Die These vom „fossilen“ Erdöl: Wissenschaftliches Korsett für politische Zwecke?

13. August 2026von 4,4 Minuten Lesezeit

Die klassische, an Schulen und Universitäten gelehrte These besagt: Erdöl und Erdgas (?) entstanden aus abgestorbenen Meeresorganismen (Plankton, Algen), die über Jahrmillionen unter Druck und Hitze in Sedimentgesteinen zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt wurden. Fossile Brennstoffe — der Name ist Programm. Endlich, nicht erneuerbar, begrenzt.

Die abiogene These hingegen — vertreten unter anderem vom 2014 verstorbenen russisch-ukrainischen Geologen Vladimir Kutcherov sowie in der sowjetischen und russischen Erdölgeologie ohnehin tief verwurzelt — besagt, dass Kohlenwasserstoffe abiogen, also aus anorganischen Prozessen tief im Erdmantel entstehen. Sie migrieren durch tiefe Brüche und Spalten nach oben, reichern sich in Lagerstätten an — und tun dies kontinuierlich. Die beiden Theorien hat TKP kürzlich in zwei Artikeln behandelt: Fossile Brennstoffe? Die biogene Theorie wissenschaftlich am Ende – Teil 1  und mit ausführlichen Quellenangaben neuester Studien belegt Die große Erdöl-Lüge Teil 2: Die abiogene Theorie – Beweise, Experimente, Feldevidenz

Wem nützt die biogene Orthodoxie?

In diesem dritten Teil geht es um die Frage nach dem politischen Zweck. Denn die biogene These erfüllt mehrere Funktionen, die frappierend an die des COVID- und Klima-Playbooks erinnern:

Erstens: Verknappungsnarrativ. Wenn Öl und Gas „fossil“ und damit endlich sind, dann ist jeder Tropfen, der verbrannt wird, ein Tropfen weniger für die Zukunft. Daraus folgt zwingend: Peak Oil, Ressourcenkriege, Energieknappheit. Das treibt Preise und schafft ein permanentes Krisenbewusstsein, das sich politisch hervorragend bewirtschaften lässt.

Zweitens: CO₂-Schuldzuweisung. Nur wenn Kohlenwasserstoffe ausschließlich biogenen Ursprungs sind, lassen sie sich als „fossiles CO₂“ brandmarken — als Sünde gegen das Klima, als Freisetzung gebundenen Kohlenstoffs, der sonst nie wieder in den Kreislauf zurückfinden würde.
Die abiogene These würde bedeuten: Kohlenwasserstoffe sind ein natürlicher, kontinuierlich nachproduzierter Bestandteil des Erdsystems. Das CO₂-Argument würde kollabieren.

Drittens: Geopolitische Kontrolle. Wer die „Endlichkeit“ predigt, kontrolliert die Verteilung. Die OPEC, westliche Ölmultis, der gesamte Rohstoff-Finanzmarkt — sie alle profitieren von der Knappheitsprämie, die die biogene These legitimiert. Eine stetig nachfließende Ressource hingegen entzieht dem Kartell die Geschäftsgrundlage.

Viertens: Energiewende als Zwang. Nur wer glaubt, dass Öl und Gas zur Neige gehen, akzeptiert die „alternativlose“ Transformation zu Wind, Solar und Elektroautos. Die biogene These ist das wissenschaftliche Fundament, auf dem das gesamte Net-Zero-Gebäude ruht. Bricht dieses Fundament, bricht das Gebäude.

Was spricht für die abiogene These?

Die Evidenz ist keineswegs marginal. Einige Punkte, die in der westlichen Geologie systematisch ignoriert werden:

  • Tiefbohrungen in kristallinem Grundgebirge — etwa in Schweden (Siljan-Ring) oder in Vietnam (White Tiger-Feld) — förderten kommerziell nutzbares Öl aus Tiefen, in denen nie Sedimentgestein mit organischem Material existierte.

  • Titan-Monde wie Titan weisen massive Methanseen und Kohlenwasserstoffatmosphären auf — ohne jemals einen einzigen Plankton-Organismus beherbergt zu haben. Erdgas wird bei der biogenen These auch meist außen vor gelassen, zu unwahrscheinlich klingt „fossiles“ Erdgas.

  • Nachfüll-Phänomene: In erschöpft geglaubten Lagerstätten wie Eugene Island 330 im Golf von Mexiko wurde beobachtet, dass sich Ölreserven regenerierten — und zwar in Zeiträumen, die mit biogenen Prozessen nicht erklärbar sind.

  • Die thermodynamische Stabilität von Methan (CH₄) bei Manteltemperaturen und -drücken ist seit langem bekannt. Kohlenwasserstoffe sind unter den Bedingungen des oberen Erdmantels kein exotischer Zufall, sondern das, was die Physik erwarten lässt.

Die Parallele zu COVID und Klima

Zurück zur Ausgangsfrage: Dient die biogene These dem gleichen Zweck?

Die Struktur ist identisch:

Die abiogene These wird nicht widerlegt — sie wird totgeschwiegen. Kein westlicher Geologe, der auf Forschungsgelder hofft, rührt das Thema an. Kein Lehrbuch weicht von der biogenen Orthodoxie ab. Und kein Politiker hat Interesse daran, dass die Bürger erfahren: Das Öl geht vielleicht gar nicht aus.

Was auf dem Spiel steht

Würde sich die abiogene These durchsetzen — und die russische sowie vietnamesische Erdölförderung zeigt seit Jahrzehnten, dass sie praktisch funktioniert —, dann verlören mehrere Machtstrukturen gleichzeitig ihre Legitimation:

  • Die Klimaalarmisten könnten CO₂ nicht mehr als „fossile Sünde“ brandmarken

  • Die Energiewende wäre keine Notwendigkeit mehr, sondern eine politische Wahl — die man auch ablehnen könnte

  • Die OPEC und westliche Ölmultis verlören ihre Knappheitsrente

  • Die WHO und ihre Klima-Notstands-Rhetorik stünden erneut ohne wissenschaftliches Fundament da

Es geht also um weit mehr als um eine geologische Fachfrage. Es geht um die Legitimität eines gesamten politisch-ökonomischen Komplexes.

Fazit

Die biogene These dient dem selben Zweck wie die COVID-Alarm-Strategie und die Klima-Notstands-Rhetorik: Sie erzeugt ein Krisennarrativ, das tiefgreifende gesellschaftliche Eingriffe als alternativlos erscheinen lässt. Sie monopolisiert die Deutungshoheit, delegitimiert Abweichler und sichert den Profiteuren des Status quo ihre Pfründe.

Folge dem Geld, und du findest die Wahrheit. Oder, wie es der alte Grundsatz der Investigativ-Analyse verlangt: Cui bono?

Die abiogene These ist nicht widerlegt. Es wurde versucht sie zu verdrängen. Und das hat Gründe, die nichts mit Wissenschaft zu tun haben — und alles mit Macht.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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Die große Erdöl-Lüge Teil 2: Die abiogene Theorie – Beweise, Experimente, Feldevidenz

Fossile Brennstoffe? Die biogene Theorie wissenschaftlich am Ende -Teil 1 

Warum Erdöl und Erdgas nicht aus Wäldern und Farnen entstanden sind

Was das Ende der OPEC bedeuten könnte

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