Russland kündigt systematische Schläge auf Kiew an: Entscheidungszentren und Militäranlagen im Visier

26. Mai 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Außenminister Sergej Lawrow hat US-Außenminister Marco Rubio offiziell darüber informiert, dass die russischen Streitkräfte mit systematischen und anhaltenden Angriffen auf militärische Ziele und Entscheidungszentren in Kiew beginnen.

Als Grund nannte Lawrow die fortgesetzten ukrainischen Angriffe auf zivile Ziele und Infrastruktur in Russland, zuletzt der Drohnenangriff auf eine Bildungseinrichtung in Starobelsk mit zahlreichen Toten. Russland warnt gleichzeitig ausländische Diplomaten und Bürger dringend, Kiew zu verlassen. Im Verlauf des Gesprächs erinnerte der Minister „an die auf Vorschlag der USA im August 2025 in Anchorage auf höchster Ebene erzielten Vereinbarungen zum Ukraine-Konflikt und bedauerte, dass die eigenmächtigen Bemühungen der europäischen Eliten und des Kiewer Regimes diese Vereinbarungen untergraben, die den Weg für eine nachhaltige, langfristige Lösung auf der Grundlage eines Interessenausgleichs ebneten.“

Die Spitzenpolitiker sollen sich auch über diplomatische Initiativen zur Überwindung der Krise in der Straße von Hormus und zur Lage rund um Kuba ausgetauscht haben. Zudem bekräftigten Lawrow und Rubio „trotz bestehender Differenzen ihr gemeinsames Engagement, die Bemühungen zur Normalisierung der Arbeit der diplomatischen Vertretungen Russlands und der USA auf dem jeweiligen Staatsgebiet zu intensivieren“.

Das Gespräch scheint also recht freundschaftlich verlaufen zu sein.

Das Ministerium erklärte, der Angriff sei der „letzte Strohhalm“ gewesen und die Angriffe auf Kiew würden sich gegen den „ukrainischen militärisch-industriellen Komplex“ richten, darunter auch gegen Anlagen, in denen Drohnen hergestellt werden, die vom ukrainischen Militär „mit Unterstützung von NATO-Spezialisten, die für die Lieferung von Bauteilen und die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen zuständig sind“, eingesetzt werden.

Medienberichten zufolge wurde bereits zuvor bekannt, dass die Ukraine bei der Durchführung ihrer Langstrecken-Drohnenangriffe auf russischem Gebiet auf Informationen der USA und der NATO angewiesen ist, was bedeutet, dass diese Angriffe stets das Risiko einer Eskalation zwischen Russland und den NATO-Staaten bergen.

Russland hat bereits am Sonntag einen groß angelegten Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt und die umliegenden Regionen gestartet, bei dem nach Angaben ukrainischer Behörden mindestens vier Menschen ums Leben kamen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem Angriff russische Hochleistungsraketen zum Einsatz kamen, darunter die neue Hyperschallrakete „Oreshnik“.

Die Eskalation des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges erfolgt vor dem Hintergrund, dass es keine Anzeichen für Fortschritte bei den Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts gibt, da die russischen und ukrainischen Seiten in ihren Forderungen zur Beendigung des Konflikts weiterhin weit voneinander entfernt sind. Eine der Hauptforderungen Russlands ist, dass die Ukraine die Gebiete im Donbass abtritt, die sie noch kontrolliert – etwas, das der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ablehnt.

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3 Kommentare

  1. cwsuisse 26. Mai 2026 um 8:36 Uhr - Antworten

    Bevor man Vorschläge zur Konfliktlösung unterbreitet, ist es sinnvoll Nachforschungen und Überlegungen zu den Kriegsursachen und -zielen der Russen anzustellen. Das wird leider bei uns nicht gemacht. Stattdessen berauscht man sich an den eigenen Weihnachtswunschlisten.

  2. Daisy 26. Mai 2026 um 8:21 Uhr - Antworten

    Es wird Zeit. Wäre ich an Russlands Stelle, würde ich die Frontlinie einfrieren und keines der eroberten Gebiete zurückgeben.
    Die Ukraine bereitet sich nach Angaben des russischen Auslandsgeheimdienstes darauf vor, Drohnen gegen russische Regionen von lettischem Gebiet aus abzufeuern. Indessen wird der Luftraum der baltischen Republiken bereits jetzt für solche Angriffe genutzt.

    Damit will die Ukr. immer mehr die EU in den Krieg mithineinziehen…
    Es wird Zeit, dass Russland mal einen Zahn zulegt. Es wird aber auch Zeit, endlich Frieden zu schaffen. Daher mein Vorschlag…Russland hilft den Amis beim Frieden mit dem Iran und umgekehrt die Amis beim Frieden mit der EU, was zugegeben bei der derzeitigen Besetzung der Spitzpositionen wohl ein Ding der Unmöglichkeit sein könnte.

    • Pusteblume 26. Mai 2026 um 8:59 Uhr - Antworten

      Da der Krieg gegen Russland im Jahre 2013 von den USSA mittels des Handlanger-Staates Ukraine vom Stapel gelassen wurde und die USSA nur den Plan der Zerstücklung Russlands in mehrere Einzelstaaten verfolgen und es letztendlich um die Rohstoffe geht, nach denen gewisse Kreise der USA gieren, genau so, wie die gewissen USSA-Kreise sich die Rohstoffe Grönlands und neuerdings auch die Lithium-Lagerstätten auf dem Gebiet und im Umkreis des ostsächsischen Altenbergs (Name der Stadt: Altenberg) gekrallt haben, wollen diese Faschisten nun auch Russland klein und gefügig machen. Deshalb müsste das Ziel Putins und der russischen Armee sein, die Finanzzentren und Machtzentren der USA zu bombardieren und unwiderruflich zu zerstören.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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