Millionen gegen AfD-Erfolge im Osten

11. August 2026von 2,3 Minuten Lesezeit

Die Grünen und die Partei Die Linke investieren vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September 2026) Rekordsummen. Das Ziel ist klar: Die AfD von der Macht fernzuhalten.

Aktuelle Umfragen zeigen die AfD klar in Führung. In Sachsen-Anhalt liegt sie laut INSA (Anfang August 2026) bei 42 Prozent, die CDU bei 22 Prozent, die Linke bei 13 Prozent, die SPD bei 6 Prozent und BSW bei 5 Prozent. Grüne und FDP kommen jeweils auf 4 Prozent und drohen an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Ähnlich führt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Teilweise steht sogar eine AfD-Alleinregierung im Raum.

Die Grünen werben mit dem Slogan „5 Prozent für die Grünen im Landtag – 0 Prozent AfD-Regierung“. Eine Stimme für sie soll die AfD schwächen und „demokratische Mehrheiten“ ohne sie ermöglichen. Ohne Grüne im Landtag bricht die Brandmauer zusammen.

In Sachsen-Anhalt hat die AfD realistische Chancen auf eine absolute Mehrheit oder zumindest die Möglichkeit, über Enthaltungen anderer Parteien den Ministerpräsidenten zu stellen. Die Grünen waren bei den Wahlen 2024 in Thüringen und Brandenburg aus dem Landtag geflogen und in Sachsen nur knapp eingezogen. Nun drohen die nächsten Debakel.

Millionen gegen AfD

In Sachsen-Anhalt verfügt der Grünen-Landesverband über rund 1,5 Millionen Euro – das höchste Budget seiner Geschichte und mehr als das Doppelte des bisherigen Rekords. Etwa 40 Prozent stammen aus Spenden, fast ausschließlich von Privatpersonen. Der Anteil der Kreisverbände liegt bei etwa 300.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde der ursprünglich mit 350.000 Euro geplante Haushalt auf 800.000 Euro mehr als verdoppelt. Beiträge anderer Landesverbände und verstärkte Spendenaufrufe, darunter Aktionen wie „einpunktmehr“, trugen dazu bei. Das berichtet die Welt.

Bei der Linken sieht es ganz ähnlich aus: 562.000 Euro in Sachsen-Anhalt und 600.000 Euro in Mecklenburg-Vorpommern – ebenfalls Rekord. In beiden Ländern verzeichnet die Partei ein gestiegenes Spendenaufkommen von Privatpersonen. Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern bleibt bei 1,1 Millionen Euro (wie 2021), meldet aber höhere Spendenbereitschaft. Die CDU dort liegt bei etwa einer Million Euro.

Die Mittel kommen aus Mitgliedsbeiträgen, staatlichen Zuweisungen, Transfers anderer Parteiebenen, aber vor allem aus privaten Spenden. Die Parteien berichten von einer deutlich gestiegenen Spendenbereitschaft angesichts der Umfragewerte. Diese Meldung könnte aber Teil einer Spendenlukrierungskampagne sein und die Leute zum Spenden erst recht antreiben.

Ergänzend sammelt die Kampagnenorganisation Campact im „NoAfD-Fonds“ Millionenbeträge. Bis Juli 2026 waren über 2,5 Millionen Euro zusammengekommen. Die Hälfte fließt an lokale Initiativen und Vereine, die andere Hälfte in eigene Anti-AfD-Kampagnen. Man zeigt sich stolz auf die „Zivilgesellschaft“.

Bild Valerina CappuccinaLautsprecherwagen auf dem CSD Tübingen 2024 03CC BY-SA 4.0

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12 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 12. August 2026 um 2:19 Uhr - Antworten

    Versinken der Linken

    Friede, Freude, Eierkuchen
    brauchst du in Deutschland nicht zu suchen.
    Flüchtet aus Deutschland die Vernunft,
    richte den Blick auf die Zukunft.
    Verdorbenheit in allen Zweigen
    eröffnet sich ein bunter Reigen
    aus vielerlei Zusammenbrüchen,
    die heilt man nicht mit linken Sprüchen,
    schon gar nicht mit Parteiverboten,
    ihr schwarzrotgrünen Vollknallschoten.
    Und wenn die Deutschen nicht mehr pennen
    Ursachen des Übels erkennen
    und sich dann in Bewegung setzen,
    sehen, die gegen Wahrheit hetzen,
    wenn Ohnmacht wandelt sich zur Wut,
    dann schwillt sie an des Volkes Flut
    und wird alle die mit sich reißen,
    die heute noch das Volk beschneiden.
    Wird Deutschland im Chaos versinken,
    betrifft’s auch euch, ihr dummen Linken!

  2. Informationsbefreier 12. August 2026 um 0:47 Uhr - Antworten

    Durch Wahlen ändern sich die Machtverhältnisse ganz bestimmt nicht, niemand kommt durch Wahlen zu Macht, noch viel weniger in Sachsen-Anhalt.
    Und Wahlprognosen sind so aussagekräftig wie Corona-, Klima- und Konjunkturmodelle:
    http://wahlprognosen.info

  3. Tabascoman 11. August 2026 um 23:53 Uhr - Antworten

    Wenn die „privaten“ Parteispenden wirklich von Privat kommen ?,
    oder von Organisationen die vielleicht über viele Kleinspenden aus dem Ausland kommen und von Deutschlands Abstieg profitieren?
    Wer weis es? Parteien sind überflüssig, vernünftige Köpfe sind besser!

  4. therMOnukular 11. August 2026 um 23:25 Uhr - Antworten

    „Wir haben Möglichkeiten“ hat die Flinten-Uschi einmal gesagt und die Wahl Meloni’s in Italien damit gemeint.
    Und darum gehe ich auch wie bei Italien davon aus, dass sich nichts grundlegendes ändern wird, auch nicht bei absoluter AfD-Mehrheit.
    Für mich ist das alles Ablenkung. Die entscheidenden Hinterzimmer-„Eliten“ bleiben dieselben und werden auch die AfD kaufen, so wie bisher jeden. Das ganze korrupte Werkl wird erst einstürzen, nachdem auch unsere Welt und unser Leben zu Asche zerfallen ist und der Mob diese „Elite“ auf die Bäume knüpft.

    • Andreas_Sch. 12. August 2026 um 10:56 Uhr - Antworten

      Ich kann diese blinde Hoffnung auf diese komische „Partei©“ auch überhaupt nicht nachvollziehen. Was könnten die denn ändern – selbst wenn sie wollten (was sie zugegebenermaßen gar nicht tun!)? Will man jetzt sein Kreuzchen ganz hart malen, um es den „Altparteien* einmal so richtig zu zeigen? Die lachen doch nur … Gut, ein paar von denen werden vom Trog weggejagt. Sind deswegen die Kleiderständer besser, die sich dann am Trog einfinden? Ein Haufen Stoffwechselendproduktes wird nicht besser, wenn man die Fliegen darauf durch andere ersetzt!

    • Der Zivilist 12. August 2026 um 13:56 Uhr - Antworten

      Wenn die Wahl schon vom Geld bestimmt wird, was soll man dann von der Politik danach erwarten ?

  5. ibido 11. August 2026 um 21:13 Uhr - Antworten

    Vielleicht ist es bei den Leuten angekommen, dass die Grünen heute nicht mehr für Umweltschutz, sondern dank Windkraft für Umweltvernichtung stehen. Somit sind sie für Umweltbewusste unwählbar geworden. Sie haben ihre Grund- und Gründungsidee verraten.

    Auf apolut gibts eine interessante Doku zu Windkraft:
    Wenn der Wind sich dreht – Deutschlandweite Windkraft-Doku | Director’s Cut

    • Tabascoman 11. August 2026 um 23:59 Uhr - Antworten

      Es gibt sicher auch eine Abkehr von den Grünen weil sie die Mordkampagne in der Ukraine unterstützen.
      Und viel anderen linken Blödsinn auch, den von der exSED und von der Unehrlichkeit und Unfähigkeit der CDU auch.

      • Der Zivilist 12. August 2026 um 13:54 Uhr

        Naja, aber wer Krieg liebt, wählt grün.

  6. cwsuisse 11. August 2026 um 20:14 Uhr - Antworten

    Die Menschen haben inzwischen verstanden, was die grün versifften Linkssozialisten im Schilde führen: De-Industrialisierung, Masseneinwanderung der unqualifizierten Arbeitskräfte und Aufrüstung.

  7. Der alte Marxist 11. August 2026 um 18:26 Uhr - Antworten

    Jetzt werden die pseudo-linke Marionetten des Kapitals hoffentlich die Rechnung für ihre Kapital-Konformität bekommen. Ich würde jedenfalls in Sachsen-Anhalt die AfD wählen. Auch wenn die SPD gerade noch die 5% schaffen sollte, wäre es dennoch eine gewaltige Niederlage. Grüne und FDP draußen, wäre natürlich großartig. Vor allem erfreulich ist der sich abzeichnende kolossale Absturz der CDU – das könnte ein Minus von 14% werden. BSW sollte für den Opportunismus in Brandenbug und Thüringen nicht belohnt werden – auch wenn sich die Vorsitzende in Sachsen-Anhalt nun der AfD als Partner anträgt (wie ernst das auch immer sein mag).

  8. Pusteblume 11. August 2026 um 17:56 Uhr - Antworten

    Selbst Milliarden Wahlkampfgetöse gegen die ach so pöse pöse AxD wird den Linkschen nicht helfen.
    Die Linkschen haben sich das (was mich betrifft) zu verdanken, nicht mehr gewählt zu werden, weil sie (die Linkschen) in Sachen „C“ die gesamten „C“-Jahre bereitwillig mitgemacht und ihr eigenes Wählerklientel drangsaliert haben. Jetzt dürfen Linksche und im Übrigen auch die Dunkelbraunen-ehemals-Grünlinge aus dem Landesparlament Sachsen-Anhalt fliegen.

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