Neue Studie zeigt neuerlich: T-Zellen erkennen alle bekannten Varianten

Jedes Virus verändert sich fortwährend und es entstehen Millionen von Varianten im Laufe der Zeit. Fast alle davon verschwinden rasch wieder, die die bleiben haben Eigenschaften, die günstig für das Virus sind. Und diese sind rasche Verbreitung, aber ohne dem Wirt zu töten oder ihm allzu sehr zu schaden. Steht im Lehrbuch, das offenbar weder die Politiker noch die meisten Virologen gelesen haben.

SRAS-Cov-2 ist zu 80% identisch zu SARS-Cov aus dem Jahr 2003. In Studien wurde nachgewiesen, dass Rekonvaleszenten, die 2003 damit infiziert waren, nach wie vor T-Zellen im Blut haben, die das alte SARS vernichten können, aber genauso das neue erkennen und beseitigen.

Bei den bisherigen zehntausenden Varianten, die von SARS-Cov-2 gefunden wurden, gibt es nur geringfügige Veränderungen in den Positionen einiger Aminosäuren. Alle Varianten sind zu 99,7% identisch, es gibt also nur in 0,3% des Virus Variationen. Von Mutationen zu sprechen ist unrichtig, so werden nur Veränderungen bezeichnet, die neue, ganze Segmente betreffen.

Es kann sein, dass einzelne Antikörper eine Variante nicht mehr erkennen, da sie nur auf geringe Abschnitte des Genoms ausgerichtet sind. Antikörper sind groß, unflexibel und maximal dumm. Nicht so die T-Zellen die verschiedenste Sequenzen erkennen können, laut Forschungen des La Jolla Institute for Immunulogy mindestens 30 bis 40. Das gleiche Institut hat auch herausgefunden, dass die T-Zellen noch alle bekannten Varianten problemlos erkennen.

Das wird nun durch eine neue Studie bestätigt. T-Zellen, die als Reaktion auf eine Infektion mit der ursprünglichen Version des neuartigen Coronavirus gebildet werden, wirken auch gegen drei der angeblich besorgniserregenden neuen Virusvarianten zu, so eine am Dienstag veröffentlichte US-Laborstudie.

„Unsere Daten sowie die Ergebnisse anderer Gruppen zeigen, dass die T-Zell-Antwort auf COVID-19 bei Personen, die mit den ursprünglichen Virusvarianten infiziert sind, die wichtigsten neuen Varianten, die in Großbritannien, Südafrika und Brasilien identifiziert wurden, vollständig erkennen“, sagte Andrew Redd vom NIAID und der Johns Hopkins University School of Medicine, der die Studie leitete.

Die Forscher analysierten Blut von 30 Personen, die sich vor dem Auftauchen der neuen Varianten von COVID-19 erholt hatten. Sie fanden heraus, dass die T-Zell-Antworten gegen die Varianten aus Südafrika, Großbritannien und Brasilien intakt blieben und erkennen konnten.

Noch eine Anmerkung zu den T-Zellen: CD8+ T-Zellen sind die Killerzellen, die befallene Körperzellen beseitigen können, was Antikörper bekanntlich nicht können. Cd4+ T-Zellen sind die Helfer-T-Zellen, die einerseits regulatorische Zellen produzieren, die überlebenswichtig sind zum Stoppen der Reaktion des Immunsystems und andererseits können sie B-Zellen erzeugen, die ihrerseits Antikörper produzieren, falls überhaupt benötigt. T-Zellen sind also für die gesamte Reaktion des Immunsystems verantwortlich.


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19 Kommentare zu „Neue Studie zeigt neuerlich: T-Zellen erkennen alle bekannten Varianten

  1. naja, erkennen bedeutet eben nicht beseitigen. Bei den Antikörpern muss man auch unterscheiden zwischen neutralisierend und nicht-neutralisierend. Die nicht-neutralisierenden Antikörper können sogar negative Auswirkungen haben. Das war ja bei den Impfstoffen gegen SARS und MERS das Problem.

    1. Aber natürlich auch beseitigen. Die CD8+ T-Zellen sind die Killerzellen, die befallene Körperzellen beseitigen können, was Antikörper bekanntlich nicht können. Cd4+ T-Zellen sind die Helfer-T-Zellen, die einerseits regulatorische Zellen produzieren, die überlebenswichtig sind zum Stoppen der Reaktion des Immunsystems und andererseits können sie B-Zellen erzeugen, die ihrerseits Antikörper produzieren, falls überhaupt benötigt. Nur von T-Zellen geht die komplette Immunantwort aus.

    2. Also bei den Grippe-Impfstoffen ist das ja eben nicht so, deshalb müssen sie jedes Jahr erneuert werden, sonst bringen sie nichts. T-Zellen hin oder her. Und bei den normalen Coronaviren ist es ja auch so, deshalb kann man sich jedes Jahr eine Erkältung holen. SARS und MERS sind keine guten Beispiele, die verschwanden rasch wieder. Man muss immer aufpassen, nicht in Wunschdenken zu verfallen.

    3. Das Immunsystem funktioniert selbstverständlich bei allen Viren gleich. Der Unterschied zwischen Corona und Influenza Viren besteht in der Segmentierung. Influenza-Viren sind in Segmente unterteilt, die gelegentlich zwischen verschiedenen Virenstämmen getauscht werden können. Erst dadurch kommt es zu einer Mutation, die zwar auch noch vom Immunsystem erkannt wird, aber eben bei manchen Personen schlechter. Deshalb werden die Impfstoffe jedes Jahr angepasst und bestehen aus 3 bis 5 unterschiedlichen Stämmen. Aber eine Infektion oder Impfung gegen die Schweinegrippe hat noch für einige Jahre eine relativ gute Immunität zur Folge gehabt.
      Corona Viren haben keine Segmente und ein „Korrekturlese“-Enzym, das die Veränderungsrate reduziert. Deshalb kommt es nur zu wenigen Veränderungen. Und das Fehlen von Segementen verhindert auch Mutationen, wie wir sie von Grippe kennen.

    4. Bei den jährlichen Influenzaviren werden nicht ganze Segmente ausgetauscht, das sind auch nur kleine Mutationen. Und die Mutationsrate ist sehr ähnlich zu Coronaviren (sieht man ja auch aktuell). Ob der Schweinegrippe-Impfstoff langfristig gut gewirkt hat oder hätte, kann man auch nicht wirklich sagen, weil sich das Virus gegen H3N2 nicht wirklich durchgesetzt hat. Das überzeugt also alles nicht. Man hat auch gesehen, dass T-Zellen von anderen Coronaviren das neue Coronavirus zum Teil auch erkennen können, aber das brachte keinen Vorteil. Die Rolle der T-Zellen bleibt also völlig unklar.

    5. 4 Fragen an Stephan W und Peter Mayer:

      1. Kann es sein, dass in Menschen mit gesundem Immunsystem Erreger/Viren tatsächlich beseitigt werden, während in jenem geringen Prozentsatz, der verstarb, die T-Zellen sowohl in den oberen Atemwegen als auch in der Lunge zwar erkannten, worum es geht, aber zu schwach waren, die Viren zu beseitigen?

      2. Kann es sein, dass mit gezielt und hinreichend erhöhtem Vitamin D-Spiegel
      (a). die Aktivierung der T-Zellen erleichtert, d.h. zeitlich vorgezogen und quantitativ erhöht werden kann, so dass das Virus viel eher im HNO-Schleimhautbereich hängenbleibt?
      (b) bei komorbiden Menschen infolge der breiten Verteilung von Vit.-D-Rezeptoren die Immunabwehr erweitert wird?

      3. Gibt es Studiendaten, die belegen, dass die mRNA-induzierte Bildung von T-Zellen nicht dazu führt, dass die hochkomplexe Einbettung körpereigener T-Zellen in die evolutionär entstandene Abfolge körpereigener Abwehrreaktionen letztlich herausgelöst und somit inaktiver wird, d.h. das Immunsystem insgesamt geschwächt wird?
      (Immerhin gingen in der Astra Zeneca-Zulassungsstudie fast bei jedem 2. TN die Neutrophilen in den Keller …)

      4. Gibt es vergleichende Daten (T-Zellen-Gedächtnis mit und ohne Impfung), die mit dem Ziel evaluiert wurden, als „Impfdokument“ jeweils minimale Größen zu definieren?

  2. Es ist wohl Absicht (um es nicht Schikane zu nennen), daß im geplanten Impfpaß einzig der Nachweis von Antikörpern als Alternative zur Impfung bzw. PCR Test vorgesehen ist.

    Da der Beleg von T-Zellenimmunität mittels Laborbefund möglich ist und diese im Gegensatz zu den Antikörpern langristiger Natur ist deutet alles darauf hin, daß hier wieder einmal alleine die Politik und nicht die Wissenschaft die Maßstäbe setzt.

    Mich erinnert dieser ganze Blödsinn an die Rußpartikelverordnung. Die Franzosen waren so findig einen Partikelfilter in ihre PKWs einzubauen während die deutschen Hersteller die Partikelgröße soweit reduzierten das diese bei der ASU meßtechnisch nicht erfaßt werden konnte.

    Ein einfaches Papiertaschentuch am Auspuff verdeutlichte jedem Laien den Unterschied…

    1. Die Anerkennung des T-Zellen-Befundes wird wohl erst von den Gerichten zu entscheiden sein, sobald Klagen von betroffenen Personen eingebracht werden. Hoffentlich stützen sich die Richter dann auch auf funddierte wissenschaftliche Erkenntnisse.
      Noch hoffe ich zwar, dass sich der Impfpass noch irgendwie abwenden lässt, aber da die Tourismusbranche in diese Richtung Druck macht, wird dies schwierig werden.

    2. Wenn die Tourismus Branche draufkommt, dass sie dadurch Kunden verlieren, werden sie vielleicht zu denken beginnen.

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