Omniwar 4: Die Eroberung der Universitäten – Wie Akademia zur Propagandamaschine wurde

7. September 2026von 3,2 Minuten Lesezeit

Vom 10. bis 11. Oktober 2026 findet das vierte Omniwar-Symposium statt. Unter dem Titel „The Capture of Academia“ analysieren Jacob Nordangård, David A. Hughes, Daniel Broudy, Ursula Edgington und Susanne Dodillet, wie die westlichen Universitäten systematisch von Oligarchen-Stiftungen, Geheimdiensten und technokratischen Eliten übernommen wurden. Moderiert wird die abschließende Diskussionsrunde von Debbie Lerman.

Klima als Hebel der Kontrolle

Jacob Nordangård, Autor von Rockefeller – Das Spiel kontrollieren, zeigt in seinem Beitrag, wie die Theorie des menschengemachten Klimawandels die Akademia eroberte. 1988 erklärte die UN-Generalversammlung den Klimawandel zur „gemeinsamen Sorge der Menschheit“ und gründete das IPCC. Der Kalte Krieg wurde durch den „Warm War“ abgelöst. Forscher, die die Theorie bestätigten, erhielten riesige Ressourcen; Skeptiker wurden als „Klimaleugner“ und Handlanger der Ölindustrie gebrandmarkt und ausgegrenzt.

Nordangård führt die Wurzeln bis in die 1950er Jahre zurück: Die Rockefeller Foundation und der Rockefeller Brothers Fund steuerten gezielt Institutionen wie das Scripps Institution of Oceanography und das International Meteorological Institute in Stockholm. Das Ziel: ein weltweites digitales Klimaschutz-System. Im Jahresbericht 2005 der Rockefeller Brothers Fund heißt es unmissverständlich: „Die Erwärmung des Klimas ist ein globales Thema, das jede denkbare Facette der menschlichen Gesellschaft berührt. Darin liegt unsere Chance.“ Klima ist damit vor allem ein Instrument globaler sozialer, politischer und wirtschaftlicher Kontrolle.

Von der freien Universität zum Steuerungsapparat

Susanne Dodillet beschreibt in ihrem Vortrag den Wandel der modernen Universität von einem Ort humanistischer Reflexion zu einem Apparat sozialwissenschaftlicher Governance. Am schwedischen Beispiel zeigt sie, wie amerikanische Forschungsphilanthropie im 20. Jahrhundert eine empirische Sozialwissenschaft aufbaute, die Gesellschaft messbar und steuerbar machen sollte. Sobald soziale Fragen zu Messobjekten wurden, hörten sie auf, moralische und politische Angelegenheiten zu sein – und wurden technische Probleme, deren Lösung die Geldgeber definierten.

Der Wohlfahrtsstaat, der um diese Strukturen wuchs, sorgte für die Menschen und entwaffnete gleichzeitig ihre Fähigkeit, sich gegen die Machtkonzentration zu wehren. Die Universität ist in diesem Sinne strukturell korrupt: Nicht die Qualität des Denkens entscheidet, sondern die Interessen der Geldgeber, welche Fragen gestellt und welche Antworten Autorität gewinnen.

Geheimdienste, Lehrerausbildung und Begriffszerstörung

David A. Hughes legt dar, wie die anglo-amerikanische Akademie seit dem Zweiten Weltkrieg tief in den Nationalen Sicherheitsstaat eingebettet ist. 70 Prozent der US-Forschungsgelder kamen nach dem Krieg von Bundesbehörden, der Rest von Stiftungen wie Ford, Rockefeller und Carnegie. Die CIA beeinflusste massiv Sozialwissenschaft und Verhaltensforschung (MKULTRA an 44 Universitäten). „Defence Intellectuals“ dienten der Macht, statt der Gesellschaft kritisch gegenüberzutreten. Die Weigerung der Akademia, strukturelle Ereignisse wie 9/11 oder COVID-19 kritisch zu hinterfragen, entlarvt den Anspruch, „Wahrheit zur Macht“ zu sprechen, als Lüge.

Ursula Edgington analysiert, wie Korruption und Propaganda die Lehrerausbildung infiltrieren. Universitäre Lehramtsprogramme unterdrücken „unbequemes Wissen“, schränken den Zugang zu breiten Curricula und kritischem Denken ein und zensieren Forschung. Die Folgen für Schulen, Familien und Gesellschaft sind katastrophal.

Daniel Broudy zeigt abschließend, wie Elite-Universitäten (Harvard, Princeton, Yale, Cambridge, Oxford) systematisch Schlüsselbegriffe umdefinieren – insbesondere die Unterscheidung von Mann und Frau. Die Kontrolle über Konzepte und Sprache ist der erste Schritt zur Umformung junger Köpfe für eine Zukunft totaler, fragloser Dienstbarkeit.

Akademia als Schlachtfeld

Das Omniwar-Symposium macht deutlich: Die Universitäten sind kein neutraler Raum der Wahrheitssuche mehr. Sie sind erobertes Terrain in einem vertikalen Krieg der transnationalen kapitalistischen Elite gegen die restliche Menschheit – einem Krieg um die Kontrolle über Denken, Sprache, Natur und den Menschen selbst. Wer die Wurzeln dieser Entwicklung verstehen will, sollte die Vorträge nicht verpassen.

Anmeldungen und weitere Informationen unter omniwar.org.

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