Ein neuer Bericht der RAND Corporation warnt vor der rasanten Entwicklung von KI in der Biologie könnte die Hürden für biologische Waffen massiv senken und Angriffe ermöglichen. Warnt der Bericht oder kündigt er KI-Waffen an?
Der am 18. August 2026 veröffentlichte Report Building a Defense-in-Depth Biosecurity Strategy for the AI Era zeichnet ein bedrohliches Bild. Nicht lange, bis es zu Vorfällen kommen könne, die für hunderte Millionen Tote, gesellschaftlicher Disruption und systemischer Destabilisierung sorgen werden. Corona gilt dabei als Beispiel, die neuen Biowaffen (wobei Corona nicht als Biowaffe bezeichnet wird) seien aber weitaus schlimmer.
Was sagt der Bericht? KI-Tools würden medizinische Fortschritte beschleunigen und gleichzeitig technische und andere Barrieren für die Entwicklung von Biowaffen abbauen. Der Fokus liegt auf human-übertragbaren, verstärkten oder neuartigen Erregern. „KI in der Biologie entwickelt sich rasant weiter, aber glücklicherweise wurden die meisten gefährlichen Schwellenwerte noch nicht überschritten“, sagte der Lead-Autorin Steph Guerra gegenüber Axios.
Bericht beschreibt ein umfassendes Szenario: von der Idee bis zur Bewaffnung und unterschiedliche Akteurstypen – von Einzelpersonen bis zu staatlichen Programmen. Frühere RAND-Studien (2024) hatten noch festgestellt, dass das damalige Risiko biologischer Angriffe nicht signifikant erhöhten. Jetzt ist das anders.
Medien wie Axios und Nextgov griffen den Report als „Roadmap“ auf. Ein US-Regierungsbeamter unterstützte die Forderungen und warnte vor einem „BioMythos“-Moment: Die Bundesregierung habe nicht genug Experten.
RAND steht seit Jahren im Fokus und auch in der Kritik. Viele zweifeln an der Objektivität der Studien, stattdessen werde eine Agenda unterstützt. In dieser Hinsicht ließe sich auch das aktuelle Paper lesen.
Einige Experten – darunter RAND-interne Stimmen wie Allison Berke – schätzen die Wahrscheinlichkeit einer KI-getriebenen Bio-Krise als sehr gering ein und verweisen auf technische Grenzen der Laborautomatisierung. Warum dann also die Panikmache? Kritiker werfen dem Thinktank vor, Risiken teilweise zu überzeichnen, um Regulierungsdruck zu erzeugen, der Innovation hemmen könnte. Auch der aktuelle Bericht selbst räumt Unsicherheiten ein.
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Zecken als Biowaffe: Gefahr oder Panikmache?
5 Kommentare
wenn es so weitergeht,
werden die nächsten biowaffen die pesttoten sein, die man früher über die festungsmauern schleuderte.
Es darf laut und wirkungsvoll gelacht werden – danke, dass es hier ab und zu so abstruse Artikel gibt, dass man einfach nicht anders kann, als ohne Vorwarnung loszulachen – und dieses Lachen wirkt befreiend und erfrischend!
Mit irreführenden Begriffen wird die Bevölkerung systematisch an der Nase herumgeführt. Biowaffen werden nie als solche bezeichnet (s. Kommentar Zivilist), sondern man spricht dann über drei Ecken von Gain‑of‑Function‑Forschung, angeblich zur prophylaktischen Impfstoffentwicklung, falls eine natürliche Evolution von Viren stattfinden würde. Die gefährliche Sache wird sprachlich verpackt, damit sie harmlos wirkt.
Auch „KI“ wird nicht als das bezeichnet, was sie tatsächlich ist. Der Begriff KI ist ein sprachlicher Irrtum, ein surrealer Mythos, weil das, was er suggeriert, gar nicht existiert. Wir haben kein künstliches Gehirn gebaut, sondern statistische Musterautomaten, die nichts verstehen, nichts meinen und nichts erleben. Es gibt derzeit keine echte KI – wenn man unter „KI“ ein künstlich nachgebautes Gehirn oder ein künstliches Subjekt versteht. Denn genau das wäre die eigentliche Bedeutung des Begriffs: ein System mit Intentionalität, Bedeutungsverstehen und Bewusstsein.
Ich habe meinen Abschlusssatz vergessen, das mit der völlig verblödeten Menschheit. Die hält die „KI“-Maschine für klüger, als sie selbst. Das ist eine große Fortschrittsfalle: Menschen geben Verantwortung ab, obwohl die Maschine sie nicht tragen kann.
Selbstverständlich werden Bio Waffen nicht als solche bezeichnet, der Krieg mit ihnen wird auch nicht als solcher bezeichnet.
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