
Cichutek vor Thüringer Untersuchungsausschuss: Widersprüche, unbelegte Behauptungen und fachliche Fehler
Zum ersten Mal musste der ehemalige Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, als Zeuge vor einem Corona-Untersuchungsausschuss aussagen. Am 30. Juni 2026 stand er im Thüringer Landtag Rede und Antwort. Dabei machte er mehrere Aussagen, die in der Öffentlichkeit für erheblichen Gesprächsstoff sorgen dürften – und die bei genauerer Prüfung erhebliche Widersprüche und fachliche Ungenauigkeiten aufweisen.
Cichutek leugnete eine systematische Untererfassung von Impfnebenwirkungen bei den COVID-Impfstoffen. Er argumentierte, die hohe öffentliche und ärztliche Aufmerksamkeit habe zu einer besonders hohen Meldebereitschaft geführt. Belege für diese Behauptung lieferte er nicht. Dabei hatte das PEI selbst in früheren Veröffentlichungen (vor der Pandemie) von einer Untererfassung schwerer Nebenwirkungen in der Größenordnung von 90 bis 95 Prozent ausgegangen. Auch andere Datenquellen, etwa aus Krankenkassenanalysen, deuten auf eine erhebliche Dunkelziffer hin.
Der unabhängige Journalist Bastian Barucker war vor Ort im Erfurter Landtag und hat die Aussage des ehemaligen PEI-Chefs auf Herz und Nieren geprüft. Seine ausführliche, ausschließlich von seiner Leserschaft finanzierte Recherche liegt seit dem 16. Juli 2026 auf barucker.press vor. Die Ergebnisse haben es in sich.
„Keine Untererfassung“ — wider besseres Wissen
Eine der brisantesten Aussagen Cichuteks betraf die Untererfassung von Impfnebenwirkungen. Vor dem Ausschuss leugnete er schlichtweg, dass es eine nennenswerte Dunkelziffer nicht gemeldeter Verdachtsfälle gebe — und das, obwohl er keinerlei Belege für diese Behauptung vorlegen konnte.
Das ist bemerkenswert, denn bereits im Februar 2022 hatte der Vorstand der BKK ProVita, Andreas Schöfbeck, in einem offiziellen Schreiben an Cichutek persönlich detailliert dargelegt, dass die Krankenkassendaten auf eine massive Untererfassung hindeuten. Die BKK hatte 10,9 Millionen Versichertendaten ausgewertet und kam allein für das erste Halbjahr 2021 auf 216.695 behandelte Fälle von Impfnebenwirkungen — hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung bedeutete das 2,5 bis 3 Millionen Menschen, die wegen Impfnebenwirkungen nach der Corona-Impfung in ärztlicher Behandlung waren.
Schöfbeck sprach damals wörtlich von einem „heftigen Warnsignal“ und rechnete vor: Bei 3 Millionen Verdachtsfällen wären etwa 1,5 Millionen Arbeitsstunden von Ärzten allein für die Meldung an das PEI erforderlich — die Arbeitsleistung von rund 1.000 Vollzeit-Ärzten. Da es für diese Meldungen keine Vergütung gab, unterblieben sie in der Praxis massenhaft. TKP berichtete damals ausführlich darüber und auch über folgende Entlassung von Schöfbeck.
Das PEI selbst bezifferte die Zahl der eingegangenen Verdachtsmeldungen bis Ende 2024 auf lediglich 350.868 — bei einer Melderate von 1,78 pro 1.000 Impfungen.
Die Diskrepanz zwischen 350.000 PEI-Meldungen und bis zu 3 Millionen behandlungsbedürftigen Fällen laut Krankenkassendaten ist kein statistisches Rauschen — sie ist ein Skandal. Dass Cichutek dennoch vor dem Untersuchungsausschuss jede Untererfassung leugnete, zeigt, wie tief die institutionelle Verweigerungshaltung reicht.
Selbst die von Mainstream-Medien oft zitierte Argument, ICD-Codes seien „ungeeignet“ zur Erfassung von Impfnebenwirkungen, verfängt nicht: Die BKK-Daten zeigen tatsächlich erfolgte Arztbesuche wegen codierter Impfnebenwirkungen — also reale Behandlungsfälle, keine bloßen Verdachtsmomente.
Keine Protokolle — über vier Jahre lang
Ein weiterer Punkt, der im Ausschuss für Fassungslosigkeit sorgte: Cichutek konnte nicht beantworten, warum im PEI über Jahre hinweg keine Protokolle angelegt wurden.
Die Recherchen von Bastian Barucker hatten bereits im Januar 2026 enthüllt, dass die gesamte Abteilung für „Sicherheit von biomedizinischen Arzneimitteln und Diagnostika“ (SBD) — also genau jene Abteilung, die für die Überwachung der Corona-Impfstoffe zuständig war — vom 20. Februar 2020 bis zum 10. Mai 2023 kein einziges schriftliches Protokoll führte. Die offizielle Begründung des PEI:
„Auf die Erstellung schriftlicher Protokolle wurde innerhalb dieses Zeitraums verzichtet, da aufgrund der außergewöhnlich hohen Arbeitsbelastung während der Pandemie die Ressourcen vorrangig auf die Erledigung der Amtsaufgaben konzentriert wurden.“
Quelle: Barucker: Ganze Abteilung des PEI legt während Corona-Impfkampagne kein Protokoll an
Die Bundesoberbehörde, die für die Sicherheit der größten Impfkampagne der deutschen Geschichte verantwortlich war, dokumentierte ihre internen Besprechungen über mehr als drei Jahre nicht. Keine Sitzungsprotokolle, keine Niederschriften, keine nachvollziehbaren Entscheidungswege. Wie soll bitte eine unabhängige Aufarbeitung stattfinden, wenn die Behörde selbst jede Spur ihrer internen Entscheidungsfindung tilgt?
Dass dies auch das Jahr 2019 betrifft — also die Zeit vor Corona — macht die Ausrede mit der pandemiebedingten Arbeitsbelastung vollends unglaubwürdig.
Die einzigen Protokolle, die unter anwaltlichem Druck schließlich herausrückten, betrafen die Booster-Entscheidung für Jugendliche. Sie zeigen, so der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring, dass Cichutek Bedenken der europäischen Arzneimittelbehörde EMA unter Verweis auf die Pandemie beiseite wischte — und das trotz des bekannten erhöhten Herzmuskelentzündungsrisikos für junge Männer nach mRNA-Impfungen.
Fachlich falsche Aussagen zum immunologischen Grundlagenwissen
Neben der institutionellen Vertuschung offenbarte Cichutek im Ausschuss auch eklatante fachliche Lücken — ausgerechnet bei immunologischen Grundlagen zu SARS-CoV-2. Barucker hat diese Aussagen mit Expertenmeinungen abgeglichen und kam zu dem Schluss, dass Cichutek mehrfach fachlich falsch lag.
Der Mann war Präsident jener Behörde, die über die Zulassung und Sicherheitsüberwachung der neuartigen mRNA- und Vektor-Impfstoffe entschied. Wenn bereits das immunologische Basiswissen lückenhaft ist, auf welcher Grundlage wurden dann Risiko-Nutzen-Analysen erstellt?
Brisante Äußerungen zur Risiko-Nutzen-Analyse
Besonders brisant wurde es bei Cichuteks Ausführungen zur Risiko-Nutzen-Analyse der Corona-Impfstoffe. Details dazu finden sich in der vollständigen Recherche von Barucker. Klar ist: Wenn ein Behördenchef zugibt — oder durch seine Aussagen offenbart —, dass die Risiko-Nutzen-Abwägung auf wackligen Füßen stand, dann hat das Sprengkraft, wie Barucker zutreffend feststellt.
Denn die gesamte Impfkampagne basierte auf der behördlichen Zusicherung, dass der Nutzen die Risiken bei Weitem überwiege. Genau diese Zusicherung wurde von Cichutek und dem PEI über Jahre hinweg mantraartig wiederholt — während gleichzeitig die Datenlage zur Sicherheit systematisch intransparent gehalten wurde.
Der Untersuchungsausschuss: Aufarbeitung oder Alibi-Veranstaltung?
Der Thüringer Untersuchungsausschuss 8/1 wurde eingesetzt, um „Handlungen und Unterlassungen der Landesregierung“ bei der Eindämmung von COVID-19 zu untersuchen und „vermeidbare Fehler“ aufzuklären.
Doch was die bisherigen Zeugenvernehmungen offenbaren, ist ein institutionelles Versagen von historischem Ausmaß — und eine Behördenführung, die bis heute jede Selbstkritik verweigert. Barucker charakterisiert Cichuteks Auftritt treffend als „Selbstbeweihräucherung ohne jegliche Selbstkritik“.
Die Parallelen zu anderen Zeugenaussagen im selben Ausschuss sind frappierend. Der Virologe Christian Drosten rechtfertigte im November 2025 die Maßnahmen mit hypothetischen Todeszahlen („rund 70.000 Tote statt 9.300″), während der ehemalige RKI-Chef Lothar Wieler einräumte, die Politik habe vor zwei Winterwellen zu spät reagiert — ein bemerkenswertes Eingeständnis, das die Frage aufwirft, warum die wissenschaftliche Beratung diese Fehleinschätzungen nicht verhinderte.
Ein Sittenbild deutscher Politik
Die Zeugenaussage von Klaus Cichutek vor dem Thüringer Untersuchungsausschuss ist ein Meilenstein der Aufarbeitung — nicht weil sie Aufklärung brachte, sondern weil sie das ganze Ausmaß der institutionellen Vertuschung offenlegte.
Die zentralen Befunde:
- Untererfassung geleugnet: Cichutek behauptete wider besseres Wissen, es gebe keine relevante Dunkelziffer bei Impfnebenwirkungen — obwohl Krankenkassendaten auf bis zu 3 Millionen Behandlungsfälle hindeuten.
- Keine Protokolle: Die zuständige PEI-Abteilung dokumentierte über vier Jahre hinweg keine einzige Sitzung — ein beispielloser Vorgang, der jede nachträgliche Kontrolle unmöglich macht.
- Fachliche Fehler: Der oberste Impfstoff-Wächter Deutschlands zeigte Lücken im immunologischen Grundlagenwissen.
- Keine Selbstkritik: Statt Reue oder Eingeständnissen bot Cichutek eine Show der Selbstbeweihräucherung.
Die vollständige Recherche mit allen Quellen, Experteneinschätzungen und detaillierten Analysen der Widersprüche in Cichuteks Aussage findet sich auf barucker.press. Der Thüringer Untersuchungsausschuss hat noch viel Arbeit vor sich. Doch eines steht bereits fest: Die Mauer des Schweigens bröckelt. Und Klaus Cichutek hat mit seinem Auftritt unbeabsichtigt mehr zur Aufklärung beigetragen, als ihm lieb sein dürfte.
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Wenn ich einmal richtig mies drauf bin, einen besch… eidenen Tag habe oder einfach nur depri bin, dann sage ich mir eins: Zum Glück bin ich ungeschlumpft!
Diese ganze „Aufarbeitung“ und Gedöns ist doch vor … also sinnlos einfach. Wie wäre es, wenn man dafür sorgt, dass es nichts gibt, was einer „Aufarbeitung“ bedarf? Alles, was dazu nötig gewesen wäre in der Causa „Krönende Verarsche“ war vorher bekannt bzw. war mit wenig Aufwand in der laufenden Aktion recherchierbar. Wenn man allerdings lieber in den Urlaub fährt, fein ins Restaurant gehen muss oder einfach nur gute Fühlis haben will, weil man auf anderen herumhacken kann … Tja. Mir tut da kaum einer leid!
Cichutek war (ist?) selbst aktiv in der gentherapeutischen Forschung beschäftigt.
Zitat Wikipedia:
„Zu Cichuteks Forschungsschwerpunkten zählen biomedizinische Arzneimittel (einschließlich Arzneimittel für neuartige Therapien und DNA/Vektorimpfstoffe), Gentherapie (hier u. a. virale Vektoren, Stammzellgentransfer) sowie Retrovirologie mit dem Schwerpunkt der HIV / SIV-Immunpathogenese und AIDS.
Nach Untersuchungen an Sarkomviren der Maus, die das zelluläre Krebsvorläufergen proto-ras tragen, untersuchte Klaus Cichutek die apathogen verlaufende Infektion der Afrikanischen Grünen Meerkatzen mit ihrem Simianen Immundefizienzvirus. Er wies anhand der Bildung von HIV-1-Varianten bei Menschen die initiale Infektion mit einem einzigen biologischen Virusklon nach. In der Gentherapie gelang ihm die Entwicklung einer Reihe von retroviralen Pseudotyp-Vektoren sowie retro- und lentiviralen Vektoren für den gezielten Gentransfer in ausgesuchte Zelltypen, sogenannte Zelltargeting-Vektoren. Er zeigte die Möglichkeit, menschliche Zellen im Labor und ausgewählte Zelltypen in vivo, d. h. im Körper von Mäusen, mit diesen Vektoren zu modifizieren. Dazu baute er Antikörperdomänen in die Vektorhülle ein, die bestimmte Oberflächenmoleküle auf Zellen erkennen, so dass die Vektoren ihre therapeutische Gene über diese Oberflächenmoleküle ins Erbgut der Körperzellen übertragen. In den letzten Jahren stand die Erforschung von Vektorimpfstoffen auf Basis des Masern-Impfvirus sowie die Erprobung von CAR-T-Zellen im Tiermodell im Vordergrund seiner Forschung“.
Cichutek weiß also ganz genau über die Risiken und Gefahren bescheid, die mit gentherapeutischen Behandlungen einhergehen.
Seine im Gegensatz dazu hier zur Schau gestellte Ahnungslosigkeit und/oder Unsensibilität und offensichtliche (zumindest geduldete) Schlamperei in der Pharmakovigilanz gerade beim erstmaligen massenhaften Einsatz einer gentherapeutischen „Impf“-Behandlung läßt nur einen Schluß zu: Massiver Interessenkonflikt (oder verständlicher ausgedrückt: Korruption).
In einem funktionierenden Rechtsstaat wären Wieler, Drosten und der Ex-Chef des RKI längst aus der Beamtenschaft rausgeworfen worden; ihnen wäre die Anerkennung als Beamter widerrufen worden.
Cicutek, Drosten und Wieler: Avanti Dilletandi!
Alle drei sind hochkriminell und gehörten längst hinter schwedischen Gardinen für ihre Restlebenslaujfzeit verwahrt. Dass dies Mörder sind, ist noch in der Aussage arg untertrieben.
Lebenslänglich
Behängen sich mit Orden
für Gift, mit dem sie morden.
„Klicken hören will ich Handschellen.“*
Giftimpfer vor den Kadi stellen!
Selbst wenn die Pharmaspitzen
einst hinter Gittern sitzen,
ist Freude nicht geboten,
denken wir an die Toten
und jene, die erkrankten schwer,
haben keine Gesundheit mehr.
So ist nach meinem Rechtsgefühl
ein Lebenslänglich nicht zu viel
für alle, die das Gengift mischten
und uns ihre Lügen auftischten.
(*Peter Hahne:“Ich will Handschellen klicken hören“
u.a. Video von Bild „Viertel nach Acht“)