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Politik

Mehrheit der Österreicher sieht USA als Kriegstreiber

26 Kommentare 19. April 2023 2 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Die eigentliche Gefahr für den Weltfrieden ist der Westen und die USA sind hauptverantwortlich für die vielen Konflikte auf der Welt. Diesen Aussagen stimmt die Mehrheit in Österreich zu. 

Der neue Antisemitismusbericht wurde am Dienstag im Parlament vorgestellt. Die dritte Studie ihrer Art sorgte für viele Schlagzeilen. Der Antisemitismus würde sich immer weiter ausbreiten, so Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Vor allem an den politischen Rändern und in migrantischen Milieus.

Österreich mehrheitlich kritisch gegen US-Imperialismus

Was die vielen Berichte unterschlagen haben, sind die Ergebnisse rund um die Fragen zum westlichen Imperialismus und  den USA. Laut er Untersuchung sieht demnach die Mehrheit der Österreich den „westlichen Imperialismus“ als „eigentliche Gefahr für den Weltfrieden“. Ganze 52 Prozent stimmen hier zu.

Angesichts der veröffentlichten Meinung und der politmedialen Stimmungslage in Österreich ist diese mehrheitlich kritische Haltung gegenüber den USA und dem Westen doch äußerst bemerkenswert. Das kleine Detail wurde in der Medienberichterstattung zum Bericht auch nirgends erwähnt.

Auch die explizite Frage nach dem „Antiamerikanismus“ schaffte es nicht in die Medien. Demnach sind die Österreicher mehrheitlich der Meinung, dass die USA hauptverantwortlich dafür seien, dass es so viele Konflikte am Planeten gebe. 54 Prozent stimmen dieser Aussage zu.

Die Meinung ist dabei auch zwischen den Bildungsschichten relativ ausgeglichen, nur einen Unterschied in der Stärke der Meinung gibt es. Personen mit universitärem Bildungsgrad meinen, dass die Aussage „eher“ zutreffe. Währenddessen sind sich Personen mit Pflichtschulabschluss in ihrem Urteil noch sicherer.

Es dürfte auf eine Art und Weise auch ironisch sein, dass diese Themen überhaupt abgefragt werden. Indem sie in den Antisemitismus-Bericht aufgenommen werden, wird ein Konnex zwischen Judentum und Westimperialismus – und damit ein sogenannter „Verschwörungsmythos“ – reproduziert. Im Bericht heißt es noch deutlicher: „Antisemitismus und Antiamerikanismus gehen immer wieder Hand in Hand.“ Offenbar sei es deshalb auch notwendig gewesen, Fragen zu den USA zu stellen.

Notwendig wird deshalb im Bericht gleich erwähnt, dass der „Hang zum Verschwörungsmythen“ bei den beiden „Aussagen ausnehmen kräftig bemerkbar“ sei. Zwei Drittel jener Österreicher die „verschwörungsgläubig“ wären, sind äußerst kritisch mit den USA. Dagegen sei es nur ein Drittel jener Menschen, die „verschwörungsfern“ wären.


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26 Kommentare

  1. Mammalina

    Jaja, die Studierten ;-))) Aber ist doch logisch – die haben keine Zeit für Bildung außerhalb ihres Fachbereichs und werden von Professoren und Lehrkräften in die gewollte Richtung hin erzogen, da werden auch schnell einmal Lügen verbreitet wie die, dass sich Intelligenz nicht vererbe. Dass mit solchen vermeintlich wissenschaftlichen Aussagen die Evolution in Frage gestellt wird, interessiert dabei nicht – wir würden alle noch als Neandertaler geboren, wenn dem so wäre, und die Zwillingsforschung bestätigt, dass viele Eigenschaften angeboren sind, denn es handelt sich nicht um ein Quantenphänomen, wenn getrennte Zwillinge fast zeitgleich die gleichen Vorlieben entwickeln und die gleichen Begabungen aufweisen.

    Im Übrigen wäre es wünschenswert, wenn die Medien solche Umfragen veröffentlichen würden und die Politik der europäischen Länder informiert wäre. In Deutschland wächst auch der Unmut über die nicht enden wollenden Allmachtsansprüche der USA, und damit auch der Unmut gegenüber der eigenen Regierung, die unsere Interessen verrät, weil sie gekauft ist.

  2. Johannes Straganz

    Echt witzig. Oder echt traurig. Geschichtlich betrachtet ist dich vollkommen klar, dass Amerikas Kriegstreiber Nummer 1 ist.

    Da gibt’s nix schön zu reden oder zu diskutieren. Eigentlich nur noch lächerlich dieser Unsinn… Und das bestimmt wieder finanziert durch Steuergelder…

  3. Pfeiffer C

    „Die eigentliche Gefahr für den Weltfrieden ist der Westen und die USA sind hauptverantwortlich für die vielen Konflikte auf der Welt“. Diesen Aussagen stimmt die Mehrheit in Österreich zu.

    „Angesichts der veröffentlichten Meinung und der politmedialen Stimmungslage in Österreich ist diese mehrheitlich kritische Haltung gegenüber den USA und dem Westen doch äußerst bemerkenswert“.

    Hier ein aktuelles Beispiel, warum das so ist:

    Im Revolverblatt derstandard schreibt Fabian Sommavilla aktuell einen „braven“ Kommentar: „Der brasilianische Präsident ist außenpolitisch auf dem Irrweg und glaubt, Russland und die Ukraine hätten gleichen Anteil am Kriegsbeginn und einem möglichen Ende“.

    Darunter stehen veröffentlichte Tiradenpostings aus der allerletzten Schublade.

    Ein vereinzelter poster schreibt dazu dickgedruckt: „Herr Sommavilla vertritt in seinen Zeilen eindeutig die US-Interessen“ – Minuten später ist das posting futsch.

    Meine Antwort wurde mit der schwarzpädagogischen Sublimationsbegründung „Verstoß gegen die
    Forenregeln“ sofort neutralisiert, hier:

    „Herr Sommavilla vertritt in seinen Zeilen eindeutig die US-Interessen“ –

    Sommavilla mit Botschafterin Laura Kennedy nach Praktikumsabschluss:

    https://www2.uibk.ac.at/images/750x-auto/politikwissenschaft/alumni/portraits/einzelportraits/images/sommavilla-2-us-mission.webp

    Keine weiteren Fragen, Euer Ehren – sorry “Your Honour”…

    1. Fritz Madersbacher

      @Pfeiffer C
      19. April 2023 at 19:25
      Da sehen Sie, wie gut die Ausbildung am Institut für Politikwissenschaften der Universität Innsbruck ist. Ein dort ausgebildetes Bürschchen, noch grün hinter den Ohren, weiß besser als der brasilianische Präsident, was Sache ist („Lula muss verstehen, dass nur Putin den Krieg in der Ukraine beenden kann“, „Der Standard“, 19/04/2023). „Egal wie stark oder aufstrebend sich manche Staaten derzeit auch fühlen mögen: Sie sollten das Verbot der Aggression gegenüber anderen Staaten verteidigen und hochhalten“ (ebd.). Wie das geht, kann man bei unseren NATO-Apologeten z.B. in Innsbruck lernen, Lula sollte sich für ein ‚Postgraduate-Studium‘ dort inskribieren. Auch ein „Fernstudium“ wäre möglich …

  4. wellenreiten

    Es gibt viele US-Amerikaner, die ihre eigene Regierung als Kriegstreiber sehen und das kritisieren. International betrachtet ist der Großteil der Weltbevölkerung USA-kritisch (höflich formuliert). Die USA haben den Bogen in den letzten Jahren deutlich überspannt und irgendwann bricht er eben.

  5. ibido

    da ist 2x dieselbe Tabelle abgebildet. Vermute, die 2. sollte eine andere sein, weil die auch nicht mit den angegebenen 54% Zustimmung zusammenstimmt.

    1. I.B.

      Richtig, das habe ich auch schon angeführt. Leider hat Herr Oysmüller noch nicht darauf reagiert.

      1. Thomas Oysmüller

        So, jetzt aber.

      2. I.B.

        @Thomas Oysmüller
        20. April 2023 at 0:44

        Danke.
        Da stellt sich mir aber immer noch die Frage, wer oder/und was bestimmt, was Verschwörungsmythen sind, und wer die Befragten – und auf welcher Grundlage – derart klassifiziert haben: Die Befrager oder die Befragten selbst?

      3. ibido

        @Thomas Oysmüller
        20. April 2023 at 0:44
        danke!

        @ I.B.
        20. April 2023 at 9:19
        diese sehr berechtigte und im konkreten Fall interessante Frage, stellt sich leider nicht wirklich…

  6. Der alte Marxist

    Wenn jemand Anti-Kapitalist und Anti-Imperealist ist, und die NATO nicht als Friedenshüter sieht, dann kann er doch nur ein anti-semitischer Verschwörungstheoretiker sein – sagen die Stiefellecker des Großkapitals!!!

  7. Fritz Madersbacher

    @Hans F.
    19. April 2023 at 14:40
    Wer ist denn heute gesperrt worden? Sie wissen offenbar mehr?

    1. I.B.

      Scheibbs und Hans F sind inzwischen gelöscht worden. Wenn ich allerdings den Stil, den die Beiden bevozugten, ansehe, dann hat dieser grobe und primitive Stil mit der Bitte des Betreibers um Respekt und Absehen von persönlichen Angriffen und Diffamierungen nichts gemein. Vermutlich waren die angeblich anderen gelöschten Beiträge auch nicht besser.

  8. federkiel

    Was haben die von der Autoren insinuierten „Verschörungsmythen“ mit dem Antisemitismus zu tun? Da werden Dinge vermanscht, die nicht zusammengehören.
    Und wie oft kommt es vor, daß Kritik an der Politik Israels gleich in die Antisemitmuskiste kommt, ständig.

  9. I.B.

    Scheibbs
    19. April 2023 at 13:56

    Was hat diese Ihre Erkenntnis mit dem Beitrag „Mehrheit der Österreicher sieht USA als Kriegstreiber“ von Thomas Oysmüller zu tun?

    Ich zumindest freue mich, dass es diesen Blog gibt und dazu aufschlussreiche und respektvolle Kommentare. Es wäre traurig, sollte einmal die Kommentarfunktion nur dazu benützt werden, um sich gegenseitig Beleidigungen an den Kopf zu werfen.

  10. Jurgen

    LOL, was soll dieser Antisemitmus Bericht zeigen? Einen Semitmusbericht würde ich dazu auch gerne sehen im Vergleich, falls es sowas in Österreich gibt…

    1. Jurgen

      Oh, als Zugabe auch kleine Druckfehler enthalten wegen Tastaturüberholung…

  11. therMOnukular

    Madelaine Albright wurde in einem TV-Interview gefragt, ob denn aus ihrer Sicht die 500.000 toten Kinder, als direkte & indirekte Folge der Kriege gegen den Irak, diese Aktion wert waren.

    Sie antwortete mit einem „Ja“.

    Na wie werde ich wohl solche Menschen einordnen? „We bring you peace and democracy“ – aber erst im nächsten Leben, also stirb, Deplorable!

    1. Pfeiffer C

      Eine israelische Ministerin wurde in einem TV-Interview gefragt:

      „Ihre Stimme ist eine Stimme der Kritik Israels, die man bei uns hier in den USA nicht offen hört – Häufig, wenn Widerspruch in den USA gegen die Politik der israelischen Regierung geäußert wird, dann werden die Leute hier „antisemitisch“ genannt. Wie ist ihre Antwort darauf als eine israelische Jüdin?“ –

      Antwort:
      „Nun, das ist ein Trick, den wenden wir immer an. Wenn jemand aus Europa Israel kritisiert, dann bringen wir „den Holocaust“ hoch. Wenn Leute in diesem Land (USA) Israel kritisiert, dann sind sie „antisemitisch“. Und die jüdischen Organisationen sind stark, sie haben viel Geld. Und die Bindungen zwischen Israel und dem jüdischen Establishment in den USA sind sehr stark…“ –

      P.S.: Ich lerne es schon, 2. Versuch, o-h-n-e Videolink (Hinweis YT: „Israelische Ministerin verrät Holocaust-Trick und Antisemitismus-Trick“)

  12. I.B.

    „Der Antisemitismus würde sich immer weiter ausbreiten, so Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.“

    Wenn Kritik an der israelischen Politk bereits als Antisemitismus gesehen wird, ist das eigentlich nicht verwunderlich.

    1. Fritz Madersbacher

      @I.B.
      19. April 2023 at 12:34
      Das ist das Problem. Es handelt sich um eine von politischen Interessen kontaminierte unwissenschaftliche Schrottstudie, die weder der Aufklärung über die eigene (jüngere) Geschichte noch dem Verständnis und dem Schutz der bei uns verbliebenen Menschen aus jüdischen Familien dienlich ist. Sie bringt nur den Dünkel und die Überheblichkeit vieler halbgebildeter Banausen in Politik und Medien gegenüber dem „gemeinen Volk“ zum Ausdruck …

    2. rudifluegl

      Es zeigt die Verbindung stockkonservativer erzreaktionärer, zu ebensolchen in Israel, die sich gerade bemühen die dortige Demokratie, vor allem zum Eigennutz (Netanjahu), ab zu schaffen.
      Ein Wunder, dass die Proteste dagegen hier gezeigt werden.
      Wahrscheinlich weil die Gefährlichkeit der antidemokratischen Maßnahmen die Coronapolitik eines Netanjahu der die Bevölkerung an Pfizer verschachert hat, überdeckt und demonstrierende Massen ohne Coronaspruchbänder, gezeigt werden können.
      Wahrgenommen wird auch nicht, wie die hiesige Regierung ähnliches mit dem Krisensicherheitsgesetz– vor den Nazis schon hieß es Ermächtigungsgesetz,– dem beibehalten des Amtsgeheimnis oder den Querschüssen dagegen, dem Aufrechterhalten des teuren Zuganges zum Recht, dem Nichtrefundieren von Strafgeldern bei eindeutigen staatlichen Rechtsbruch, dem Annehmen einer WHO- Diktatur (Davor schützen geraden noch Afrikaner), dem Aufrechterhalten eines zwielichtigen Maßnahmenrechtes,
      dem althergebrachten traditionellen verschleppen notwendiger Aufarbeitung, usw. dem demokratischen Keimling, der sich schon blicken ließ, endgültig den Garaus macht!

  13. I.B.

    Zwei Fragen oder eigentlich drei:
    Warum ist Tabelle 26 zwei Mal angeführt? Absicht oder Irrtum?
    Wer bestimmt, was ein Hang zu Verschwörungsmythen ist, und haben sich die befragten Personen selbst eingeordnet oder sind sie von den Befragern eingeordnet worden?

    1. Mammalina

      Die Frage nach den Verschwörungsmythen macht in der Tabelle m. E. sowieso keinen Sinn, denn die Beantwortung ist keiner konkreten Gruppe zugeordnet. Keine Ahnung, was das aussagen soll…. ?

      1. I.B.

        Doch, die Beantwortung ist den verschiedenen Gruppen zuzuordnen.
        Diejenigen, die den westlichen Imperialismus und die USA für die Konflikte und für die Gefahr des Weltfriedens verantwortlich machen, sind laut Tabelle am meisten anfällig für Verschwörungsmythen.

  14. Slobodan Covjek

    Deckt sich mit meiner privaten Einschätzung. Es gibt deutlich mehr Mitbürger, die den amerikanischen Imperialismus kritisch sehen als Corona-Kritiker.

Comments are closed.

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