Infraschall von Windrädern greift direkt das Herz an: Mainzer Studie beweist massive Schädigung der Herzmuskelkontraktion

5. Mai 2026von 3,1 Minuten Lesezeit

Eine epidemiologische Studie der Arbeitsgruppe Infraschall der Uni Mainz erregt derzeit einige Aufmerksamkeit, da sie eine „deutlich erhöhte Inzidenz von Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen in Kommunen mit erheblichem Ausbau der Windenergie“ in Borchen und Lichtenau, Deutschland, nachgewiesen hat. Die gleiche Forschergruppe hatte schon früher im Labor nachgewiesen, dass Infraschall das Herzmuskelgewebe schädigt.

Die epidemioloigsche Studie hat nun auch nachgewiesen, dass Schäden durch Infraschall von Windrädern keineswegs ein Hirngespinst besorgter Anwohner ist. Bereits 2019 haben Forscher der Universitätsmedizin Mainz in einem kontrollierten In-vitro-Experiment gezeigt: Hohe Infraschall-Pegel schädigen direkt die Kontraktionskraft des menschlichen Herzmuskels – und das schon nach nur einer Stunde Exposition. Ein Befund, der in der aktuellen Debatte um die Gesundheitsrisiken von Windkraftanlagen nicht ignoriert werden darf.

Die Studie mit dem TitelNegative Effect of High-Level Infrasound on Human Myocardial Contractility“ (Negative Auswirkungen von Infraschall hoher Frequenzen auf die Kontraktilität des menschlichen Herzmuskels) wurde von Ryan Chaban und Kollegen im Fachjournal Noise & Health veröffentlicht. Interessant ist, dass die Studie bereits am 1. Mai 2019 eingereicht wurde. Eine revidierte Fassung wurde am 10. Dezember 2019 präsentiert, die dann offenbar am 3. Januar 2020 akzeptiert wurde. Veröffentlicht wurde sie in der April-Juni Ausgabe im Jahr 2021 (sic).

Die Wissenschaftler nutzten menschliches Herzmuskelgewebe, das bei Operationen am Universitätsklinikum Mainz entnommen wurde. Die Proben wurden unter physiologischen Bedingungen elektrisch stimuliert, um pulsierende Kontraktionen wie in einem lebenden Herzen zu simulieren. Jeweils zwei Proben pro Patient: eine als Kontrolle, die andere wurde einer Stunde lang Infraschall bei 16 Hz mit Pegeln von 100, 110 oder 120 dBz ausgesetzt.

Das Ergebnis ist eindeutig und alarmierend: Mit steigendem Infraschall-Pegel sank die Kontraktionskraft (contraction force, CF) signifikant. Nach Korrektur für die Kontrollproben betrug der Rückgang bei 110 dBz bereits fast −11 Prozent, bei 120 dBz sogar −18 Prozent. Die statistische Auswertung zeigte eine klare negative Korrelation (R² = 0,631; P = 0,018). Die Dauer der Kontraktionen blieb dagegen unverändert. Die Autoren schlussfolgern wörtlich:

„Exposure to high levels of infrasound (more than 100 dBz) interferes with cardiac muscle contractile ability, as early as one hour after exposure.“
(„Die Einwirkung hoher Infraschallpegel (über 100 dBz) beeinträchtigt die Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels bereits eine Stunde nach der Exposition.“)

Die Forscher gehen sogar weiter und fordern Konsequenzen für die Umweltregulierung: Der maximal tolerierbare chronische Infraschall-Pegel sollte nicht höher als 90 dBz liegen, da höhere Werte die Herzfunktion beeinträchtigen können. Sie verweisen zudem auf zahlreiche weitere Studien, die ähnliche Effekte an Tieren und in anderen Modellen bestätigen.

Windräder erzeugen bekanntermaßen erhebliche Infraschall-Pegel, die sich kilometerweit ausbreiten und in Wohngebieten messbar sind – oft weit über den von den Behörden bagatellisierten Grenzwerten. Die Mainzer Ergebnisse erklären exakt, warum Anwohner in der Nähe von Windparks über Herzprobleme, Müdigkeit und andere Beschwerden klagen. Die Politik, die Windkraft mit aller Gewalt ausbaut und dabei gesundheitliche Risiken systematisch herunterspielt, setzt damit die Gesundheit der betroffenen Bürger aufs Spiel.

Die Mainzer In-vitro-Studie liefert den direkten mechanistischen Beweis: Infraschall schädigt das Herz. Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin und Brüssel endlich aufhören auf Teufel-komm-raus die Landschaft mit teuren Windrädern zuzupflastern – bevor noch mehr Menschen gesundheitliche Schäden davontragen.

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