
Studie zu Impfungen und plötzlichem Kindstod zensiert
Eine bereits veröffentlichte Studie, die auf Grundlage der US-Impfschadendatenbank plötzlichen Kindstod untersucht hat, wurde vom publizierten Wissenschaftsverlag gelöscht – mehr noch: Kein Hinweis, keine Korrektur, sondern eine vollständige Löschung aus dem wissenschaftlichen Register.
Im April 2026 entfernte der Wissenschaftsverlag Elsevier eine 2021 im Journal Toxicology Reports veröffentlichte Studie des US-Autors Neil Z. Miller. Der Titel lautete “Impfstoffe und plötzlicher Kindstod: Eine Analyse der VAERS-Datenbank 1990–2019 und eine Auswertung der medizinischen Fachliteratur“ („Vaccines and sudden infant death: An analysis of the VAERS database 1990–2019 and review of the medical literature“). Das sollte wissenschaftlich doch von höchstem Interesse sein. Doch das Paper wurde vollständig entfernt. Das Paper war seit 2021 online.
Miller, ein langjähriger Impfkritiker und Autor mehrerer Bücher zu Impfsicherheit, wertete Meldungen des US-amerikanischen Nebenwirkungsregisters VAERS aus. Von 2605 gemeldeten plötzlichen Kindstoden (SIDS) zwischen 1990 und 2019 traten laut seiner Analyse 75 Prozent innerhalb von sieben Tagen nach einer Impfung auf. Das ist eine statistisch signifikante Häufung, ein Peak ist zwei Tage nach der Impfung festzustellen.
Miller diskutierte mögliche biologische Mechanismen – etwa die Unreife des Immun- und Nervensystems bei Säuglingen – und forderte weitere Untersuchungen. Er betonte jedoch ausdrücklich: „Die Befunde beweisen keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Kindstod, sie legen ihn jedoch nahe.“
Aber das reichte nicht.
Der Verlag Elsevier begründete die Löschung mit „schwerwiegenden methodischen Mängeln“. Man nützt das bekannte Muster der Kritik an VAERS. Als passives Meldesystem kann jeder Meldungen eintragen, eine Kausalität zwischen Symptom und Impfung wird vorher nicht überprüft. Die Korrelation zwischen SIDS und Impfungen könne reiner Zufall sein, da Impfungen genau in der Altersspanne erfolgen, in der SIDS am häufigsten auftritt (2.–4. Lebensmonat). Beschwerden von Lesern hätten Miller nicht ausreichend entkräftet. Der Editor-in-Chief Lawrence Lash sah ein „potenzielles Risiko für die öffentliche Gesundheit“, falls Ärzte oder Eltern die Ergebnisse in die Praxis umsetzten.
Miller Untersuchung – die ausdrücklich keine Kausalität zwischen Kindstod und Impfung zog – kämpft freilich gegen die orthodoxe Mehrheitsmeinung. Große epidemiologische Studien, Meta-Analysen und Reviews, oft auch von Behörden, haben keinen kausalen Zusammenhang zwischen Impfungen und SIDS festgestellt. Dies gilt als unumstößlich, Zweifel daran sind offensichtlich nicht gern gesehen.
Kritiker wie Miller und Unterstützer sehen in der Löschung einen weiteren Fall von „Zensur unbequemer Daten“. Ähnliche VAERS-Analysen zu COVID-Impfstoffen wurden ebenfalls zurückgezogen. Miller kündigte an, die Studie in ein Buch aufzunehmen. Die Löschung hat freilich einen gegenteiligen Effekt: Die Arbeit wird nun noch stärker geteilt.
Hier ist die Studie zu finden.
Bild „UNICEF Vaccinates Children against Measles in DRC“ by United Nations Photo is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.
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