Im Gespräch: Eine Domina zur Corona-Krise

6. Februar 2022von 6,9 Minuten Lesezeit

Den Screenshot zu folgendem Dialog schickte mir vor ein paar Wochen ein Bekannter aus Deutschland, der Kontakt zur Fetisch- und Domina-Szene hat. Ok. Nicht gerade das Umfeld, in dem ich mich sonst tummele, aber ich fand die Aussagen aussagekräftig und einfach ungeschminkt.

Von Andrea Drescher

  • Du musst dir vorstellen, 60% der Gäste hat Nebenwirkungen, sind nicht mehr fit, ich könnte eine echte Statistik machen (mache ich auch, aber nur für mich)
  • 60% der übrig geblieben ist
  • 60%
  • alter Schwede, das ist ja noch schlimmer, als ich befürchtet habe …
  • Ja, mach mal Statistik… schadet nicht …
  • Ja, das ist heftig. Nebenwirkungen verschiedener Natur: neurologische, Veränderungen des Verhaltens, körperliche Beschwerden oder sogar Erektionsstörungen (liegt nicht an mir)
  • und hattest du Verluste an Gästen???? also „plötzlich und unerwartet“ ????
  • Ja, einige habe ich ewig nicht gesehen, vermute das Schlimme, also tot
  • Vor allem die älteren, die zwar fit waren, aber nach der Spritze …
  • Ich bat ihn, mir Kontakt zu der Dame herzustellen. Sie war nicht bereit zu einem Gespräch, aber eine andere Domina fand sich, die den Mut hatte, sich öffentlich zu äußern. Um es auf den Punkt zu bringen: Auch im horizontalen Gewerbe sind die Auswirkungen der Pandemie spürbar. Und das in mehrerlei Hinsicht.

Können Sie sich bitte kurz vorstellen?

Ich heiße Ingrid, bin 39 Jahre alt und seit 15 Jahren Domina von Beruf.

Warum und wie wird man Domina?

Mich hat eine Freundin damals eingeladen, sie hatte eine Party in ihrem kleinen Studio vor. Ich war immer jemand, der Männer gerne rumkommandiert hat, schon im Kindergarten. Sie hat mich zu Sessions dazu geholt und mir dann die ersten fachlichen Grundlagen vermittelt. Meine Ausbildung habe ich anschließend in Stuttgart gemacht, wo ich die ganze Theorie lernen konnte.

Es ist ein Beruf, den man aus Leidenschaft macht, sonst geht es nicht. Man muss sich auch extrem beherrschen, die Kunden müssen der Domina vertrauen können. Dementsprechend umfassend ist auch die Ausbildung, bei der man sich auch ausführlich mit der Anatomie, aber auch der Psyche von Menschen beschäftigt. Einfach Peitsche und Stiefel kaufen macht niemanden zur Domina. Da gehört viel mehr dazu. Die Ausbildung ist auch richtig teuer. Wer da nur an schnelles Geld denkt, liegt falsch.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich arbeite hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, bin aber weltweit unterwegs, da ich international gebucht werden kann. In letzter Zeit war ich vermehrt in Spanien und in der Schweiz unterwegs, da dort die Maßnahmen deutlich entspannter gehandhabt werden.

Wie kommt es zu solchen internationalen Einsätzen?

Ich bin schon lange in der Branche, drehe auch regelmäßig Filme. Man kennt mich in der Szene. Wenn man bewiesen hat, dass man gut ist, wenn klar ist, dass man dir in deiner Rolle vertrauen kann, ist man auch außerhalb Deutschlands sehr gefragt. Es hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Darum haben gute Dominas auch sehr viele Stammkunden, die sie über Jahre begleiten.

Wie viele Stammkunden haben Sie?

Es sind ca. 20, die regelmäßig kommen, also sehr, sehr regelmäßig. Und dann gibt es gottseidank noch einige, die alle paar Monate oder einmal im halben Jahr kommen. Sonst hätte ich in den vergangenen beiden letzten Jahre noch größere Probleme bekommen.

Wie haben Sie die Corona-Zeit als solche bisher erlebt?

Anfangs ist alles komplett eingebrochen und ich konnte mich nur mit Filmen über Wasser halten. Wir haben viele Filme gedreht und damit unser Geld verdient. Aber Online-Erziehung ist auch für mich nicht befriedigend. Ich will als Domina mit Menschen arbeiten. Nach und nach wurden wieder Termine gemacht, aber deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Ich wurde sehr oft nach Hause bestellt. Selbst in den Zeiträumen zwischen den Lockdowns, in denen das Studio geöffnet werden durfte, wurden Hausbesuche gemacht. Da ich wenigstens frei reisen konnte, war ich oft in Ländern, wo weniger scharfe Maßnahmen durchgesetzt wurden. Die Stammkunden blieben treu und haben die Sache mit mir bis jetzt durchgestanden, spontane Gäste fielen jedoch weg.

Während die Studios bzw. Hotels geschlossen waren, bin ich auch mal in den Wald mit den Gästen gegangen. Solange es nicht gerade heftig schneit, bin ich da relativ schmerzfrei. Jetzt hat es sich wieder halbwegs stabilisiert, aber es kommt weniger Kundschaft als vorher. Das Vertrauen fehlt – eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit – und die Maßnahmen machen die Menschen lustlos.

Was haben Sie beobachtet, als es mit den Impfungen los ging?

Nach meiner Wahrnehmung haben sich die geimpften Stammgäste mehrheitlich verändert. Fast alle haben sich aus beruflichen Gründen impfen lassen und fast alle wurden merkwürdig. Emotionslos, gefühlsneutral würde ich sagen. Gleichzeitig musste ich feststellen, dass sie in den Sessions schmerzempfindlicher reagieren. Während früher beispielsweise bei Strombehandlungen geradezu um mehr Schmerzen gebettelt wurde, halten sie heute nicht mehr so viel aus. Es wird sehr viel früher abgeschaltet.

Haben Sie Nebenwirkungen beobachtet?

Nach der Impfung sind Klienten vermehrt wegen eines positiven Testergebnisses weggeblieben. Ich kenne aber niemanden, der schwer erkrankt ist oder schlimme Nebenwirkungen hatte. Gottseidank! Leichte gesundheitliche Probleme haben zugenommen, woher auch immer die kommen.

Neurologische Veränderungen und die Schmerzempfindlichkeit waren jedoch sehr auffällig. Ich kenne die meisten ja seit Jahren, habe sie daher auch darauf angesprochen und ihnen empfohlen, dass sie es mit ihrem Arzt klären sollten. Aber wer geht schon zum Arzt und sagt: „Meine Domina hat gesagt, ich bin schmerzempfindlicher geworden“?!

Was mir ebenfalls auffiel – wenn man jemanden so viele Jahre kennt, weiß man, wie der tickt – einige meiner Kunden haben sich mental verändert. Sie sind auf einmal unzugänglicher für mich geworden. Es kommen weniger Emotionen rüber, das Erlebte geht ihnen mehr am Ar… vorbei. Sie sind abwesend und konzentrieren sich kaum mehr auf den Ablauf, für den sie ja bezahlen.

Funktioniert der Studiobesuch mit 2G+?

Es sind weniger Termine geworden, die Besuche haben abgenommen. Wer kommt schon mit Impfpass ins Studio und gibt seine persönlichen Daten offen preis? In einem Bereich, in dem man eigentlich alles sehr diskret halten will, ist das recht absurd. Kontaktkontrolle beim Domina-Besuch – so stellt man sich einen geschützten Rahmen vor. Auch haben nicht alle Lust auf einen Test.

Ich selbst habe Antigen-Tests im Haus und teste mich regelmäßig, obwohl ich ja in meiner Rolle Abstand halte. Bei unseren Dienstleistungen kommt man den Kunden nicht so nahe wie in einem Bordell. Es gibt keinen Körperkontakt und Hygiene wird bei uns sowieso großgeschrieben.

Sie sind ungeimpft. Was denken Ihre Gäste darüber?

Da ich die Ängste vor Corona für komplett übertrieben halte, bin und bleibe ich ungeimpft. Bei einer Grippe bleibe ich zu Hause, das war und ist selbstverständlich in unserem Gewerbe. Und nur, um mal einen Kaffee trinken gehen zu können, werde ich mich sicher nicht impfen lassen. Meine Gäste sind – berufsbedingt – meine Sklaven. Die stellen sicher keine diesbezüglichen Forderungen an mich. Das dürfen Sie gar nicht. Und meine Stammgäste kennen meine Haltung sowieso. Sie wissen, dass ich gesund bin, und akzeptieren es.

Was hat sich in Ihrem persönlichen Umfeld sonst verändert?

Auch wenn ich sehr froh bin, dass es gerade bei meinen Stammgästen noch keine schlimmen Auswirkungen durch die jetzige Situation gegeben hat, der Bekannten- und Freundeskreis hat sich doch gewandelt. Im Bekanntenkreis gibt es immer wieder Durchbrüche nach der Impfung, immer wieder liegen Menschen flach. Ein 75-jähriger Bekannter hatte drei Tage nach dem Boostern einen Herzinfarkt. Er hatte keine Vorerkrankungen, war vorher fit und gesund und immer auf Reisen. Aber seitens des Krankenhauses sah man keinen Anlass zu einer Autopsie. Und ich habe leider einige Freunde verloren, da diese eine andere Meinung nicht akzeptieren konnten. Für die ist nur noch ein geimpfter Mensch eine Freundschaft wert. Für mich ist das anders: Ob geimpft oder nicht, alle Menschen sind gleichwertig. Ich nehme die Menschen, wie sie sind.

Danke dafür!

Bildquelle


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14 Kommentare

  1. Mafey 9. Februar 2022 at 23:16Antworten

    Sehr erfrischender Dialog. Mal was anderes.

  2. Peter1 6. Februar 2022 at 17:13Antworten

    Ja, wir leben in einer SM-Welt. Schaut an, oder besser, schaut auf zu den hohen Herrschaften in ihren schwarzen Masken, Dark-Lords und Hexenmeister des satanischen Covid-Kultes…

    War das notwendig? Gegen das harmlose Virus hätte es doch genügt, den Hustinetten-Bär mit Vitamin C ins Rennen zu schicken…

  3. Justos 6. Februar 2022 at 15:32Antworten

    Es kommen weniger Emotionen rüber kommt mir bekannt vor. Das erlebe ich auch ib meinem Umfeld und auf der Arbeit. Als hätte ich es mit Robotern zu tun. Dabei waren sie so Liebenswert, Lustig und so Lebendig. Jetzt sehe ich nur Fremde die vorher Freunde und tolle Kollegen waren. Ich werde mir die Gentherapie sicherlich nicht geben. Egal was kommt. Mein Widerstand wird den Politikern erschrecken. Denen sage ich: Impft euch selbst aber ohne mich.

  4. Fritz Madersbacher 6. Februar 2022 at 14:36Antworten

    „Da ich die Ängste vor Corona für komplett übertrieben halte, bin und bleibe ich ungeimpft. Bei einer Grippe bleibe ich zu Hause, das war und ist selbstverständlich in unserem Gewerbe“
    Sehr zu empfehlen, diese Lebenseinstellung …

  5. Albrecht Sto 6. Februar 2022 at 12:46Antworten

    Die Frage fehlt leider: ob auch Lauterbach regelmäßig Maso-Gast ist …

    Der Mann kennt und liebt doch den „Zwang, der zur Freiwilligkeit führt“, wie er da letzt öffentlich machte … ist das nicht genau das Prinzip der Domina-Kunde-Beziehung?

    ;-(

    • Arne Binder 6. Februar 2022 at 13:05Antworten

      Lauterbach zwingt zur Frewiligkeit.
      Von einer Domina lässt man sich freiwillig zwingen.

      Schon ein kleiner Unterschied ;-)

  6. andi pi 6. Februar 2022 at 12:13Antworten

    der große unterschied: in der sado-maso-szene beruhen alle handlungen auf gegenseitiger einvernehmlichkeit. der staat, der derzeit mittels maskenfolter und spritzzwang sadistische akte an seiner bevölkerung betreibt, hat dieses prinzip der freiwilligkeit aber offenbar nicht verstanden.

  7. Hans H. 6. Februar 2022 at 10:06Antworten

    Auch solche Sichtweisen sind natürlich interessant, jedoch glaube ich, dass man hier falsche Schlüsse zieht. Meiner Meinung nach macht man hier genau das Gleiche, was in unseriösen „Long CoVid“-Studien gemacht wurde. Es werden einfach allerlei diffuse Symptome (Lustlosigkeit, Apathie, Erektionsstörungen, Schmerzempfindlichkeit) der Impfung zugeordnet. Dabei könnten diese Symptome eben genauso Folge depressiver Verstimmungen durch die Corona-Lockdowns oder Maßnahmen sein. Weil die Leute eben gegen ihren Willen daheimhocken mussten, nirgendwo hindurfte, die Maßnahmen nur als repressiv und unsinnig empfanden ohne Möglichkeit sich dagegen zu wehren. Manche Gelegenheits-Kunden bleiben vielleicht weg, weil sie immer noch mental in der CoVid-Panikspirale festhängen und sich vor menschlichem Kontakt fürchten, oder sie erfüllen 2G nicht und wollen die Domina nicht in gesetzliche Schwierigkeiten bringen.
    Die Impfungen richten unzweifelhaft Schaden an der physischen Gesundheit an (wie der oben beschrieben Herzinfarkt 3 Tage nach dem Boostern), noch größer ist aber mMn der Schaden an der psychischen Gesundheit, den dieses verbrecherische Pandemiemanagement anrichtet.

    • Gabriele 6. Februar 2022 at 11:49Antworten

      Das Wichtigste scheint mir hier die Bestätigung, dass Menschen sich nach Impfungen psychisch verändern, dass sie gefühlloser und inhumaner werden. Das kann ich vollends bestätigen! Geimpfte stumpfen regelrecht ab – zuerst heißt es oft nur: „Ja, man kann sonst eh nichts machen!“ Jetzt bei der Impfpflicht höre ich immer öfter: „Ich musste mich impfen, sollen die anderen jetzt gefälligst auch gehen!“ oder es wird sogar militant verlangt, dass das Gegenüber geimpft sein soll, ganz ohne Grund. Weil es sich jetzt so „gehört“. Die Leute werden zynischer und zum Teil richtig bösartig.
      Und es ist wie der Antroposoph Rudolf Steiner es vorausgesagt hat: „Sie werden eine Impfung erfinden, die die Seele abschafft!“ Man ist bereits voll dabei…

    • Arne Binder 6. Februar 2022 at 13:04Antworten

      Noch gibt es eine Kontrollgruppe. Und die Ungeimpften wurden mittlerweile deutlich länger und stärker durch Maßnahmen drangsaliert, sodass derartige Fehlschlüsse unwahrscheinlich sind.

    • Hans H. 6. Februar 2022 at 15:20Antworten

      @Gabriele

      Solche Wesensänderungen einfach immer pauschal der Impfung zuzuschreiben ist mMn genauso unseriös, wie das bei den Long CoVid-Symptomen gemacht wurde. Die CoVid-Repressalien haben niemandem gutgetan und sich bei vielen mental negativ ausgewirkt, die dann reizbarer, aggressiver usw. geworden sind. Das aber immer nur mit der Impfung zu erklären, ist Unsinn.

    • Jutta Frank 6. Februar 2022 at 19:04Antworten

      Danke Hans H. für ihren Kommentar, der nach meinem Empfinden Bodenhaftung bringt. Ich merke nicht, dass die Spikung meine Mitmenschen zu Zombies mutieren lässt. Bei jenen welche schon vor C. nicht „einfach“ waren, führt der Dauerstress/angstpegel zu einer verstärkten Ausprägung innewohnender Negativeigenschaften.

  8. RG 6. Februar 2022 at 10:06Antworten

    Das nenne ich mal Feldforschung. Sehr interessant.

  9. Eva-Maria 6. Februar 2022 at 9:37Antworten

    DAS sind „Forschungsergebnisse“ zu denen man auf normalen „wissenschaftlichen“ Wege nie kommen würde.
    Extrem alarmierend.

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