Mikroplastik kann das Klima aufheizen – Studie

7. Mai 2026von 2,9 Minuten Lesezeit

Eine neuer menschengemachter Klimakiller? Zusätzlich zum Schutzgas und Pflanzendünger CO2? Jedenfalls behauptet eine aktuelle wissenschaftliche Studie, dass Mikroplastik in der Atmosphäre als direkter Erwärmungsfaktor wirkt.

Die Partikel absorbieren mehr Sonnenlicht, als sie reflektieren – und verstärken damit den „Treibhauseffekt“ auf eine Weise, die in den gängigen Klimamodellen bislang komplett ausgeblendet wird. Eine neue Studie in Nature Climate Change behauptet, Mikroplastik in der Atmosphäre wirke als „Warming Agent“ – also als zusätzlicher Treiber der Erderwärmung. Die Partikel sollen mehr Sonnenlicht absorbieren als reflektieren, besonders schwarze, gelbe, blaue und rote Varianten. Laut Co-Autor Drew Shindell von der Duke University könnten sie bis zu einem Sechstel der Wirkung von Black Carbon (Ruß) erreichen. 

Die Studie von Yu Liu et al mit dem TitelAtmospheric warming contributions from airborne microplastics and nanoplastics (Beiträge von Mikro- und Nanoplastik in der Luft zur Erwärmung der Atmosphäre) wurde von Forschern der Fudan-Universität in Shanghai zusammen mit dem US-amerikanischen Erdwissenschaftler Drew Shindell von der Duke University durchgeführt und am 4. Mai 2026 im renommierten Fachjournal Nature Climate Change veröffentlicht.

Sie zeigt erstmals klar: Mikroplastik-Partikel in der Luft sind keine neutralen Passagiere – sie sind aktive „Warming Agents“.

„Wir können mit Sicherheit sagen, dass sie insgesamt wärmende Wirkstoffe sind“, erklärte Co-Autor Drew Shindell gegenüber der Washington Post. Die Forscher rechnen vor, dass der aktuelle Bestand an atmosphärischem Mikroplastik jährlich etwa so viel Wärme erzeugt wie 200 Kohlekraftwerke. Besonders kritisch: Dunklere Partikel (schwarz, gelb, blau, rot) absorbieren deutlich stärker als helle. Bisherige „Klimamodelle“ berücksichtigen diesen Faktor nicht.

Das bedeutet: Die reale Erwärmung könnte höher ausfallen als bisher angenommen – und das zusätzlich zu allen anderen bekannten Effekten. Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass Mikroplastik auch die Wolkenbildung beeinflussen könnte, indem es als Kondensationskeim dient. Damit könnte Mikroplastik allerdings tatsächlichen Einfluss auf das Klima nehmen – Wolken sind nach der Intensität der Sonneneinstrahlung der bei weitem stärkste Klimafaktor. Hohe Wolken verstärken die Albedo, lassen also weniger Sonnenlicht durch und wirken damit reduzierend. Tiefere Wolken halten die Abstrahlung zurück und wirken damit erwärmend.

Diesbezüglich sind die langfristigen Folgen für Wetter und Klima noch weitgehend unerforscht.  Jetzt zeigt sich, dass die mikroskopisch kleinen Überreste dieses Massenkonsums nicht nur Böden, Meere und sogar den menschlichen Körper verseuchen, sondern auch aktiv zur Erwärmung oder Abkühlung der Atmosphäre beitragen.

Und jene, die ständig von „Klimaschutz“ reden, haben dieses Problem jahrelang weitgehend ignoriert. In der EU lieber auf Solaranlagen und massiv gesundheitsschädliche Windräder und  – deren Herstellung und Entsorgung selbst massenhaft Mikroplastik erzeugen.

Die Studie aus China und den USA macht jedenfalls wieder deutlich: Das Klimaproblem ist komplexer als die offizielle Narrative es zulassen will. 

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3 Kommentare

  1. Gabriele 7. Mai 2026 um 8:16 Uhr - Antworten

    Wir werden es nicht mehr erleben – es sei, denn wir würden wiedergeboren (hoffentlich nicht) – dass absolut jeder „Fortschritt“, den der Mensch gemacht hat, nur ein Schritt weiter zur Selbstzerstörung war.
    Dass er alles, was er jetzt kritisiert, selbst vorbereitet und ausgelöst hat. Dem Planeten brauchen wir keine Schuld zu geben, auch nicht dem „natürlichen“ Klimawandel, denn alles, was die Erde nicht gebraucht hätte, wäre der „moderne“ Mensch gewesen. Mit Völkern, die die Natur achten, wäre sie problemlos zurechtgekommen, aber nicht mit dem völlig degenerierten „Homo sapiens“. Der nur eines am besten „wusste“: Wie man anderen und sich selbst schaden kann und wie man Kriege führt. Zum Kotzen…

  2. local.man 7. Mai 2026 um 8:07 Uhr - Antworten

    Hatte ich nicht erst die Tage ein Videovortrag gesehen, wo man den Abrieb der Windräder erklärte?
    Wenn ich mich recht entsinne, waren es pro Jahr pro Windrad 18 Kg Abrieb dieser hochgiften Rotorblätter und das waren nur die kleinen Anlagen. Hochgerechnet auf die vielen Windräder und auf Jahre kommen da über 3,5 Tonnen zusammen, welche sich in unsere Böden, Wasser ausbreiten.
    Diese Flächen sind für Landwirtschaft dann verloren und führen wieder zu mehr Bauernsterben und am Ende schlechterer Versorgung.

    Ich bezweifle auch stark, dass die Macher dieser Entwicklung hin zu „erneuerbarer“ Energien, das nicht wissen.
    Die Frage lautet eher, was sind die eigentlichen Pläne, idR. langfristig gedacht.

    • Gabriele 7. Mai 2026 um 8:19 Uhr - Antworten

      Es ist die schiere Verzweiflung, die sie bis zur Selbstzerstörung weitertreibt, nichts anderes – weil niemand eine Lösung weiß, ohne die eigene Gier zu beherrschen. Es gibt bereits genügend völlig revolutionäre Technologien, die der Umwelt nicht schaden, aber jede Idee wird unterdrückt und platt gemacht, weil sie den Bonzen „nichts bringt“. Das ist alles, was es zu wissen gibt. Immer, wenn der Mensch nicht weiterweiß, neigt er dazu, sich selber zu „terminieren“. Lieber verrecken, als die Wahrheit sehen…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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