Project 2029: Soros neuer grüner Totalitarismus – diesmal mit „Klima-Staatskunst“

4. August 2026von 4,5 Minuten Lesezeit

George Soros, mittlerweile 96 Jahre alt, dreht noch einmal richtig auf. Während die Amerikaner mit den Folgen des Iran-Kriegs, wirtschaftlicher Unsicherheit und dem Kulturkampf um die Midterms beschäftigt sind, bastelt sein Netzwerk bereits an der nächsten großen Umwälzung. Diesmal heißt das Zauberwort: Project 2029.

Das Roosevelt Institute — ein Think Tank, der zwischen 2016 und 2024 mindestens 6,3 Millionen Dollar von Soros‘ Open Society Foundations eingesackt hat — hat ein 155-seitiges Dokument veröffentlicht, das als progressiver Gegenentwurf zum konservativen Project 2025 konzipiert ist. Geschrieben von einer Kohorte ehemaliger Biden-Beamter, Akademiker und Politikexperten, soll es den Weg für eine demokratische Rückeroberung ebnen. Joseph Vazquez von Newsbusters hat sich das Machwerk genauer angesehen.

Todd Tucker, Direktor für Industrie und Handel am Roosevelt Institute und Autor der Einleitung, bringt das Programm unverblüht auf den Punkt: Es gehe darum, „Donald Trumps Mittel für progressive Zwecke zu adaptieren“. Mit anderen Worten: Der Staatsapparat, den Trump umgebaut hat, soll nicht etwa zurückgebaut, sondern für die grüne Agenda umfunktioniert werden.

Gegenüber E&E News erklärte Tucker: „Wir sehen dies als ersten Schritt, um das in den Blutkreislauf einzuspeisen.“ Holy Dystopia, Batman, wie Vazquez treffend kommentiert.

„Grüne Staatskunst“ — oder: Der Staat übernimmt die Produktionsmittel

Das wahre Herzstück des Dokuments ist das Konzept der „green statecraft“ — grüne Staatskunst. Was harmlos klingt, ist bei näherem Hinsehen nichts anderes als ein Plan zur schleichenden Verstaatlichung ganzer Wirtschaftssektoren unter dem Vorwand des Klimaschutzes.

Tucker selbst schreibt, dass grüne Staatskunst „strukturelle Probleme lösen kann, die engere Ansätze wie Erschwinglichkeit oder Fülle nicht lösen können“. Und weiter: „Die Politik ist reif für Anti-Status-Quo-Aktionen.“

Konkret nimmt das Dokument Trumps Beteiligungen an Unternehmen wie Intel als Präzedenzfall und argumentiert:

„Während die Trump-Administration keine Klimabegründung für diese Interventionen nutzte, stellen sie wichtige Präzedenzfälle für saubere Energiepolitik dar. […] Einige der Deals beinhalten Vorstandssitze, die der Regierung Augen, Ohren und Stimme bei der Festlegung von Unternehmensprioritäten geben. […] Während diese Macht in den falschen Händen schlecht sein kann, kann sie in den richtigen nützlich sein.

Die entscheidende Frage stellt sich sofort: Wer bestimmt, welche Hände die „richtigen“ sind?

Die Antwort liegt auf der Hand: Dieselben Leute, die schon jetzt darüber entscheiden, was „Desinformation“ ist, welche Forschung gefördert wird und wer auf Social-Media-Plattformen sprechen darf. Die selbsternannte Elite, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den „Bogen der Geschichte in die richtige Richtung zu biegen“ — um Soros‘ eigene Worte aus einem New York Times-Interview von 2019 zu zitieren.

Das Geld dahinter

Soros hat allein in diesem Wahlzyklus mindestens 102 Millionen Dollar in die Midterms 2026 gepumpt — mehr als jeder andere Einzelspender. Insgesamt hat sein Imperium laut MRC Business über 618 Millionen Dollar für den Aufkauf einer grünen Utopie ausgegeben, die sich nahtlos in seine „Offene Gesellschaft“-Dystopie einfügt.

Das Roosevelt Institute ist dabei nur ein Rädchen im Getriebe. Aber ein strategisch wichtiges: Es liefert den intellektuellen Überbau, die pseudo-akademische Legitimation für das, was im Kern ein Mittel zur Lenkung der Wirtschaft durch einige wenige Oligarchen und Plutokraten werden soll.

Die Parallele zu COVID

Es ist nicht das erste Mal, dass Soros und seine Organisationen eine Krise als Sprungbrett für radikale Transformation nutzen. Während der Pandemie sprach Soros bereits von einem „revolutionären Moment“, den COVID biete. Die Methodik ist immer dieselbe:

  1. Krise identifizieren oder herbeireden (Klima, Pandemie, „Demokratie in Gefahr“)
  2. Institutionelle Macht aufbauen (Think Tanks, NGOs, gekaperte Behörden)
  3. Den Staatsapparat umwidmen (diesmal Trumps industriepolitische Werkzeuge)
  4. Kritiker delegitimieren („Desinformation“, „rechtsextrem“, „wissenschaftsfeindlich“)

Project 2029 ist diese Blaupause — nur diesmal mit dem Klima als trojanischem Pferd.

Das Ziel: 2028 und darüber hinaus

Der Zeitplan ist kein Zufall. 2026 stehen die Midterms an, 2028 die Präsidentschaftswahl. Project 2029 soll „in den Blutkreislauf eingespeist“ werden — das heißt, es geht nicht um einen einmaligen Wahlkampfschlager, sondern um die langsame Infiltration des politischen Diskurses, bis die Übernahme von Unternehmen durch den Staat, gelenkt von „den richtigen Händen“, als normal, ja als notwendig erscheint.

Dass ausgerechnet ein 96-jähriger Milliardär, der mit Währungsspekulation reich wurde, nun darüber doziert, dass der Finanzsektor zu viel Macht habe und der Staat eingreifen müsse, ist eine Ironie, die selbst in Hollywood als zu unglaubwürdig durchfallen würde.

Fazit

Project 2029 ist kein harmloses Politpapier. Es ist die Fortsetzung des Soros’schen Langzeitprojekts mit anderen Mitteln: diesmal nicht über Migration, nicht über Justizreform, nicht über Medien — sondern seine weitere Verschmelzung des Staatsapparates mit Unternehmen und Konzernen.

Mussolini hatte das Modell zu Recht als Faschismus bezeichnet. Und das unter demokratischer Flagge, finanziert von einem Mann, der mehr Geld besitzt, als die meisten Länder in einem Jahr erwirtschaften.

Die Frage, die sich jeder stellen sollte: Will man wirklich in einer Welt leben, in der George Soros und seine Stiftungen definieren, welche Hände die „richtigen“ sind?

Denn eines ist sicher: Wer die „falschen“ Fragen stellt, steht in dieser Welt schnell auf der falschen Seite der Geschichte.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: Niccolò Caranti, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Musk bläst zum Angriff auf Soros

Rockefeller und Soros gestützte NGO setzt Verbannung eines ungarischen Think Tanks in Brüssel durch

Wie Soros in der EU-Kommission mitmischt

11 Kommentare

  1. cwsuisse 4. August 2026 um 14:04 Uhr - Antworten

    Soros ist ein Investor. In der Ukraine hat er auf das falsche Pferd gesetzt und sehr viel Geld verloren. Jetzt sucht er nach neuen Ufern.

  2. Hello 4. August 2026 um 10:47 Uhr - Antworten

    Weniger zu Soros als zum Klima (und die Hitzetage und Waldbrände sind bekanntlich Ausdruck vom menschengemachten Klimawandel -Ironie)

    Der „zahlenfreak“ schaut sich immer die einzelnen Messdaten an und bringt sie auch.
    Bei https://www.zahlenfreak.at/ finde ich diese Eintragungen:

    Offizielle Zahlen zu den Waldbränden 2026 (31.072026):..Allerdings gab es im Jahr 2026 bisher – mit Ausnahme von Frankreich – so gut wie nirgends dramatische Zahlen dazu, wenn es um die verbrannte Fläche geht. …hat Frankreich mit den massiven Bränden von vorletzter Woche bereits jetzt fast das bisherige „Allzeit-Hoch“ aller Jahre seit 2003 erreicht. In Summe der verbrannten Flächen in Europa ist das aber so „wenig“ gewesen, dass es bisher kaum sichtbar ist bei den Daten aus Gesamt-Europa…

    Trockenheit und Niederschläge (31.072026): …Es ist ein Zusammenspiel eines besonders trockenen Halbjahres 2026 und eines nicht allzu feuchten Jahr 2025, das derzeit für die besondere Situation sorgt. …Noch liegen wir im Zehnjahres-Schnitt nicht allzu weit unter einer Trockenphase in den 80er und 90er-Jahren, wo es kaum „nasse Jahre“ gab – wenn die Trockenheit aber noch lange andauert, werden wir „Trockenrekorde“ bekommen, die wohl für längere Zeit gelten!…Gleichzeitig fehlt mir oft die Thematisierung der größten Verbraucher im System – das sind nämlich NICHT die Privathaushalte. Und zum dritten tauchen plötzlich „Fachleute“ auf, die ich noch aus der Pandemie-Berichterstattung bei ganz anderen Themen kannte – und die klingen oft schon ähnlich „alarmiert“ wie damals…

    Das Hitzejahr 2026 (30.07.2026) …Der Sommer 2026 wird in Sachen Hitzetage wohl ziemlich sicher der „heißeste seit Messbeginn“ werden. ….Natürlich sollen sich alle bei Hitze anders verhalten als wenn es – wie wir es auch schon oft hatten – einen verregnet-kühlen Sommer gibt. Ob dafür jedoch immer Alarmismus, manchmal sogar Panikmache nötig ist, ist eine andere Frage. Und ob bei uns wirklich so viele Menschen darauf angewiesen sind, Handlungsempfehlungen von allen möglichen Seiten und Stellen zu bekommen, darf ebenfalls bezweifelt werden.
    Ich persönlich kenne zum Glück keine Menschen, die ihr Leben und ihre Gesundheit gefährden, indem sie sich gerade die ärgste Hitze des Tages aussuchen für anstrengende Tätigkeiten und die heißesten Plätze. …

    • Hello 4. August 2026 um 10:51 Uhr - Antworten

      P.S. vom „zahlenfreak“: Ich frage mich gerade, ob durch KRIEG verursachte Waldbrände erstens erfasst und zweitens häufig sind…

    • Wolliku 4. August 2026 um 18:34 Uhr - Antworten

      Der EU-Klimadienst Copernicus wertet seit mehr als 2 Dekaden KI- und Satellitengestützt Brände weltweit aus. Das Ergebnis Kohlenstoff-Brände sind weltweit teilweise stark rückläufig. Diese Zahlen sind nichts für unsere Alarmisten aus der Klimakirche und finden keinen Eingang in die MSM. Die KI weiß mehr.

  3. Wolliku 4. August 2026 um 10:35 Uhr - Antworten

    Mehr als nur nachdenkenswert was der Beitrag uns vermittelt, wenn der green Deal alles in die „richtigen Hände“ (von Soros und Konsorten) lenkt. Die vier Strategien zur Umsetzung sind bestens beschrieben und jeder kritische Leser, der bereits vermutet er wäre ein Nazi, weis nun auch warum das so ist. Die geistige Schere in „unserer“ Demokratie läuft immer weiter auseinander und wo soll man dann noch „zueinander“ finden. Die Linken schwingen sich gerade in Berlin auf, die stärkste politische Kraft zu werden. Deren Konzept beinhaltet die Verstaatlichung der wohnraumvermietenden Konzerne. Die Klientel jubelt. Es sind die Leute, die eine Leistung bereits dann ausmachen, wenn man es im Laufe des Morgens schafft, aus dem Bett zu fallen und seinen Kontakt fürs Methadonprogramm zu besuchen. Dann wird man fit für die anstrengende nächtliche Session. Auch wenn dieses Konzept bundesweit noch nicht zielkonform ist, wird es sich in den Köpfen der queeren Avantgarde unserer Großstädte festsetzen. Spätestens mit einem ergänzenden sharing-Konzept für Lastenfahrräder ist man dann für die Zukunft bestens aufgestellt. Nur Soros persönlich wird die grüne Revolution vermutlich nicht mehr auskosten können.

  4. audiatur et altera pars 4. August 2026 um 9:09 Uhr - Antworten

    Wer bestimmt, welche Hände die „richtigen“ sind:
    Well, „we are the media now“ …
    Ein bisserl viel konzentrierter als vorher, aber mei, der Mensch ist (und bleibt) wie er ist.
    Und deshalb gibt’s keine Richtigen. Denn „wir“ sind alle ab und an Irre. Allen voran vermutlich Menschen, die kraft ihrer „Bonität“ übermäßig von elenden Speichelleckern umgeben sind.

  5. Daisy 4. August 2026 um 8:57 Uhr - Antworten

    Ja, das ist ja die Grundidee, die hinter „ihr werdet nichts mehr besitzen“ steht: Alles wird verstaatlicht bzw. landet es in den Händen des Großkapitals. Das ist Animal Farm hoch 17. Wir dürfen dann alles leasen bzw. mieten.

    Wie wir allerdings damit „glücklich sein“ werden, ist unklar. Wohl weil wir alle „geimpft“ werden?

    („Desinformation“, „rechtsextrem“, „wissenschaftsfeindlich“)….“Schwurbler“ nicht vergessen….;-)

    • Varus 4. August 2026 um 9:23 Uhr - Antworten

      Ich hoffe, dass der Erhabene Wertewesten lange vor 2029 fällt (lieber politisch und militärisch als wirtschaftlich), worauf keine Soros-Dysotopie mehr umgesetzt wird.

      • Jakob 4. August 2026 um 9:41 Uhr

        Wer wird denn zuerst ‚fallen‘ ? Soros oder der Erhabene Wertewesten?

      • Daisy 4. August 2026 um 10:11 Uhr

        Varus, ich hoffs natürlich auch, aber ich befürchte, zuerst kollabiert die Wirtschaft, denn das wird ja mit Absicht herbeigeführt….dann Chaos, dann Ordnung. Es ist aber natürlich schon gut möglich, dass Muslime sich das alles nicht gefallen lassen. Dann ist mir natürlich der Islam beim Arsch noch lieber als diese menschenverachtende Mischpoke. Auf Schwe.nefleisch verzichte ich ohnehin schon….;-)

      • Pusteblume 4. August 2026 um 10:19 Uhr

        Der Wertewesten hat nur die Werte, Dritte auszubeuten.
        Soros geht marktwirtschaftlich vor: nachdem die Schlumpfung, die Gäste-Herankarrung und das Klima sich erledigt haben; das Interesse an diesen Themen medial nachlässt, müssen nun andere marktwirtschaftlich Themen her.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Aktuelle Beiträge