Chinesischer Ex-Ukrainebotschafter: Russland am Ende

23. Mai 2022von 8 Minuten Lesezeit

Anfang Mai referierte der ehemalige China-Botschafter in der Ukraine über die Folgen und Konsequenzen des russisch-ukrainischen Krieges. Seine Diagnosen: Die Welt ist in eine neue Weltordnung eingetreten, Russland werde den Status als Weltmacht verlieren. 

Kürzlich veranstalteten das China International Finance 30 Forum und die Abteilung für Internationale Studien der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften ein internes Videoseminar, in dem es um die Frage ging, welche großen Veränderungen die russisch-ukrainische Krise für die globale Finanzlandschaft mit sich gebracht hat? Welche Auswirkungen wird es auf China haben? Wie sollte China reagieren? Gao Yusheng, ehemaliger chinesischer Botschafter in der Ukraine, hielt auf dem Seminar eine Rede. Diese wurde in einer chinesischen Onlinezeitung abgedruckt und wenig später zensiert. Im Webarchiv ist der Kommentar noch zu finden. TKP bringt den bemerkenswerten Text auf Deutsch:

Der russisch-ukrainische Krieg war das wichtigste internationale Ereignis nach dem Kalten Krieg, er beendete die Zeit nach dem Kalten Krieg und eröffnete eine neue internationale Ordnung.

Russlands Haltung in diesem Krieg zunehmend passiv und ungünstig geworden und hat Anzeichen des Scheiterns gezeigt. Die Hauptgründe für das Scheitern Russlands sind: Erstens befand sich Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion immer in einem historischen Prozess des kontinuierlichen Niedergangs, der in erster Linie eine Fortsetzung des Niedergangs der Sowjetunion vor dem Zerfall ist und auch mit den Fehlern der Sowjetunion zusammenhängt. Westliche Sanktionen haben diesen Prozess intensiviert. Die sogenannte Wiederbelebung oder Wiederbelebung Russlands unter der Führung von Putin ist eine falsche Behauptung, die es überhaupt nicht gibt. Der Niedergang Russlands manifestiert sich in seiner Wirtschaft, Militär, Wissenschaft und Technologie, Politik, Gesellschaft und anderen Bereichen und hat auch schwerwiegende negative Auswirkungen auf das russische Militär und seine Kampfkraft.

Zweitens zeigt das Scheitern des russischen Blitzkriegs, das Scheitern einer schnellen Entscheidung, dass Russland zu Scheitern beginnt. Mit den wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen, die in keinem Verhältnis zu seinem sogenannten militärischen Supermachtstatus stehen, ist es wirklich schwierig, einen High-Tech-Krieg zu unterstützen, der Hunderte von Millionen Dollar pro Tag kostet. Die missliche Lage der Niederlage der russischen Armee aufgrund von Armut ist überall auf dem Schlachtfeld zu sehen. Jeder Tag, an dem sich der Krieg hinzieht, ist eine schwere Belastung für Russland.

Drittens wurden Russlands Vorteile gegenüber der Ukraine in Bezug auf militärische und wirtschaftliche Stärke durch den entschlossenen und hartnäckigen Widerstand der Ukraine und die enorme, kontinuierliche und effektive Hilfe westlicher Länder für die Ukraine zunichte gemacht. Die Generationenunterschiede zwischen Russland und den Vereinigten Staaten und anderen NATO-Staaten in den Bereichen Waffentechnologie und -ausrüstung, militärische Konzepte und Kampfmodi haben die Vor- und Nachteile beider Seiten stärker in den Vordergrund gerückt.

Viertens ist die moderne Kriegsführung zwangsläufig eine hybride Kriegsführung, die militärische, wirtschaftliche, politische, diplomatische, öffentliche Meinung, Propaganda, Geheimdienst, Information und andere Bereiche abdeckt. Russland ist auf dem Schlachtfeld nicht nur passiv, sondern hat auch auf anderen Gebieten verloren. Dies bestimmt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Russland endgültig besiegt wird.

Fünftens, wann und wie dieser Krieg enden wird, liegt außerhalb der Kontrolle Russlands. Russlands Wunsch, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden und gleichzeitig die wichtigsten Gewinne zu sichern, ist gescheitert. In diesem Sinne hat Russland seine strategische Führung und Initiative verloren. Zweitens kann die Intensität der Konfrontation in der nächsten Phase dieses Krieges weiter gesteigert werden. Die Möglichkeit der Erweiterung und Aufrüstung kann nicht ausgeschlossen werden. Denn: Die Ziele der Parteien stehen einander diametral gegenüber.

Die Sicherstellung des Eigentums an der Krim und die Besetzung des Donbass ist eindeutig Russlands Endziel. Und die Ukraine wird Russland in Fragen der Souveränität und territorialen Integrität keine Zugeständnisse machen und ist entschlossen, den ukrainischen Osten und die Krim durch Krieg zurückzugewinnen. Die Vereinigten Staaten, die NATO und die Europäische Union haben wiederholt ihre Entschlossenheit bekräftigt, Putin zu besiegen. Sullivan, der Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten der Vereinigten Staaten, betonte kürzlich drei Ziele, die die Vereinigten Staaten im Krieg zwischen Russland und der Ukraine erreichen sollten: erstens eine unabhängige und freie Ukraine; zweitens ein geschwächtes und isoliertes Russland; drittens ein geeinter und entschlossener Westen.

Um diese Ziele zu erreichen, haben die Vereinigten Staaten und die NATO-EU-Länder nicht nur ihre Hilfe für die Ukraine erheblich erhöht, sondern die Vereinigten Staaten haben auch erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg das Lend-Lease-Gesetz für die Ukraine verabschiedet. Die Vereinigten Staaten haben die Hilfe für die Ukraine durch das 41. Treffen der Verteidigungsminister internationalisiert und institutionalisiert. Noch wichtiger ist, dass die direkte Beteiligung der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und anderer Länder am Krieg vertieft und der Umfang erweitert wird. All dies deutet darauf hin, dass der Krieg geführt wird, bis Russland besiegt und bestraft ist.

Der russisch-ukrainische Krieg und die neue internationale Ordnung

Der russisch-ukrainische Krieg beendete das Jalta-System und die Überreste des Kalten Krieges vollständig, und die Welt begann sich auf ein neues Muster und eine neue Ordnung der internationalen Beziehungen zuzubewegen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion erbte Russland den Status der Sowjetunion als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates und als militärische Supermacht; Russland setzte und behielt einen großen Teil des Erbes und Einflusses der ehemaligen Sowjetunion in Innenpolitik und Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Ideologie; Russlands Außenpolitik ist eine Mischung aus der ehemaligen Sowjetunion und dem Zarenreich. (1) Der Kern und die primäre Richtung der Außenpolitik des Putin-Regimes besteht darin, die ehemalige Sowjetunion als seine ausschließliche Einflusssphäre zu betrachten und das Imperium aufzubauen, indem es sich auf den Integrationsmechanismus in verschiedenen von Russland dominierten Bereichen stützt.

Aus diesem Grund ist Russland doppelzüngig und bricht seine Versprechen, hat die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität anderer ehemaliger Sowjetstaaten nie wirklich anerkannt und verletzt häufig deren Territorien und Souveränität. Dies ist die größte Bedrohung für Frieden, Sicherheit und Stabilität in der eurasischen Region. Der russisch-ukrainische Krieg änderte diese Situation drastisch. Nachdem die Ukraine unabhängig wurde, insbesondere seit 2000, waren die beiden Fraktionen, die sich in der Ukraine für Ost und West einsetzten, im Wesentlichen gleichberechtigt und wechselten sich mit der Regierung durch Wahlen ab. Nachdem Russland 2014 die Krim annektiert und die Ostukraine besetzt hatte, stieg die antirussische Stimmung in der Ukraine und die prorussischen Kräfte begannen zu schrumpfen. Die meisten Ukrainer, nicht nur im Westen, sondern auch im Osten, unterstützen den Beitritt des Landes zu EU und NATO.

Nach Ausbruch des Krieges hat sich die Situation in der Ukraine grundlegend verändert: Es gibt keine politische Partei, Region oder Klasse in der Ukraine, und das Land ist vereint, um gegen Russland zu kämpfen und das Land zu retten. Man kann sagen, dass Russland die Ukraine vollständig verloren hat. Gleichzeitig weigerten sich die Länder der ehemaligen Sowjetunion, mit Ausnahme von Belarus, einschließlich der Mitglieder des Vertrags über kollektive Sicherheit und der Eurasischen Wirtschaftsunion, Russland zu unterstützen. Die Niederlage Russlands wird dazu führen, dass es die Möglichkeit verliert, die alten Berge und Flüsse wieder aufzubauen und das Imperium wiederherzustellen. Um den internationalen Status und Einfluss des russischen Imperiums oder der ehemaligen Sowjetunion zu erlangen, die bestehende internationale Ordnung zu brechen und die geopolitische Landkarte Eurasiens und der Welt zu verändern, strebt Russland beharrlich danach, die ehemaligen Sowjetstaaten wieder zu vereinen und Bündnisse wiederherzustellen.

Dies hat eine grundlegende Konfrontation und einen Konflikt mit dem amerikanischen Westen geschaffen. Dies ist der Hauptwiderspruch und Kernpunkt der Beziehungen Russlands zu den USA und dem Westen. Die Konkurrenz und der Kampf zwischen den beiden Seiten in dieser Frage ist zu einem großen Teil die Fortsetzung und der Widerhall des Kalten Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion und hat auch eine gewisse ideologische Färbung. Durch diesen Krieg endete die Konfrontation und Konkurrenz zwischen Russland und dem Westen der Vereinigten Staaten in einem völligen Scheitern Russlands. Und beendete schließlich den Post-Kalten Krieg oder die Fortsetzung des Kalten Krieges.

Einige mögliche Punkte der Entwicklung der internationalen Ordnung nach dem Russisch-Ukrainischen Krieg

  1.  Russland wird politisch, wirtschaftlich, militärisch und diplomatisch erheblich geschwächt, isoliert und bestraft. Die russische Macht wird noch schwächer sein, kann aus einigen wichtigen internationalen Organisationen ausgeschlossen werden, und der internationale Status wird erheblich eingeschränkt.
  2. Die Ukraine wird sich aus Russlands Einflussbereich und Einflussbereich lösen (falls Russland noch Einflussbereich hat) und ein Mitglied der europäischen Familie, das heißt eine Mitglieds des Westens werden.
  3. Andere ex-sowjetische Länder könnten neue und unterschiedliche Grade der De-Russisierung erfahren, und einige Länder werden sich aktiver nach Westen bewegen.
  4. Japan und Deutschland werden sich aktiver um den Status politischer Mächte bemühen, wenn sie die Beschränkungen der im Zweiten Weltkrieg besiegten Länder vollständig beseitigen und die Entwicklung ihrer Rüstung beschleunigen. Aber sie wird sich weder vom westlichen Lager lösen, noch wird sie die Politik der friedlichen Entwicklung vollständig aufgeben.
  5. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder werden die inhaltliche Reform der Vereinten Nationen und anderer wichtiger internationaler Organisationen energisch vorantreiben. Wenn die Reform blockiert wird, kann sie auch von neuem beginnen. Beide ziehen möglicherweise eine Grenze zur sogenannten demokratischen und freien Ideologie und schließen einige Länder wie Russland aus.

Bild wikimedia


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28 Kommentare

  1. conny 31. Mai 2022 at 19:23Antworten

    Ach, warten wir einfach die Entwicklung ab. … Russlands Ressourcen – Kohle, Erdöl und Gas sind ja (((angesichts der letzten vier heißen Sommer, der Versteppung des Ostens Deutschlands, der sich abzeichnenden Verödung der Landwirtschaft in diesem Bereich etc.))) ein Auslaufmodell . Die wenigen Jahre in denen – n o c h – die klimaschädlichen Bodenschätzen für das BIP genutzt werden können, muss Russland nutzen um eine Industrie aufzubauen. Wenn Russland sich weiter auf Bodenschätze verlässt, dann gute Nacht Marie. Es wird einen Exodus geben – hin zu Europa, wo man nicht 15 Jahre Knast bekommt für seine Meinung….

  2. Eva-Maria 24. Mai 2022 at 14:42Antworten

    Ein interessanter Artikel von Journalist Thomas Röper
    https://www.anti-spiegel.ru/2022/der-naechste-schritt-polen-will-die-ukraine-schlucken/

  3. Andrea 24. Mai 2022 at 13:35Antworten

    Das sind wohl die feuchten Wunschträume eines chinesischen Ex-Urkrainebotschafters oder die letzten verzweifelten Propagandaversuche im Interesse der globalistischen Finanzmafia!

  4. hintermbusch 24. Mai 2022 at 12:14Antworten

    Die Meinung des chinesischen Botschafters liest sich wie ein Echo dieser Einschätzung aus der Anfangsphase des Krieges:
    https://www.rubikon.news/artikel/um-kopf-und-kragen
    „Ein Krieg verändert die politische Landschaft auf radikale und unerwartete Weise. Mit dem Einmarsch in die Ukraine hat Präsident Wladimir Putin ohne Zwang einen Fehler von historischem Ausmaß begangen, der sein eigenes Überleben als russischer Staatschef in Frage stellen wird, wenn die Russen begreifen, dass er sie und ihr Land in einen nicht zu gewinnenden Krieg gestürzt hat“.
    Vielen Dank jedenfalls für die Veröffentlichung hier.
    Solche Beiträge verhindern, dass es sich mancher zu bequem macht in seinen Gewissheiten. Die Zukunft ist offen und wir sollten nicht aufhören, genau hinzuschauen und kritisch zu bleiben in alle Richtungen.

    • Andreas I. 25. Mai 2022 at 10:11Antworten

      Hallo,
      Rubikon mag ja gerne Meinungsvielfalt anstreben, aber es wäre angemessen, wenn eine Meinung auch eine tragfähige Begründung hat.
      Im von Ihnen verlinkten Artikel setzt der Autor seine eigenen Annahmen voraus, um daraus seine Schlussfolgerungen zu ziehen.
      Ob aber seine eigenen Annahmen zutreffen, das fragt er sich nicht.
      Weiterhin reduziert er den Konflikt auf die Person des russischen Präsidenten.
      Das sind schon zwei solide Grundlagen für Fehleinschätzungen.

      • hintermbusch 25. Mai 2022 at 10:54

        „Ob aber seine eigenen Annahmen zutreffen, das fragt er sich nicht“
        Darüber sollten wir uns Gedanken machen, wenn wir die Dinge verstehen wollen. Jedenfalls ist Krieg eine Ungeheuerlichkeit und auch ein ungeheures Risiko.

      • Andreas I. 26. Mai 2022 at 13:13

        Hallo,
        nur für wen ist das Risiko größer?
        Militärisch ist die Sache entschieden und das war auch zu erwarten.
        Wirtschaftlich und finanziell ist der Rubelkurs sogar etwas stärker als vorher und die russischen Exporte sind etwas gestiegen (einstellige % aber immerhin).
        Den Informationskrieg hat Russland verloren, aber nur innerhalb des USA-Imperiums (USA&Verbündete), was ca. 35 Staaten umfasst, von etwa 190 Staaten.

        Die FED und die EZB druckten seit 2008 besinnungslos Geld, so dass es nur eine Frage der Zeit war, wie lange das Einsetzen der Inflation von US-$ und € hinausgezögert werden konnte. Und genau dann, als die Inflation einsetzte, hat USA alle Verhandlungsangebote Russlands ausgeschlagen und es auf den Krieg ankommen lassen – mit dem Risiko höherer Erdgaspreise (und Weizenpreise), was eingetreten ist und besonders die EU-Staaten trifft.
        Darum sieht es nicht für Russland, sondern für die EU-Staaten wirtschaftlich und finanziell schlecht aus. USA trifft es mal wieder nicht direkt, aber die EU-Staaten sind gleichzeitig Nato-Staaten.
        Das ist der aktuelle Stand.
        Wie es sich in der Zukunft entwickeln wird, das werden wir sehen.

  5. Eva-Maria 24. Mai 2022 at 11:48Antworten

    Es gibt in der Ukraine eine interessante Entwicklung.
    4-5 Oblaste im Westen um Lwiw, Lemberg gehörten historisch zu Polen, dort wohnen viele Polenstämmige. Es gibt viele Doppelstaatsbürger. (Im Südwesten sind zwei kleine Oblaste, die früher zu Ungarn und Rumänien gehörten.)
    Die Polen zeigen großes Interesse an ihren historischen Gebieten.

    Ein Truppen-Einmarsch der Polen dürfte nicht so leicht möglich sein, denn die Russen patrouillieren die Westgrenzen und bombardieren den Waffen-Nachschub.

    Es wird geschrieben, daß die Amis (Briten) den Polen eine Aktion erlauben, aber als polnische PRIVATsache betrachten, mit der die NATO nichts zu tun haben will, es kann aber „willige Staaten“ geben.

    Polen Premier Morawiecki bezeichnete vor kurzem die Russen als Krebsgeschwür, man müsse diese monströse neue Ideologie ausrotten etc.

    Der Polenpräsident Duda hielt jetzt im Kiewer Parlament eine feierliche Rede, man umarmte sich. Selenskij kündigte ein GESETZ an.
    Polnische Bürger sollen in der Ukraine einen Sonderstatus bekommen. Praktisch dieselben Rechte haben wie Ukrainer, nur keine Staatsbürgerschaft und kein Wahlrecht. Es soll einen vereinfachten Grenzverkehr geben. Selenskij sagte ca: Zwischen uns soll es keine Grenzen geben. Zwischen dem ukrainischen und dem polnischen Volk gibt es schon seit Langem keine mentalen Barrieren. Wir sind zusammen mehr als 80 Millionen, wir sind zusammen stärker. Wir dürfen uns diese Chance nicht entgehen lassen.

    Das Vorhaben sei eine „historische Errungenschaft unserer Völker“, es zeigt, dass Ukrainer und Polen „verwandt und gleichberechtigt“ seien.

    Polen sollen zB Verwaltungsposten in der Ukraine innehaben dürfen. Man redet auch von polnischen Polizeipatrouillen im Westen, ist aber noch unklar.

    Ein Experte sagte sinngemäß: Ukraine wird heute zum Spielball der polnischen Kräfte. Vor allem auf dem Gebiet der West- und möglicherweise der Zentralukraine übernähmen die Polen zunehmend die Funktion der leitenden Kuratoren.

    Seitens Russlands wird das so kommentiert:
    „Unter dem Vorwand, die eigene Identität zu bewahren, hat das Kiewer Regime diese acht Jahre lang zerstört, indem es auf die eigene Bevölkerung schoss, und nun tut es etwas noch nie Dagewesenes – es legalisiert die faktische Beschlagnahmung seines Landes“.

  6. Andreas I. 24. Mai 2022 at 10:42Antworten

    Hallo,
    das ging mir nochmal durch den Kopf, weil es zu kurios ist. Nichts ist unmöglich, aber vieles ist sehr unwahrscheinlich und diese Nummer ergibt keinerlei Sinn und stiftet höchstens Verwirrung.
    Dann besteht die Möglichkeit, dass das der Sinn ist, Verwirrung zu stiften.

  7. Al 24. Mai 2022 at 9:50Antworten

    Also ich lese da viel, viel Meinung – und Null Belege oder auch nur Indizien für irgend eine der Behauptungen.

    Und dann so seltsame Passagen: „Japan und Deutschland werden sich aktiver um den Status politischer Mächte bemühen, wenn sie die Beschränkungen der im Zweiten Weltkrieg besiegten Länder vollständig beseitigen und die Entwicklung ihrer Rüstung beschleunigen.“

    Also wenn der Satz auch nicht ganz so falsch konstruiert ist, wie er zuerst klingt – aber weltfremd ist das in höchstem Maße. Dieses nationale Denken wurde von den Eliten schon längst auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen – denn anders lässt sich der Entdemokratisierungsprozess nicht weiterführen. Nationalstaaten sind die letzten, wenn auch weitgehend geschleiften Bastionen der Restdemokratie.

    Man schaue sich nur an, wie die entdemokratisierten EU-Staate bemüht sind, alle wichtigen Entscheidungen nach Brüssel zu verlegen, fern ab vom betroffenen Volk, in die Hinterzimmer-Mauschel-Überstaatlichkeit. Von den Oligarchen-Medien gedeckt.

    Ich lese aus dem Artikel, dass der chinesische Ex-Botschafter in der Ukraine nun heute irgendeine Meinung hat, ein überkommenes Geschichtsbild pflegt, und anscheinend irgend jemandem den Arsch wischen muss, der etwas gegen Russland hat. Das lese ich hier. War es das wert, das hier zu lesen?

  8. hwh01 24. Mai 2022 at 9:17Antworten

    Wehe, wenn dies so käme – einfach undenkbar – bleibt zu hoffen, dass dieser verbale Erguss niemals zur Realität mutieren möge…

  9. Eva-Maria 23. Mai 2022 at 21:03Antworten

    Das sagen die einen, zum Zwischenstand, die anderen sagen was anderes, es gibt tausend Meinungen.
    Wir werden sehen, was am Ende rauskommt.

    Wirtschaftlich:
    Russland hat den Finanzblitzkrieg gewonnen. Der Rubel hat ein 7 Jahres Hoch erklommen und es kontrollieren die Russen den gesamten Ukraine- und Russen- Weizenexport und ist 10% Inflation zB in England. US Zinsen wurden erhöht, ( in EZB auch geplant) bedeutet Firmenkollapse, Entwicklungsländer sind in Dollar hochverschuldet, dazu kommt Energiepreisexplosion und Lebensmittelpreisexplosion, das bedeutet: DollarKredite fallen aus, die Westbanken kommen ins Wanken. Unkluge Eigentor Sanktionsdiskussion gegen Gas und Öl löste Spekulationspreise aus. Russland verdient dadurch mehr bei zugleich geringeren Mengen. Russland hat dieses Jahr einen historischen Außenhandelsüberschuß. Ca 40 % weniger Importe, ca 8% weniger Exporte ergibt krassen Handelsüberschuß.

    Die West-Sanktionen sind ein Eigentor der Sonderklasse.
    Von 8 Mrd Erdbewohnern haben 1 Mrd Russland sanktioniert, die anderen 7 Mrd sind Freunde, trotz Ami Druck. Russland baut Geschäfte mit China, Indien, jetzt Thailand etc. weiter aus.

    Die Englischsprachigen und die EU verschulden sich derzeit, nur um Russland zu ruinieren. Ich denke weit eher gibts im Westen Sozialaufstand, bevor das Russenvolk sich beschwert keine importierten Luxusgüter mehr kaufen zu können.

    Militärisch, Ukraine:
    Ich denke, weit eher als eine erfolgreiche militärische Gegenoffensive laufen Kiew alle Ukrainermänner davon und lassen sich nicht mehr zwangsrekrutieren, da derzeit zwischen 200 und 500 Ukrainer TÄGLICH als Kanonenfutter an der Front sterben, sagen die Russen. Selenskij gibt in Davos großzügig 100 Tote pro Tag zu. Kiew verweigert dem Militär die Erlaubnis sich ergeben zu dürfen, weil Sieg-fiktion wird dadurch gestört. Die Russen werfen Flyer, wie man sich richtig ergibt, auf die eingekesselten Truppen im Donbass runter. Asov Bataillon hat sich bereits ergeben, Ihnen wurde die Erlaubnis sich ergeben zu dürfen, ebenfalls verweigert.

    Militärisch, NATO:
    Die NATO Ausweitung mit Finnland und Schweden ( zusätzliche 1300 km NATO Grenze) und der Aufmarsch in Polen sind mE sehr sehr gefährlich für Russland. Weil Russland zu einer überteuerten Aufrüstungsspirale gezwungen wird.

    Ich denke daher, Putin wird ein drittes Mal präventiv agieren. Solange er noch den technischen Vorsprung mit der Hyperschallwaffe hat. hat, noch bevor die EU aufgerüstet ist.

    Die kriegführenden westlichen 1% Superreichen sind nicht identisch mit dem Westvolk, sie spüren die Inflation und Kriegsqualen und Firmenkollapse nicht, die machen mE erbarmungslos weiter mit Propaganda, Aufrüstung und Krieg, bis zum letzten Ukrainer und bis zum letzten EU Bürger. Um ihr Dollarsystem und dessen RESET zu retten und die neue russisch chinesische Währungskonkurrenz zu töten, bevor sie groß wird, also wird wohl ein Angriff der Russen kommen müssen.

    Es geht in Wahrheit darum, daß jetzt die englischsprachige koloniale unilaterale Großmacht untergeht und die russisch chinesische Weltmacht bzw deren dezentrales System, aufsteigt und der alte Herrscher lässt den neuen nicht rauf und wird ihn bekämpfen mit allem was er hat, bis er final erledigt ist.

  10. Andreas I. 23. Mai 2022 at 20:35Antworten

    Hallo,
    wenn das tatsächlich von einem chinesischen Ex-Botschafter stammt, dann hat China ein Problem mit der Auswahl seiner Diplomaten.

    Er äußert seine Meinung zur Sache und das ist richtig so, aber seine Ansichten basieren auf Vorraussetzungen, von denen er zunächst mal überprüfen sollte, ob die vollumfänglich zutreffen.
    Mal angenommen das chinesische Außenministerium bittet einen seiner Botschafter um seine Einschätzung der Situation im und um den betreffenden Staat und dann kommt eine Einschätzung dieser Qualität …

  11. Pfeiffer C. 23. Mai 2022 at 19:43Antworten

    Bei allem Respekt, die gegenständliche, langatmige Referats-Wiedergabe des Ex-Chinabotschafters in der Ukraine – Zitat:

    „Um den internationalen Status und Einfluss des russischen Imperiums oder der ehemaligen Sowjetunion zu erlangen, die bestehende internationale Ordnung zu brechen und die geopolitische Landkarte Eurasiens und der Welt zu verändern, strebt Russland beharrlich danach, die ehemaligen Sowjetstaaten wieder zu vereinen und Bündnisse wiederherzustellen“ – diktiert wohl von wem? –

    erscheint üblicherweise im Standard / Spiegel / taz / Frankfurter Rundschau / Süddeutsche / Zeit / ARD / ZDF / ORF ff

    Derweil:

    Die Vereinigten Staaten dürften nicht in einen lange andauernden, „umfassenden Krieg mit Russland“ gezogen werden, fordert das Editorial Board der New York Times. Das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation sei hoch; auch werde sich die Kriegsbegeisterung in der US-Bevölkerung angesichts anhaltend hoher Inflation und dramatisch gestiegener Energie-, speziell Benzinpreise nicht lange halten lassen.

    Ein „militärischer Sieg der Ukraine über Russland, bei dem die Ukraine alle Territorien zurückbekommt, die seit 2014 von Russland besetzt wurden“, sei „kein realistisches Ziel“, so heißt es im jüngsten Statement des Editorial Boards.

    Die Kernaussage des Editorials ist, dass die USA der Ukraine Grenzen aufzeigen und ihr klarmachen muss, dass die einst auch von den USA selbst ausgegebenen Ziele unrealistisch sind. Am Ende müsse die Ukraine „schmerzhafte“ Kompromisse eingehen.

    Bereits am 1. März publizierte etwa das einflussreiche Magazin The New Yorker ein Interview mit dem bekannten US-Außenpolitikexperten John Mearsheimer, der seit vielen Jahren die NATO-Ostexpansion und besonders die Pläne zur Anbindung der Ukraine an das Bündnis attackiert. Die Pläne seien für Moskau gefährlich und längst Ziel von Gegenmaßnahmen geworden, bestätigte Mearsheimer kurz nach Kriegsbeginn – ganz, wie es für Washington „selbstverständlich“ nicht in Frage komme, es einer „fremden Großmacht“ zu erlauben, Militär in einem „Land in der westlichen Hemisphäre“ zu stationieren.

  12. Grld 23. Mai 2022 at 19:25Antworten

    Scheint ein Paint-Ball Partner von Melnyk zu sein.

    • Eva-Maria 24. Mai 2022 at 11:55Antworten

      denk ich auch, … klingt nach einer alten Schnarchnase, der die Updates der letzten Jahre versäumt hat, vor allem den Freundschaftsvertrag China Russland. War wohl zu lange in der Ukraine stationiert und dort ist heftige Russophobie Umerziehung.seit 30 Jahren.

  13. Thomas Melzer 23. Mai 2022 at 19:10Antworten

    Es hinterlässt mich etwas ratlos, warum uns Herr Osymüller mit diesem peinlichen Propagandastück beglücken zu müssen meint. Liest sich eher, als hätte es der ukrainische Botschafter in China verfasst. Oder vielleicht ist ja auch der Geist von Kiew in ihn gefahren.

  14. G.R. 23. Mai 2022 at 18:28Antworten

    So ein Quatsch, es ärgert mich, dass ich überhaupt Zeit zum Lesen dieses dummen Artikel vergeudet habe. Wer von beiden Armeen den Krieg gewonnen hat, wird sowieso erst nach dem letzten Verletzten oder Toten bestimmt werden können. Eines ist sicher: Freiheit verloren haben wir alle, auch gegen C19. MfG

  15. Fred 23. Mai 2022 at 17:39Antworten

    Mc Cain gibt schon 2016 gegenüber Poroschenko und ukrainischen Militärs klar zu verstehen, daß die USA die Ukraine gegen Rußland in einem Krieg antreten lassen werden, daß die Ukraine dann gewinnen MUSS, aber von den USA entsprechend Unterstützung erhalten wird, und daß die USA alles vorbereitet, damit es zu einem solchen Krieg – gegen Putin persönlich – kommt: https://t.me/neuesausrussland/5714

  16. lumpazivagabundus 23. Mai 2022 at 17:29Antworten

    „Nachdem Russland 2014 die Krim annektiert und die Ostukraine besetzt hatte, stieg die antirussische Stimmung in der Ukraine und die prorussischen Kräfte begannen zu schrumpfen. Die meisten Ukrainer, nicht nur im Westen, sondern auch im Osten, unterstützen den Beitritt des Landes zu EU und NATO.“ Wie gehabt, der Jupp (Goebbels) hätte seine wahre Freude daran. Das könnte aus seiner, wenn auch im Frühjahr1945 durch sowjetische Artillerie zerbröselten Propagandaküche stammen. Hiervon abstrahiert ist davon auszugehen, dass die meisten Ukrainer mitnichten gefragt worden sind, wo und wie sie denn leben wollen. Ganz offensichtlich gab und gibt es in der Bevölkerung sehr unterschiedliche Meinungen, Wünsche und Auffassungen hierzu. Das offenbaren auch die Ereignisse seit 2014, und dem sollte doch Rechnung getragen werden.
    Der Osten mit seiner dominant russischsprachigen Bevölkerung möchte aus gutem Grund nicht unter ukrainischer (nationalistischer) Fuchtel stehen und seine Identität verleugnen müssen.

    • Frank Dom 23. Mai 2022 at 19:33Antworten

      Victoria Nuland mag diesen Artikel.

  17. Jurgen 23. Mai 2022 at 17:28Antworten

    So ein Geschwafel habe ich lange nicht mehr gelesen – wenn das chinesischer Mainstream wäre, müsste Russland sich echt vorsehen vor Wadenbeißern…
    Der gute Mann war scheinbar zu lange in der Ukraine als Botschafter unterwegs?
    Pappnasen mit komischer Wahrnehmung der Realität gibt es da überall zuhauf.
    Die Chinesen haben jedenfalls bei Taiwan nicht die Eier, die Russland bei der Ukraine hat.
    Und waffentechnisch liegt China wohl auch noch deutlich hinten.

  18. Arjuna Shiva 23. Mai 2022 at 17:00Antworten

    In einer Lageeinschätzung, die den nach Russland und noch vor der Ukraine wichtigsten Akteur in der Eskalation (gemeint ist natürlich das US-Imperium) nicht bzw. nur beiläufig zu erwähnen, ist zumindest, wenn man auf einfach gestrickte Erzählungen steht, ganz großes Kino! Und Humor hat der Mann auch noch: eine „freie“ und „unabhängige“ Ukraine als Ziel der USA! Der war wirklich gut. Dass diese Erzählung von einem Pekinesen und nicht aus Langley stammt, ist wirklich kaum zu glauben.

  19. quantumonly 23. Mai 2022 at 16:45Antworten

    Die FÜNFTE KOLONNE gibt es überall.

  20. Michael R 23. Mai 2022 at 16:36Antworten

    „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“. Hier streiten sich der so genannte „Westen“ (zu dem auch das östliche US-Protektorat Japan zählt) mit der Russischen Föderation, Austragungsort: Die Ukraine. Offizieller Anlass: Die Ukraine bzw. Die NATO Osterweiterung. Der lachende Dritte ist China, den (angeblich) einzig und allein die Pandemie momentan daran hindert, alle (wirtschaftlichen) Register zu ziehen. Nicht nur Russland leidet unter dem Krieg, auch der „Westen“ tut es. Der wirtschaftliche Schaden dürfte schon jetzt im Bereich dreistelliger Milliardensummen liegen.
    Wenn der Krieg vorbei sein wird, werden die Karten neu gemischt. Die Trümpfe hat dann China in der Hand. Das rohstoffreiche und praktisch schuldenlose Russland wird sich rasch erholen. Der „Westen“, masslos verschuldet, wird auf der Strecke bleiben.

  21. Fred 23. Mai 2022 at 15:03Antworten

    Dieser Mann hat ja sooo Recht – genau so Recht wie Lauterbach mit der Pandemie:
    Alleine schon die geäußerten Einschätzungen zu russischer Wirtschaftsstärke und Militärtechnik sind abgrundtief falsch.
    Die RF hatte auch nie einen Blitzkrieg im Sinne; das vom Westen bestausgebildete, best-bezahlte Vorzeige-Batallion Azov zum Beispiel ist von ca. 15.000 Mann Stärke nach Freilassung der zivilen Geiseln und anschließend zweiwöchigem Verkriechen im Keller mittels Kapitulation von knapp 2.500 Mann gerade in Mariupol verendet. Einfach mittels Geduld und Abwarten, exakt wie vom RF-Verteidigungsministerium angekündigt.
    Die terroristische Elemente der Azovs werden herausgefiltert werden, und vor Gericht und im Gefängnis enden.

    Ca 50.000 Mann ukrainischen Militärs im Donbas sehen momentan, wie sich langsam aber sicher die Kessel schließen, in denen sie sitzen und aus denen sie nur gefangen oder tot rauskommen werden; der größte davon könnte 15.000 Mann umfassen.
    Der ganze Artikel ist Quatsch und trieft von westlicher Traumtänzerei und Selbsttäuschung.
    Ich bin gegen Krieg und gegen Terror und gegen Waffenlieferungen, die zu großen Teilen der russischen Allianz in die Hände fallen und das Elend nur verlängern sollen. Aber das hindert mich nicht dran, die Tatsachen zu sehen, wie sie sind!
    Hoffentlich ist es bald vorbei.

  22. Fritz Madersbacher 23. Mai 2022 at 14:51Antworten

    Das ist eher die Meinung eines chinesischen NATO-Quislings, und von dieser Sorte gibt es nicht wenige.
    „Mit den wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen, die in keinem Verhältnis zu seinem sogenannten militärischen Supermachtstatus stehen, ist es wirklich schwierig, einen High-Tech-Krieg zu unterstützen, der Hunderte von Millionen Dollar pro Tag kostet … Jeder Tag, an dem sich der Krieg hinzieht, ist eine schwere Belastung für Russland“
    Das ist durchaus möglich.
    „Die Vereinigten Staaten, die NATO und die Europäische Union haben wiederholt ihre Entschlossenheit bekräftigt, Putin zu besiegen … Um diese Ziele zu erreichen, haben die Vereinigten Staaten und die NATO-EU-Länder nicht nur ihre Hilfe für die Ukraine erheblich erhöht … Noch wichtiger ist, dass die direkte Beteiligung der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und anderer Länder am Krieg vertieft und der Umfang erweitert wird“
    Und das bringt die westlichen Kriegsverlängerer in dieselbe Situation, nämlich „schwere Belastung“. Der chinesische Quisling sieht zwar „… die Welt begann sich auf ein neues Muster und eine neue Ordnung der internationalen Beziehungen zuzubewegen“, aber er verkennt die Richtung. Natürlich setzt er seine „Weisheiten“ über das Wort Mao Tsetungs (von dem er wie die heutige Führung Chinas nichts mehr wissen will): „Alle Reaktionäre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie nicht gar so mächtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktionäre, sondern hat das Volk eine wirklich große Macht“ (Gespräch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong, August 1946)

    • Fritz Madersbacher 23. Mai 2022 at 17:50Antworten

      Apropos „schwere Belastung“ – Mein Bruderherz bringt heute auf seiner Homepage die Übersetzung des folgenden Artikels auf ‚antiwar.com‘: „New York Times Repudiates Drive for ‘Decisive Military Victory’ in Ukraine, Calls for Peace Negotiations“ (http://antikrieg.com/aktuell/2022_05_23_newyorktimes.htm, mit Originalquellenangabe)
      Darin heißt es: „Vor einer Woche stellten wir fest, dass ein Artikel der New York Times vom 11. Mai dokumentierte, dass es den USA in der Ukraine nicht gut geht, und dass ein begleitender Meinungsartikel andeutete, dass ein Richtungswechsel angebracht sein könnte. Jetzt, am 19. Mai, ist „THE EDITORIAL BOARD“ (Gremium der führenden Redakteure), das volle Magisterium der Times, von Andeutungen zu einem klaren Aufruf zu einem Richtungswechsel übergegangen, und zwar in einem Leitartikel mit dem wenig informativen Titel „Der Krieg wird kompliziert, und Amerika ist nicht bereit“. Auf der Meinungsseite erklärt die Redaktion, dass ein „totaler Sieg“ über Russland nicht möglich ist und dass die Ukraine einen Frieden aushandeln muss, der eine „realistische Einschätzung“ und die „Grenzen“ des US-Engagements widerspiegelt. Die Times ist einer der wichtigsten Meinungsbildner für die Elite, und daher dürfen ihre Äußerungen nicht leichtfertig übersehen werden“
      Lesenswert …

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