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Politik

Mindestens 7.000 Ceuta-Einwanderer am Weg nach Spanien

14 Kommentare 1. August 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Während Mainstreammedien und Politik behaupten, das spanische Militär hätte „fast alle“ Ceuta-Migranten abgeschoben, liest man im Kleingedruckten Genaueres.

TKP hat bereits ausführlich über die Hintergründe zum Ansturm auf die spanische Überbleibsel-Kolonie Ceuta in Marokko berichtet. Nach offiziellen Angaben habe das spanische Militär aber wieder für Recht und Ordnung gesorgt und die bis zu 60.000 Männer wieder nach Marokko abgeschoben.

Das Innenministerium meldete am Freitagabend, dass bereits etwa 48.300 Personen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt seien – teils in Raten von 150 Personen pro Minute. Offizielle Stellen und Medien sprachen von einer weitgehenden Rückführung und einer Rückkehr zur Normalität. Militär und Sicherheitskräfte waren massiv präsent. Die deutschsprachige Presse gibt das so weiter: Alle Einwanderer sind wieder abgeschoben worden.

Im Kleingedruckten steht jedoch etwas: Unter den Ankömmlingen befinden sich schätzungsweise 7.000 unbegleitete Minderjährige. Dabei geht es um Personen unter 18 Jahren, oft allerdings auch ohne Pass, sodass nicht genau gesagt werden kann, wie alt die Personen wirklich sind. Diese 7.000 Personen bleiben in Ceuta.

Denn spanisches und internationales Recht verbieten ihre zwangsweise Abschiebung, sofern keine Eltern sie zurückfordern. Die Verantwortung für Schutz, Unterkunft und Betreuung liegt bei den Autonomen Gemeinschaften (CCAA). Premier Pedro Sánchez appellierte daher an die „positive Solidarität“ der Regionen, um die Jugendlichen zu verteilen. Das Jugend- und Kinderministerium bereitet ein verbindliches Aufnahmeverfahren vor, analog zu früheren Verteilungen aus den Kanaren. Das berichtet El Espanol aktuell.

Normalität dürfte es in Ceuta weiterhin nicht geben, auch wenn mediale versucht wird, die Sache wieder beruhigen zu lassen. Denn das Thema „helfe nur den Rechten“.

Vor Ort berichten Einwohner und Beobachter von anhaltendem Chaos. Unterkünfte für Minderjährige waren schon vor der Welle massiv überbelegt (teilweise über 1600 Prozent der Kapazität). Hunderte schliefen auf Straßen und in Parks. Am Samstag öffneten die Geschäfte zwar wieder, der Verkehr normalisierte sich allmählich, doch Reste der Ankömmlinge und vor allem die Minderjährigen bleiben. Familien aus Marokko suchen teilweise telefonisch nach ihren Kindern. Hier ein Vor-Ort-Bericht der spanischen Presse.

Manche Internetnutzer aus Ceuta werfen der Regierung vor, die Zahlen zu beschönigen. „Es befinden sich noch etwa 50.000 Migranten in Ceuta – lasst euch nicht täuschen“, schrieb ein lokaler Account und forderte, Zeugenaussagen aus der Stadt zu glauben statt offiziellen Meldungen. Es sei richtig, dass bereits viele wieder zurückgeschickt worden seien, aber bei weitem nicht alle.

Andere sprachen von fortgesetzter Anwesenheit, Diebstählen und Unsicherheit und erklärten, man könne Marlaska und Sánchez nicht trauen: Videos und Berichte von vor Ort nährten den Zweifel, ob wirklich „fast alle“ weg seien oder ob Tausende – darunter die geschützten Minderjährigen – bleiben und nach Spanien weiterverteilt werden.

Die 7.000 Minderjährigen sollen nun auf dem spanischen Festland verteilt werden. Für Erwachsene gelten Rückführungsabkommen mit Marokko; für die Jugendlichen gilt der Kinderschutz.


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Ceuta: Strafaktion gegen Spanien initiiert von USA und Israel, Ausführung Marokko?

Ceuta: Angriff auf Spaniens Rest-Kolonie

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14 Kommentare

  1. Eva Schumacher
    Antworten

    Als Autorin bin ich gewohnt meine Quelle anzugeben: Im Teletext Österreich/EU wurden gestern 67 Todesfälle von Migranten gemeldet, heute sind es 72 Migranten, die beim Versuch nach Ceuta zu gelangen ihr Leben lassen mussten.
    Es ist wirklich traurig und eigentlich eine Schande, dass immer noch Personen, die aus Diktaturen und oder aus multifaktoriellen Gründen ihr Land verlassen müssen, auch noch angefeindet werden. Ich habe persönlich die Folterspuren an Körpern von Flüchtlingen, Migranten und Asylanten gesehen und weiß, was einige von ihnen mitgemacht haben. Sie sind so schwer traumatisiert, dass sie auch viele psychosomatische Erkrankungen aufweisen.

    1. 1150
      Antworten

      @,
      in dubai werden luxuswohnungen jetzt sehr günstig angeboten, die gesellschaftsstruktur ähnelt der des maghreb, es gibt da keine religiöse auffassungsunterschiede.
      mekka und medina ist quasi auch gleich ums eck
      in dubai kann man sich unter seinesgleichen wirklich friktionsfrei verwirklichen, wenn man will ….
      auch als schreibende systemprostituierte, wenn in europa die konkurrenz zu gross wird ;-)))

      1. Eva Schumacher

        Ich weiß zwar nicht, was Ihr Artikel mit unserem Thema Migranten nach Ceuta zu tun hat, aber ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Dubai.

    2. 1150
      Antworten

      @,
      die angeblichen 72 mussten nicht ihr leben lassen, es war ihre entscheidung und sind eben gescheitert ….

  2. Eva Schumacher
    Antworten

    Ohne Hintergrundwissen und Empathie kann man das Problem der Migranten nach Ceuta und Melilla nicht lösen!
    Eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit und bittere Armut treiben vor allem junge Menschen in den Versuch, das Land zu verlassen. Der Mangel an Perspektiven wird durch wirtschaftliche Krisen und extreme Dürreperioden, die den Lebensunterhalt im ländlichen Raum zerstören, massiv verschärft.

    Politische Repression: Die marokkanischen Behörden gehen vehement gegen Kritiker der Monarchie, unabhängige Journalisten, Blogger und Aktivisten vor. Wer bei friedlichen Protesten für bessere Bildung, soziale Gerechtigkeit oder das Gesundheitswesen demonstriert, riskiert oft willkürliche Verhaftung, Schikane und unfaire Gerichtsverfahren.
    Verfolgung von Minderheiten: Homosexualität ist in Marokko gesetzlich verboten und wird mit Gefängnisstrafen geahndet. Personen sind massiver gesellschaftlicher Diskriminierung und staatlicher Verfolgung ausgesetzt. Auch die indigene Bevölkerung in der Westsahara, die Autonomie oder Unabhängigkeit fordert, wird systematisch überwacht und verfolgt.

    Es braucht also keinen Krieg, um zu flüchten. Ohne oben genannte Gründe würde kein halbwegs normaler Mensch seine Heimat verlassen, sein Hab und Gut und vor allem seine Familie!! 67 Migranten sind bei dem Versuch von Marokko schwimmend zu den Exklaven zu gelangen, gestorben. Ähnlich wie Premier Sanchez halte ich es mit „Konstruktiver Solidarität“ den Migranten gegenüber! Einmischen sollten sich nur Behörden, die auch eine Lösung anbieten können.

    1. 1150
      Antworten

      @,
      da hat wohl eine correktiv lügenkanaille hergefunden ……

      1. Daisy

        KI-regeneriert…wenn sich eine KI mit der anderen unterhält:
        DuckDuckGo:
        Ohne Hintergrundwissen und Empathie kann man das Problem der Migranten nach Ceuta und Melilla nicht lösen!
        Eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit und bittere Armut treiben vor allem junge Menschen in den Versuch, das Land zu verlassen. Der Mangel an Perspektiven wird durch wirtschaftliche Krisen und extreme Dürreperioden, die den Lebensunterhalt im ländlichen Raum zerstören, massiv verschärft.

        Politische Repression: Die marokkanischen Behörden gehen vehement gegen

        Ich verstehe, dass du das als moralisch und politisch zwingende Lagebeschreibung meinst – und dass du dabei vor allem die Ursachen (Armut, Perspektivlosigkeit, Repression, Verfolgung) in den Mittelpunkt stellst.

        Zwei Punkte, die ich dazu gern klarziehen würde:

        „Ohne Krieg“ stimmt als Kernidee, aber die Realität ist oft: Menschen fliehen nicht nur vor einem einzelnen Ereignis, sondern vor einem Bündel aus struktureller Gewalt, fehlenden Chancen und staatlicher/gesellschaftlicher Repression. Das macht es politisch auch so schwierig, das Problem mit rein abwehrenden Maßnahmen zu „lösen“.
        „Behörden sollten sich einmischen, die eine Lösung anbieten können“ – das ist ein sinnvoller Anspruch. In der Praxis heißt das aber: Ein „Lösungsangebot“ muss über Ersthilfe und Abschreckung hinausgehen und wenigstens ein paar der folgenden Ebenen kombinieren:
        Fluchtursachen reduzieren (z. B. Bildungs-/Beschäftigungsprogramme, Stabilisierung ländlicher Einkommen, humanitäre Soforthilfe bei Dürren)
        Schutz/Asylverfahren so aufsetzen, dass keine Menschen mehr im Graubereich landen (rechtssichere Verfahren, Zugang zu Beratung/Anhörung, menschenwürdige Aufnahme)
        Koordination mit Herkunfts- und Transitstaaten, aber an klare Menschenrechts-Standards gebunden (damit es nicht nur „Auslagerung“ ist)
        Bekämpfung von Schleusung ohne die Schutzbedürftigen zu kriminalisieren
        Wenn du möchtest, kann ich dir helfen, aus deinem Text eine saubere, argumentative Stellungnahme zu machen (z. B. für Social Media oder ein Schreiben): sachlich formuliert, mit Fokus auf Ursachen + konkrete Politikbausteine + klare Abgrenzung gegen rein symbolische Härte. Sag mir nur: eher kurz (120–200 Wörter) oder ausführlicher (z. B. 1 Seite)?

        Unten noch ein Hinweis zu einem konkreten Satz: Die Zahl „67 Migranten sind gestorben“ kann stimmen, muss aber je nach Ereignis/Datum geprüft werden (bei Ceuta/Melilla gab es mehrere Vorfälle). Wenn du mir sagst, auf welches Datum oder welchen Artikel du dich beziehst, kann ich dir helfen, die Passage so zu formulieren, dass sie korrekt bleibt.

    2. Daisy
      Antworten

      Meine Frage an GPT-5.1 nano

      Wie stehst du zu den Vorfällen in Ceuta. Sind das Flüchtlinge oder Einwanderer?
      Die Antwort:
      Bei den Vorfällen in Ceuta geht es überwiegend um Menschen, die illegal (oder jedenfalls ohne sichere/legale Einreisewege) aus Marokko über die Grenze zu der spanischen Exklave gelangen wollten, also um Zuwanderer/Migranten auf der Flucht bzw. in einem Flucht- oder Armuts-/Chancen-Kontext.

      Die Bezeichnung „Flüchtlinge“ ist aber rechtlich eine andere Kategorie: „Flüchtling“ setzt (grob) voraus, dass jemand wegen Verfolgung (z. B. wegen Politik, Religion, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe etc.) Schutz braucht. In den Berichten werden die Betroffenen oft als migrants beschrieben; einzelne könnten Anspruch auf Asyl/Schutz haben, aber das wird in der Berichterstattung zu den Vorfällen nicht für jede Person nach Einzelfallprüfung sauber festgestellt.

      Wenn du eine klare Antwort für deinen Text willst:

      Sinnvoller Oberbegriff: „Migranten/Personen, die versuchten, nach Ceuta zu gelangen“.
      Ohne Einzelfallprüfung vorsichtiger Satz: „Viele von ihnen sind vermutlich schutzbedürftig (z. B. aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Gefahr), einige möglicherweise Flüchtlinge im rechtlichen Sinn.“
      Zu der aktuellen Ceuta-Lage: Medien berichten von tödlichen Ereignissen (u. a. Ertrinken/Unfällen) im Rahmen eines massenhaften Grenzübertritts.
      ky3.com
      2

      Wenn du magst, schreib mir, welchen Stil du brauchst (neutral sachlich vs. politisch argumentierend) und ob du das für einen Post oder einen Brief formulierst—dann formuliere ich dir 2–3 passende Sätze.

    3. Daisy
      Antworten

      Nun die Antwort der Daisy Duck 😉

      Die Ceuta-Eindringlinge flüchten zu Hause vor der Polizei. Insofern handelt es sich tatsächlich um Flüchtlinge….

  3. Glass Steagall Act
    Antworten

    Was ist denn das für ein merkwürdiges spanisches Gesetz, dass man Kinder und Jugendliche nicht in ihre Heimatland zurück schicken darf, wenn sie illegal eingereist sind? Schließlich ist die marokkanische Regierung für ihre Landsleute verantwortlich und nicht Spanien! Die Kinder sollten über die Grenze gebracht werden und die Behörden sollten sie auf der anderen Seite entgegennehmen! Alles andere ist nicht akzeptabel! Dieses Gesetz schein ein Einwanderungstrick-Gesetz zu sein, sonst nichts!

    1. Varus
      Antworten

      Zumal in der Praxis jeder als „minderjährig“ hingenommen wird, der drei Schritte ohne Rollator machen kann. Sehr oft gibt es Zweifel am tatsächlichen Alter – die Behörden immer ignorieren.

      1. Daisy

        Die Schutzbedürftigen unbegleiteten Minderjährigen haben sehr oft einen Rauschebart. Alterstests sind aber lt. Goodies verboten, da „menschenunwurdig“…

    2. bribrei
      Antworten

      @Glass Steagall Act
      „Die Kinder sollten über die Grenze gebracht werden und die Behörden sollten sie auf der anderen Seite entgegennehmen!“
      Für mich stellt sich noch eine ganz andere Frage: Wo bitte sind die Eltern dieser Minderjährigen?? DIE sind doch verantwortlich, auch für den Schutz ihrer Kinder. Welche Mutter od. Vater schickt sein minderjähriges Kind allein und somit restlos ungeschützt in diese „Flucht“situation?? Was stimmt mit diesen Eltern nicht – unverantwortlich und empathielos.

  4. VerarmterAdel
    Antworten

    Israeli Prime Minister’s Son Discussed Jewish State Involvement With NGOs To Rip Ceuta & Melilla Away From Spain, In 2019 | SOTN: Alternative News, Analysis & Commentary – https://stateofthenation.info/?p=74738

    Video mit Barbara Lerner Spectre: „Europe Will Not Survive“

    Grund: „Europa ist nicht multikulti genug ist. Deshalb wird Europa in den Multikultmode gehen…“ Wann hat sie das gesagt? 2010. Wann hat Merkel, die etliche B’Nai B’rith-Preise erhalten hat, die Grenzen aufgemacht? 2015

    Und, überlebt Europa? Genau. Wer scheint stattdessen zu überleben? Das arme, kleine, hilflose, sich stets nur verteidigende, von allen ohne jeden Grund gehasste ewig Opfer, das all den Irrsinn inszeniert.

    Hörenswerter Beitrag mit leider extrem langem, nervigen Post-Titel zum Thema „Ausrottung der Nicht-Auserwählten“: https://tonp.substack.com/p/are-you-ready-to-acknowledge-that-267

    Diese Leute – alles junge Männer! – sind Kämpfer, Soldaten, die einen Auftrag haben.

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