„Kein Wunder, dass Israelis Krieg wollen. Gewalt wird zur Quelle der Freude.“

2. August 2026von 11,1 Minuten Lesezeit

Was wäre, wenn ein Grund für die Zufriedenheit der Israelis darin bestünde, dass Brutalität ihnen Vergnügen bereitet? So titelt ein Meinungsartikel der israelischen Zeitung Haaretz von Dr. Ariel Handel. Er lehrt politische Theorie und Urbanismus an der Bezalel Academy of Arts and Design und ist Mitherausgeber von Mafteakh-Muftah – Lexical Review of Political Thought. Lesen Sie eine faszinierende Psychoanalyse der israelischen Gesellschaft.

Der Autor beginnt den Artikel damit zu erklären, dass man Gewalt kaum entkommen kann, in der israelischen Gesellschaft. Gewalt grassiere überall. Vom Gazastreifen bis zum Westjordanland – in Pogromen von Siedlermilizen gegen palästinensische Gemeinden, in Polizeieinsätzen gegen Demonstrationen und sogar in der konkreten Gefahr, der jeder ausgesetzt ist, der versucht, eine Straße zu überqueren oder einen Parkplatz zu finden – Gewalt sei in allen Bereichen der israelischen Gesellschaft präsent. Doch eine entscheidende Dimension zum Verständnis dieses Phänomens scheint übersehen worden zu sein, schreibt er.

„Uns wurde beigebracht, dass Gewalt etwas Schlechtes ist, selbst wenn sie manchmal unvermeidbar ist. Dass sie mit Bedacht eingesetzt werden muss, zur Selbstverteidigung oder zur Abschreckung; dass Selbstbeherrschung eine Heldentat ist, während jeder, der übermäßige Gewalt schürt, als ‚Unkraut‘ gilt, das gemieden werden muss; und dass Freude an Gewalt eine persönliche oder gesellschaftliche Pathologie bedeutet. Die Debatte um Gewalt in der israelischen Gesellschaft und ihren Institutionen konzentrierte sich daher weitgehend auf eine vorgefasste Auffassung von Gewalt, darauf, wie viel davon ’notwendig‘ sei und wie mit diesen vermeintlichen Übeln umzugehen sei. Die in den letzten Jahrzehnten zugenommene halachische (jüdisch-gesetzlich geprägte) Debatte, die Gewalt und Rache befürwortet, folgte derselben Logik: Wenn dich jemand töten will, steh auf und töte ihn zuerst; zeige keine Gnade mit Grausamen; und erinnere dich daran, was Amalek dir angetan hat.“

Dann erklärt sie mit anderen Worten: Gewalt, selbst in extremer Form, sei manchmal notwendig heiße es. Die Frage sei nur, ob sie vom Staat in angemessener, „staatsmännischer“ Weise oder von Einzelpersonen ausgeübt wird, die sich als Vorhut des Gemeinwesens aufspielen wollen. Dabei seien zwei wichtige Punkte übersehen worden. Erstens: Gewalt sei nicht nur ein Mittel zur Umsetzung von Politik, sondern auch ein wirksames Instrument zur Identitätsbildung. Und zweitens, und das sei noch bedeutsamer, habe die Gewalt in den letzten Jahren eine „Revolution der Freude“ erlebt, womit sie einen Ausdruck des populären israelischen Sängers Omer Adam verwandte.

„Soziologische Studien von Organisationen mit Erfahrung in institutionalisierter Gewalt, wie etwa Armee oder Polizei, haben übereinstimmende Ergebnisse darüber erbracht, wie Gewaltanwendung zu einem Instrument der Sozialisation wird. Gewalt dient der Stärkung der männlichen Identität; Soldaten berichten häufig von Befriedigung, die sie aus der Teilnahme an gewalttätigen Situationen im Kontext militärischer Einsätze ziehen. Diese Studien enthüllen jedoch auch ein weiteres, entscheidendes Element: Dieselben Akteure gaben an, nicht nur Freude an der Gewalt selbst zu empfinden, sondern auch daran, sie zu zügeln. Das Bild des ‚guten Selbst‚ ist das eines Menschen, der Gewalt ‚bei Bedarf‚ anwenden kann, dies aber in nicht notwendigen Situationen vermeidet.“

Psychologische Studien aus den 1990er und frühen 2000er Jahren unter israelischen Soldaten in den besetzten Gebieten zeigten in lokalen Kontext eine Spannung zwischen einem positiven Selbstbild und Handlungen vor Ort, die dieses Selbstbild mitunter untergruben. Die Studien ergaben, dass Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte von Natur aus keine Gewalt anwenden wollten, sich aber in Situationen sahen, in denen sie dazu gezwungen waren. Die Fortsetzung der Besatzung habe psychologische Herausforderungen für Soldaten geschaffen, die ein positives Selbstbild als moralisch, human und gewaltlos anstrebten – sich aber dennoch mit Gewalt auseinandersetzen mussten und in einigen Fällen sogar gegen ihre eigenen moralischen Prinzipien verstießen. Dementsprechend nannten die Studien verschiedene Bewältigungsmechanismen für diesen Widerspruch, wie kognitive Dissonanz, Verdrängung, persönliche Filterung und Interpretation der Realität, die Unterscheidung zwischen militärischer und ziviler Sphäre, das Streben nach ideologischer Legitimität usw. Ariel Handel fährt fort:

„Diese Studien, die für ihre Zeit vielleicht zutreffend waren, sind jedoch nicht mehr relevant. Die Haltung gegenüber Gewalt hat sich seit den frühen 2000er Jahren radikal gewandelt. Der Aufstieg der ethnisch-nationalen Komponente der israelischen Gesellschaft – in der der Staat eher als Verkörperung des jüdischen Kollektivs denn als moderner Staat im westlichen Sinne verstanden wird – reduziert die kognitive Dissonanz. Auch wenn die Handlungen dieselben bleiben und in der Praxis über die Jahre sogar härter geworden sind, beurteilt sich das soziale Gewissen nicht mehr nach universellen Kriterien, sondern nach seiner Loyalität gegenüber dem jüdischen Kollektiv.“

In einer solchen Situation verwandele sich die Gewalt im Militär von einer ambivalent betrachteten – als unverzichtbar, aber auch als etwas, das man ablehnen und für das man sich schämen sollte – zu etwas, das nicht nur ein Mittel zum Zweck oder ein Ziel militärischer Aktivitäten ist, sondern ein organischer Bestandteil der Identität eines Soldaten. Früher sei Wert auf „Reinheit der Waffen“ (Waffengebrauch nur im äußersten Notfall), Zurückhaltung, staatsmännisches Handeln und Moral gelegt worden, und zwar nicht nur aus Gründen der Repräsentation. Heute jedoch ist die Gewalt nicht nur von der Falle des „Schießens und Weinens“, wie es ein gängiger israelischer Ausdruck besage, befreit, oder von der Befolgung des Aufrufs Naftali Bennetts, in seiner früheren Funktion als Vorsitzender der rechtsgerichteten, religiösen Partei Jüdisches Heim, „sich nicht mehr zu entschuldigen“: Sie werde sogar freudig.

Die wohl deutlichste Manifestation dieser scheinbaren Freude an der Gewalt seien die sogenannten „glücklichen Juden“. 2015 erklärten die Journalisten Akiva Novick und Chaim Levinson in ihrem Bericht „The Complete Hilltop Lexicon“, dass glückliche Juden diejenigen seien, „die nicht an archaische Konventionen und Moralvorstellungen gebunden sind und Vergeltungsaktionen gegen Palästinenser mit einem Lächeln im Gesicht durchführen.

„In jüngerer Zeit hat sich der Begriff auf Siedlerseiten wie HaKol HaYehudi (die jüdische Stimme, hebräisch) weit verbreitet, die sich selbst als Quelle für ‚Nachrichten für glückliche Juden‘ bezeichnet, sowie in WhatsApp- und Telegram-Kanälen wie Hilltops News oder The Struggle Channel. Diese Gruppen haben Tausende von Mitgliedern, die ihre Inhalte unter ihrem vollständigen Namen und mit Telefonnummern veröffentlichen – und dabei pure Lebensfreude ausstrahlen. In manchen Fällen stammen die Berichte aus erster Hand („Glückliche Juden haben dieses Auto komplett demoliert – hebräische Arbeitskraft findet man nirgendwo sonst“, wie es mit unverhohlenem Stolz in Bezug auf einen gewaltsamen Übergriff auf vier Frauen und ein Kleinkind aus der Beduinenstadt Rahat geschrieben wurde, die letztes Jahr versehentlich in den Siedleraußenposten Givat Ronen geraten waren); in anderen Fällen sind sie indirekt („Araber berichten, dass glückliche Juden Häuser von Beduinen in der Nähe des Dorfes Jaba nordöstlich von Jerusalem niedergebrannt haben“). Aufrufe zu Pogromen werden auf farbenfrohen, fröhlichen Plakaten verbreitet, die eher an Flyer für eine Open-Air-Party als an Gewaltaufrufe erinnern.“

Gewalt werde in der Armee nicht mehr ambivalent betrachtet – als unverzichtbar, aber auch als etwas Schamvolles –, sondern nicht nur als Mittel zum Zweck oder Ziel militärischer Aktionen, sondern als integraler Bestandteil der Identität eines Soldaten.

Dann zitiert der Autor Yonatan Livni von einem Außenposten nahe Hebron, der in der Vergangenheit wegen nationalistischer Delikte verhaftet worden war: „Gute Nachrichten! Das Terroristendorf Burin hat beschlossen, sich gegen die fröhlichen Juden zu verteidigen, deren Zahl in der Gegend in letzter Zeit zugenommen hat, und Stacheldrahtzäune zum Schutz ihrer Häuser errichtet… Am sichersten ist es, einfach nicht hier zu sein, sondern nach Saudi-Arabien oder in den Kongo zu ziehen. Wir haben gehört, dass es dort sehr sicher ist. Dort gibt es überhaupt keine fröhlichen Juden. Also los: Welches Dorf ist als nächstes dran?

Was mache diese sogenannten Bergjugendlichen so glücklich? Die Antwort ist nicht, dass sie von vornherein glücklich sind und sich für Gewalt entschieden haben. Im Gegenteil: Die Gewalt selbst ist die Quelle ihres Glücks. Es vermittelt ihnen ein Gefühl von Stärke, Zugehörigkeit und Sinn. Was glückliche Juden von unglücklichen unterscheidet, ist nicht ihre Weltanschauung, sondern die Beteiligung an Gewalt.

„Gewalt macht glücklich. Fußballfans weltweit werden das bestätigen. Gewalt ist nicht bloß Mittel zum Zweck – sie ist ein Zweck an sich und setzt einen Rausch der Begeisterung frei. Und Freude ist bekanntlich ansteckend.“

Die Freude, die aus der Anwendung von Gewalt gegen Palästinenser resultiert, habe sich von den Milizen der Siedler auf die institutionalisierte Armee ausgebreitet, wie Tausende von Glücksbekundungen in den sozialen Medien über die Zerstörung des Gazastreifens zeigen. Von bombardierten oder in Brand gesteckten Häusern über Tanzpartys, bei denen Soldaten die Unterwäsche von Frauen aus Gaza schwenken, bis hin zu Zerstörung und Brutalität, die offen gefeiert werden. Wer glaubt, dass die Podiumsdiskussionen auf Bibist Kanal 14 der glücklichste Ort in Israel sind, irre sich nicht. Am auffälligsten ist die unverhohlene Schadenfreude, die in den Berichten zum Ausdruck kommt, die jede Form von Gewalt widerspiegelt: gegen Palästinenser, gegen „Kaplanisten“, die gegen den Putsch des Regimes protestieren, gegen pensionierte Richter des Obersten Gerichtshofs oder gegen Berichte konkurrierender Sender. Es überrasche daher nicht, dass Rabbi Avraham Zarbiv, der Massenzerstörer von Gebäuden in Gaza, der schon oft Ehrengast des Senders war, in diesem Jahr die Ehre zuteilwurde, bei der offiziellen Feier am Vorabend des Unabhängigkeitstages eine Fackel zu tragen.

„Als Kind der 1970er Jahre, aufgewachsen in einem nationalreligiösen Umfeld, erinnere ich mich auch an andere Zeiten. Früher war das Glück im linken Spektrum verankert. Die Rechte war streng, ideologisch, verkrampft und innerlich gespalten – sie fühlte sich angesichts lokaler und globaler Veränderungen in einer Sackgasse. Die Linke hingegen zeichnete sich durch Selbstbefreiung, Feiern und Lebensfreude aus.

Doch seitdem hat sich vieles verändert. Die Linke gilt heute als verbittert, moralisierend und vor allem als unfähig, das Leben zu genießen. Wir sind immer noch von überholten Begriffen wie Scham, moralischer Verletzung und Gewaltverzicht besessen. Einst schien es, als würden wir unseren Kindern eine Kombination aus einem ‚Abnutzungskrieg‚ und einem ‚Reich der Scham‘ hinterlassen, wie es in einem bekannten israelischen Lied heißt, mit der Botschaft an den Kronprinzen: ‚Schlaf, es ist besser, wenn du schläfst.

Doch heute befinden wir uns inmitten einer ‚Revolution der Freude‚. Es ist ein Glück, das nicht trotz der Gewalt existiert, und nicht einmal, indem man ihre Existenz ignoriert, sondern gerade dank ihr und als integraler Bestandteil von ihr. ‚Harbu Darbu‘, ein Lied aus dem Gaza-Krieg, das davon handelt, ‚die Hölle über den Feind hereinbrechen zu lassen‘, ist kein Lied der ‚Wahllosigkeit‘ oder einer offenen Drohung, sondern vielmehr Ausdruck ungetrübter Freude und ekstatischer Erwartung.

In seinem Roman „1984“ spricht George Orwell von der Verfälschung der Sprache durch den Slogan „Krieg ist Frieden“. Heute berühren uns solche Dinge nicht einmal mehr. Krieg ist nichts, was man verbergen, sondern etwas, das man feiern sollte. Krieg ist Glück, und, wie wir wissen, ist es eine große Mizwa, glücklich zu sein.

Gewalt selbst ist die Quelle des Glücks junger Leute auf den Hügeln. Sie vermittelt ein Gefühl von Stärke, Zugehörigkeit und Sinn. Was glückliche Juden von unglücklichen unterscheidet, ist nicht ihre Weltanschauung, sondern die Teilnahme an Gewalt.“

Handel meint, kann könne verstehen, wie ein amerikanischer Politiker wie der verstorbene Senator Lindsey Graham sagen konnte, dass er vor Glück „fast geweint“ habe, als der Krieg gegen den Iran ausbrach. Er beobachtete es aus einer Entfernung von Tausenden von Kilometern und als Erfüllung seiner Lebensvision. Schwieriger sei es, die Tatsache zu erklären, dass viele Israelis, die den Krieg persönlich erlebt haben, nun seine Wiederaufnahme unterstützen – selbst um den Preis, dass sie Luftschutzsirenen hören und in Schutzräume und Schutzräume rennen, und obwohl die Experten sagen, dass es keinen wirklichen strategischen oder militärischen Nutzen haben wird.

Dies, so der Autor könnte auch die Erklärung für das Paradox des überraschend hohen Rankings Israels im World Happiness Index sein. Vielleicht ist der Grund nicht die Widerstandsfähigkeit trotz Krieg, sondern der Krieg selbst.

In einem viel beachteten Interview habe Nathan Eshel, der frühere Berater des Premierministers, Hass als den Kitt bezeichnet, der das rechte Lager verbinde – aber Glück sei ein nicht weniger starkes Gefühl. Die große Sünde heutzutage bestehe darin, ein mieser Kerl zu sein, der Partygänger zu sein, der Mensch, der sich nicht an Gewalt beteiligt und keinen Spaß daran hat. Krieg erfreue die Herzen großer Teile der israelischen Öffentlichkeit, und die Angst vor dem Ende des Krieges sei nicht nur rational („Die Mission ist noch nicht abgeschlossen“), sondern hat auch eine deutlich emotionale Dimension: Es sei die Angst, die Lebensenergie zu verlieren, die das Glück und das Handeln hervorbringen.

Bild: Screenshot

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22 Kommentare

  1. Jochen Mitschka 4. August 2026 um 9:37 Uhr - Antworten

    Zitat:
    1 von 2 jüdischen Israelis stimmt zu, dass die IDF Joshua bei Jericho nachahmen und alle Bewohner Gazas töten sollte. Unter religiösen und ultraorthodoxen Befragten lag die Unterstützung bei über 90 %.

    Die Referenz bezieht sich auf Josua 6, das die Tötung der Männer und Frauen der Stadt, Jung und Alt, zusammen mit ihren Tieren beschreibt.

    Dieses Ausmaß an offen geäußertem Rückhalt für genozidale Gewalt ist zutiefst alarmierend, ebenso wie es in der Moderne beispiellos ist. Schockierend! #GazaGenocide https://x.com/KashifMD/status/2084399634940670190
    Anmerkung: Die Umfrage stammt schon aus 2025

  2. Andreas_Sch. 4. August 2026 um 8:59 Uhr - Antworten

    „Gewalt werde in der Armee nicht mehr ambivalent betrachtet – als unverzichtbar, aber auch als etwas Schamvolles –, sondern nicht nur als Mittel zum Zweck oder Ziel militärischer Aktionen, sondern als integraler Bestandteil der Identität eines Soldaten.“

    Gewalt ist immer integraler (organischer) Bestandteil der Identität eines Soldaten!
    Das Militär ist I.d.R. das GewaltPotential eines Staates schlechthin und definiert sich über seine Fähigkeit Gewalt auszuüben. Wer eine militärische Uniform zu Schau trägt, der schämt sich nicht der Gewalt – er zelebriert sie geradezu. Die Gewalt – in allen denkbaren Formen – sowie vor allem ihre Anwendung (!) definieren das Berufsbild des Soldaten. Ich weiß, wovon ich hier schreibe, weil auch ich militärisch Beanzugt war und auch diesen Rausch, der oben beschrieben wurde, erlebt habe …

  3. BWeber 4. August 2026 um 1:14 Uhr - Antworten

    Zur Aussage von Dr. Ariel Handel: „Die Haltung gegenüber Gewalt hat sich seit den frühen 2000er Jahren radikal gewandelt.“ kann ich nur zum Xten Mal auf Erkenntnisse verweisen, die Hannah Arendt und Albert Einstein bereits 1948 hatten und in einem Offenen Brief verbreitet haben: https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005057.html, die bis heute verschwiegen und ignoriert werden. Hier in Englisch: https://www.marxists.org/reference/archive/einstein/1948/12/02.htm. Zitat: „Angriff auf ein arabisches Dorf
    Ein erschreckendes Beispiel war ihr Verhalten im arabischen Dorf von Deir Yassin. Dieses Dorf, abseits von der Hauptstraße gelegen, und von jüdischem Land umgeben, hatte sich nicht an Kriegshandlungen beteiligt, ja hatte sogar gegen arabische Banden angekämpft, die dies Dorf zu ihrer Basis machen wollten. Am 9. April (The New York Times) griffen Terrorbanden ein friedliches Dorf an, das kein militärisches Ziel beim Kampf war, töteten die meisten seiner Bewohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und nahmen einige lebend als Gefangene zu einer Parade durch die Straßen Jerusalems mit. Der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft war über diese Tat erschrocken und die jüdische Agentur sandte ein Telegramm der Entschuldigung an König Abdullah von Transjordanien. Die Terroristen aber, weit davon entfernt sich ihrer Taten zu schämen, waren stolz auf dieses Massaker, veröffentlichten es weit und luden ausländische Korrespondenten, die gerade im Land waren, ein, um die Leichenhaufen und den allgemeinen Schaden im Dorf Deir Yassin anzusehen.“ Also haben gewaltbesessene Israelis mindestens seit 1948 ihren Terror „stolz auf dieses Massaker“ gefeiert, nicht erst seit den 2000er Jahren. Es ist eher so, daß die meisten Kritiker Israels diese Stelllungnahme von Hannah Arendt und Anderen nicht kennen und überhaupt wenig wissen über die Zeit vor den 2000er Jahren. Andererseits mag es sein, daß die Feier der „Gewalt als Quelle der Freude“ ab den 2000er Jahren stärker propagiert und über mehr Medien verbreitet wurde, zumal man sich in Israel der post-neo-faschistischen deutschen Staatsräson für Israel sicher sein kann und sich nicht der „Taten zu schämen“ hat, wie noch die Neo-Nazis, die bis heute den Holocaust verschämt leugnen, statt darauf stolz zu sein, wie die Post-Neo-Nazis, die jede Kritik an der „Einzigartigkeit“ des patentierten deutschen Völkermords wegen „Verharmlosung“ verfolgen und die sich mit den in Beton gegossenen Holocaust-Denkmälern als „Bewältiger der Vergangenheit“ rühmen, die daher nach ihrem prahlerischen Suhlen in der Schuld berechtigt sind, sich wieder an jedem aktuellen Krieg gegen „Untermenschen“ zu beteiligen, sei es der NATO-Krieg gegen Russland auf Kosten der Ukraine oder der zionistische Völkermord an den verhassten, meist muslimischen Palästinensern oder dem Vernichtungskrieg gegen die „Mullahs“.

  4. mattes 3. August 2026 um 14:54 Uhr - Antworten

    Die Welt hat das Recht sich gegen Issreal zu verteidigen..

  5. Der Zivilist 3. August 2026 um 11:41 Uhr - Antworten

    diese Zionisten sind die ärgsten Feinde der Juden, des Judentums, der jüdischen Religion.

  6. bribrei 3. August 2026 um 11:30 Uhr - Antworten

    „Gewalt wird zur Quelle der Freude“
    Gewalt IST im Islam(ismus) die Quelle der Freude…
    Somit passt der Artikel auch auf den Koran: „Die Scharia ist die Gebrauchsanleitung für den Islam, sie ist von der Heiligen Schrift des Islam abgeleitet, dem Koran. Die Scharia ist eine radikale Gesellschaftsordnung, die das gesamte öffentliche und private Leben regelt. Mit ihr wird die Unterdrückung der Frauen, der Hass gegen Juden und Homosexuelle oder die brutale Beschneidung, die Verstümmelung von weiblichen Säuglingen legitimiert. Den Koran kann man als Evolution der Gewalt lesen. Nach jedem Terrorakt die gleiche Leier: Das alles habe nichts mit dem Islam zu tun. Wenn ich das höre, dann ist es für mich wie die Leugnung des Holocausts!“ Aus dem Buch der Islamexpertin Laila Mirzo (12.09.2018: „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim. Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur.“)

  7. Jan 3. August 2026 um 7:48 Uhr - Antworten

    Manche Strömungen in Israel bereitet sich offensichtlich auf einen Apartheidsstaat vor, wie ihn ein Großisrael erfordern würde.

    Deutschland bereitet sich darauf vor, die Schmach der Niederlage gegen Russland wieder gut zu machen.

    Beides erfordert eine Liebe zur Gewalt! Es geht nicht das eine ohne das andere.

  8. Jakob 3. August 2026 um 5:56 Uhr - Antworten

    „Gewalt wird zur Quelle der Freude“

    • Erstens nur für kranke Geister, für Sadisten!
    • Zweitens nur solange, solange diese Sadisten überlegen sind. Dreht sich die Situation werden diese „Helden“ zu weinerlichen Feiglingen.
    • Drittens ist diese Überlegenheit meist nur durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Gleichgesinnter möglich. Einzeln sind diese Gewaltverherrlicher fast immer feige Duckmäuser.

  9. Daisy 3. August 2026 um 5:33 Uhr - Antworten

    Das sind die ewigen Streitigkeiten. Die wachsen in einem Hassmilieu auf. Sie werden von klein auf aufgehetzt. Natürlich gilt das für beide Seiten.

    Die Weltgemeinschaft muss endlich etwas dagegen tun. Nämlich Isr. sanktionieren statt zu unterstützen. Hauptmitschuld tragen daher die Amis und danach gleich die Deutschen und die Engländer.

  10. palman 2. August 2026 um 22:34 Uhr - Antworten

    … und da gibt es den passenden Artikel mit Titel – > Israel und die ewige Kriegslust der Khasaren < (01-12-25) vom „AusKenner“ P. Haisenko auf „anderweltonline.com“ (so ins Suchfeld o. li.) !?! – desweiteren den WELT.de-GeschichtsArtikel aus „2017“ mit Titel – > Chasaren-Reich – Dieses jüdische Imperium ragte weit nach Europa < – u.a. in die heutige Ukraine !?! – (so googeln) – handelte sich vor über Eintausend Jahren um ein heidnisches und kriegerisches TURK-Volk im Beritt der Krim und des Kaukasus !?! – haben damals den „Jüdischen Glauben“ für sich ausgewählt und angenommen … ;-)

  11. VerarmterAdel 2. August 2026 um 18:25 Uhr - Antworten

    Eigentlich ein genialer Schachzug der herrschenden Elite: brenne geistig Minderbemittelten ins kranke Hirn, sie seien persönlich von Gott auserwählt worden über die Welt zu herrschen, nur sie seien Menschen, alle anderen Tiere, sie hätten das Recht zu tun, was immer sie wollen, und lasse sie die Drecksarbeit für dich machen, dezent kontrolliert aus dem Hintergrund.

    Es braucht eben nur eine geistig völlig degenerierte Idiotenwelt, die diesen BS ebenfalls glaubt, und eine Horde von Parasiten als Unterstützer, und eine kleine Minderheit kann machen, was sie will.

    • Glass Steagall Act 3. August 2026 um 0:18 Uhr - Antworten

      Richtig verrückt wird es dann, wenn sich einige religiöse Fanatiker in Israel einbilden, sie wären auf der Mission von Gott und ihnen würde noch mehr Land zustehen! Dabei müssten sie in der Bibel längst gelesen haben, dass Gott sie als „sein Volk“ längst aussortiert hat und das bereits lange bevor Jesus kam! Alles was sie jetzt treiben, ist nicht im Sinne Gottes, aber das scheinen sie weiterhin ignorieren zu wollen.

  12. rudifluegl 2. August 2026 um 17:30 Uhr - Antworten

    Und außerdem halte ich es heutzutage schon fast für obsolet über Gewalt und kriegsbeschädigte Menschen und das von Kindheit an, zu schreiben……

  13. rudifluegl 2. August 2026 um 17:24 Uhr - Antworten

    Die Anmelderei für Kommentare wird auch immer irrer!?!?
    Und die Sprache hält für jeden die passenden Volten bereit!
    „Das bewusste Akzeptieren von Massenmigration,“
    Zur Vorstellungswelt von so manchen „Macher“ allerdings sind für mich dissidente Journalisten mir sehr positiven besetzt und haben jede Menge Bonus“ gehört, dass alles Machbar ist als sei es zumeist da Werk quasi eines einzelnen Bewusstseins Ich -Bewusstseins!
    Ich empfehle, sich mal mit der 1000jährigen Kriminalgeschichte auseinander zu setzen um zu merken wie weit Menschen mit ihren faschistischen Vorstellungen_ Faschismus definierte ich bisher mit dem sturen Glauben an Recht und Gesetz und dem Gauben, dass Menschen damit mit Furcht davor im Hinterkopf herumlaufen und „absolut“ steuerbar sind! Das vieles das noch dazu gehört zu schreiben ist, lasse ich mal aus. Zu dem Begriff kommt in letzter Zeit auch das sehr gut passende Dis- Funktionieren mit Politik und neoliberalem Wirtschaften bezüglich souveräner Demokratie, dazu!
    Einhegung von Macht, regelmäßiges abwechseln der Funktionsträger und „vernünftiges“ Steuern von ungewollten Entwicklungen in der Gesellschaft auch mittels Versuch und Irrtum gehören ebenfalls dazu. Die Versuche und die Irrtümer gehören beobachtet und beschrieben. wie eben in der 1000jährigen Kriminalgeschichte.
    Um zum Beispiel das Werden einer kriminellen Gesellschaft gleich der US Mafia im 20Jh. zu zügeln.
    Das und vieles mehr scheint aber genau niemand zu interessieren. Wenigstens die Leute nich,t die zu welchen Zweck auch immer, am „lautesten herumschreien“!
    Auch das wäre ein Gebiet für dissidente Journalisten, gesellschaftliche Mechanismen auf zu zeigen und auch zu zeigen wie wenig bezüglich positiver gesellschaftlicher Entwicklung für die marktschreierischen Gewaltbrüder und Schwestern möglich ist.
    Dass der Mensch ein offenes Buch für so ziemlich jede auch noch so verblödete, unreflektierte Handlungsweise ist wissen wir nicht erst seit Gustave le Bon oder Corona!!!

  14. federkiel 2. August 2026 um 17:03 Uhr - Antworten

    Bitte, Ariel ist ein Männername, ist ein Engelsname und heißt aus dem Hebräischen: „Opferherd Gottes“ oder „Löwe Gottes“ und ist nicht zu verwechseln mit Arielle, der Meerjungfrau.
    https://www.bezalel.ac.il/en/node/4736
    Ansonsten macht mich dieser Essay nur sprachlos, hierzulande würde man so jemanden in die Psychiatrie einliefern.
    Der Artikel ohne Bezahlschranke:
    https://archive.is/5Daon

  15. Glass Steagall Act 2. August 2026 um 16:21 Uhr - Antworten

    Gewalt als „Lustprinzip“ oder als „Inhalt des Lebens“ wird vor allem damit begründet, wenn religiöser Fanatismus das eigene Handeln rechtfertigen soll! Wer sich in diesem Stadium befindet, ist bereits schwer psychisch geschädigt!

  16. Jochen Mitschka 2. August 2026 um 15:56 Uhr - Antworten

    Ein Kommentar hätte das Format des Artikels gesprengt. Daher hier eine kurze Analyse, was wir aus dieser Geschichte der israelischen Gesellschaft lernen können.

    Die zionistische Elite des heutigen Israels hatte schon vor der Nakba von 1948 systematisch mit Terrorismus die Nakba, als die ethnische Säuberung und Vertreibung von über 800.000 Palästinensern vorbereitet. Durch die Nakba von 1948 und den folgenden Eroberungskrieg von 1967 erschuf die Führung des Landes dann eine ständiges Krisenmanagement, ein permanentes Bedrohungsszenario. Die Erweiterungen der Siedlungen waren nicht zur „Sicherung“ gedacht, sondern eine friedliche Lösung, eine Zweistaatenlösung unmöglich zu machen.

    Und diese Politik hat Früchte getragen. Rechtsextreme Parteien wurden immer stärker, Kriege wurden bejubelt. Gewalt wurde zur Quell der Freude.

    Nun zu Deutschland und evt. Nachbarstaaten.

    Das bewusste Akzeptieren von Massenmigration, darunter bekannterweise viele aus ihrem Land geflüchtete Straftäter, neben harmlosen Flüchtlingen vor Bomben westlicher „Befreiungsaktionen“ sorgten in Deutschland für Unsicherheit. Das Gefühl der Unsicherheit manifestiert sich zunehmend in Gewaltphantasien von Extremisten. Dazu kommt die endlose Dämonisierung von angeblichen Feinden. Wir sind noch nicht da, wo die israelische Gesellschaft landete, aber wir werden noch reif gemacht, um Gewalt freudig anzunehmen. Wartet noch zwei Jahre ab.

    • Fritz Madersbacher 2. August 2026 um 17:50 Uhr - Antworten

      @Jochen Mitschka
      2. August 2026 um 15:56 Uhr
      „Dazu kommt die endlose Dämonisierung von angeblichen Feinden. Wir sind noch nicht da, wo die israelische Gesellschaft landete, aber wir werden noch reif gemacht, um Gewalt freudig anzunehmen. Wartet noch zwei Jahre ab“

      Hass ist der Kitt dafür. Zu Hass gesteigerte Wut verbunden mit Rachsucht ist eines der herausstechenden „Produkte“ unserer Gesellschaft. Und er nimmt weiter zu
      „Glückliche Hasser“ (wie immer sie sich einst nennen mögen) gegen auserkorene Feinde haben Konjunktur und werden ihr perverses „Glück“ dort suchen, wo es heute die „Glücklichen Juden“ finden …

    • alter Mann 2. August 2026 um 20:03 Uhr - Antworten

      Sehr geehrter Herr Mitschka, ich persönlich habe in einigen islamischen Ländern und speziell im sogenannten Palästinenserraum die selbe Entwicklung des „Freudenhasses“ und entsprechenden „Ausbildungen“ erleben dürfen und bei Palästina insbesondere gegenüber den Israelis ab den 70ern live erleben dürfen. Es fand wirklich eine Parallelentwicklung statt. Alles nur Zufall? Alles nur Zufall, das dies über die sogenannte Migration nach Europa kam? Geopolitisch planen die Akteure über viele Regierungslaufzeiten und Jahrzehnte hinweg, was man mir an Hand von Beispielen beigebracht hat. Die Meister auf dem Planungsgebiet im Nahen Osten sind für mich momentan die Iraner, welche sich auf die jetzige Entwicklung wirklich Jahrzehnte vorbereitet haben.

    • UU89 2. August 2026 um 21:45 Uhr - Antworten

      Angesichts der massiven Verschärfungen in der Flüchtlingspolitik durch EU und Deutschland, aber auch in Österreich, ist es wirklich notwendig, in polemischer Weise „Das bewusste Akzeptieren von Massenmigration“ mit „darunter bekannterweise viele aus ihrem Land geflüchtete Straftäter“ zuverknüpfen?

      Übrigens: Als die UNO 2015 davor warnte, dass das Geld für die Versorgung der Flüchlinge aus Syrien im Libanon ausgeht, hat zwar der Spiegel kurz berichtet, aber sonst schien es damals niemanden zu interessieren …

    • Varus 3. August 2026 um 4:45 Uhr - Antworten

      Wartet noch zwei Jahre ab.

      Kranke Hirne gehören offenbar zur „Kriegstüchtigkeit“ dazu. Ich kenne viele Berichte aus dem dysotopisch gewordenen Banderastan – demnach wurde der Alltag dort extrem bösartig. Also ditto in Isr und Westeuropa soll offenbar folgen…

      „Zionistischer Einblick“ brachte letzte Zeit einige Artikel über Amokläufe hier aufgewachsener Muslime – der Michel sieht den Hintergrund im Islam, doch beim Aufwachsen hier könnte durchaus hiesige „Kriegstüchtigkeit“ beitragen.

    • Der Zivilist 3. August 2026 um 11:39 Uhr - Antworten

      Israel ist das unsicherste Land für Juden, die 80.000 iranischen Juden leben, außer daß bei ihnen hin und wieder eine Israelische Bombe einschlägt, auch schon mal in eine alte Synagoge, in Frieden

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