Spanien. Spanien würde man am liebsten gleich aus der NATO entfernen, das ist aber rechtlich unmöglich. 

Es ist eine der wichtigsten Folgen der Iran-Krieges: Die NATO als US-dominiertes „Bündnis“ ist schwer angeschlagen – TKP hat berichtet. Sogar ein einseitiges Ende der Militärallianz durch einen Austritt der USA steht im Raum, wenngleich er eher unrealistisch. Doch etwas dürfte passieren. Vor allem gegen Großbritannien und Spanien wollen die USA offenbar vorgehen.

Der Mainstream berichtet aktuell davon, dass man sogar manche Staaten, dabei geht es wohl um Spanien, rauswerfen könnte. Vertraglich ist das eigentlich nicht möglich, das verhindert der Nordatlantikvertrag von 1949.

Ein internes Pentagon-Memo, das Reuters am 24. April 2026 bekannt wurde, listet mögliche Strafmaßnahmen auf – darunter die „Suspendierung“ Spaniens aus der NATO. Präsident Donald Trump hatte Spanien bereits im Herbst 2025 als „Nachzügler“ bezeichnet. Seither hat sich der Konflikt zwischen Madrid und Washington klar zugespitzt. Sowohl militärisch als auch politisch, indem Premierminister Sanchez (finanziell unterstützt von Soros und Gates) eine „globale Linke“ gegen MAGA formiert.

Rechtlich ist ein Rauswurf Spaniens nicht möglich. Der Washingtoner Vertrag kennt keine Klausel für Ausschluss oder Suspendierung eines Mitglieds. Artikel 13 regelt lediglich den freiwilligen Austritt: Nach Kündigung wird die Mitgliedschaft ein Jahr später beendet. Und obwohl die USA eigentlich das Bündnis dominieren, fallen Entscheidungen im Konsens. Durch den aktuellen Konflikt innerhalb der westlichen Elite (konservativ-libertäre auf der einen progressiv-zenralisitische auf der anderen Seite) sind die USA aber nicht mehr völlig deckungsgleich mit der EU.

Entsprechend gelassen reagierte Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte sinngemäß: „Ihr besitzt die NATO nicht.“ Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte hält einen US-Austritt für unwahrscheinlich. Dennoch untergraben die Drohungen das Bündnis aber weiter.

Im Memo werden zudem auch mögliche Maßnahmen gegen Großbritannien überlegt. Beide Staaten wird von den USA vorgeworfen, im Krieg sich gegen den Iran zurückgehalten oder Unterstützung verweigert zu haben, etwa bei Stationierungs- und Überflugrechten. Dies sei „lediglich die absolute Grundvoraussetzung für die Nato“, heißt im Papier des Pentagons.

Brüssel, Berlin und Paris dürften sich aber auf eine „Pulverisierung“ der NATO ohnehin vorbereiten, und kämen dann mit einer EU-NATO ums Eck. Es sei denn, die Republikaner verlieren das Weiße Haus schnell genug, und die EU kann sich wieder uneingeschränkt unter die USA unterwerfen.


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2 Kommentare

  1. Daisy 25. April 2026 um 14:03 Uhr - Antworten

    …“und die EU kann sich wieder uneingeschränkt unter die USA unterwerfen.“
    Genau, die EUdSR stellt sich nämlich nur gegen Amerika, weil es jetzt nicht mehr so äh „demokratisch“ ist und daher nicht mehr Gendergaga, CO2-Abzocke, WHO bedingte Bevölkerungs…äh Kontrolle, totale 10suhr etc. frönt…

    Die EU NATO gibt es daher nur, sollte Trump wider Erwarten doch noch die Midterms gewinnen. Da kann nur ein Wunder helfen…

    Ich persönlich fände es zum Teil gut, löste sich die NATO auf, zum anderen Teil aus dem Grund so aber nicht, dass ein Rest erhalten bleibt, weil uns die vielen Ungewählten in der EU dann noch rascher ruinieren und in den Krieg gegen Russland treiben würden. I still got a lot of living to do…ich würde das erleben…

  2. Informationsbefreier 25. April 2026 um 13:53 Uhr - Antworten

    Ich erinnere mich noch an den zweiten Irakkrieg 2002, also der mit den angeblichen Massenvernichtungswaffen vom Saddam Hussein. Damals hatten Deutschland und Frankreich die Beteiligung an diesem US-Krieg abgelehnt (nicht ganz, denn D hat Überflugsrechte gewährt). Die harte Sanktion der USA darauf war, dass in den USA die Pommes Frites nicht mehr „French Fries“ sondern „Freedom Fries“ genannt wurden.

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