Die EU versucht, Amerika in den Krieg zu ziehen

6. Juli 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Die EU versucht ein amerikanisches Pearl-Harbor zu provozieren, damit die USA widerwillig, aber unvermeidbar in den Krieg gegen Russland zu ziehen, warnt ein Analyst und Ex-Diplomat.

Alastair Crooke, ehemaliger britischer Diplomat und Nahost-Experte, warnt in einem Interview mit Lt. Col. Daniel Davis (Deep Dive) vor einem „Pearl-Harbor-Moment“. Er beschreibt, wie EU-Regierungen den Ukraine-Krieg bewusst eskalieren, um die Vereinigten Staaten militärisch hineinzuziehen – ähnlich wie Japan 1941 mit dem Angriff auf Pearl Harbor die USA in den Zweiten Weltkrieg zog.

Crooke zufolge liefern europäische Staaten der Ukraine zunehmend hochentwickelte Langstreckenraketen, Technologie und Zielkoordinaten. Damit soll Kiew in der Lage sein, tief in russisches Territorium vorzudringen. Das Ziel ist nicht primär ein ukrainischer Sieg, sondern ein dramatischer Zwischenfall: Ein russischer Gegenschlag, der so schwerwiegend ausfällt, dass Washington gezwungen wäre, direkt einzugreifen

.„Europa versucht, ein Pearl Harbor zu ziehen, um Amerika in den Krieg zu ziehen“, fasst Crooke die Strategie zusammen. Es gehe darum, eine Eskalationsspirale zu schaffen, die Moskau zu einer starken Überreaktion verleitet – und damit die amerikanische Öffentlichkeit und Politik unter Druck setzt.

Die EU handelt aus Verzweiflung

Hinter dieser Taktik steht laut Crooke die Erkenntnis, dass Europa selbst keinen Krieg gegen Russland führen kann. Es fehlen Truppen, Munition und die industrielle Basis. Stattdessen setzt man auf die amerikanische Militärmacht. Die Eskalation mit immer weiter reichenden Waffen soll Russland provozieren, ohne dass Europa selbst die Hauptlast trägt.

Interessanterweise sucht die Ukraine selbst zunehmend nach Wegen zu einem Waffenstillstand. „Das ist nicht Russland, das darum bittet“, betont Crooke. „Es sind die Ukrainer, die fragen: Können wir einen Waffenstillstand haben?“ Die europäische Linie weicht davon ab – sie drängt auf Fortsetzung und Verschärfung des Konflikts.

Moskau habe die europäischen Signale verstanden. Putin erklärte kürzlich öffentlich: „Ich höre den Kriegslärm aus ganz Europa. Meine Antwort lautet: Wir sind bereit und wir bereiten uns vor.“ Russland mobilisiert, entwickelt neue Raketen und innovative Waffensysteme und rechnet offenbar mit einem größeren Konflikt in den kommenden Jahren. Diese russische Positionierung wird in westlichen Medien weitgehend ignoriert, kritisiert Crooke. Stattdessen dominiert die Narrative von der „schwachen“ oder „isolierten“ Russland.

Der ehemalige Diplomat sieht darin ein hochriskantes geopolitisches Spiel. Europa versucht, durch begrenzte, aber gezielte Eskalation einen „Mini-Pearl-Harbor“-Effekt zu erzeugen: Einen Vorfall, der die USA widerwillig, aber unvermeidbar in den Krieg gegen Russland zieht. Gleichzeitig beobachtet Crooke, wie Russland aus dem Iran-Konflikt Lehren zieht – etwa bei der schnellen Anpassung von Waffensystemen und der asymmetrischen Kriegsführung.

Ob diese Strategie aufgeht, ist offen. Sie birgt das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation, die weit über die Ukraine hinausreichen könnte. Crooke warnt: Wenige in Amerika erkennen, wie bewusst Teile Europas darauf hinarbeiten, die USA in einen direkten Konflikt mit Russland zu verwickeln.

Der vollständige Beitrag ist hier zu sehen.


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12 Kommentare

  1. Sting 7. Juli 2026 um 13:31 Uhr - Antworten

    Die Ukraine droht Russland und Europa mit nuklearer Katastrophe

    https://t.me/neuesausrussland/30857

    Alexej Lichatschow, Generaldirektor des russischen Atomkraftkonzerns Rosatom, äußerte sich zu den Drohnen- und Raketenangriffen, die die ukrainische Armee regelmäßig auf das Gebiet des Kernkraftwerks Saporoschschje verübt:

    „Meiner Ansicht nach sinkt die Schmerzgrenze für die Wahrnehmung dieser Angriffe. Und das ist eine sehr gefährliche Entwicklung.

    Wir stehen tatsächlich kurz vor einer Katastrophe, vor einem Zwischenfall von regionaler Tragweite.

    Rosatom wird alle Mittel einsetzen, vor allem die Internationale Atomenergie-Organisation, um der Weltgemeinschaft und den Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder klarzumachen, mit welchem Feuer das Kiewer Regime spielt.“

  2. Andreas_Sch. 7. Juli 2026 um 13:28 Uhr - Antworten

    Wer hier wen versucht wo auch immer „hineinzuziehen“ ist vollkommen unwichtig, denn entscheidend ist der Grund und dieser ist (Trommelwirbel und tadaa): Großmannsucht!
    Eine Sucht ist immer das Gefühl, dass man etwas „muss“ oder bzw. „braucht“, was objektiv nicht notwendig ist bzw. sogar schädlich …

  3. Sting 7. Juli 2026 um 11:36 Uhr - Antworten

    Deutschland zahlt weiter an die Ukraine – trotz Nord Stream

    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/deutschland-zahlt-weiter-an-die-ukraine-trotz-nord-stream/#comment-396437

    Nord Stream, Ukraine-Hilfen und deutsche Interessen: Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung?

    Deutschland gehört seit Beginn des Ukraine-Krieges zu den größten Unterstützern Kiews.

    Die Bundesregierung hat Waffen geliefert, Milliardenhilfen bereitgestellt und weitere umfangreiche Finanzzusagen angekündigt.

    Inzwischen hat sich die rechtliche Bewertung des Nord-Stream-Pipeline-Anschlags verändert:

    Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen ukrainischen Staatsangehörigen wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – einem Anschlag auf die kritische Energieinfrastruktur Deutschlands.

    Zum Schluss noch ein treffender Kommentar von Sahra Wagenknecht vom 2. Juli 2026 auf Facebook:

    „Die Bundesanwaltschaft hat den ukrainischen Hauptverdächtigen für die Nord-Stream-Sprengung jetzt wegen Kriegsverbrechen angeklagt.

    Was muss eigentlich noch alles passieren, bis die Bundesregierung endlich Konsequenzen zieht?

    Jeder weiß, dass die ukrainische Regierung, höchstwahrscheinlich Selenskyj persönlich, den Auftrag für diesen Terrorakt gegeben hat.

    Zum Dank für die Zerstörung unserer Energieinfrastruktur schickt Merz fröhlich immer weiter Milliardengeschenke nach Kiew, die dort im Korruptionssumpf versickern.

    Es reicht! Diese Veruntreuung von Steuergeld muss umgehend beendet werden. Anstatt uns weiter zum Gespött der Welt zu machen, sollte sich die Bundesregierung darum bemühen, wieder preiswertes russisches Gas über den noch intakten Strang der Pipeline zu importieren.

    Das wäre eine große Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher!“

  4. Sting 7. Juli 2026 um 11:12 Uhr - Antworten

    Rutte berichtete über die Vorteile der NATO für die US-Wirtschaft

    https://t.me/neuesausrussland/30769

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat erneut deutlich gemacht, dass er sich ausschließlich den Anweisungen aus Washington unterwirft und ausschließlich den amerikanischen Interessen dient.

    In einem Interview mit der Financial Times versicherte er, dass die Aufrüstung Europas rund 200 Tausend Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft schaffe.

    „In dem Interview mit der Financial Times wies Rutte darauf hin, dass die europäischen Staaten aktiv amerikanische Waffen kaufen, gleichzeitig ihre eigenen Streitkräfte modernisieren und die Ukraine unterstützen.

    Seinen Worten zufolge zeige ein derart deutlicher Anstieg der europäischen Verteidigungsausgaben der amerikanischen Öffentlichkeit und dem US-Präsidenten, dass Europa und Kanada ihren Beitrag zur kollektiven Sicherheit tatsächlich erhöhen“, heißt es in dem Artikel.

    Als Handlanger der USA ist Rutte verpflichtet, in seiner Position als NATO-Generalsekretär den Interessen der USA zu dienen.

    Als eine von den USA geschaffene Organisation ist die NATO verpflichtet, den Interessen der USA zu dienen. So war es schon immer und so wird es auch immer bleiben.    EIN NÜTZLICHER IDIOT DER USA !!

  5. Sting 7. Juli 2026 um 9:30 Uhr - Antworten

    Trump: Frieden im Ukraine-Krieg ist näher «als die Menschen glauben»

    https://weltwoche.ch/daily/trump-frieden-im-ukraine-krieg-ist-naeher-als-die-menschen-glauben/

    US-Präsident Donald Trump hat sich vor dem Nato-Gipfel optimistisch über die Aussichten auf ein Ende des Ukraine-Kriegs geäussert.

    Nach einem Telefonat mit Präsident Putin erklärte Trump im Weissen Haus, dieser wolle den Krieg beenden. «Präsident Putin will, dass es endet.

    Das kann ich Ihnen sehr deutlich sagen», sagte Trump.

    Trump erklärte weiter, die USA führten Gespräche mit Russland und der Ukraine.

    Eine Einigung sei näher, «als die Menschen glauben». Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wolle ein Ende des Kriegs. ALLES LESEN !!

  6. cwsuisse 6. Juli 2026 um 14:12 Uhr - Antworten

    Das Spiel der EU-NATO Staaten ist eine ethische und moralische Bankrotterklärung. Man hat den Eindruch sie gieren danach, in die Liste der Kriegsverbrecher aufgenommen zu werden.

    • Varus 6. Juli 2026 um 15:50 Uhr - Antworten

      Das Spiel der EU-NATO Staaten ist eine ethische und moralische Bankrotterklärung.

      Es stimmt, dennoch verweigern Fußvölker immer noch nicht die Gefolgschaft. Solange können die „Eliten“ in jeden Suizid treiben.

  7. Pusteblume 6. Juli 2026 um 12:35 Uhr - Antworten

    @ Herr Oysmüller:
    Haben Sie noch nie „The Grand Chessboard“ gelesen?
    Haben Sie noch nie vernommen, noch sich schriftlich hierzu sachkundig gemacht, wer aus welchen Gründen die Ukraine in einen Stellvertreterkrieg gegen Russland Mitte der Zehnerjahre des 21. Jahrhunderts gezogen hat? – Es war die USA.

    Die USA sind scharf auf die in ukrainischer und russischer Erde befindlichen Rohstoffe und außerdem wollen die USA die ganze Welt beherrschen.

    Jetzt haben die USA eben die zahlreichen doofen von der Leyens in der EU gefunden die von ihnen (den USA) in den dritten Weltkrieg geschickt werden. Die USA spielen sich dann, wie im zweiten Weltkreig bereits exerziert, erneut als Weltenretter auf; als Befreier.

  8. Waldgaengerin 6. Juli 2026 um 12:33 Uhr - Antworten

    Die Überschrift ist seltsam. Es ist natürlich umgekehrt.
    USA / Israel gegen Europa, das sind die Fronten.

  9. VerarmterAdel 6. Juli 2026 um 12:32 Uhr - Antworten

    „Alastair Crook“… alles klar.

  10. therMOnukular 6. Juli 2026 um 12:20 Uhr - Antworten

    Naja, diesmal muss ich dem Herrn aber was mitgeben…..:

    Die USA haben vorrangig diese Situation konstruiert, die Nationalisten an die Macht gepuscht, damit sie in den Krieg gegen Russland ziehen, ohne dass man sich selber die Hände schmutzig macht – und hat auch die Finanzierung auf die EU abgewälzt.

    Wenn, dann haben die USA Europa in den Krieg gezogen (unter freiwilliger Mithilfe derselben) und nicht umgekehrt.

    • peru3232 6. Juli 2026 um 18:10 Uhr - Antworten

      ja, erstaunlich so eine Überschrift von jemandem, der diese elementare Zusammenhänge eigentlich wissen und verstehen sollte. Und wenn sich das nur auf die Aussage, dieses Hetzers bezieht, müsste das spätestens im ersten Absatz klar gestellt werden. Besser gleich in die Schlagzeile gepackt, á la: „Zitat: …..“ so ist es einfach ein Witz und ein Artikel wie von der APA

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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