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Wirtschaft

Strompreis fast doppelt so hoch wie im Jahresmittel: Abrechnung mit Energiepolitik

4 Kommentare 10. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Am heutigen Donnerstag liegt der Strom in Österreich bei rund 204 Euro je Megawattstunde. Das dürfte Rekord für das Jahr 2026 sein und fast doppelt so teuer wie das Jahresmittel. Ein österreichischer Energieexperte beschuldigt die Politik.

Am 10. September 2026 liegen die österreichischen Day-Ahead-Preise im Schnitt bei rund 204 Euro je Megawattstunde. In der Abendspitze klettert der Börsenpreis auf über 418 Euro/MWh. Das ist deutlich über dem 30-Tage-Schnitt. Auch gegenüber dem bisherigen Jahresmittel 2026 (ca. 122 €/MWh) und dem Jahr 2025 (ca. 100 €/MWh) ist der Preis enorm hoch. Nur im Vergleich zum Allzeithoch zu Beginn des Ukraine-Kriegs im Frühjahr 2022 liegt man noch zurück.

Energieunternehmer Thomas Eisenhuth macht aus den heutigen Börsenpreisen eine grundsätzliche Kritik an der österreichischen Energiepolitik. Sein Posting im Wortlaut:

Wir haben für den heutigen 10. September 2026 wieder mal Rekordstrompreise in Österreich. Hohe Strompreise sind ein Beleg von Energieknappheit.

Kernkraft? Ist in Österreich verboten, weil „Teufelszeug“. Den Kernkraftstrom importieren wir stattdessen aus Tschechien, die wegen unserer wirklich dummen Energiepolitik gar nicht mehr aus dem Lachen kommen. Aus Tschechien kommen zeitweise bis zu 50 Prozent unseres Strombedarfs (siehe Webseite APG – Markttransparenz – Physikalischer Import).

Wasserkraft? Wird in Österreich von grünen Fundamentalisten in den Behörden, die einst an einer grünen Kaderschmiede studiert haben, behindert, wo es nur geht. Es ist in der aktuellen Lage mehr als nur sinnvoll, das einst schon genehmigte Donaukraftwerk zu bauen, aber die Politik hat aus Angst vor einer kleinen grünen durchgeknallten Minderheit komplett die Hosen voll, dieses sinnvolle Vorhaben zuzulassen.

Erdgas? Das kaufen wir bewusst richtig teuer ein. Wir haben zwar ein in Österreich erfundenes Frackingverfahren, was komplett ohne Chemie auskommt und viel billiger als das US-Verfahren ist, aber davon will die Politik wegen ihrer irren Weltrettungsphantasien einfach nichts wissen.

Österreich soll stattdessen zunehmen den Launen der Natur unterworfen werden. Wie im Mittelalter. Der Strommehrbedarf soll im Wesentlichen nur noch mit dauersubventioniertem Zufallsstrom aus Glitzerzellen und Propellern gedeckt werden.

Was für ein geisteskranker Irrsinn!

Österreich hat Kernenergie nach der Volksabstimmung 1978 gesetzlich ausgeschlossen. Seither ist eine Kernkraftdebatte in Österreich absolut politisches Tabu – nicht einmal die FPÖ spricht sich für den Bau eines AKW in Österreich aus.

Gleichzeitig importiert das Land regelmäßig Strom aus Tschechien. Dort decken die Reaktoren in Dukovany und Temelín rund 40 Prozent der Erzeugung; neue Blöcke sind geplant. Auch die Slowakei baut die Kernkraft aus.

Die Energiewende setzt ganz auf Solar und Wind, „Zufallsstrom“, wie es Eisenhuth nennt. Wasserkraftwerke haben ebenfalls einen schlechten Sommer. Und so drückt sich die Energiewende in Börsenpreisen wie dem heutigen aus.

Bild „Windkraft“ by Dharion is licensed under CC BY 2.0.

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4 Kommentare

  1. local.man
    Antworten

    Im Grunde läuft es ja auf ein einfaches Szenario zu.
    Smart-Meter spielen da ebenso eine Rolle, wie die Klima-Story, das CO2 inkl. des CO2 Budget und wahrscheinlich auch die digitale ID, sowie ein auf Energiebilanz laufendes Sozialkredit-Subsystem, wie man es auch immer nennen wird.

    Die Stromzuteilung und die Fremdbestimmnung, also die Kontrolle zentral über den Rest ist in dem Falle das Ziel, wie immer eigentlich.
    Die ganze digitale Sache summiert sich am Ende an diesem Punkt, die Masse zu beherrschen.

    Teure Preise sind ein MUSS, um dir deine Niederhaltung zu verdeutlichen, in Verbindung mit deiner CO2 Verbrauch/Ausstoß also emittieren.
    Wenn wir durch die Technik immer freier werden, es keine Kombination von Arbeit/Geld/Wirtschaftsmodell gibt, das uns aussaugt und niederhält, dann braucht es ein Werkzeug, damit wir unsere Kleinhaltung und Wegsperrung akzeptieren und dafür ist das Klima-Szenario erfunden worden.

    Da wir keine Kontrolle haben, sind wir wie immer gefangen in dem System der Wenigen und deren Pläne, Wohlwollen und Zuteilung.
    Und dies muss dann so sein, das der Status Quo erhalten bleibt.
    Eigentlich eine sehr einfache Sache..

    1. alter Mann
      Antworten

      Richtig – eine privilegierte Schicht schafft sich die unbedingt notwendige (aber begrenzte) Arbeitsschar in gekapselten Aufenthaltsräumen und dies Weltweit. Energiekontigentierung (egal unter welchem Argumenten) ist da optimal geeignet. Wird so in etwa 10 Jahren abgeschlossen sein und dann kommen die weggeschlossenen schon vorhandenen alternativen Stromerzeugungsmöglichkeiten aus der Schublade. Geht aktuell noch nicht, da nicht flächendeckend sicher kontigentierbar.

      1. Vortex

        Was wurde eigentlich aus dieser technischen Vision (ausdemnichts.at), die auf den Forschungen von Schappeler beruhte?

        War dies: https://justpaste.it/schappeller die Ideenquelle für (tesla.ch/deutsch/4-Free_energy.html, tesla-info.de/fenergie.htm), aber irgendwie ist wohl beides für unsere Zeit zu alternativ …

  2. cwsuisse
    Antworten

    Was die Strompreise in Europa angeht haben wir noch gar nichts gesehen. So richtig teuer wird ers erst, wenn der geplante Netzausbau realisiert wird.

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