
Die große Erdöl-Lüge Teil 2: Die abiogene Theorie – Beweise, Experimente, Feldevidenz
Im ersten Teil ging es um die herrschende Lehre der Entstehung von Erdöl und Erdgas aus biologischen Fossilien. Im Teil 2 beleuchten wir nun die immer stärker werdenden Beweise für die abiogene Entstehung. vor allem in Nature sind in jüngster Zeit eine Reihe von neuen Studien dazu erschienen.
Der Kern der Theorie
Die abiogene Theorie besagt: Kohlenwasserstoffe sind primordialen (ursprünglichen) Ursprungs. Sie entstehen in großen Tiefen des Erdmantels unter hohen Drücken und Temperaturen durch anorganische chemische Prozesse und migrieren durch tiefe Störungszonen in die Erdkruste.
Die Theorie wurde über Jahrzehnte vor allem in Russland und der Ukraine entwickelt — von Wissenschaftlern wie Kudryavtsev, Porfir’ev und Krayushkin. Im Westen wurde sie besonders durch Thomas Gold von der Cornell University bekannt, der 1992 in den Proceedings of the National Academy of Sciences seine bahnbrechende Arbeit „The Deep, Hot Biosphere“ veröffentlichte. Bekannt ist sein Buch, das auf Deutsch hier erhältlich ist: Die Biosphäre der heißen Tiefe und der Mythos der fossilen Energieträger
Die experimentellen Beweise
Anders als oft behauptet, gibt es umfangreiche experimentelle Bestätigungen für die abiogene Synthese. Hier die wichtigsten Meilensteine:
Kenney et al. (2002, PNAS): Unter Mantelbedingungen (30–50 kbar, bis 1500 °C) wurde aus rein anorganischen Ausgangsstoffen — FeO, CaCO₃ und H₂O — eine komplette n-Alkan-Serie synthetisiert, inklusive flüssiger Kohlenwasserstoffe. Das ist die direkte experimentelle Reproduktion von Erdöl.
Scott et al. (2004, PNAS): Das Carnegie Institution-Team bestätigte die Methanogenese aus Karbonat-Reduktion bei 5–11 GPa und 500–1500 °C — mit In-situ-Beobachtung in der Diamantstempelzelle.
Kolesnikov, Kutcherov & Goncharov (2009, Nature Geoscience): Methan polymerisiert unter Mantelbedingungen zu Ethan, Propan und Butan — der „Methan-Pfad“ zu schwereren Kohlenwasserstoffen ist experimentell belegt.
Peña-Alvarez et al. (2021, Nature Communications): Der bislang spektakulärste Durchbruch. Diamant und Graphit reagieren mit reinem H₂ bereits bei 300 °C und 0,5 GPa zu Methan. Bei 500 °C+ entstehen Ethan und höhere Kohlenwasserstoffe. Kein Sauerstoff, kein Katalysator nötig. Kontrollexperimente mit Al₂O₃-Beschichtung und Deuterium schließen Kontamination aus.
Das Entscheidende: 300 °C und 0,5 GPa entsprechen nur 18 km Tiefe — obere Kruste, nicht mal oberer Mantel. Diese Bedingungen herrschen in jeder Subduktionszone. Überall dort, wo Graphit und H₂ koexistieren — und H₂-Unmischbarkeit in wässrigen Fluiden im Mantel ist seit Bali et al. (2013, Nature) nachgewiesen — entstehen abiotische Kohlenwasserstoffe. Das ist kein Randphänomen, das ist ein planetarer Standardprozess.
(Komplettes Quellenverzeichnis mit Links am Ende des Artikels.)
Die geologischen Feldbeweise
1. Kohlenwasserstoffe in Mantel-Xenolithen
In Mantel-Xenolithen — Gesteinsbrocken, die aus dem Erdmantel an die Oberfläche transportiert wurden — finden sich primäre Flüssigkeitseinschlüsse mit flüssigen Kohlenwasserstoffen. Diese Einschlüsse wurden unter Mantelbedingungen eingeschlossen. Dorthin ist niemals organisches Material gelangt.
2. Abiotisches Methan in präkambrischen Schilden
In den präkambrischen Schilden Kanadas (Kidd Creek) und Südafrikas (Witwatersrand) wurden Kohlenwasserstoffgase mit eindeutig abiogenen Isotopensignaturen gefunden — in Grundwässern mit Aufenthaltszeiten von 10–25 Millionen Jahren, die keinerlei Kontakt zur Biosphäre hatten.
3. Der ¹³C-¹³C-Clumping-Beweis (2022)
Die Arbeit von Taguchi et al. (2022, Nature Communications) lieferte einen methodischen Meilenstein: Die Δ¹³C¹³C-Clumping-Analyse von Ethan unterscheidet mechanistisch zwischen abiogener und thermogener Herkunft:
-
Thermogenes Ethan: Positives Δ¹³C¹³C (+0,2 bis +1,0‰) — durch C-C-Bindungsspaltung in organischen Vorläufern
-
Abiogenes Ethan: Negatives Δ¹³C¹³C (−0,3 bis −0,52‰) — durch Anti-Clumping bei CH₃-Radikal-Rekombination
Kidd Creek und das Dingo Gas Field (Australien) zeigen exakt die gleiche negative Signatur wie im Labor synthetisiertes abiogenes Ethan. Das ist kein „passt zu“, das ist ein positiver Identitätsnachweis.
4. Unmischbare H₂O–CH₄-Fluide in Subduktionszonen (2024)
Zhang et al. (2024, Communications Chemistry) dokumentierten in Eklogiten des chinesischen Tianshan-Gebirges zwei koexistierende Fluidtypen in denselben Wirtsmineralen:
-
Typ 1: H₂O-reich mit CH₄-Blasen
-
Typ 2: Reines CH₄-Gas, kein nachweisbares H₂O
Unter Bedingungen von 1,8–2,1 GPa und 480–590 °C — mitten in der Subduktionszone. Die δ¹³C-Werte des Methans (−29,7‰ bis −30,2‰) sind konsistent mit abiogenem Ursprung. Drei konkrete petrographische Reaktionspfade wurden identifiziert:
Graphit+Lawsonit/Chlorit/Aktinolith→Calcit+Epidot+CH4+H2O
Das sind keine Modelle — das sind direkt beobachtete Mineralreaktionen in natürlichen Gesteinen.
5. CH₄-getriebene Brekziierung und Erdbeben (2023)
Am Lanzo-Massiv in den italienischen Alpen wiesen Giuntoli, Vitale Brovarone & Menegon (2023, Nature Communications) nach, dass CH₄-H₂-reiche Fluide supralithostatischen Porendruck aufbauten und das Wirtsgestein bei 1–2 GPa sprengten. Mechanische Zwillinge im Omphazit belegen differentielle Spannungen von mehreren hundert MPa — konsistent mit seismischer Bruchauslösung.
Abiogenes Methan ist also nicht nur passiv vorhanden — es beeinflusst aktiv die Mechanik von Subduktionszonen.
6. Der Oman-Ophiolith: Aktive abiogene Produktion (2025)
Nothaft et al. (2025, Scientific Reports) wiesen im Samail-Ophiolith (Oman) CH₄ mit F¹⁴C-Werten von 0,0497 bis 0,304 nach. Das bedeutet: Bis zu 30% des Methans stammen aus atmosphärischem CO₂ der letzten 10.000 Jahre — der Rest ist ¹⁴C-frei und abiogen. Die Alkan-Verteilung (C₁–C₆) folgt der Anderson-Schulz-Flory-Verteilung, charakteristisch für Fischer-Tropsch-Synthese. Ethan und Propan sind stark ¹³C-angereichert und haben keine bekannte mikrobielle Quelle.
Die praktische Validierung: Exploration nach abiogener Theorie
Der härteste Test einer wissenschaftlichen Theorie ist ihre Vorhersagekraft. Die abiogene Theorie hat diesen Test bestanden:
-
Dnieper-Donets-Becken (Ukraine): 57% Erfolgsquote, über 50 Öl- und Gasfelder im kristallinen Grundgebirge entdeckt — in einem Gebiet, das nach biogenen Kriterien als hoffnungslos galt
-
Vietnamesisches Schelf (White Tiger Field): Riesiges Ölfeld im granitischen Grundgebirge — produziert seit 1988, über 200 Millionen Tonnen Öl gefördert. Nach biogener Theorie hätte dort nie gesucht werden dürfen
-
Russische Tiefbohrungen: Die Sowjetunion bohrte systematisch tiefer als der Westen — und fand Kohlenwasserstoffe in Tiefen und Gesteinen, die biogen nicht erklärbar sind
Die Beweislage im direkten Vergleich
| Kriterium | Biogene Theorie | Abiogene Theorie |
|---|---|---|
| Experimentelle Reproduktion | Nie gelungen — kein Labor hat aus Algen Erdöl gemacht | Mehrfach reproduziert: Kenney (2002), Scott (2004), Kolesnikov (2009), Peña-Alvarez (2021) |
| Thermodynamische Konsistenz | Verletzt 2. Hauptsatz bei Krustenbedingungen | Thermodynamisch konsistent — Synthese bei Mantelbedingungen begünstigt |
| Öl im kristallinen Grundgebirge | Keine Erklärung | Zwanglose Erklärung durch Tiefenmigration |
| Nachfüllungs-Phänomene | Keine Erklärung | Erklärt durch kontinuierliche Mantelzufuhr |
| Kohlenwasserstoffe in Mantel-Xenolithen | Keine Erklärung | Direkter Beweis für Mantel-Herkunft |
| Isotopen-Diagnostik | Korrelativ, oft mehrdeutig | Δ¹³C¹³C-Clumping: mechanistischer Positivnachweis |
| Erfolgreiche Exploration | Nur in Sedimentbecken (wo man sucht) | 57% Erfolgsquote in Nicht-Sedimentbecken |
| Unmischbare CH₄-Fluide | Kein Modell | Direkt beobachtet in Eklogiten (Tianshan, 2024) |
Das wahrscheinlichste Modell
Die Gesamtheit der Evidenz — experimentell, feldgeologisch, isotopenchemisch, thermodynamisch — schließt biogene Entstehung nicht endgültig aus, aber abiogener Dominanz ist immer stärker durch Studien belegt:
-
Primordiale Kohlenwasserstoffe entstehen kontinuierlich im Erdmantel durch Reaktionen von H₂ mit Graphit, Diamant und Karbonaten — ein fortlaufender geologischer Prozess, kein einmaliges Ereignis vor Jahrmillionen
-
Vertikale Migration entlang tiefer Krustenstörungen transportiert diese Fluide in die obere Kruste, wo sie in allen Gesteinstypen — sedimentär, kristallin, vulkanisch — Fallenstrukturen füllen
-
Mikrobielle Überprägung in der Lagerstätte fügt biologische Moleküle hinzu und verändert Isotopensignaturen — was den falschen Eindruck einer rein biogenen Herkunft erweckt
-
Thermogene Beiträge aus subduziertem organischem Material existieren, sind aber eine sekundäre, lokale Komponente, die den primordialen Fluss überlagert
-
Die abiogene Komponente ist erneuerbar im geologischen Sinne — solange Mantelkonvektion und Plattentektonik H₂ und Kohlenstoff in Kontakt bringen, produziert die Erde Kohlenwasserstoffe
Thomas Gold brachte es 1985 auf den Punkt:
„Wenn Kohlenwasserstoff-Fluide über geologische Zeiträume durch die Kruste aufgestiegen sind und für die gewaltigen Mengen an Oberflächenkohlenstoff in allen Karbonatgesteinen verantwortlich waren, dann muss die Erde Mengen dieser Fluide enthalten haben — und vermutlich immer noch enthalten — die viele Größenordnungen über den Mengen in allen bekannten Öl- und Gasfeldern liegen.“
Die politische Komponente
Jedenfalls wird der Begriffe der „fossilen“ Brennstoffe auch politisch genützt, indem „fossil“ dem Behauptung der „erneuerbaren“ Energie entgegengesetzt wird, also alt versus neu. Nur – Energie ist nicht erneuerbar, so die Thermodynamik und die Erhaltungsgesetze der Physik.
Die Erde ist kein ausblutender fossiler Patient. Sie produziert kontinuierlich Kohlenwasserstoffe in Tiefen, die wir kaum zu erkunden begonnen haben. Dass die westliche Erdölgeologie diese Perspektive jahrzehntelang als „widerlegt“ abtat, während die russische Schule sie erfolgreich zur Exploration einsetzte, ist kein wissenschaftliches Urteil — es ist Institutionspolitik.
„Peak Oil“ war wohl nie mehr als ein Instrument zur Preissteuerung. Die abiogene Theorie sagt: Die Erde hat mehr Kohlenwasserstoffe, als wir je verbrauchen könnten. Wir müssen nur lernen, sie zu finden.
Hier geht es zum Teil 1: Fossile Brennstoffe? Die biogene Theorie wissenschaftlich am Ende – Teil 1
Quellenverzeichnisse Erdöl-Lüge Teil 1 und 2
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Was mich wundert, ist, daß es immer nur um Erdöl und Erdgas geht, Thomas Gold schließt auch die Entstehung von Kohle ein !
Man kann ja in die eine oder andere Richtung Beweise und Spekulation vorlegen, aber das Kohlenstoffäquivalent von 21% Sauerstoff in der Atmosphäre muss irgendwohin verschwunden sein. Soweit mir bekannt ist, ist dieser Kohlenstoff nicht abiogen verschwunden. Wenn ein Kronzeuge der abiogenen Erdölsynthese gleich am Anfang des Artikels CaCO3 als Reaktionspartner für eine abiogene Synthese aufführt, empfehle ich diesem eine Urlaubsreise z.B. in die Dolomiten.
Aus „Übedrehte Klimaschrauber“
…
Hat man in Chemie nicht gepennt, ein Gedankenexperiment:
Den Klimaquatsch kann leicht verraten die Existenz von Carbonaten.
Gebirge die daraus bestehen, bekämen wir heut‘ nicht zu sehen,
wenn nicht in der Entstehungszeit stand viel mehr CO2 bereit.
So hat es einst Zeiten gegeben, da wimmelte nur so das Leben,
Schalen von Muscheln, Krebsen, Schnecken kann man im Kalkstein heut‘ entdecken.
Solch Leben ist heut unbekannt, weil CO2 im Kalk verschwand,
was man jedoch ganz sicher weiß, die Atmosphäre war nicht heiß.
Die war vielleicht ein bisschen wärmer, weshalb das Leben heut‘ ist ärmer,
denn auch im Laufe der Urzeit verschwand der Pflanzen Üppigkeit.
Die findet tief unter den Sohlen man noch als Stein- und braune Kohlen,
doch deren Bildung ist vorbei, den Pflanzen fehlt das CO2.
Denn das steckt ja auch in den Kohlen, etwas davon zurückzuholen,
ist jedoch strengstens verboten, wo an der Macht sind Vollidioten.
…
Klingt alles wesentlich glaubwürdiger, als die andere Story.
Zudem ja auch immer eine Zwischenstufe bestehen müsste, wäre es fossil, oder nicht?
Die müsste man ja auch irgendwo finden und erforschen können.
Es scheint so zu sein, dass diese Geschichte von denen erfunden wurde, die mit dem Schwindel der Knappheit wieder mehr Kontrolle, Macht und Geld sichern konnten und den Weg vorgegeben haben, der ihnen, aber nicht dem Rest hilft.
Nunja.. wie immer wenig überraschend, aber immerhin eine sehr gute Information für uns.
Peak-Oil sagt, das einfach zu förderne Öl wird zuerst ausgebeutet und dann erst Öl unter Eis, im Meer, durch Fracking oder durch die Konsistenz schwierig verflüssigbares, wie im Orinoco Gürtel. Das bedeutet, dass von der Produktivität, die das Öl in der modernen Wirtschaft leistet, ein wachsender Teil für die Ölförderung ausgegeben werden muss, seine Produktivität sinkt. Die Peak-Oil-Theorie leitet daraus einen ökonomischen Race-To-The-Bottom ab.
Wenn Dr. Meyer schreibt, „Wir müssen nur lernen, sie zu finden“, dann gibt er zu, dass die postulierten Ölmengen nicht bereits gefunden sind, das ist genau der Zustand den Peak-Oil beschreibt!
Die Frage, ob abiotisch oder fossil hat mit Peak-Oil nichts zu tun. Peak-Oil sagt, die mit heutigem technischen Wissen förderbaren Vorkommen gehen zurück, weil sie bereits ausgebeutet sind. Durch mehr Investitionen in das Aufsuchen neuer Vorkommen werden nicht mehr gefunden.
Es ist fantastisch, wenn die abiotische These zu neuen Blickwinkeln in der Exploration und Technik führt, aber wenn wir nicht einem ganz großen Hoax aufliegen – was man seit Corona nie ganz sicher wissen kann und was ein eigenes Diskussionsthema ist, nämlich dass Amtsträger das in sie gesetzte Vertrauen straflos missbrauchen dürfen -, dann gehen die förderbaren Vorkommen zurück, während die Nachfrage durch den asiatischen Tiger steigt. Dies führt an den Märkten zu einem Missverhältnis.
Milliarden für den Pipelinesprenger, Hormussperre und CO2-Abgabe sind verstärkende Themen, die aber das Grundprinzip nicht berühren: Fast alle kleineren vormaligen Ölexportländer, zB Nigeria, Indonesien, sind zu Netto-Importeuren geworden. Das wertet die Bedeutung der saudischen Halbinsel auf und führt zu Konflikten.
Wenn Erdöl abiotisch entsteht, so bedeutet dies NICHT, dass es auf magische Weise direkt in unsere Tankstellen rutschen wird. Es gibt einen technischen Prozess, welcher derzeit nicht in der Lage ist, die Nachfrage zu decken. Die abiotische These kann helfen, hier neue Technologien zu entwickeln, aber man müsste es tun, es passiert nicht von allein! Zu behaupten, dass das Öl bereits verfügbar sei, weil es abiotisch gebildet würde, ist einfach falsch! Die Vertreter dieser Behauptung bleiben den Nachweis schuldig und ersetzen ihn in der Debatte durch ad hominem-Argumente – seit 50 Jahren. Wenn Mengen von Öl irgendwo in der Erde schlummern, aber nicht in unserem Tank sind, dann gibt es eine Hürde, die überwunden werden muss. Wenn man das will, muss man sich für einen politischen Prozess einsetzen, der das ermöglicht.
Der französische Energiekonzern TotalEnergies baut eine neue Förderung vor der Küste von Guyana auf – vor dem nicht-EU-Teil. Im EU-Gebiet führen die Umweltauflagen dazu, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt.
Wenn wir Öl fördern wollen – egal ob fossil oder abiotisch – dann müssen wir es tun. Es reicht nicht, die falsche Tatsache zu wiederholen, dass es bereits im Tank sei, wenn wir nur an die richtige These der Ölentstehung glauben.
Peak-Oil beschreibt einen Race-To-The-Bottom: Durch den Rückgang der Wirtschaftstätigkeit gehen technische Fähigkeiten verloren und damit auch die Fähigkeit zur Förderung von Öl, was in einem Teufelskreis mündet. Diese Zusammenhänge sind komplex. Der Kern ist, dass technische Fähigkeit nicht als evolutionsbiologische Überlegenheit des modernen Menschen gesehen wird, sondern als System, das technische Fähigkeit herstellt. So werden Ölarbeiter auf einer Bohrinsel Ausbildung benötigen, Hubschrauber, Kommunikation mit der Familie, Versicherungen, Kredite, sichere Lebensumstände für die Familie – Stahl alleine reicht nicht. Die deutsche Industrieproduktion ist seit 2017 um 24% gefallen – entsprechend sinkt auch die technische Fähigkeit. Peak-Oil ist längst im Gange.
Na, dieses Thema war doch vor kurzer Zeit schon mal auf tkp. Wie damals von mir kommuniziert – bei uns wurde dies in Schule / Ausbildung / Studium kommuniziert als abiotische Entstehung. Damals gab es eben noch Naturwissenschaften für die einfache Allgemeinheit. Thema Migrationsspalten übrigens nicht vergessen / unterbewerten. Wie wäre es mit dem nächsten Schritt zu dem Wasser (fast molekularem Wasser) in großen Tiefen (Thema Lybien usw.). Da haben wir übrigens auch noch das Thema „weißer“ Wasserstoff – https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/volltreffer-beim-ersten-versuch-geologen-entdecken-weissen-wasserstoff/ // https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/bohrloch-statt-elektrolyse-weisser-wasserstoff-stromt-tonnenweise-aus-dem-boden/
Manchmal frage ich mich, wo sind die Naturwissenschaften hin verschwunden?
Peak Oil fing mit Club of Rom’s ‚Grenzen des Wachstums‘ an und während die Berechnung der Reichweite bei anderen Bodenschätzen schon fragwürdig ist, ist sie beim Erdöl, das ja eine chemische VERBINDUNG ist, voll daneben, weil nicht nach den Bestandteilen und deren Verbinden gefragt wird. Alles in allem also Propaganda, um aus Scheiße Gold zu machen.
Und die ‚erneuerbaren Energien‘ beinhalten ja noch eine weitere Lüge. Wenn es einen anthropogenen Klimawandel durch beschleunigtes Abfackeln von über Jahrmillionen gespeicherter Biomasse gäbe, müßte man eine nicht anthropogene Speicherung der aktuellen Biomasse betreiben, und sie nicht sofort abfackeln und ihre Bildung nicht durch Solarzellen verhindern.
Das Problem der Kunststoffabfälle in den Meeren besteht eigentlich nur darin, daß sie nicht schwerer sind als Meerwasser und nicht auf den Ozeangrund absinken, wie andere Schwebstoffe, auch Biomasse, um die 500m mächtigen Sedimentkeile vor den Subduktionszonen zu bilden um dort untergezogen zu werden und wieder zu Kohlenwasserstoffen synthetisiert zu werden.
Und noch ein Verdacht: Russland ist gar nicht so viel reicher an Ressourcen (welche die Begehrlichkeiten des Westens wecken), sondern die SU hat Exploration systematisch betrieben, während im Westen der kurzfristige Erfolg die Investitionen lenkt, man meistens dort bohrt, wo man bereits Erfolg hatte und ‚riskante‘ Projekte meidet.
Der Artikel vermischt einiges um daraus einen Skandal/eine Verschwörung zu konstruieren.
Es geht nicht um biogene vs. abiogene Synthese, es ist auch möglich, dass beide Synthesewege relevante Beiträge liefern.
Entscheidend für einen relevanten Beitrag zur Energieversorung sind jedoch die kostengünstig mit wenig Energieaufwand förderbaren Ressourcen und es gibt derzeit keinerlei Belege, dass der Großteil der aktuellen Förderung abiotischen Ursprungs ist. Es gibt keinerlei Beleg dafür, dass abiotische Lagerstätten einen relevanten Teil einer kostengünstigen Energieversorung übernehmen könnten.
Der Kommentar zu den „Erneuerbaren“ ist übrigens auch Schwachsinn, denn für die praktische Energieversorgung sind diese Energiequellen sehr wohl erneuerbar, denn sie verbrauchen keine Primärenergieträger im Betrieb.
Der ganze Artikel ist pseudowissenschaftliches Geschwurbel und bedient sich im Kern der gleichen Methoden, die man den Mainstreammedien seit Jahren zu Recht Teilen vorwirft.
Die Realität ist, das die Zukunft der weltweiten Energieversorung eine Energiemix aus vielen Energieträgern sein wird und die „erneuerbaren“ werden aus vielen Gründen einen relevanten Beitrag liefern, insbesondere aus dem Grund, dass sie keine großen Mengen an Kühlwasser benötigen, dass in vielen Gebieten weltweit nicht verfügbar ist..
Die zitierten Studien deuten auf abiogenen Ursprung hin. Zumindest sind so ziemlich alle russischen und alle in denen es nachfließt – also so gut wie alle.
Es gibt aber eine Vielzahl weiterer Studien, die exakt das gleiche Thema adressieren und weitere zu beachtende Aspekte, die eine gute Theorie erklären sollte. Dazu gehören insbesondere auch die die Lage der Fundorte, Biomarker und weitere Aspekte, die in den meisten Fällen von der biogenen Theorie besser erklärt werden.
Eine einzige explizit wissenschaftlich formulierte Frage in einer beliebigen Frontier-LLM bringt einen Großteil dieser Aspekte zum Vorschein und die meisten davon klingen für mich sehr plausibel. Es lohnt sich definitv da mal in die Primärquellen zu schauen.
Ihr Blog ist durchaus interessant, insbesondere aufgrund des katastrophalen Zustand der Mainstreampresse aber diese permanente Schwarz/Weiß Malerei hat mit Wissenschaft nichts zu tun..
Tja, der Westen (also wir) ist wiedermal das A-Loch. Hat es überhaupt jemals eine Zeit gegeben, in der wir uns nicht selbst bzw. unsere Politiker ihre Bürger besch*ssen haben? In den russischen Schulbüchern stand das früher genau so drin, wie es im Artikel aufgeführt ist. Aber natürlich weiß es der West-Kapitalismus besser, denn durch „Knappheit“ wird bekanntlich der Preis getrieben.