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Politik

Ließ Netanjahu den 7. Oktober doch bewusst zu?

16 Kommentare 10. September 2026 7 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Neuere Medienberichte, insbesondere von Haaretz, stärken den Verdacht, dass der Angriff des 7. Oktobers 2023 von der israelischen Regierung bewusst zugelassen worden war, und möglicherweise durch die Hannibal-Doktrin mit vollem Wissen um die Vielzahl der dadurch entstehenden zivilen israelischen Opfer sogar verstärkt worden war, um daraus eine Rechtfertigung für Völkermord, ethnische Säuberung und sogar Krieg gegen den Iran zu ziehen.

Ein neuer Bericht der Zeitung Haaretz, gestützt auf ein bevorstehendes Buch der Journalisten Shlomi Eldar und Ruth Yuval, rückt Benjamin Netanjahu erneut in den Mittelpunkt der Frage, wie der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 überhaupt möglich war. Der Bericht fügt sich in eine wachsende Reihe von Enthüllungen, Zeugenaussagen und Netanjahus eigenen späteren Äußerungen – eine Kette, die sich immer schwerer als reine Verkettung unglücklicher Zufälle abtun lässt.

Gewarnt, verschwiegen, genutzt: Was die Haaretz-Enthüllung über Netanjahu und den 7. Oktober zeigt

Laut Haaretz telefonierte der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan (MBZ), rund zehn Tage vor dem Massaker 45 Minuten lang mit Netanjahu und warnte ausdrücklich, der damalige Hamas-Chef Jihia Sinwar bereite eine große Operation gegen Israel vor. Netanjahu soll gelassen reagiert haben: Er gehe davon aus, dass sich Hamas auf das Westjordanland konzentriere, und versicherte, Israel sei auf jedes Szenario vorbereitet.

Entscheidend: Netanjahu gab diese Warnung nach Angaben von Haaretz nicht an die eigene Sicherheitsführung weiter. Sowohl der damalige Shin-Bet-Chef Ronen Bar als auch Generalstabschef Herzi Halevi erklärten gegenüber der Zeitung, von dem Anruf nichts gewusst zu haben.

Die Warnung selbst geht offenbar auf Sinwar zurück: Bereits im September 2023 soll er über einen palästinensischen Mittelsmann angekündigt haben, ein „zilzal“ („Erdbeben“) vorzubereiten – eine Nachricht, die über emiratische Berater bis zu MBZ und von dort zu Netanjahu gelangte. Parallel dazu berichtete der Sender Kan, auch der ägyptische Geheimdienstchef Abbas Kamel habe rund zehn Tage vor dem Angriff gewarnt, es stehe „etwas Ungewöhnliches, eine schreckliche Operation“ bevor – eine Warnung, die Netanjahu nach dem Massaker öffentlich bestritt.

Selbst am 1. Oktober 2023, sechs Tage vor dem Angriff, soll Ronen Bar erneut proaktive Schritte gegen die Hamas-Führung vorgeschlagen haben – laut Haaretz traf Netanjahu dazu keine Entscheidung.

Die Reaktion: Klage statt Aufklärung

Netanjahu nannte den Bericht umgehend „fabriziert“ und eine „absolute Lüge“ und kündigte an, Haaretz sowie die beiden Autoren wegen übler Nachrede zu verklagen, wie Al Jazeera berichtet. Die VAE selbst äußerten sich nicht zum Inhalt des angeblichen Telefonats. Oppositionsführer wie Naftali Bennett gingen deutlich weiter: Netanjahu trage „persönliche und direkte Verantwortung“ für die Toten des 7. Oktober und sei „keine Minute länger“ tragbar.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Der Bericht erscheint mitten im israelischen Wahlkampf vor den Knesset-Wahlen im Oktober, in dem Netanjahu laut Umfragen hinter seinem Herausforderer Gadi Eisenkot zurückliegt – ein Umstand, den Netanjahu selbst nutzt, um den Bericht als „politisch motiviert“ und Teil einer „Wahlkampagne der Linken“ abzutun, wie ebenfalls Al Jazeera festhält.

Die üblichen Berichte darüber schweigen eine Kette von Warnzeichen

Die MBZ-Warnung steht nicht isoliert. Aufklärerinnen der IDF, die an der Grenze zu Gaza stationiert waren, meldeten laut Aussagen vor einer zivilen Untersuchungskommission wochenlang verdächtige Aktivitäten – Meldungen, die nach eigener Aussage der Soldatinnen nicht ernst genommen wurden. 15 von ihnen kamen am 7. Oktober an ihrem Stützpunkt in Nahal Oz um, wie die Times of Israel dokumentiert.

Nur drei Tage vor dem Angriff, am 4. Oktober, fielen laut einem Bericht des Senders Channel 12 fast alle Militärposten entlang der Gaza-Grenze bei einer Routineinspektion durch – nur ein einziger Außenposten bestand die Prüfung, wie die Times of Israel berichtete.

Hinzu kommen Berichte, wonach zwei Kommandokompanien zwei Tage vor dem Angriff von der Gaza-Grenze ins Westjordanland verlegt wurden, wie der Sender Kan meldete (über Times of Israel). IDF-Sprecher Daniel Hagari bestritt damals, dass sich die reguläre Truppenstärke an der Grenze geändert habe, kündigte aber eine Untersuchung der Verlegungsentscheidung an. Ein israelisches Gericht kam im Februar 2026 anhand vorgelegter IDF-Dokumente zu dem Schluss, es seien keine Kräfte vom Süd- ins Zentralkommando verlegt worden, wie Israel National News schrieb – der Streit darüber, was in den Tagen vor dem 7. Oktober an der Grenze tatsächlich geschah, bleibt damit offiziell umstritten.

Noch weiter geht die öffentliche Aussage des Soldaten Shalom Shitrit vor einem Knesset-Ausschuss, wonach Patrouillen entlang der Grenze am Morgen des 7. Oktober zwischen 5:20 und 9:00 Uhr ausdrücklich eingestellt worden seien – eine Aussage, die vor allem von israelkritischen Medien wie The Canary aufgegriffen wurde, von etablierten Medien bislang aber kaum untersucht und nicht unabhängig verifiziert ist. Sie sollte daher als offene, klärungsbedürftige Behauptung behandelt werden – nicht als erwiesene Tatsache. Dennoch fügt sie sich in ein Muster, in dem fast jede neue Einzelmeldung in dieselbe Richtung weist.

Fragen drängen sich auf

Warum wurden mehrere, voneinander unabhängige Warnungen – aus den VAE, aus Ägypten, aus den eigenen Aufklärungseinheiten und offenbar sogar aus dem Umfeld Sinwars selbst – nie gebündelt und den zuständigen Sicherheitschefs vorgelegt?

Warum bestätigt Netanjahu bis heute keine unabhängige staatliche Untersuchungskommission, mehr als zwei Jahre nach dem Angriff?

Und warum reagiert ein Regierungschef, der von einer „absoluten Lüge“ spricht, mit einer Klage gegen Journalisten anstatt mit einer lückenlosen öffentlichen Rekonstruktion der Ereignisse – mitten im eigenen Wahlkampf?

Und warum werden jetzt erst Fragen gestellt, obwohl ein großer Teil der Fakten fast unmittelbar nach oder während den Vorgängen nach dem 7. Oktober bekannt waren, wie man in der Chronologie der Ereignisse nachlesen kann?

Und dann die folgenden Kriege, logische Kopie von 9/11?

Was in der aktuellen Debatte um Warnungen und Vertuschung meist ausgeblendet bleibt, ist die Frage, wozu der 7. Oktober im Nachhinein genutzt wurde. Netanjahu selbst hat den Angriff wiederholt als Auslöser einer „beispiellosen Gelegenheit“ beschrieben, seinen seit Jahrzehnten verfolgten Plan eines direkten Kriegs gegen den Iran umzusetzen – ein Ziel, das er laut 20 Minuten über Jahre gegen Widerstände im eigenen Kabinett und Geheimdienstapparat nicht durchsetzen konnte.

Bereits kurz nach dem Angriff wies ein Kommentar bei Al Jazeera darauf hin, dass Netanjahu damit sowohl politisch als auch persönlich profitiert: Ein länger andauernder regionaler Konflikt verschiebt nicht nur die Aufarbeitung des eigenen Versagens vor dem 7. Oktober, sondern hält auch seine laufenden Korruptionsverfahren auf unbestimmte Zeit in der Schwebe. Kommentatoren von taz bis zur World Socialist Web Site gehen noch weiter und sehen im 7. Oktober den genutzten Vorwand für längst vorbereitete Pläne – die dauerhafte Wiederbesetzung Gazas, den Siedlungsbau dort und eine Neuordnung der gesamten Region.

Diese Häufung – ein vorab gewarnter Regierungschef, der die Warnung nicht weiterleitet, eine Grenze, die in den Tagen davor sichtbar schlechter geschützt war als sonst, und ein Angriff, der anschließend selbst zum Sprungbrett für lange gehegte Kriegsziele erklärt wird – beweist keine gezielte Absicht. Sie belegt aber, dass die Erzählung vom reinen „Geheimdienstversagen“ mit jeder neuen Enthüllung brüchiger wird – und dass Netanjahus bevorzugte Antwort darauf bislang nicht Aufklärung, sondern Klage und Dementi ist.

Bild: Screenshot von Bericht über die Vorgänge als Video

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16 Kommentare

  1. 1150
    Antworten

    @jochen mitschka,
    ein muslimischer, geistlicher führer hat sehr wohl einen grossen politischen einfluss
    und sie sollten die vita eines al -husseini sehr wohl kennen, schliesslich wurde er auch wegen kriegsverbrechen festgenommen und konnte nach ägypten flüchten, von wo aus er den palästinakrieg von 1948 mitverantwortete
    schon sein vater forderte 1899, juden in palästina mindestens physisch anzugreifen und zu vertreiben
    wie gesagt, keiner bleibt dem anderen etwas schuldig.
    wogegen ich mich verwehre, ist der massenimport dieser inkompatiblen, parasitären horden nach europa und ihre gefördete, invasive ausbreitung wie ein krebsgeschwür
    als abschluss, nennen sie mir den unterschied zwischen islamisten und zionisten

  2. Daisy
    Antworten

    Ich vermutete sogleich, äh, dass er das sogar bestellt hat…aber wie gesagt, nur ne Vermutung. Die Hamas ist unterlaufen, munkelt das Netz und der Typ brauchte dringend einen Grund für eine „Vergeltung“. Es ist nicht vorstellbar, dass dieser „Grenzübertritt“ dem Mossad verborgen blieb…

    1. 1150
      Antworten

      @,
      die hamas war ursprünglich eine installation des mossad, als gegenstück zur hisbollah,
      um strömungen in der arabischen bevölkerung rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu kanalisieren.
      mittlerweile scheinen ihnen die zügel entglitten zu sein oder vielleicht auch nicht,
      wir jedenfalls, werden es bestimmt nicht erfahren.

  3. rudifluegl
    Antworten

    “ bewusst zugelassen worden war,“
    Ich kann mir diesen nur, wenn ich irgendetwas menschliches an dem herauskratzen soll, vor dem Grab des Bruders kniend vorstellen und vor sich hinbrütend, die Formel wiederholend „Hoffentlich warnt mich keiner, hoffentlich warnt mich keiner……….,. „“““

  4. 1150
    Antworten

    der beste geheimdienst der welt wollte da wenigstens einmal nicht so gut wie immer sein.
    die üblichen verschwörungstheorieköche hatten schon keine woche danach,
    dem lieben bibi kenntnisse um die kommenden ereignisse des 7. oktober unterstellt.
    er bezeichnete bei corinna israel als das grösste freiluftlabor der welt
    ja, die verschwörungstheorien haben immer kürzere laufzeiten …..

  5. alter Mann
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    Meines Kenntnisstandes war es eine geplante Aktion. Es geht nicht nur um das sogenannte Großirsael. Mal ein Blick auf die vielen israelischen Projektgedanken bezüglich Rohstoffen, Wasser (auch Schifffahrtsweg) usw. werfen. Nun noch einen Blick auf die Entstehung / Geschichte der vielen sogenannten Terrororganisationenin in diesen Gebieten aber auch auf der netten Erde. Als internationale Firma haben / hatten wir Niederlassungen und mußten / müssen die Anlagen persönlich vor Ort in den gesamten betroffenen Ländern / Gebieten technisch betreuen. Von da meine Hindergrundinformationen. Ach ja, Israel und wie die „Spieler“ lauten, sind auch nur „Angestellte“ der Geldgeber / perspektivischen Profituere, was hier aber bissel zu weit geht.

  6. cwsuisse
    Antworten

    Netanjahu ist ein Kriegsverbrecher der sich ein Denkmal aus 100.000 palästinensischen Leichen errichtet hat, da erscheint die Diskussion von Details beinah schon entbehrlich.

    1. Varus
      Antworten

      Das nicht – die verbreitete Narration ist, die Ereignisse des 7. Oktober würden absolut alles rechtfertigen. Eine Frage, ob es wirklich so sein kann – dazu kommt aber, dass Herr Mileikowski diese Ereignisse wissend zugelassen hat, um einen Vorwand für seinen totalen Krieg (diese Formulierung seines Ministers zitierte TKP kürzlich) zu haben.

  7. Konrad Kugler
    Antworten

    Eine israelische Soldatin sagte damals, daß die Grenze nicht bewacht gewesen ist. Die Zionisten wollen ein „reines“, zionistisches Groß-Israel.

    1. Varus
      Antworten

      Was die wollen, dürfte schon länger bekannt sein – wann raufen sich bedrohte Länder der Umgebung zusammen, um die Bedrohung nachhaltig abzuwehren?

      Bei Gelegenheit – Voltairenet brachte am 01.09 einen Artikel von Thierry Meyssan über den Faszismus in Isr, Banderastan und Japan. Neulich wurde das Wrack des Schiffes „Altalena“ gefunden – versunken 1948 in einem Fast-Bürgerkrieg zwischen den „Revisionistischen Zionisten“ und den anderen Zionisten. Dennoch haben die sich irgendwie geeinigt, um gemeinsam Araber zu meucheln.

      1. 1150

        ach ja, die armen araber
        da haben sie mithilfe von lawrence von arabien mit den engländern im wk I gegen das osmanische reich gepackelt und sind böse eingefahren.
        der grossmufti von jerusalem war alimentierte gast bis 1945 des auswärtigen amtes
        und hat zur wannseekonferenz konkrete impulse für die endlösung gegeben haben.
        er unterstütze auch tatkräftig die bildung zweier freiwilliger muslimischer ss-divisionen am balkan z.b.v., der arabischen legion, den sonderververbänden 287 und 288 der wehrmacht, verbände in aserbeidschen, armenien, georgien, kaukasien, etc.

      2. Varus

        @“… der grossmufti von jerusalem war alimentierte gast bis 1945 des auswärtigen amtes
        und hat zur wannseekonferenz konkrete impulse für die endlösung gegeben haben. …“

        Es ist schon grotesk, im Land der primären Täter zu motzen, dass irgend ein Mufti diese Täterschaft unterstützt hat. Inwiefern sollte das alles die aktuelle Eroberungsagenda des Herrn Mileikowski samt Komplizen rechtfertigen?

      3. 1150

        wer frei von schuld ist werfe den ersten stein, oder?
        als ausgewiesener pole sollten sie sich an kielce vom 4.juli 1946 erinnern ….

      4. 1150

        allerdings, es gab auch
        zwischen 1946 und 1948 auch in rumänien, tschoslowakei und jugoslawien progrome gegen juden

      5. Varus

        Auch weiteres wirres Geschimpfe kann Herrn Mileikowski samt Komplizen nicht die Bohne entlasten.
        Die einzige Frage kann nur sein – wer, wann und wie mag diese t@dliche Kabale endlich stoppen?

      6. Jochen Mitschka

        @1150 …

        Die Behauptung, der Großmufti von Jerusalem habe Adolf Hitler zum Holocaust angestiftet, ist historisch eindeutig widerlegt. Bei dieser These handelt es sich um einen bekannten geschichtspolitischen Mythos, der vor allem im Jahr 2015 durch eine Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu weltweit für Aufsehen und schwere Kritik von Historikern sorgte.

        Der historische Kern und das Treffen von 1941

        Die These stützt sich lose auf das dokumentierte Treffen zwischen dem Großmufti Amin al-Husseini und Adolf Hitler am 28. November 1941 in Berlin.

        • Netanjahus Behauptung: Netanjahu behauptete damals öffentlich, Hitler habe die Juden zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur vertreiben wollen. Erst al-Husseini habe eingewendet, dass die Juden dann alle nach Palästina kämen, und auf Hitlers Frage, was er stattdessen tun solle, geantwortet: „Verbrenne sie.“
        • Die historischen Protokolle: Die offiziellen Aufzeichnungen dieses Treffens existieren und zeigen ein völlig anderes Bild. Al-Husseini bat Hitler um eine Garantie für die arabische Unabhängigkeit und Unterstützung gegen eine jüdische Heimstätte in Palästina. Hitler lehnte offizielle Zusagen ab, betonte aber, dass Deutschland den „kompromisslosen Kampf gegen die Juden“ weltweit führe. Er kündigte an, das jüdische Leben im arabischen Raum zu vernichten, sobald deutsche Truppen den Kaukasus überschritten hätten.

        Warum die „Handlanger-Theorie“ falsch ist

        Renommierte zeithistorische Institutionen wie die Gedenkstätte Yad Vashem betonen, dass der Großmufti keinerlei nennenswerten Einfluss auf die nationalsozialistische Vernichtungspolitik hatte:

        1. Der Holocaust war längst im Gange: Als sich die beiden im November 1941 trafen, lief die systematische Massenvernichtung bereits auf Hochtouren. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 hatten die SS-Einsatzgruppen zu diesem Zeitpunkt bereits Hunderttausende jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen. Auch die Planungen für die Vernichtungslager im besetzten Polen waren längst angelaufen. [
        2. Ideologische Wurzeln der Nazis: Die rassenideologische Absicht, die europäischen Juden physisch zu vernichten, stammte originär aus dem inneren Kern des NS-Regimes und Hitlers eigenem Antisemitismus, den er bereits Jahrzehnte zuvor (u. a. in Mein Kampf) formuliert hatte. Hitler benötigte keinen externen Einflüsterer.
        3. Machtasymmetrie: Al-Husseini war aus Sicht der Nationalsozialisten ein nützliches Werkzeug für die Auslandspropaganda und die Rekrutierung muslimischer SS-Einheiten auf dem Balkan, aber politisch ein Bittsteller ohne jede Weisungsbefugnis gegenüber der NS-Führung.

        Dagegen wurde die Zusammenarbeit der Nazis mit Zionisten bei der Vertreibung von Juden aus Deutschland im Rahmen des Havaara-Äabkommens erst nach Deutschlands Beginn des Krieges gegen Polen beendet. Und die Abwicklung endete erst 1941. Sowohl die Nazis, als auch Zionisten sahen Juden irrigerweise als Ethnie an, während die Mehrheit der deutschen Juden als Religion empfanden. Das führte zur Verachtung der Zionisten für Juden, die sich nicht als Nationalisten geben wollten. Noch heute wird in wichtigen Vorbereitungskurse der IDF gelehrt, dass Hitler gar nicht so falsch lag. Glaubst du nicht? Dann schau hier: Sorry, ausnahmsweise Videos, nicht nachmachen!
        https://youtu.be/MuLYtdeM3W4
        Man könnte noch viel mehr darüber erzählen.

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