
Gürtelrose-Impfung als Herz- und Hirnschutz? Studien als reines Marketing
Zwei neue Beobachtungsstudien sollen der rekombinanten Gürtelrose-Impfung eine zweite Karriere verschaffen: weniger Herzinfarkte, weniger Demenz. In Nature Medicine berichtet die Arbeit von Corsi-Zuelli von einer 9-prozentigen Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. In den Annals of Internal Medicine behauptet Hayes eine 25-prozentige Senkung des Demenzrisikos.
Die Botschaft ist werbewirksam: spritzen, Herz schützen, Gehirn retten. Der Kardiologe Dr. Peter A. McCullough nennt das auf The Focal Points eine schöne Geschichte – und fast sicher falsch. Epidemiologisch seien die Effekte winzig. In nicht randomisierten Studien reiche der „Healthy-Vaccinee-Bias“ oft aus, um genau solche Zahlen zu erzeugen: Wer sich impfen lässt, ist im Schnitt gesünder, besser versorgt und häufiger beim Arzt. Abrechnungscodes ohne klinische Adjudikation, winzige Effektgrößen unterhalb der natürlichen Streuung und Interessenkonflikte im Kleingedruckten – das sei, so McCullough, die Standardmethode, wenn die Impfindustrie Produkte und Profite bewegen müsse.
Dazu kommt die Biologie der Entzündung. McCullough beschreibt seine eigene Reaktion auf die Gürtelrose-Impfung: Arm wie ein roter Ballon, Schmerz, Fieber. Systemische Entzündung sei kein Schutz für Herz und Gehirn, sondern ein bekannter Treiber kardiovaskulärer und neurodegenerativer Erkrankungen. Eine Impfung, die genau diese Entzündungskaskade auslöst, als Prävention derselben Krankheiten zu verkaufen, sei widersprüchlich.
Der Punkt ist nicht, dass Herpes Zoster harmlos wäre. Der Punkt ist die Umwidmung einer Beobachtungskorrelation in eine kausale Heilsgeschichte. Solange es keine sauberen, randomisierten Endpunktstudien mit klinisch bewerteten Ereignissen gibt, bleiben 9 und 25 Prozent Marketinggrößen – geeignet für Schlagzeilen, ungeeignet als Beweis. Genau so, schreibt McCullough, funktioniere das Kartell: nicht mit zwingender Evidenz, sondern mit Studienarchitektur, die das gewünschte Ergebnis fast zwangsläufig liefert.
Die Nebenwirkungen
Die heute übliche Gürtelrose-Impfung in Deutschland und den USA ist der adjuvantierte Totimpfstoff Shingrix (rekombinantes Varizella-Zoster-Glykoprotein E plus AS01B-Adjuvans). Der ältere Lebendimpfstoff Zostavax spielt kaum noch eine Rolle. Die Reaktogenität von Shingrix ist bewusst hoch: Das Adjuvans soll eine starke Immunantwort erzeugen – und genau das zeigt sich an den Nebenwirkungen.
Häufig (Zulassungsstudien, oft innerhalb von 1–3 Tagen):
- Schmerzen an der Einstichstelle (rund 78 Prozent)
- Rötung (rund 38 Prozent) und Schwellung (rund 26 Prozent)
- Muskelschmerzen und Müdigkeit (je etwa 45 Prozent)
- Kopfschmerzen (rund 38 Prozent)
- Schüttelfrost (rund 27 Prozent), Fieber (rund 21 Prozent)
- Magen-Darm-Beschwerden (rund 17 Prozent)
Das CDC spricht von Reaktionen, die alltägliche Aktivitäten vorübergehend einschränken können. In den Studien hatten etwa 17 Prozent sogenannte Grad-3-Reaktionen (so stark, dass der Alltag nicht normal weitergeht). Jüngere Geimpfte reagieren oft heftiger als Hochbetagte. Die Beschwerden klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen ab.
Seltener, aber dokumentiert:
- Allergische Reaktionen bis hin zu Anaphylaxie (sehr selten)
- Ohnmacht nach der Injektion
- Guillain-Barré-Syndrom (GBS): Nach Markteinführung ein Signal in der Größenordnung von etwa drei Fällen pro einer Million Dosen, vor allem bei über 65-Jährigen innerhalb von 42 Tagen. RKI und CDC stufen das Risiko als gering ein und stellen ihm ein höheres GBS-Risiko nach einer echten Gürtelrose gegenüber.
Eine „Impf-Gürtelrose“ durch Shingrix ist nach PEI-Auswertung nicht belegt: Der Impfstoff enthält kein vermehrungsfähiges Virus. Gemeldete Zoster-ähnliche Ausschläge nach der Spritze waren oft nicht virologisch bestätigt oder Wildtyp-VZV bzw. Herpes simplex.
Das ist der biologische Hintergrund der Kritik von Peter McCullough: Eine Impfung, die Armschwellung, Fieber und systemische Entzündung auslöst, wird gleichzeitig in Beobachtungsstudien als Schutz vor Herz- und Hirnerkrankungen verkauft. Entzündung ist kein harmloses Begleitgeräusch – sie ist der vorgesehene Wirkmechanismus des Adjuvans. Ob daraus ein langfristiger Nutzen gegen Herzinfarkt oder Demenz folgt, ist eine andere, bisher nicht seriös beantwortete Frage.
Kontraindikationen laut RKI: bekannte Überempfindlichkeit gegen Bestandteile oder schwere Reaktion auf die erste Dosis; bei akutem Fieber aufschieben. Für Schwangere fehlen Daten. Wer nach der Impfung Atemnot, ausgeprägte Schwellung im Gesicht, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen oder anhaltendes hohes Fieber hat, braucht ärztliche Abklärung – nicht die nächste Marketingstudie.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Ich warte auf die Impfung gegen Verblödung. Die wollen dann vermutlich fast alle haben.
Dass sich jemand traut so einen Dreck überhaupt anzubieten, zeigt nur einmal mehr, was das für eine todkranke Welt ist.