Der Faktencheck der Wissenschaft in der WHO

Lesen Sie noch Horoskope? Oder hören Sie im Radio noch den Energielevel für alle Sternzeichen in der Früh? Nein? Genau, das ist der Grund, warum in den Redaktionen die Neuen jetzt den Faktencheck machen müssen, statt dem Horoskop. Der Unterschied: beim Faktencheck sind Beleidigungen gefragt, beim Horoskop war das tabu. Aber es gibt hochprofessionelle Faktenchecker und die sitzen in der WHO, der Weltgesundheitsorganisation.

Mit Vergnügen habe ich heute auf Twitter einen Thread gelesen, wer für die Corona Faktenchecks in der deutschsprachigen Medienlandschaft zuständig ist. Den Lungenfacharzt und früheren Gesundheitssprecher der SPD Fraktion im Bundestag Wolfgang Wodarg zum Beispiel checkt Selina B…, Tagesspiegel, Volontärin, Studentin Medien, Ethik und Religion.

Der seit 2017 amtierende Director General der WHO Tedros Adhanom Ghebreyesus checkt seit Anfang des Jahres auch Fakten. Und zwar originellerweise die, die bisher bei der WHO gegolten haben.

Hier eine kurze und leider unvollständige Auswahl:

Das Coronavirus lebte auf Oberflächen, bis es das nicht mehr tat. Masken haben nicht funktioniert, bis sie es taten, dann nicht mehr. Es gibt eine asymptomatische Übertragung, nur gibt es die nicht. Abriegelungen funktionieren, um das Virus zu kontrollieren, außer sie tun es nicht. All diese Menschen sind krank, ohne Symptome, bis, schwupps, PCR-Tests wild ungenau sind, weil sie nie als Diagnosewerkzeug gedacht waren. Jeder ist durch das Virus gefährdet, außer er ist es nicht. Es breitet sich in Schulen aus, oder auch nicht nicht.

Und das geht so seit China am 23. Jänner in Wuhan den weltweiten ersten Lockdown in der Geschichte verhängt hat. Täglich. Es ist kein Wunder, dass wie Politanalytiker Peter Filzmaier erklärt „die Politiker die Menschen verloren“ haben und so viele Menschen aufgehört haben, irgendetwas zu glauben, was die „Gesundheitsbehörden“ sagen. Sie haben sich angeschickt, Freiheit und Menschenrechte wegzunehmen und erwarten, dass wir ihnen dafür danken, dass sie unser Leben retten indem sie vielen von uns das Leben verbieten.

Aber alles was bisher war ließ sich – wenn auch mit Mühe – noch als innerhalb des wissenschaftlichen Rahmens befindlich und mit Fakten wenn auch dürftig untermauert ansehen.

Aber mit Nähe zur Wissenschaft, Fakten und Logik scheint es endgültig vorbei zu sein. Die Weltgesundheitsorganisation hat plötzlich ihre Definition eines Kernbegriffs der Immunologie geändert: Herdenimmunität. Ihre Entdeckung war eine der größten Errungenschaften der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts, die in den 1920er Jahren allmählich aufkam und dann im Laufe des 20. Jahrhunderts immer besser verstanden wurde.

Herdenimmunität ist ein Prozess, der sich auf biologische Realität und statistische Wahrscheinlichkeitstheorie zurückführen lässt, jedenfalls harte Naturwissenschaft. (Es ist aber keine „Strategie“, wie „Faktenchecker“ gerne behaupten.) Herdenimmunität passiert mit wenigen Ausnahmen nahezu bei jeder Infektion.

Warum ist das so? In der Neatur gibt es viele Beziehungen zwischen Keim und Wirt, zwischen Beute und Jäger, zwischen Vogel und Nilpferd, zwischen Symbionten in der Pflanzen und Tierwelt. Sind solche Beziehungen erfolgreich, laufen sie auf eine Form von Gleichgewicht hinaus. So haben wir uns schon an viele Viren angepasst und sie durch Immunität in ihrer Verbreitung angepasst. Wir haben uns aber noch nie, auch jetzt nicht, absichtlich damit infiziert, ess ist bisher immer passiert.

Wie das funktioniert, ist auch in jedem Lehrbuch der Mikrobiologie nachzulesen. Wir wissen auch dank Lehrbuch-Wissen, dass die natürliche Immunität stark ist und weil das Virus ja noch vor einem Jahr „neuartig“ war, wurde es wieder und wieder untersucht und bestätigt was im Lehrbuch steht. Die gesamte Batterie der Immunabwehr steht zur Verfügung – und das nach Infektion mindestens für 17 Jahre – und verhindert, dass wir uns neuerlich infizieren oder zumindest nicht erkranken. Zumindest solange das Immunsystem intakt ist.

Bis am 12. Oktober 2020 der Director General Tedros bei einem WHO Mediea Briefing folgendes seltsame Statement von sich gab:

In letzter Zeit gab es einige Diskussionen über das Konzept, die sogenannte „Herdenimmunität“ zu erreichen, indem man das Virus sich ausbreiten lässt.

Herdenimmunität ist ein Konzept, das für Impfungen verwendet wird, bei dem eine Bevölkerung vor einem bestimmten Virus geschützt werden kann, wenn ein Schwellenwert für die Impfung erreicht wird.

Mit anderen Worten: Herdenimmunität wird erreicht, indem man die Menschen vor einem Virus schützt, nicht indem man sie dem Virus aussetzt.

In der Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens wurde die Herdenimmunität noch nie als Strategie für die Reaktion auf einen Ausbruch, geschweige denn eine Pandemie, eingesetzt. Sie ist wissenschaftlich und ethisch problematisch.“

Gebreyesus macht also einen „Faktencheck“ über das was bis dahin als Meinung der WHO (und der gesamten einschlägigen Wissenschaft) galt und nun nur mehr im Webarchiv zu finden sind:

Herdenimmunität ist der indirekte Schutz vor einer Infektionskrankheit, der eintritt, wenn eine Population entweder durch eine Impfung oder eine durch frühere Infektionen entwickelte Immunität immun ist.“

Und weiter:

„Das bedeutet, dass auch Menschen, die nicht infiziert wurden oder bei denen eine Infektion keine Immunreaktion ausgelöst hat, geschützt sind, weil Menschen in ihrer Umgebung, die immun sind, als Puffer zwischen ihnen und einer infizierten Person fungieren können. Der Schwellenwert für die Etablierung der Herdenimmunität für COVID-19 ist noch nicht klar.“

Wir haben jetzt das Coronavirus bald seit eineinhalb Jahren in der Weltbevölkerung unterwegs und es sind schon mehr als 1 Milliarde Menschen wurden infiziert und sind immun. Diese zu impfen ist unethisch, weil eine unnötige und unverantwortliche Gefährdung ihrer Gesundheit. Genau das will aber Herr Adnahom offenbar.

Und er behauptet einfach Dinge, die bösartige Unterstellungen oder aus der Luft gegriffen sind. Das Ignorieren der bisher durch Infektion geschehenen Infektion ist ein Schlag ins gesicht derer, die ein Infektion durchgemacht haben und ein Liebesdienst für die Pharmaindustrie, die einige Milliarden zusätzlichen Profit einfahren kann, impft man auch alle Immunen.


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2 Kommentare zu „Der Faktencheck der Wissenschaft in der WHO

  1. die leute in der who und bei rki gehören endlich mal durchleuchtet.
    hier scheint ein korruptes und ja schon kriminelles system immer offensichtlicher etabliert zu sein.

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