Florida entscheidet sich in Covid-Referendum gegen Lockdown und Wokeismus

10. November 2022von 2,7 Minuten Lesezeit

Ron DeSantis ist der große Gewinner der US-amerikanischen Midterms. Mit seiner Wahl entschied sich Florida gegen neu-linke Lockdown-Politik, Genderismus und Impffanatismus. 

„Wir bekämpfen die Woken in der Legislative, wir bekämpfen die Woken in den Schulen, wir bekämpfen die Woken in den Konzernen. Wir werden uns niemals dem Woke-Mob unterwerfen. „Florida ist, wo woke sterben wird“, so ließ sich der Wahlsieger der amerikanischen Midterms feiern. Aus der angekündigten „roten Welle“ wurde nichts, die Demokraten schnitten erfolgreicher ab, als erwartet worden war. Doch Gouverneur Ron DeSantis konnte in Florida einen fulminanten Sieg für die Republikaner einfahren.

Sieg für die Wissenschaft

Michael Levitt, Stanford-Professor für Biophysik und Nobelpreisträger für Chemie, war ein früher und wichtiger Kritiker der Lockdown-Politik. Nachdem das Wahlergebnis in Florida bekannt geworden war, schrieb er am Mittwoch auf Twitter: „Nur ein US-Politiker kontaktierte mich. Gouverneur Ron DeSantis rief mich am 17. September 2020 an, hörte sich die Vorschläge an, lockerte die Beschränkungen und reduzierte Schmerzen und Panik in Florida. Seine Maßnahmen führten zu demselben relativen Todesüberschuss wie in Kalifornien.“

Tatsächlich war Florida der US-Bundesstaat, der sich konsequent der Lockdown-Politik verweigerte und seit dem Spätsommer 2020 trotz massiver Empörung der Medien und der Demokraten einen normalen Weg ging. Impfpflichten ließ man Ende des Jahres 2021 gesetzlich verbieten, weil die Special Olympics Impf-Beschränkungen veranlassen wollte, drohte man mit einer Millionenklage.

Ende 2021 ernannte DeSantis Joseph Lapado zum obersten Verantwortlichen für Public-Health. Wenige Monate später riet Florida offiziell von der mRNA-Impfung für Kinder ab, mittlerweile gilt diese Empfehlung für Personen unter 40 Jahren. Floridas Ansage ist eindeutig: Das „Covid-Theater“ sei zu „beenden“.

Das Magazin „Unherd“ titelte etwa, dass die Wahl in Florida aufgrund der Politik von DeSantis „ein Covid-Referendum“ gewesen sei. Man wird nicht falsch liegen. Wobei der Gouverneur auch einen Vorteil hatte: Viele Corona-Kritiker waren in den letzten Jahren nach Florida gezogen, flüchteten aus blauen Staaten in das „freie“ Florida. Die Wirtschaft des Staates an der Ostküste boomt nicht nur weil auf Lockdowns verzichtet wurde, sondern auch aufgrund des Zuzugs.

Trump-Nachfolger?

In der Rede zum Wahlsieger sagte DeSantis: „Wir haben gesehen, wie Freiheit und unsere Lebensweise in vielen anderen Gesetzgebungen dieses Landes ausgetrocknet sind, doch Florida hat standgehalten.“

DeSantis werden Ambitionen zugeschrieben, 2024 für das Weiße Haus antreten zu wollen. Die Medien spielen ihn als Trump-Gegner auf. Sicher ist das allerdings nicht. Entsprechend geäußert hat sich DeSantis noch nie, Beobachter und Berater empfehlen ihm aber auch, Gouverneur zu bleiben. Dort könne man innenpolitisch mehr erreichen als im Weißen Haus.

Im medialen Duell Trump – DeSantis ist eines klar: Trump äußerte sich nicht einmal im Ansatz so kritisch zu Impfungen wie DeSantis. Er lobt sich noch immer für seine „Operation Warp Speed“, mit der Produktion und  Zulassung der Covid-Impfstoffe beschleunigt worden sind. In beiden Kammern in Florida haben die Republikaner nun eine deutliche Mehrheit. Das wünschte sich die Partei für die ganzen USA, was allerdings knapp wird. Doch zumindest hat man mit den Midterms einen neuen Parteiführer, sollte Trump irgendwann die Bühne verlassen.


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9 Kommentare

  1. Zaphod B 10. November 2022 at 18:02Antworten

    So gut man DeSantis Corona-Politik findet, so sollte man aber auch nicht vergessen, dass er ein ganz strammer Rechter ist. Letztes Jahr oder so verlieh er einem der Che Guevara-Jäger einen Orden.

    • Konrad Kugler 10. November 2022 at 21:09Antworten

      Seit wann ist links richtig und rechts falsch? Seit die Linke, die Gefahr für Gerechtigkeit und Wohlstand, die Meinungsführerschaft übernommen hat. Nur ideologische Irrlehren sind gegen die Vernunft.

    • rudi & Maria fluegl 11. November 2022 at 0:57Antworten

      Leider kann man mir, Stalin, Pol Bot und anderen weniger erfreulichen Figuren vorwerfen aus der linken Ecke zu kommen.
      Ich hatte in der Jugend auch ein Konterfei von Che statt von Adolf im Zimmer.
      Bei Kontrollen oder am Amt mache ich mir immer noch Freunde, bei der Aufforderung statt Rudi meinen amtlichen Namen Rudolf zu sagen, dass die -dolfs wohl nur mehr österreichische Beamte erfreuen.
      Frauen war das bisher immer „wurscht“!
      Eine Ideologie zugeben und versuchen Berichterstattung davon zu lösen, würde der Journaille auch besser stehen!
      Und über rechte Politiker wundere ich mich schon seit 2 Jahren. Über die linken ärgere ich mich grün und blau im wahrsten Sinne der Farbenlehre.
      Rudi Fluegl

  2. Heiko 10. November 2022 at 14:50Antworten

    Warum verwendet auch dieser Autor das irreführende Synonym „links“ für eine menschenfeindliche, kapitalgesteuerte Politik verwendet? Wenn schon keine sprachliche Klarheit besteht, muss man davon ausgehen, dass da eine fehlende geistige Klarheit dahinter steckt.

  3. Dr. med. Veronika Rampold 10. November 2022 at 14:21Antworten

    Ich gratuliere Herrn De Santis aufs herzlichste und danke ihm für seine Aussage „Corona-Theater“.
    Damit ist meine sehr ähnliche Formulierung von der Coronakampagne MSM-fähig geworden, und das Mobbing des Volkes mithilfe dieser Kampagne und ihrer Narrative hört auch in D bald auf. Endlich.

  4. Glass Steagall Act 10. November 2022 at 12:18Antworten

    Mir soll jeder recht sein der dem WEF und Konsorten einen Knüppel zwischen die Beine wirft und die Kriegsambitionen gegen Russland sofort stoppt!

  5. Jens Tiefschneider 10. November 2022 at 12:04Antworten

    Mein absoluter Favorit für die nächsten US-Wahlen. Ich denke, er hat bessere Chance, als Trump, weil DeSantis obendrein intelligent ist. Das teils tumbe Auftreten von Trump ist einfach nicht mehr hinnehmbar, das merken auch immer mehr Wähler der Republikaner.

    • Konrad Kugler 10. November 2022 at 21:15Antworten

      Wenn sich Leute über die Frisur oder die Gesichtsfarbe eines Menschen aufregen können, dann zweifle ich an deren Kompetenz in diesem Sachverhalt, auch wenn sie sonst durchaus kompetent sind.

  6. Gerald 10. November 2022 at 11:45Antworten

    Die Republikaner brauchen aber auch dringend einen neues Zugpferd, nachdem Trump versagt hat.
    Der Trumpismus bei den Republikanern scheint zu Ende zu sein.
    Ich bin schon gespannt auf Trump‘s Statement am kommenden Dienstag.

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