US-Militär gibt Bombardierung des südlichen Irans zu

26. Mai 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Das US-Zentralkommando bekannte sich am Montag zu Angriffen auf den Iran, nachdem iranische Medien von Explosionen in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus berichtet hatten.

In einer Erklärung gegenüber CNN bezeichnete CENTCOM-Sprecher Timothy Hawkins den Angriff auf den Iran als „Selbstverteidigung“, obwohl die Angriffe zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem die USA eine Blockade gegen das Land durchsetzen, die Teil desselben Angriffskriegs ist, den die USA und Israel am 28. Februar gegen die Islamische Republik begonnen haben.

„US-Streitkräfte haben heute im Süden des Iran Selbstverteidigungsschläge durchgeführt, um unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Streitkräfte zu schützen“, sagte Hawkins und fügte hinzu, dass die USA Raketenabschussrampen und iranische Boote ins Visier genommen hätten, die seiner Behauptung nach versucht hätten, Minen zu legen. „Das US-Zentralkommando verteidigt weiterhin unsere Streitkräfte und übt dabei während des andauernden Waffenstillstands Zurückhaltung“, sagte er.

Unbestätigten Berichten zufolge sollen vier Mitglieder des Iranischen Revolutionsgardenkorps (IRGC) bei dem Angriff auf Bandar Abbas getötet worden sein. Die Fox-News-Reporterin Jennifer Griffin sagte am X, man habe ihr mitgeteilt, die US-Angriffe auf den Iran seien „vorerst vorbei“, doch sei unklar, wie der Iran reagieren werde, und der US-Angriff könnte die Wiederaufnahme eines vollumfänglichen Krieges in der Region bedeuten – etwas, womit Präsident Trump wiederholt gedroht hat.

Seit die USA und der Iran im vergangenen Monat einen Waffenstillstand vereinbart haben, haben die USA mindestens ein weiteres Mal iranische Häfen bombardiert und im Rahmen der Durchsetzung der Blockade mehrere iranische Handelsschiffe angegriffen, was Teheran als Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen bezeichnet, da es sich um einen Kriegshandlung handele.

Iran -US Verhandlungen in Katar

Parallel zu den Bombardierungen des zwecks „Selbstverteidigung“ sind der iranische Parlamentspräsident und der Außenminister in Katar zu Verhandlungen über ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington, berichtet die Fars News Agentur.

Der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf sowie Außenminister Seyed Abbas Araqchi befinden sich in Doha, um mit katarischen Vertretern über ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Krieges zu sprechen.

Qalibaf und Araqchi trafen am Montag in Doha ein, vor dem Hintergrund verstärkter diplomatischer Bemühungen in den letzten Wochen, die von Pakistan vermittelt wurden, um den militärischen Angriff der USA und Israels gegen den Iran zu beenden und die regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern. Frühere Berichte besagten zudem, dass auch der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnasser Hemmati, nach Katar gereist sei.

USA unterstützen Israels Eskalation im Libanon

Netanjahu kündigte an, Israel werde seine Angriffe auf das Land verstärken, während der Iran darauf besteht, dass ein echter Waffenstillstand im Libanon für ein Abkommen mit den USA notwendig sei

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte am Montag an, er habe das israelische Militär angewiesen, seine Angriffe auf den Libanon zu verstärken. Dies geschah, nachdem US-Beamte gegenüber Medien deutlich gemacht hatten, dass Washington eine israelische Eskalation unterstützen würde, obwohl der Iran darauf besteht, dass ein echter Waffenstillstand im Libanon für jegliches Abkommen mit den USA erforderlich sei.

„Ich habe eine noch stärkere Beschleunigung unserer Operationen angeordnet“, sagte Netanjahu in einer Videoerklärung. „Es stimmt, dass sie uns mit Drohnen angreifen, darunter auch Glasfaserdrohnen, aber wir haben Teams, die an Gegenmaßnahmen arbeiten, und wir werden dieses Problem lösen … Wir werden unsere Schläge verstärken, unsere Feuerkraft erhöhen und wir werden sie vernichten.“

Ebenfalls am Montag warf ein US-Beamter im Gespräch mit dem Axios-Reporter Barak Ravid der Hisbollah vor, den im letzten Monat verkündeten Waffenstillstand im Libanon verletzt zu haben, doch Israel habe sich nie an die Waffenruhe gehalten, da es seine Besetzung und Zerstörung des Südlibanon fortsetzte.

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Bild: Die USS George H.W. Bush kreuzt am 3. Mai 2026 im Arabischen Meer, um eine Blockade gegen den Iran durchzusetzen (Foto der US-Marine)

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Ein Kommentar

  1. Daisy 26. Mai 2026 um 7:39 Uhr - Antworten

    Naja, damit steigen halt wieder Ölpreise. Waren sie durch die angekündigte Annäherung gesunken, hat jemand rasch gekauft, und jetzt steigen sie wieder….

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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