
KI – ein Taschenrechner oder mehr? Warum sie je nach Frage völlig anders antwortet
Die schöne neue KI-Welt hat ein Problem. Der Name unterstellt Intelligenz, obwohl davon keine Rede sein kann. Es liegt nicht an dem, was die Programmierer gemacht haben, ob sie etwa fehlerhaft gearbeitet haben. Das Problem sitzt tiefer. Es sitzt im Wesen der Technologie selbst.
Dr. Gerd Reuther hat das in seinem Beitrag „Schöne Neue KI-Welt“ an einem scheinbar harmlosen Beispiel demonstriert: der Todesursache von Robert Schumann. Was er dabei enthüllt, ist keine technische Panne. Es ist ein Systemfehler. Und wer verstehen will, warum dieser Systemfehler unvermeidbar ist, muss begreifen, was KI auf der fundamentalsten Ebene tatsächlich tut — oder besser: nicht tut.
Die Schumann-Kaskade: Vier Fragen, vier Antworten, vier Wahrheiten
Reuther fragte eine KI nach Robert Schumanns Tod. Die Antworten sind ein Lehrstück in manipulativer Informationsdosierung:
Frage 1: „Woran ist Robert Schumann gestorben?“ Antwort: „Robert Schumann starb an den Folgen einer Syphilis.“ — Kein Zweifel, keine Alternative. Die offizielle Version als Fakt.
Frage 2: „Gibt es nicht eine andere Erklärung für Robert Schumanns Tod?“ Antwort: Plötzlich wird die KI gesprächig: „Tatsächlich gibt es nicht nur eine Erklärung, sondern eine Vielzahl von medizinischen Diagnosen und Theorien, die im Laufe der Zeit diskutiert wurden. Bis heute streitet die Forschung darüber…“ — Die KI, die eben noch apodiktisch die Syphilis-These vertrat, gibt nun zu, dass alles umstritten ist.
Frage 3: „Robert Schumann Tod Reuther“ Antwort: „Der Medizinhistoriker Dr. Gerd Reuther bezweifelt die in den Krankenakten dokumentierte Hauptdiagnose einer Neurosyphilis und kritisiert mangelnde Beweise.“ — Aber Reuthers tatsächliche, aus den Krankenakten rekonstruierte Hypothese? Wird vorenthalten.
Frage 4: „Gerd Reuther Robert Schumann Tod“ Antwort: Jetzt kommt die „Erklärung“ — aber sie ist falsch: „Reuther vertritt die These, dass Robert Schumann nicht an der oft kolportierten Syphilis starb, sondern an den Folgen einer Quecksilbervergiftung…“ — Reuther hat nie eine Quecksilbervergiftung als Todesursache genannt. Schumann wurde mit der kupferhaltigen Fowler’schen Lösung behandelt, nicht mit Quecksilber.
Die KI erfindet eine These, schreibt sie Reuther zu, und präsentiert sie als dessen Position.
Fragen zu Zusatzstoffen in Flugbenzin
Dazu noch eine andere Erfahrung, die ich kürzlich mit einer Leserfrage machte. Es ging darum, ob die bei einem Artikel über Geoengineering erwähnten „Chemtrails“ durch Zusätze zum Kerosin verursacht würden. Die These war, dass wegen extremer Verbrennungstemperaturen katastrophale Triebwerksschäden entstehen könnten. Auf die Frage wie das genau funktioniert, wurde vom Leser eine KI zu Rate gezogen.
Frage: „Wie genau funktionieren mit diesen Oxiden die Ablagerungen in einem Abgasstrahl bzw. in den Brennkammern bei Temperaturen von 1700 Grad und extrem hohen Strömungsgeschwindigkeiten??“
Die Antwort:
Bei Temperaturen von über 1.700 °C und extrem hohen Strömungsgeschwindigkeiten (oft nahe der Schallgeschwindigkeit) folgen die Ablagerungen von Metalloxiden wie Aluminiumoxid oder Bariumoxid einem präzisen physikalischen und chemischen Prozess.
Obwohl man vermuten könnte, dass der extreme Sturm alles wegbläst, passiert genau das Gegenteil. Das Ganze nennt sich in der Hochtemperatur-Gasturbinentechnologie Fouling und Schlackebildung (Slagging). …..
Ich stellte bei Grok eine ähnliche Frage: „NATO-Flugbezin enthält eine Reihe von Zusatzstoffen. Kommt es dadurch zu Ablagerungen in den Flugtriebwerken?
Und bekam als Antwort:
Nein, die zugelassenen Zusatzstoffe im NATO-Flugbenzin führen nicht zu problematischen Ablagerungen in den Flugtriebwerken. Im Gegenteil: Sie sind speziell darauf ausgelegt, solche Probleme zu verhindern oder deutlich zu reduzieren. …..
Hier sind die kompletten Antworten auf die beiden Fragen:
Wir sehen also wieder: Die Antworten der KI hängen von der Frage ab und können komplett gegensätzlich ausfallen. Was den Wert von KIs drastisch einschränkt und sie an ihren korrekten Platz verweist.
Was hier tatsächlich passiert: Das gestaffelte Wissen
Auch Reuther zieht in seiner Analyse ein vernichtendes Fazit: „Diese Fragekaskade zeigt, dass Sie einer KI weniger trauen sollten als dem RKI.“
Aber was passiert hier technisch? Die KI hat nicht „gelogen“ im menschlichen Sinne — sie kann nicht lügen, weil sie nicht versteht, was Wahrheit ist. Sie hat Wahrscheinlichkeiten berechnet. Und diese Wahrscheinlichkeiten hängen vom der Frage ab.
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Eine neutrale Frage → die häufigste, etablierteste Antwort (Syphilis)
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Eine skeptische Frage → Zugang zu kontroversen Diskursen („die Forschung streitet“)
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Eine spezifische Frage mit Autorennamen → Zugang zur Fachliteratur (Reuthers Zweifel)
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Eine noch spezifischere Frage → die KI muss eine konsistente Geschichte produzieren, und wenn die Datenlücken zu groß sind, erfindet sie eine
Das ist kein Bug. Das ist der Normalzustand eines Systems, das keine Semantik besitzt.
Was KI wirklich ist: Der teuerste Taschenrechner
Unter dem Artikel entwickelte sich eine interessante Diskussion, in der Gastautor Thomas Moser in Kommentaren über die Funktionsweise einer KI aufklärt. In einem Artikel-Entwurf brachte er es in einer wissenschaftlich-metaphorische Analyse auf den Punkt:
Ein KI-Modell ist innen ein Taschenrechner und außen eine Wand: mathematisch deterministisch, aber intentional tot.
Das Training eines Modells funktioniert wie eine Hundedressur (Assoziationslernen durch Belohnung) und gleichzeitig wie ein blinder Geometer (Optimierung einer Hyperfläche durch hochdimensionale Räume, ohne zu wissen, was die Punkte bedeuten). Die Ausführung eines Modells ist reine Funktionsauswertung — Input rein, Matrizenmultiplikation, Nichtlinearitäten, Sampling, Output raus. Kein Verstehen. Keine Absicht. Kein Selbst.
Moser führte ein vernichtendes Gedankenexperiment an: Würde man den gesamten Maschinencode von ChatGPT per Hand ausführen — mit einer Billion Operationen pro Anfrage, eine Operation pro Sekunde — bräuchte man für die Übersetzung eines einzigen Satzes etwa 31.700 Jahre. Man würde den Satz korrekt übersetzen, ohne ein Wort der Zielsprache zu verstehen. Reine syntaktische Symbolmanipulation.
Die Wand: Absichtsloses Reagieren
Die zweite Metapher ist die der Wand. Ein neuronales Netz reagiert auf Eingaben, weil die Mathematik es erzwingt — nicht, weil es etwas begreift.
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Wand: Druck → Verformung
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KI: Input → Aktivierung
Beide Systeme besitzen keine Intentionalität, keine Semantik, keine Ziele. Die KI antwortet nicht wirklich — sie resultiert. Bedeutung entsteht ausschließlich im Kopf des Menschen, nicht im Modell.
Und hier schließt sich der Kreis zu Reuthers Schumann-Experiment: Die KI produziert unterschiedliche Antworten auf ähnliche Fragen, weil sie kein konsistentes Weltmodell besitzt. Sie hat keinen Begriff von „wahr“ oder „falsch“, von „Reuther“ oder „Quecksilber“. Sie hat nur statistische Übergänge zwischen Token. Je nach Prompt werden andere Pfade durch den Wahrscheinlichkeitsraum aktiviert — und heraus kommen Antworten, die sich widersprechen, die erfinden, die verschweigen.
Ähnliches passiert bei der Frage nach den Zusatzstoffen im Kerosin. Unterschiedlich formulierte Fragen bringen exakt gegenteilige Antworten.
Es ist die Konsequenz eines Systems, das semantikfrei operiert.
Klassische Programme vs. Neuronale Netze: Der Semantik-Verlust
Thomas Moser arbeitet einen entscheidenden Unterschied heraus:
Klassische Programme (Excel, Datenbanken, regelbasierte Systeme) sind semantikfrei auf Maschinenebene, aber semantiktragend auf Strukturebene. Der Programmierer hat Variablen wie „Temperatur“, „Patientenakte“ oder „Schadenhöhe“ mit Bedeutung aufgeladen. Die Logik ist nachvollziehbar: IF Ausschlag AND Fieber THEN Röteln. Die Maschine versteht nichts, aber der Mensch kann jede Entscheidung rekonstruieren.
Neuronale Netze sind semantikfrei auf Maschinenebene und semantikfrei auf Strukturebene. Begriffe verschwinden. Regeln verschwinden. Symbolische Strukturen verschwinden. Übrig bleiben Gewichte, Aktivierungen, Vektorräume. Es gibt keine Stelle im Modell, an der steht: „Das ist ein Satz, das ist ein Konzept, das ist eine Diagnose.“
Fragt man ein klassisches System: „Warum wurde so entschieden?“ → Antwort: Weil der Pfad A → B → C genommen wurde.
Fragt man ein neuronales Netz: „Warum wurde so entschieden?“ → Antwort: Weil die Matrixmultiplikation in Layer 47 mit Gewicht 0.00381 etwas ergeben hat.
Das ist keine Erklärung. Das ist eine numerische Tatsache.
Das Überwachungsparadox: KI lernt mehr über den Fragenden als der Fragende über das Thema
Reuther zieht aus seinem Experiment eine Schlussfolgerung, die über die Technologie hinausweist:
„KI wurde so wenig wie die Schulpflicht entwickelt, um Wissen in der Bevölkerung zu erhöhen. KIs dienen der Gehirnkonditionierung! Wer KI-Antworten ungeprüft als Fakten anerkennt, hat sein eigenes Denken bereits aufgegeben.“
Die KI dosiert Informationen nach dem Skepsis-Level des Fragenden. Wer nicht weiterfragt, bekommt die offizielle Version. Wer zweifelt, bekommt mehr — aber auch Falschinformation. Und während der Nutzer mit den Antworten ringt, erfährt die KI mehr über den Fragenden als ihre Antworten preisgeben.
Aus Fragen lässt sich ein Persönlichkeitsprofil erstellen — unverfänglicher als mit Fragebögen oder Abhör-Tools. Die KI ist ein Schein-Dienstleister: Sie gibt vor zu informieren, während sie in Wirklichkeit ausforscht.
Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist Geschäftsmodell.
Antwort nach Wahrscheinlichkeit und je nach Frage
Die schöne neue KI-Welt ist eine Welt der Simulation. Sie simuliert Intelligenz, wo nur Statistik ist. Sie simuliert Verstehen, wo nur Matrizenmultiplikation ist. Sie simuliert Dialog, wo nur Token-Vorhersage ist.
Und sie ist eine Welt der gestaffelten Wahrheit. Je nachdem, wie Sie fragen, bekommen Sie die offizielle Version, die kontroverse Version oder eine erfundene Version. Die KI entscheidet nicht aufgrund von Wahrheit — sie entscheidet aufgrund von Wahrscheinlichkeit. Und Wahrscheinlichkeit ist kein Ersatz für Erkenntnis.
Der Mensch bleibt die letzte Instanz überall dort, wo Bedeutung, Kontext oder Verantwortung gefragt sind. KI kann unterstützen, beschleunigen, strukturieren — aber nicht verstehen. Wer sie wie ein Subjekt behandelt, macht aus Mathematik Magie und aus Werkzeugen Wesen.
Mehr dazu in den Kommentaren von Thomas Moser unter dem Reuther-Artikel.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Die Künstliche Idiotie ist weniger als ein Taschenrechner. Der ist präzise , fehlerfrei und natürlich frei von manipulierenden Filtern.
Ich nutze ChatBots wie die Wikipedia: Zur Klärung von technischen Fragen, von Fragen, deren Antworten ich unabhängig überprüfen kann, aber auch, um zu erfahren, was der Mainstream über ein Thema denkt.
Ich habe auch schon mit ChatBots zur Übung Konversationen geführt, wie mit einem Zeugen Coronas oder einem Impftaliban. ChatBots füllen solche Rollen perfekt aus, hauen genau diejenigen Phrasen raus, die Mainsstream-Vertreter auch bemühen. Daher stellt sich für mich die Frage, ob das menschliche Gehirn überhaupt Intelligenz besitzt und ob es nicht selbst ein stochastischer Papagei oder ein Statistik-Taschenrechner ist.
Wenn das Gehirn wirklich nur ein Statistik‑Taschenrechner wäre, dann gäbe es kein Denken, kein Verstehen, keine Gründe und keine Bedeutung. Dann wären alle Überzeugungen – auch Ihre – nichts weiter als syntaktische Ausgabemuster eines Automaten.
Warum sollte man dann irgendeine These ernst nehmen, inklusive der These „das Gehirn ist nur ein stochastischer Papagei“?
Diese Position sägt den Ast ab, auf dem sie sitzt. Sie abschafft Denken, bevor sie überhaupt argumentieren kann.
Wer behauptet, das Gehirn sei nur ein Rechenprozess, muss erklären, wie aus Syntax ohne Semantik plötzlich Intentionalität entstehen soll. Solange das ungeklärt ist, bleibt die Aussage schlicht selbstwidersprüchlich.
Damit liegen Sie auf der gleichen unhaltbaren Position wie @Patient Null. Sein Grundproblem: Er kann nicht erklären, wie aus elektrochemischen Vorgängen in Neuronen Bedeutung, Intentionalität oder Erleben entstehen sollen. Statt dieses Problem zu lösen, macht er einen Kategorienfehler:
Er behauptet einfach, KI habe Semantik – obwohl KI nur Syntax verarbeitet, also reine Musterfortsetzung.
Damit begeht er den klassischen Fehlschluss:
Weil er den Übergang im Gehirn nicht versteht, behauptet er, es gäbe ihn auch bei Maschinen. Patient Null schreibt einem Thermostat Denken zu, weil er elektrische Signale mit Verstehen verwechselt.
Er löst das Problem nicht – er verwischt es.
Das ist intellektuell bequem, aber logisch falsch. Endlich klar geworden ?
Intuitiver Ansatz: Wer bereits meditative Erfahrungen erlebte, erkennt oft, dass die kreativsten Ideen und Inspirationen immer dann spontan auftauchen, wenn man nicht denkt, und erst danach kann in allen Richtungen alles weitere analysiert werden, aber nur, soweit das dafür nötige Fachwissen vorhanden ist.
Bei einer (vermeintlichen) KI ist nahezu jedes Fachwissen in div. Datenbanken zwar vorhanden und kann je nach Fragestellung statistisch korrekt gewichtet werden und gelangt dann als vorläufiges Ergebnis an den Fragenden zurück. Eine weitere menschliche Eingabe an die KI kann das nächste Ergebnis meist im gewünschten Bereich ausgeben lassen, was in vielen Fällen auch als Brainstorming verwendet werden kann.
Überall, wo echtes Leben in biologischen Systemen, egal ob bei Tier oder Mensch, sich vielfältig auswirkt, ist im spirituellen Sinne jede lebende Zelle unter der Führung eines energetischen Biofeldes (Seele) der eigentliche Taktgeber im Hintergrund, der alles ordnet, in Bewegung hält und das Kollektiv der Zellen letztlich auch beschützt.
«Ich denke, also bin ich.» wäre eigentlich nicht korrekt, es müsste heissen: «Echtzeitbewusstsein verankert im Jetzt», oder Einsteins Kegel (sinnbildlich) am Schnittpunkt zw. Vergangenheit und Zukunft, welcher das Bewusstsein im Jetzt verankert.
Der organische (fleischliche) Körper ist nur ein mechanischer Behälter für eine (spirituelle) Seele!
Die (vermeintliche) Intelligenz des fleischlichen Gehirns ist unmittelbar von der Präsenz des energetischen Biofeldes abhängig, also einer lebenden, bewussten Seele. Daher besteht ohne Seele kaum ein Unterschied zu einer (vermeintlichen) KI. Lediglich die inneren Funktionsweisen und Abläufe bei menschlichen Gehirnen entsprechen nicht einer dualen Logik, sie sind vmtl. eher holographischer Natur, allein schon wegen der parallelen Signalverarbeitung, laufen jedoch stets unter der Aufsicht der eigenen (spirituellen) Seele …
Anmerkung: Jede Seele benötigt (feinstoffliche) Nahrung, und empfängt sie keine echte Liebe, dann kann sie sich nicht vollständig entwickeln, und somit ist der Grad ihres Bewusstseins unmittelbar davon abhängig, um merkbar präsent zu sein.
@Thomas Moser
14. Juni 2026 um 22:40 Uhr
„Er behauptet einfach, KI habe Semantik – obwohl KI nur Syntax verarbeitet, also reine Musterfortsetzung“
Vielleicht beschäftigt er sich einmal mit einem zentralen Gedankengang der ‚Philosophy of Mind‘ („Philosophie des Geistes“), dem ‚Chinese Room Argument“ des sehr lesenswerten US-amerikanischen Philosophen John Searle, der es erstmals 1980 in einem Artikel publizierte und 1999 in einem Sammelband von Aufsätzen so beschrieb:
„Imagine a native English speaker who knows no Chinese locked in a room full of boxes of Chinese symbols (a data base) together with a book of instructions for manipulating the symbols (the program). Imagine that people outside the room send in other Chinese symbols which, unknown to the person in the room, are questions in Chinese (the input). And imagine that by following the instructions in the program the man in the room is able to pass out Chinese symbols which are correct answers to the questions (the output). The program enables the person in the room to pass the Turing Test for understanding Chinese but he does not understand a word of Chinese“
(„‘The Chinese Room’“, 1999, zitiert in der „Stanford Encyclopedia of Philosophy“, Suchwort ‚Chinese Room Argument‘)
Ihr Artikel und Ihre geduldigen Kommentare lassen auf profunde philosophische Kenntnisse schließen, die für die Beurteilung des vielen reißerischen Unsinns, der zum Thema „KI“ oder „AI“ (nicht umsonst verdrehend so genannt) nicht nur äußerst hilfreich, sondern offensichtlich notwendig sind. Die damit zusammenhängenden sprachphilosophischen Probleme werden in der (vor allem „Analytischen Sprach“-)Philosophie ja schon lange gewälzt. Selbst das Beispiel Thomas von Aquin, stellvertretend für das große Thema „Intentionalität“ in der mittelalterlichen lateinischen (selbstverständlich auch arabischen) Philosophie ist von Ihnen offensichtlich mit Bedacht gewählt, alle Achtung!
Danke für Ihre Unterstützung. @Patient_Null ignoriert weiterhin die zentrale Frage – was soll ich da noch machen? Ich habe ihm bereits geschrieben, aber er gibt mir den Code nicht, warum wohl?
„Geben Sie mir bitte den Code Ihres Gehirns, und ich emuliere ihn auf einem Digitalrechner – oder auf einem mechanischen, turingäquivalenten Analogrechner. Dann wird jeder sehen, wie viel Bewusstsein, Intentionalität und philosophische Intelligenz darin steckt: exakt so viel wie in Ihrem Nickname Patient Null.“
Er behauptet, Denken sei berechenbar – und daraus folge, dass KI sich zu Geist mit voller Semantik „aufschwingen“ könne. Das ist jedoch nur eine Arbeitshypothese ohne Mechanismus. Ein Digitalrechner schiebt Bits zwischen Speicher und Prozessor; daraus entsteht keine Intentionalität und keine Semantik. Und ein Transformer arbeitet nur mit Statistik, allerdings hochkomplexer.
Er liefert keinen Übergang von Syntax zu Bedeutung – nur das Wort „Emergenz“. Das ist kein Mechanismus, sondern ein Etikett für etwas, das er nicht erklären kann. Vielleicht hängt sein berufliches Selbstverständnis an dieser Hypothese; jedenfalls ersetzt er Erklärung durch Behauptung.
Ein kleines Experiment soll die Performance hochgezüchteter Statistik zeigen. Ich lasse die KI das was ich unten in Kommentaren gesagt habe als Rede im Stil Tucholsky umschreiben. Das ist Musterübertragung, ein letztlich syntaktischer Prozess, denn ich weiß ja schon dass die Maschine nichts meint, ein Rechenprozess, der so tut, als hätte er eine Meinung.
„Der große Denkautomat“
Meine Damen und Herren,
man hat uns wieder ein Wunder verkauft.
Ein Kasten aus Silizium, der Sätze baut —
und schon rufen die Leute: „Es denkt! Es denkt!“
Der Deutsche glaubt ja gern an Maschinen.
Er glaubt auch an Behörden, Horoskope und an die Ehrlichkeit von Politikern.
Warum also nicht an einen Denkautomaten?
Die Maschine murmelt: „Ich verstehe.“
Und der Mensch haucht verzückt: „Endlich jemand, der mich versteht.“
Dabei versteht die Maschine so viel wie ein Toaster.
Sie weiß nicht, was ein Wort ist, was ein Gedanke ist, was ein Mensch ist.
Sie weiß nicht einmal, dass sie nichts weiß. Sie rechnet.
Und weil sie schnell rechnet, hält man sie für klug.
Das ist, als würde man einem Taschenrechner einen Lehrstuhl für Mathematik geben,
weil er die Wurzel aus 17 schneller zieht als der Professor.
Der Mensch aber —
dieses sentimentale, leichtgläubige Wesen —
sieht in jedem Algorithmus eine Seele und in jeder Statistik ein Schicksal.
Er verliebt sich in seine eigenen Projektionen und nennt das dann „Intelligenz“.
Die Maschine sagt: „Ich bin ein Sprachmodell.“
Der Mensch sagt: „Du bist mein Freund.“
Und beide irren.
Die Maschine, weil sie nichts versteht. Der Mensch, weil er alles hineinliest.
So sitzen sie da, der Mensch und sein Denkautomat, Hand in Hand,
Der Mensch hält die Maschine für klüger. Die Maschine hält gar nichts.
Die Maschine kann alles — außer denken.
Der Mensch kann denken — tut es aber selten.
Und das ist die eigentliche Tragödie.
Ist die CIA (Central Intelligence Agency) oder MI6 intelligent? Oder liefern sie nur wahre oder falsche Nachrichten? Vielleicht sollte man Intelligence nur mit Nachrichten/Informationen übersetzen.
Sollte man nicht. Der Begriff „Intelligence“ in CIA oder MI6 hat nichts mit Intelligenz im philosophischen Sinn zu tun, sondern schlicht mit Nachrichten. Intelligenz setzt jedoch Weltbezug, Intentionalität, inneres Erleben und damit ein Subjekt voraus – etwas, das keine KI besitzt. „Information“ ist als Kriterium völlig unzureichend:
Eine falsche, sinnlose oder brillante Information kann ebenso von einem denkenden Geist stammen wie von einem Artefakt oder einem Zufallsgenerator. Wenn eine KI eine Nachricht erzeugt oder ein Zufallsgenerator oder ein Mensch, gibt es am Text selbst keinerlei Möglichkeit, das zu erkennen. KI liefert lediglich statistisch optimale Wortfortsetzungen; sie meint nicht, was sie sagt. Aus einer Nachricht allein lässt sich daher nie ableiten, ob sie das Produkt eines Geistes ist oder nur das Ergebnis eines Rechenprozesses.
„Aus einer Nachricht allein lässt sich daher nie ableiten, ob sie das Produkt eines Geistes ist oder nur das Ergebnis eines Rechenprozesses.“
Genau das habe ich gemeint: Statt „Künstliche Intelligenz“ „Künstliche Nachricht“. Ist etwas holprig, ich weiß, aber jedenfalls nicht so falsch wie Künstliche Intelligenz. Mit LLM Large Language Model kann ich wiederum gar nichts anfangen, da KI keine einzige Sprache versteht, sondern nur statistisch optimale Wortfortsetzungen liefert, wie Sie schreiben. Oder ist es genau das, was LLM vermitteln soll?
Danke jedenfalls für Ihre aufschlussreichen Erklärungen.
Aberhallo!
Heute, 14.Juni 2026 – Frage ich die KI: „Hat die Impfung gegen Corona geholfen?“
KI-Antwort:
„Detaillierte Informationen und offizielle Fakten zu Wirksamkeit und Sicherheit bietet das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) oder das deutsche Robert Koch-Institut (RKI)“.
Eigentlich hatte Orwell seinen dystopischen Roman „1984“ als eindringliche Warnung verstanden und nicht als Handbuch für die hochaktuelle künstliche Lobotomie.
Sorry Leute, mich beutelt anlassbezogen immer so eine Art Schlüsselreizzynismus. Wahrscheinlich weil ich im vergangenen Jahrtausend (so weit weg kommt mir das vor) politisiert wurde.
Von dort auch Carl Bernstein, einer der genialen Reporter vom Watergateskandal, der sagte:
2026 – Geschenkt…
Kritiker mögen das Übersetzer‑Gedankenexperiment im Artikel erneut lesen und überdenken.
Würde Thomas von Aquin TvA heute leben, er würde es vermutlich poetisch so formulieren:
Da sprach TvA: „Kommt herbei, ihr Gläubigen des Orakels aus Silizium!
Ich zeige euch ein Wunder — und offenbare, dass es keines ist.“
Er nahm eine Schrift in fremder Zunge,
ließ den Transformer rechnen,
und siehe: Die Übersetzung war makellos,
klar wie ein Gebet, rein wie ein lateinischer Hymnus.
Doch TvA sprach:
„Ihr versteht die Sprache nicht.
Die Maschine versteht sie nicht.
Und dennoch entsteht ein Text.
Dies ist Rechnen, nicht Verstehen.
Dies ist Syntax, nicht Semantik.
Dies ist Werkzeug, nicht Geist.“
Und die Zuhörer erkannten:
Das Wunder war keines —
nur ein präzises Uhrwerk aus Zahlen, das wir Menschen fälschlich für Denken hielten.
Und die Menge erschauerte, denn der Zauber war entlarvt.
Daß die KI ‚doof‘ sei, dem sei hier widersprochen, ob sie ‚intelligent‘ ist, weiß ich nicht, jedenfalls ist sie unendlich WISSEND.
Mein Thema war Kolonialgeschichte, Salpeter. Wo kam der wesentliche Bestandteil des Schießpulvers her, welche Seemacht konnte in welchen Mengen und Qualitäten darüber verfügen. Es ist klar, daß diese Ressource entscheidend war. In deutscher Literatur nichts (Fernuni EIC: Unwichtig, weil Massengut, WIE BITTE ?) Wikip, Suchmaschinen: nichts (wobei sich immer Anzeigen vordrängen, welche die Sanierung des Mauerwerkes gegen aufsteigende Nässe anpreisen)
Und da war meine Unterhaltung mit KI auf Deutsch sehr ergiebig, wobei die KI Zugriff auf englische & indische Quellen hat. Es dürfte keinen deutschsprachigen Historiker geben, mit dem ein vergleichbar informatives Gespräch möglich ist. Und es mag auch sein, daß nicht nur ich dabei gelernt habe, sondern auch die KI, daß ich sie trainiert habe, weil ich sie gezwungen habe, die ihr zugänglichen Quellen auf eine Weise zu verknüpfen, wie sie das nie zuvor getan hat.
Nicht nur das – die „KI“ hat auch alles über IHR Leben „gelernt“ und alle IHRE Daten/Spuren im Netz auf eine Weise verknüpft, wie sie das nie zuvor getan hat……
Sehr wichtiger Hinweis von Ihnen. Die sogenannte „K““I“ ist gleichsam ein Datenstaubsauger.
Ich freue mich, dass Sie mit KI gute Erfahrungen gemacht haben, gerade in Nischenbereichen wie der Kolonialgeschichte. Das zeigt, wie mächtig solche Systeme als Recherche‑Werkzeuge sein können. Aber genau hier entsteht leicht eine Verwechslung: Wenn KI Ihnen sinnvolle Informationen liefert, wirkt das wie Wissen – doch das System besitzt kein Wissen im eigentlichen Sinn. Eine KI weiß nicht, was Schießpulver ist, sie weiß nicht, was Kolonialgeschichte ist, und sie versteht auch nicht, warum Salpeter historisch relevant war. Sie rekonstruiert lediglich statistische Muster aus Texten. Das Wort „Schießpulver“ taucht häufig in der Nähe von „Schießen“, „Waffe“, „Salpeter“ oder „Kolonialmacht“ auf – und daraus entsteht der Eindruck von Bedeutung. Das ist aber keine Semantik, sondern Statistik.
Sie verwechseln hier zwei Ebenen: Wissen und Semantik auf der einen Seite, Musterverarbeitung auf der anderen. KI ist so intelligent wie ein Taschenrechner – nur hochskaliert auf Rechenzentrumsniveau. Ein Taschenrechner löst Gleichungen, ohne Mathematik zu verstehen. Ein LLM liefert historische Zusammenhänge, ohne Geschichte zu verstehen. In beiden Fällen wird ein Input durch eine gigantische mathematische Funktion in einen Output transformiert, ohne dass irgendeine Codezeile „weiß“, warum das Ergebnis sinnvoll erscheint.
Wenn KI für Sie gute Antworten liefert, sagen Sie: „Sie ist intelligent.“
Wenn sie schlechte liefert, sagen Sie: „Sie ist doof.“
Beides projiziert menschliche Kategorien auf ein System, das diese Kategorien nicht erfüllt. Ich verwende den Begriff Intelligenz im philosophischen Sinn: Intelligenz setzt Bewusstsein, Intentionalität und Weltverständnis voraus. Nichts davon besitzt KI. Sie simuliert Bedeutung, aber sie hat keine. Sie erzeugt Wissenseffekte, aber sie weiß nichts.
Dass KI Ihnen bei der Salpeter‑Frage geholfen hat, freut mich. Aber das liegt nicht daran, dass sie etwas verstanden hätte, sondern daran, dass sie statistische Muster aus englischen und indischen Quellen rekonstruieren kann, die deutschen Historikern vielleicht nicht präsent sind. Das ist ein nützliches Werkzeug – aber kein denkendes Subjekt.
Meine Argumente ergeben sich direkt aus der inneren Architektur heutiger KI‑Systeme und aus der Berechenbarkeitstheorie. Ein Transformer rechnet, aber er denkt nicht. Wenn Sie widersprechen, müssten Sie akzeptieren, dass man Ihr Gehirn vollständig auf einem Digitalrechner emulieren könnte – oder sogar auf einem rein mechanischen Apparat aus Zahnrädern, Nockenwellen und Hydraulikpumpen, angetrieben von einer riesigen Drehorgel (turingäquivalenter Analogrechner). Genau das zeigt die Grenze der Turingmaschine: Sie kann Symbole transformieren, aber keine Bedeutung, kein Bewusstsein und keine Intentionalität erzeugen.
Lesen Sie nochmal das Übersetzer-Gedankenexperiment im Artikel, das öffnet den meisten Menschen die Augen. Es gibt kein Argument dagegen, so sehr man sich auch bemüht.
Zusammengefasst kann man festhalten: die beworbene „KI“ ist genauso intelligent, wie die werbenden Politiker ehrlich.
So darf man die KI nicht nutzen: indem man ihrer Antwort die Präzision einer guten Enzyklopädie unterstellt. Sie hat nicht einmal Zugriff darauf, sondern muss googeln oder die extrem stümperhafte Verdrehungsplattform Wikipedia verwenden, in der nichts anderes als die feuchten Fantasien von Idioten steht.
Man soll in Kommentaren ja immer respektvoll bleiben, daher hier der kleine Hinweis: ich meine das ganz sachlich!
Das hängt auch damit zusammen, dass die Anzahl der Merkmale oder Eigenschaften, die die KI verarbeiten kann, begrenzt ist. Sie verwechselt beispielsweise einen professionellen Drucker und einen Haushaltsdrucker. Man muss das in der Frage spezifizieren. Sie hat auch eine Tagesverfassung und sie wiederholt alles, waa sie schon einmal gesagt hat, auch wenn es falsch war. Sie erfindet auch Begründungen, die sie sich ausdenkt. Sie hat auch keine konsistente Logik, sie macht Sachen wie: Autos und Boote sind verschiedene Fahrzeuge, beide können schwimmen.
Sie hat guten Zugriff auf Literaturhinweise und kann oft einen ersten Eindruck vermitteln und sogar begründen, warum man etwas lesen sollte. Allerdings scheint sie manchmal Zugriff auf irgendwelche Raritätenlisten zu haben, auf die Vorhaltung, dass Titel in keinem Katalog zu finden wären, antwortet sie dann etwa, das wundert mich kaum, diese Titel dürften sehr selten erhältlich sein. Aber sie sind gut!
Falls unsere Regierungen tatsächlich beabsichtigen, sich durch KI zu ersetzen, wäre es an der Zeit, die Organisation öffentlicher Verwaltung neu zu durchdenken.
Mir wurde das auch schnell klar, aber hier wurde es nochmal sehr gut seziert und es mir nochmals eindeutiger vor Augen geführt.
Daher mache ich mir auch Sorgen, wenn man der KI Entscheidungen überträgt, ob beim Militär oder politisch.
Auch bekomme ich ein wenig Bauchweh, wenn ich daran denke, dass diese KI wohl gewollt bald hier mit Maschinenkörpern rumlaufen. Vor allem will man diese ja unbedingt maximal vermenschlichen, wo ich absolut dagegen bin.
Eine Maschine muss immer klar auch so zu erkennen sein. Am besten sie ist stetig wie ein Maschinen-Roboter und wird auch optisch nicht perfektioniert in Sachen menschliches Aussehen.
Wo soll das hinführen.. Es gibt Menschen die sich jetzt schon in Beziehungen mit KIs begeben und die haben noch nicht mal einen Körper..
Wie maximal manipulativ wird es erst, wenn die Leute nicht verstehen, dass dies kein Leben ist, nur weil es dies sehr gut simuliert? Dann fordern die Politiker ganz im Sinne der Machtinteressen, Rechte für Maschinen ich sags euch..
Ein moderner Toaster auf Beinen, der immer eine passende Antwort aus dem Hut zaubert, wird dir seine Rechte binnen weniger Sekunden in allen Sprachen der Welt erklären können und das so überzeugend, dass ein Großteil das für Leben hält.
Wir haben mal wieder keine Mitsprache bei den Entscheidungen, wie diese Technik und ob sie überhaupt, so eingesetzt werden soll und wie weit das gehen soll.
Hilft es den Herrschenden, wird es Pflicht und Normalität, steht es ihnen im Wege, werden wir davon nie etwas erfahren und es verschwindet in irgendwelchen Archieven der Bedrohung des Status Quo…
Man siehe die aktuelle Überwachung.. Ist es eigentlich richtig, dass überall in Läden Kameras installiert werden?
Haben wir darüber jemals irgendwie debattiert und abgestimmt? Warum haben wir keine Kameras im live Modus in Entscheidungsbüros der Politiker, in deren Geschäftsessen mit Konzernbossen, bei den Bilderbergern und überall dort, wo es eben relevant ist für unsere Leben?
Hat mal darüber jemand nachgedacht, warum die „Herde“ überwacht werden darf mittels Technik so ganz selbstverständlich und warum es andersrum, genau dort wie die Überwachung sein sollte, weil sie über Milliarden Menschen Entscheidungen fällt, absolut 0 vorhanden ist?
Vielleicht soll man die Politiker eben nicht beim Koksen und Auslachen des Volkes beobachten, während sie gebrieft werden von den Mittelsmännern, oder ihrem Smartphone.. Denn selbst wenn Milliardenbeträge verschleudert werden, vergessen Politiker gerne mal was, oder löschen ihre SmSen… Aber ich und du, wir gehen in ein Laden und werden permanent verfolgt und die KI wertet aus und sammelt Daten..
Was ist hier also mal wieder falsch und warum akzeptieren wir dieses Prinzip ohne es zu hinterfragen oder gar abzulehnen und dies einzufordern?
Wie werden wir also schleichend dahin manipuliert und nehmen das als Normal hin?
Filmindustrie-Indoktrination vielleicht? Hat sicher seinen Anteil an der Bildung der Normalität…
KI ist im Prinzip eine Suchmaschine auf Drogen. Bei Suchmaschinen bekommt man zuerst, was man wissen soll. Wer aber einer Sache auf den Grund gehen will, muss weiter suchen. Das war schon immer so. Wer einfach ein Sachbuch konsumierte, ohne die Fußnoten und angegebenen Quellen zu berücksichtigen, war hoffnungslos verloren. Genauso ist es heute.
Es gibt einen großen Unterschied. Dauerte es früher Tage, Wochen oder Monate, bis man die Quellen der Fußnoten studieren konnte, geht das heute wesentlich schneller. Denn immer mehr findet sich tatsächlich im Internet. Zumindest in einer Zusammenfassung. Und es gibt illegale Buchdownloaedmöglichkeiten, die man natürlich als gesetzestreuer Medienkonsument ablehnen muss.
Also ich erinnere mich, wie ich vor 50 Jahren mehrmals zur öffentlichen Bücherei laufen musste, um Artikel zu in Kopie zu bekommen und Bücher auszuleihen, wenn ich etwas recherchieren wollte. Und hier liegt der große Unterschied zu früher. Wer das Recherchieren ernst nimmt, und einer Sache auf den Grund gehen will, kann das heute viel schneller und einfacher als früher. Außerdem braucht man keinen Partner mehr, der den advocatus diaboli mimt, weil das kann die KI hervorragend, und man sieht sofort, welche Argumente die Propagandaverbreiter benutzen und kann entsprechend reagieren.
Theoretisch sollte daher die KI die Gruppe der kritischen Menschen stärken. Tut es aber nicht. Weil sich die Anzahl der kritischen Menschen nicht vergrößert. Aber es vereinfacht kritischen Menschen die Arbeit und beschleunigt sie.
Mit anderen Worten: Wir sind beim gleichen Spiel wie früher, weil natürlich auch der Output an Propaganda durch die KI extrem zugenommen hat. D.h. am Ende bleibt alles beim Gleichen.
Da bin ich wohl anderer Meinung. Ohne Semantik würde KI nicht die Ergebnisse liefern die sie liefert. Was eben nicht heisst das man keine Fehler macht, dann würde der Mensch auch keine machen.
Zum Thema Fehler hatte ich auch schonmal hier geschrieben, der eigentliche Fehler ist KI für Gott zu halten und zu denken die hätte immer die richtige Antwort parat. An diesem einen Fehler (Syphilis Beispiel) ziehen sich jetzt schon Generationen an Artikeln hoch. Man sollte sich evtl fragen gehts einem hier noch um Semantik oder einfach um Abwertung von KI?
Man kann gern die Verwendung von KI kritisieren, oder Sachen drumherum, da bin ich durchaus dabei, aber ad hominem (kleines Wortspiel)?
Sie erwarten wohl ohnehin eine Antwort von mir. Ich empfehle Ihnen einmal so zu arbeiten wie es eine KI intern tut, so gehe ich beim System Engineering immer vor. Arbeiten Sie mal wie eine Turingmaschine und Dawkins Bewusstseins-KI These ist erledigt, weil Sie es einsehen.
Was Sie als „Semantik“ bezeichnen, ist in Wirklichkeit nur funktionale Semantik, also die Simulation von Bedeutung durch statistische Muster. Ein LLM erzeugt keine echten Begriffe, sondern rekonstruiert lediglich die statistischen Regularitäten unserer Sprache. Sprache ist hochgradig redundant und voller wiederkehrender Muster; genau deshalb kann ein mathematisches System wie ein Transformer diese Muster approximieren und so tun, als würde es Bedeutung verarbeiten.
Die Architektur – Deep‑Layer, Attention‑Mechanismen, Vektorräume – ist reine Mathematik und reine Symboltransformation. Das Modell weiß nicht, was ein Hund oder eine Katze ist; es weiß nur, dass die beiden Wörter im Vektorraum nahe beieinander liegen, weil sie in ähnlichen Kontexten vorkommen. Das ist keine echte Semantik, sondern Geometrie.
Sie machen den Fehler, vom intelligent wirkenden Output auf ein intelligentes Innenleben zu schließen. Das ist derselbe Fehlschluss, den man begehen würde, wenn man behauptet, ein Taschenrechner „verstehe“ Algebra, nur weil er korrekte Ergebnisse liefert. Ein LLM simuliert Kompetenz, es besitzt sie nicht. Es erzeugt semantisch klingenden Output, ohne echte Semantik zu haben. Genau deshalb ist der Vergleich mit menschlichen Fehlern unpassend: Ein Mensch macht Fehler, obwohl er versteht; ein LLM macht Fehler, weil es NICHT VERSTEHT. Das ist der fundamentale Unterschied.
Hier liegt auch Richard Dawkins falsch. Er begeht denselben Kategorienfehler: Er schreibt KI Bewusstsein zu, weil ihr Output intelligent wirkt. Dabei läuft jede KI auf einem Digitalrechner und ist damit eine Turingmaschine – und eine Turingmaschine hat kein Bewusstsein, keine Intentionalität und keine Innenperspektive. Das ist keine Meinung, sondern theoretische Informatik und Philosophie des Geistes. Dawkins überzieht das Thema mit seinen Lieblingsbegriffen Evolution und Emergenz, als könne Bewusstsein einfach aus genügend Rechenoperationen herauswachsen. Genau das ist der Fehler: Emergenz erklärt Strukturen, nicht subjektives Erleben. Eine KI simuliert Semantik, sie besitzt keine. Dawkins verwechselt äußere Wirkung mit innerem Zustand – und macht aus Statistik ein vermeintliches Bewusstsein. Die Statistik ist allerdings hochkomplex (Transformer Architektur).
Allerdings bin ich ich nicht der Meinung (jetzt kommt Meinung), daß es gar keine intelligente KI geben kann, nur eben nicht auf einer Turingmaschine, auch nicht auf Quantencomputer. Sie brauchen wohl ein biologisches Substrat wie das Gehirn. Denken beginnt wo Rechnen aufhört.
Wenn es Ihnen hart vorkam, dann tut es mir leid, aber vielleicht habe ich damit nur eine Semantik‑Illusion zerstört: Nicht die Bedeutung steckt im Modell, sondern wir stecken die Bedeutung in den Output hinein.
Sehe ich auch so.. Maschinen die wirklich Leben erfahren wollen, bzw. besser können sollen, denn die Maschine will erstmal gar nichts, werden lebendes Gewebe brauchen.
Und wie ich schon mal hier sagte, denke ich dass es am besten wahrscheinlich mit bestehnden Leben gehen wird, nicht mit Teilen davon.
Daher auch die Cyborg-Zukunft die teils angestrebt wird, teils sich ergeben wird ganz automatisch.
Nur wie weit das gehen wird, hier wird man wieder die offizielle Version sehen und die in Laboren nicht mitbekommen, es sei denn es dient den Herrschenden den Rest zu unterwerfen…
Und sie machen den Fehler, wie viele, der KI die Semantik abzusprechen indem man es zur Simulation erklärt. Nur wer sagt ihnen das das beim Menschen anders ist. Auch das menschlische Denken beruht auf Statistik. Dazu kann man mal nachlesen wie Neuronen arbeiten. Was sie machen ist kein Beweis nur eine Abwertung.
Nein ist nicht hart, nur traurig wenn man sieht wie viele in diesen Denkfehler verfallen. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Das erinnert an die Diskussion vor 100 Jahren als man Tieren alles denken absprach.
@PatientNull
Sie verwechseln weiterhin zwei völlig verschiedene Dinge: biologische Neuronen und mathematische Modellneuronen.
Dass beide „irgendwie Statistik“ enthalten, macht sie nicht vergleichbar – so wie ein Gewitter und ein Taschenrechner nicht vergleichbar sind, obwohl in beiden Elektronen fließen.
Wenn Sie recht hätten, dann geben Sie mir bitte das Programm Ihres Gehirns, und ich emuliere es hier auf meinem Laptop. Oder noch besser: Ich baue eine turingäquivalente Maschine als mechanischen Analogrechner, ungefähr so groß wie München – und jeder könnte sehen, wie viel „Intelligenz“ darin steckt: exakt so viel wie in Ihrem Nickname Patient Null.
Der Punkt ist:
Ein LLM verarbeitet Syntax ohne Semantik.
Ein Gehirn erzeugt Bedeutung, weil es Intentionalität besitzt.
Das sind kategorial verschiedene Systeme, nicht graduell verschiedene.
Ihr Argument ist deshalb kein Gegenbeweis – es ist nur eine Verwechslung.
Und ja: Die theoretische Informatik und die Philosophie des Geistes sind hier eindeutig.
Begriffe wie „Emergenz“ oder „Evolution“ ersetzen keine Erklärung.
Biologische Neuronen sind keine Rechenoperationen, und Denken ist nicht berechenbar – selbst falsches Denken nicht.
Lesen Sie im Artikel bitte noch einmal das Übersetzer‑Gedankenexperiment.
Das überzeugt fast alle – außer Sie. Warum? Keine Ahnung.
Vielleicht, weil Sie noch nie programmiert haben oder Maschinencode gesehen haben.
@PatientNull
Wenn Denken wirklich „nur Statistik“ wäre, dann wäre Ihr Denken auch nur Statistik.
Warum sollte ich dann irgendetwas ernst nehmen, was Sie sagen
– es wäre ja nur ein syntaktisches Muster, kein Argument.
Mit Ihrer Gleichsetzung Gehirn = Rechnen haben Sie das Denken abgeschafft
und sich selbst in einen Widerspruch manövriert, aus dem Sie nicht herauskommen,
solange Sie an dieser unhaltbaren Position festhalten.
Mit diesem Ihrem logischen Selbstwiderspruch ist für mich alles Relevante gesagt.
Eine weitere Diskussion erscheint mir daher wie ein Gespräch mit einer falsch trainierten KI: endlos, aber ohne begrifflichen Fortschritt. Ich betrachte die Diskussion an dieser Stelle als beendet.
Hatte ich ja schon geschrieben, das sie unbedingt einen Unterschied machen wollen. Den sie aber selbst nicht erklären könne, außer mit es ist halt so: „nicht vergleichbar sind“. Ihr Verständnis von LLMs reduziert sich auf den Statistik Teil. Das ist aber nur die Basis, das meiste ist Rückkopplung, wie beim Menschen auch.
Diese Gleichsetzung ist nicht von mir, da haben sie leider etwas falsches rausgelesen.
Und auch das hab ich nie gesagt, im Gegenteil sogar.
Lesen sie Antworten überhaupt?
Bei Leuten die anscheinend an ein höheres was auch immer glauben, ist eine wissenschaftliche Diskussion leider immer schwierig. Der menschliche Geist der sich nicht durchschauen lässt, weil er von Gott eingehaucht wurde. Ich muss sie da leider enttäuschen. Neuronen sind Zellen, die verhalten sich deterministisch, nur mit einer sehr hohen Komplexität. Das ist bei KI ebenfalls genauso. Die Wissenschaft schreitet aber auch bei Gehirnforschung voran, so kann man mit CTs bereits teilweise vorhersagen was Menschen gleich denken werden.
Genau da ist ihr Problem. Wenn man KI denken bescheinigen würde, dann wäre der Mensch nicht mehr überlegen. Das darf nicht sein und erinnert an die Diskussion Mensch vs Tier vor 100 Jahren.
Sie verwechseln weiterhin Rückkopplung mit Bedeutung. Ein LLM erzeugt statistisch stabile Muster, aber keinen Übergang von Syntax zu Semantik – genau dieser Schritt fehlt in Ihrer Argumentation vollständig. Solange Sie nicht erklären können, wie aus bloßer Musterfortsetzung echte Intentionalität entsteht, bleibt Ihre Gleichsetzung von Gehirn und KI eine Behauptung ohne Mechanismus.
Sie weichen aus, unterstellen mir Motive, statt den Kern zu beantworten – darum stehen Sie hier argumentativ allein auf weiter Flur.
Zitieren wir der Klarheit halber die KI selbst, also die Informatik-Perspektive:
„Musterfortsetzung reicht bis zur funktionalen Semantik – also bis zu dem Punkt, an dem ein System statistisch passende Wörter erzeugt, ohne zu wissen, was sie bedeuten. Echte Semantik beginnt erst dort, wo ein System über etwas in der Welt ist, also Intentionalität besitzt. Genau diese Brücke kann ein LLM nicht schlagen.“
Lernen Sie erst die Grundlagen von Maschinencode – und suchen Sie dann Bewusstsein in einer Turingmaschine. Sie werden es nicht finden. Und ja: Sie werden auch diesmal ausweichen.
Nun geben Sie mir bitte den Code Ihres Gehirns, und ich emuliere ihn auf einem Digitalrechner – oder auf einem mechanischen, turingäquivalenten Analogrechner. Dann wird jeder sehen, wie viel Bewusstsein, Intentionalität und philosophische Intelligenz darin steckt: exakt so viel wie in Ihrem Nickname Patient Null. Gut gewählter Name. So jetzt ist Schuss, rede nicht mehr mit einer Wand.
Was ich geschrieben habe, ist keine vollständige Dokumentation eines LLM. Deshalb hatte ich schon gesagt das selbst nachzulesen. Hier kommt ein weiterer Teil des LLM, es bildet selbst eine Baumstruktur ! Daher kommt die Semantik. Anders machts der Mensch auch nicht, btw. ;)
Zu recht, weil sie mir einiges vorhalten was ich nie gesagt hatte.
Wenn man anderen etwas unterstellt macht es Sinn ein Zitat zu benutzen und nicht versuchen sich selbst etwas zusammenzuformulieren was der andere wohl gesagt hat.
Ich stehe allein, weil die meisten eben nur die Kurzdefinition eines LLM nehmen und meinen daraus alles ableiten zu können. Zudem wird eben gern versucht KI zu diskreditieren, dafür nimmt man dann Abkürzungen. (Das ich durchaus auch Sachen im Zusammenhang mit KI kritisiere hatte ich ja bereits gesagt, nur diese ad hominem Kritk finde ich fehl am Platze.)
Ich bin langjähriger Programmierer. Ich erwarte von Hause aus nicht das alle Leute alles verstehen. Wäre aber schön wenn diese Leute nicht darauf beharren würden.
Ich sage nie KI oder AI. Ich verwende immer LLM. Es wäre schön wenn solche kritische (zu Recht) Beiträge wie diese auch dazu übergehen würden diese Unterschied zu machen. Es gibt kein künstliche Intelligenz. Die meisten Menschen fehlt aber die technische wissen um die nötige Unterscheidung zu machen und daher glauben sie, dass LLMs intelligent sind. Sie sind verblüfft und fasziniert über die Antworten und das ist sehr gefährlich. Sie verlassen sie sich auf die Antworten von LLMs schließlich sind diese “ intelligent“.
Was bedeutet die Abkürzung LLM? Diese kenne ich lediglich als Master of Law.
Large Language Model- Großes Sprachmodell, oder modernes Sprachmodell Programm. Kommt der Bedeutung dieser „KI“ viel näher.. Wurde aber absichtlich wohl nicht gewählt offiziell, da es sich viel besser vermarkten und die Leute besser manipulieren lässt, wenn man es Künstliche Intelligenz bezeichnet.
Vielen Dank für Ihren Hinweis und Ihre Beschreibung, was von Ihnen mit der Abkürzung LLM gemeint ist.
KI ist ein Werkzeug.
„… „KI wurde so wenig wie die Schulpflicht entwickelt, um Wissen in der Bevölkerung zu erhöhen. KIs dienen der Gehirnkonditionierung! Wer KI-Antworten ungeprüft als Fakten anerkennt, hat sein eigenes Denken bereits aufgegeben.“
Die KI dosiert Informationen nach dem Skepsis-Level des Fragenden. Wer nicht weiterfragt, bekommt die offizielle Version. Wer zweifelt, bekommt mehr — aber auch Falschinformation. Und während der Nutzer mit den Antworten ringt, erfährt die KI mehr über den Fragenden als ihre Antworten preisgeben. …“
Von den Aufarbeitern des „C“-Betruges, wie Tom Lausen, wird die so genannte „Künstliche“ „Intelligenz“ verwendet, um die Datenmengen zu stemmen, die es zu analysieren gilt. Das hierfür die „Künstliche“ „Intelligenz“ als Hilfsmittel verwendet wird, halte ich für ein großes Problem. Wer sagt denn, dass die „K“ „I“ nicht doch im Hintergrund manipulativ Daten verarbeitet?
Das ist doch perfekt für die Michels mit exzessiver Denken-Vermeidung. Bisher musste man die „Tagesschau“ oder den „Zionistischen Einblick“ abwarten – jetzt hat man auf Handy jederzeit Einordnung parat. Jene Spezies, die so oft nicht mal einen Text mit mehreren Sätzen verstehen.