Neue Übersichtsarbeit bestätigt: Infraschall von Windrädern verursacht biologische Schäden in Herz, Gehirn und mehr

3. Mai 2026von 5,6 Minuten Lesezeit

Infraschall wird auf völlig unwissenschaftliche Art immer wieder mit hörbaren Schall gleichgesetzt und für unschädlich erklärt. Immer mehr Studien klären aber nun die Wirkmechanismen von Infraschall im Körper auf und beweisen damit die ursächliche Schadwirkung. Die neue Studie bietet einen guten Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Infraschall – also Schallwellen unter 20 Hertz – ist nicht nur unhörbar, sondern auch nicht harmlos. Eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Februar 2026 liefert nun eine Zusammenfassung der Mechanismen, mit denen Infraschall auf menschliche Zellen, Organe und das Nervensystem wirkt. Die Studie zeigt klar: Je nach Intensität und Dauer der Exposition kann Infraschall oxidativen Stress auslösen, Zellen schädigen und sogar therapeutisch genutzt werden – doch bei chronischer Belastung überwiegen die Risiken deutlich.

Besonders brisant: Windkraftanlagen, Fabriken und andere Industriequellen erzeugen genau diesen Infraschall in relevanten Mengen.

Die Studie trägt den Titel „Infrasound and Human Health: Mechanisms, Effects, and Applications“ (Infraschall und menschliche Gesundheit: Mechanismen, Auswirkungen und Anwendungen) und wurde von Maryam Dastan und Kollegen (darunter Ursula Bellut-Staeck, unabhängige Forscherin aus Berlin) im renommierten Open-Access-Journal Applied Sciences veröffentlicht.

Die Autoren haben Hunderte Studien aus Zellbiologie, Tiermodellen und Humanexperimenten ausgewertet und kommen zu einem differenzierten, aber alarmierenden Bild.Wie Infraschall in die Zellen eindringtPhysikalisch gesehen breitet sich Infraschall extrem weit aus und durchdringt biologische Gewebe fast ungehindert – dank hoher Partikelverschiebung und geringer Dämpfung. Die entscheidenden biologischen Angriffspunkte sind mechanosensitive Ionenkanäle wie PIEZO1 und TRPV4. Diese Kanäle reagieren auf Druck- und Schwingungsreize und öffnen sich bei Infraschall-Einwirkung. Folge: massiver Kalzium-Einstrom in die Zelle, oxidativer Stress, gestörte Zell-zu-Zell-Kommunikation und in höheren Dosen programmierter Zelltod (Apoptose).

In Tiermodellen (vor allem Ratten) zeigte sich bei hohen Schalldruckpegeln (130–140 dB, Frequenzen um 5–8 Hz) deutliche Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems: mitochondriale Schwellungen, Fibrose, erhöhter linksventrikulärer Druck und oxidativer Stress. Niedrigere Pegel (80–86 dB) konnten in manchen Versuchen sogar protektiv wirken, etwa durch Hemmung von Fibroblasten-Proliferation über microRNA-29a/TGF-β/Smad3-Signalwege.

Im zentralen Nervensystem löst intensiver Infraschall Neuroinflammation, Apoptose in Hippocampus-Neuronen und messbare Gedächtnisstörungen aus. Beim Menschen sind die Effekte subtiler, aber vorhanden: Studien bei moderaten Pegeln berichten von Blutdruck- und Herzfrequenz-Anstiegen, Hirnnetzwerk-Veränderungen und subjektiven Beschwerden wie Schlafstörungen oder Konzentrationsproblemen – oft verstärkt durch psychosoziale Faktoren (Nocebo-Effekt), aber mit klarer biologischer Grundlage.

PIEZO1-Kanäle – Die mechanosensitiven „Druck-Sensoren“ der Zelle

PIEZO1 (auch Piezo-Typ-mechanosensitiver Ionenkanal-Komponente 1 oder FAM38A) ist einer der wichtigsten mechanosensitiven Ionenkanäle im menschlichen Körper. Er wandelt mechanische Kräfte wie Druck, Dehnung, Scherkraft oder Vibrationen direkt in biochemische Signale um – vor allem durch den Einstrom von Calcium-Ionen (Ca²⁺). Der Kanal wurde 2010 von Ardem Patapoutian und Kollegen entdeckt und trug maßgeblich zum Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2021 bei. Im Kontext der Infraschall-Forschung (wie in der zitierten MDPI-Studie) spielt PIEZO1 eine zentrale Rolle, weil er besonders empfindlich auf niedrige Frequenzen (0,5–50 Hz) reagiert – also genau auf Infraschall.

In der Infraschall-Diskussion wird deutlich: Berufs- oder umweltbedingte chronische Exposition (z. B. nahe Windkraftanlagen) kann über PIEZO1 zu subtilen, aber kumulativen Zellschäden führen – ein Mechanismus, der bisherige Grenzwerte (die Infraschall oft unterschätzen) kritisch hinterfragt.

Labor vs. Realität: Warum Grenzwerte falsch sind

Regulierungsbehörden stützen sich auf Studien, die unter sterilen Bedingungen durchgeführt wurden. Man schafft ein künstliches Szenario, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. In einem offenen Setting – sei es in der freien Natur, an Land oder auf dem Wasser – sind die Effekte von Infraschall unkontrollierbar.

  • Interferenz und Verstärkung: Im Gegensatz zum schallisolierten Laborraum führen Reflexionen, atmosphärische Bedingungen und der Boden-Luft-Transfer in der Realität zu komplexen Wellenmustern (übrigens auch bei langwelligen Funk- oder Radiowellen)

  • Unvorhersehbare Dynamik: Infraschall verbreitet sich über enorme Distanzen fast verlustfrei. Die Dämpfung hängt vom Quadrat der Frequenz ab und ist damit bei 10 Hz um eine Million mal geringer als bei 10.000 Hz in der Mitte des hörbaren Bereichs. Die Behauptung, man könne durch Abstandsregeln die Belastung für Anwohner minimieren, ist angesichts dieser neuen Datenlage wissenschaftlich nicht haltbar.

Je größer das Windrad, je höher die elektrische Leistung, desto höher sind die erzeugten Schalldruckpegel und damit die Schäden für Mensch und Tier. Und in desto größeren Entfernungen von der Quelle richten sie noch Schäden an.

Berufliche und alltägliche Exposition – Windräder als prominente Quelle

Die Autoren betonen: In Fabriken, Landwirtschaft und vor allem in der Nähe von Windkraftanlagen liegen die Infraschall-Pegel häufig deutlich über den bisherigen Grenzwerten. Herkömmliche A-bewertete Dezibel-Messungen (dB(A)) unterschätzen Infraschall massiv, weil sie tiefe Frequenzen kaum berücksichtigen. G- oder Z-Gewichtung wäre hier angebracht, wie unabhängige Forscher schon lange fordern.

Die Studie erhärtet frühere Studien wie TKP wiederholt berichtet hat: Wir haben mehrfach über Infraschall von Windrädern berichtet, der Stress, Cortisol-Anstieg und „Spukgefühle“ auslöst oder sogar Herzschäden begünstigt (siehe z. B. die Mainzer Studie vom Mai 2026). Die neue Übersicht bestätigt diese Befürchtungen auf zellulärer Ebene.

Gleichzeitig wird ein zweischneidiges Schwert deutlich: Kontrolliert eingesetzter, niedrigdosierter Infraschall (z. B. 16 Hz) könnte in der Medizin nützlich sein – etwa zur Förderung der Knochenheilung, Stammzell-Differenzierung oder sogar als Hilfsmittel bei der Chemotherapie-Durchdringung von Geweben. Das zeigt: Es geht nicht um „Infraschall ist immer böse“, sondern um Dosis, Dauer und Frequenz. Chronische, unkontrollierte Exposition ist das Problem.

Fazit

Diese Übersichtsarbeit – finanziert ohne externe Drittmittel und ohne Interessenkonflikte – unterstreicht, was kritische Wissenschaftler seit Jahren sagen: Infraschall ist ein unterschätztes Umweltrisiko. Die Energiewende mit ihren tausenden Windrädern erzeugt genau diese Belastung flächendeckend. Statt die Symptome von Anwohnern als „Einbildung“ abzutun, sollten Behörden und Politik endlich entweder für völlig schadfreie Anlagen sorgen, oder den Bau einstellen und existierende Anlagen außer Betrieb nehmen.

Ebenso erzeugen übrigens Rechenzentren Infraschall. Und wie Windräder erwärmen sie ihre Umgebung und schädigen die Vegetation und verbreiten toxische Chemikalien. Daher ist weiterer Betrieb nicht verantwortbar.

In diesem TKP-Buch findet sich alles Wissenswerte über die Schäden durch Windparks:

Windkraft: Schadet Umwelt, Menschen, Tieren und Pflanzen wie keine andere Energiequelle

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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4 Kommentare

  1. Jurgen 3. Mai 2026 um 15:21 Uhr - Antworten

    Durch Überlagerung der Wellen (Frequenzen) kommt es auf dem Meer zu Riesenwellen (Kavenzmann) die selbst Großschiffe zum Kentern bringen können, Kleinschiffe verschwinden da gerne ganz. Auch beim Schall gilt, je tiefer die Frequenz, um so mehr Energie enthält es.
    Das Universum ist im Wesentlichen eine stehende Wellenfunktion, die von den schwarzen Löchern über die Erzeugung des Raumes aufrecht erhalten wird mit Frequenzen gegen Null.

  2. K Kaefer 3. Mai 2026 um 14:41 Uhr - Antworten

    Was ein echtes Kult-Mitglied ist, dem kommt man mit Sachargumenten nicht bei, egal um welches der vielen Themen es geht. Zerfall der zivilisierten Gesellschaft, überall zu beobachten.

    Trotzdem, zur allgemeinen Unterhaltung, konnte mir nicht verkneifen dieses crosszuposten. Gerald Markel schreibt sich fast zeitgleich wieder mal seine Seele als bekennender WEA-Gegner vom Leib… Etwas gekürzt.

    „Also zurück zur idiotischsten aller Energieerzeugungsformen-
    Der Windkraft in Österreich

    A – wir brauchen Sie nicht

    Österreich hat beinahe unerschöpfliches Potential im Bereich Wasserkraft zur Stromerzeugung
    Ich habe keine Ahnung warum IRGENDJEMAND in diesem Land Geld – vor allem Steuergeld- dafür verbrennt, idiotisch/hässliche Windmühlen in die schöne Landschaft zu stellen statt in Tausende Kleinkraftwerke an Bächen und Flüssen zu investieren, die uns 365 Tage im Jahr 24 Stunden zuverlässig und unschlagbar billig mit Strom versorgen können !

    B – es ist physikalisch und klimatologisch völlig unmöglich eine moderne Industriegesellschaft mit Windkraftenergie zu betreiben

    C – die gesamte Technologie ist ein einziges Umweltdesaster (Und beweist uns was für eine Mogelpackung diese Ökoreligiösen sind)Tonnen über Tonnen an Beton auf Berggipfel zu transportieren oder wertvollen Agrarboden zu versiegeln ist vollkommen schwachsinnig

    Dann der Ökokirchtum samt dem Sondermüll der Rotorblätter Milliarden Tonnen Stahl, Millionen Tonnen an seltenen Erden, aufwendige Metalllegierungen und buchstäblich giftige Beschichtungen – Welche Ressourcen für diese Windmühlen verschwendet werden ist atemberaubend

    Und das alles ist dann auch noch SONDERMÜLL, wenn der ÖkoKirchtum schon nach 20 oder 25 Jahren seine Lebensdauer ausgeschöpft hat und als Sondermüll um weitere Milliarden entsorgt werden muss !!

    D- Ökonomisch ist die Aufstellung eines Windkraftparkes die öffentliche Erklärung der geistigen Unzurechnungsfähigkeit !
    Es gibt in Österreich keine Möglichkeit Windparks ohne Steuergeld-Subventionen ökonomisch wettbewerbsfähig zu machen !

    Während Wasser bei uns 365/24 aus dem Berg rinnt haben wir in Österreich durchschnittlich nur ca. 1.900–2.200 Volllaststunden für Windkraft pro Jahr was einem Kapazitätsfaktor von rund 22–25 % entspricht

    Wir bauen schweineteuer aus dringend benötigten teilweise seltenen Materialien Kraftwerke die nur zwanzig Jahre halten und in dieser Zeit nur an maximal 25 Prozent der Zeit Strom erzeugen um dann auf Millionen Tonnen an nicht recycelbarem Sondermüll zu sitzen !! Und das ganze finanzieren wir aus Steuergeld weil sich der Sch~ss ohne Subventionen niemals rechnet !

    Wie unfassbar idiotisch ist denn das ?

    Wir brauchen Strom – Immer mehr Strom – Und zwar BILLIGEN Strom der ZUVERLÄSSIG 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht ! Sonst können wir das Land gleich komplett zusperren. Und eines ist fix – Windkraft kann uns das Alles NICHT ERFÜLLEN !

    Es gibt nur drei Erklärungen pro Windmühlen zu sein
    A- Du profitierst vom Steuergeldraub
    B- Du hast im Unterricht geschlafen oder Nägel lackiert und bist dann in deiner Dummheit in der Klimasekte aufgewacht. Motto „dumm geboren und nichts dazugelernt“
    C- Du bist ein P~r und Feigling und knickst vor den Ökotaliban in den Redaktionen der Mainstream Informationsbordelle ein – die ohnehin kein Mensch mehr liest

    Das gilt übrigens ausdrücklich auch für selbsternannte Rebellen aus dem Lager der FPÖ – auch dort knicken Sie ein sobald Sie in Verantwortung sind und erlauben den Steuergeldraub mit der idiotischsten aller Energieformen – der Windmühle
    GM“

  3. VerarmterAdel 3. Mai 2026 um 11:45 Uhr - Antworten

    Das interessiert die Klimamafia alles einen Dreck.

    Genau wie die angeblich kritischen Medien die Wahrheit in Sachen Klima-„Rettung“ einen Dreck interessiert:

    Neuausrichtung dringend erforderlich-Warum die deutsche Klimapolitik in Wirklichkeit nicht nachhaltig ist – KlimaNachrichten – https://klimanachrichten.de/2026/05/03/neuausrichtung-dringend-erforderlich-warum-die-deutsche-klimapolitik-in-wirklichkeit-nicht-nachhaltig-ist/

    NEIN! Es braucht überhaupt keine verkakcte Klimapolitik, klimanachrichten.de, aber ihr seid zu dumm oder zu korrupt um das zu schreiben. Widerlich!

  4. Nurmalso 3. Mai 2026 um 9:38 Uhr - Antworten

    Die armen Menschen auf dem Lande die glaubten gesund zu leben und alle über 100 Jahre zu werden.
    Sogar der Waldmensch muss seinen Traum vom gesunden Leben aufgeben.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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