
US Marineeinsatz gegen Iran: Lange geplant aber desaströs ausgeführt – Seeleute hungern
Der einzige Superträger der US-Marine in der Nähe des Iran leidet unter schwerwiegenden Nahrungsmittelengpässen aufgrund von Logistikproblemen. Die Schiffe für die Blockade, die Marine Expeditionary Unit (MEU), sind aber planmäßig zum Einsatz gekommen.
Der Superträger der Nimitz-Klasse, die USS Abraham Lincoln, ist derzeit der einzige im Arabischen Meer stationierte Flugzeugträger und steht vor großen Herausforderungen, da die Besatzung unter einem Mangel an hochwertigen Lebensmitteln leidet und nur sehr begrenzte Portionen erhält. Dies ist eine Folge der langwierigen Einsätze und der angespannten Versorgungswege, wobei US-Analysten allgemein davon ausgehen, dass die knappen Rationen die Moral beeinträchtigen. Die Familien der Besatzungsmitglieder berichten, dass diese häufig hungern müssen, und die Unterbrechung des Postverkehrs bedeutet, dass sie keine zusätzlichen Lebensmittel oder Vorräte schicken können. Diese Engpässe haben auch andere Kriegsschiffe in der Region betroffen, darunter das Personal auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Tripoli (Bild oben).
Dan F., der Vater eines auf der USS Tripoli stationierten Marinesoldaten, äußerte sich besorgt über das Ausmaß der Engpässe, nachdem er ein Foto ihrer Mahlzeit gesehen hatte. „Ein zu zwei Dritteln leeres Mittagstablett enthielt eine kleine Portion Hackfleisch und eine einzige gefaltete Tortilla“, stellte er fest.
Ein Bild von der USS Abraham Lincoln zeigte „eine kleine Handvoll gekochter Karotten, einen trockenen Fleischpastetchen und ein graues Stück Fleischwurst“. Der Konflikt mit dem Iran hat die gravierenden Einschränkungen der Fähigkeit der US-Streitkräfte deutlich gemacht, eine nachhaltige Kampagne gegen einen fähigen Gegner zu führen – und das, obwohl die militärischen Fähigkeiten des Iran erheblich begrenzter sind als die anderer Gegner wie China und Nordkorea und trotz der Atempause, die den US-Streitkräften durch einen Waffenstillstand seit dem 8. April gewährt wurde.
Flugzeugträger nur mehr begrenzt bis gar nicht nützlich
Die Waffe des WK II ist durch die Hyperschallraketen praktisch zur Untätigkeit verdammt. Der kroatische Admiral a.D. Davorin Domazet erklärte, warum diese Waffen die Kriegsführung radikal verändern: Im 1. Weltkrieg waren es die Panzer, im 2. Weltkrieg war es die Luftwaffe. Flugzeugträger-Kampfgruppen waren eine unwiderstehliche Macht, wo immer sie auftauchten und beherrschten lange Zeit die Meere. Aber Hyperschall-Präzisionsraketen haben diese Streitkräfte nicht mehr überlebensfähig gemacht.
Deshalb halten sich die US-Träger-Kampfgruppen um die 1000 Kilometer vom iran entfernt auf, was den Einsatz ihrer Fluzeuge ohne Betankung am Hin- und am Rückweg unmöglich mahct. Und dann geht auch noch das Essen aus.
Die USS Abraham Lincoln und ihre Trägerkampfgruppe haben am 20. Januar die Durchfahrt durch die Straße von Malakka abgeschlossen, nachdem sie ihre Operationen im Einsatzgebiet der 7. Flotte in Ostasien vorzeitig beendet hatten, um in das Einsatzgebiet der 5. Flotte im Nahen Osten umzuleiten. Die Umleitung der Trägerkampfgruppe war Teil eines viel umfassenderen von den USA angeführten militärischen Aufbaus gegen den Iran. Das Schiff ist neben der USS Gerald Ford und der USS George H. W. Bush einer von drei Superflugzeugträgern, die an Offensiven gegen den Iran beteiligt waren.
Die USS Gerald Ford war besonders starken Belastungen ausgesetzt und wird am 19. April seit 300 Tagen im Einsatz sein, was einen neuen Rekord für den längsten Einsatz eines US-Flugzeugträgers seit über 50 Jahren, seit dem Vietnamkrieg, darstellt. Aufnahmen vom Februar zeigten, wie eine große Menge ungeklärter Abwässer durch das Schiff fließt, nachdem es wiederholt zu verstopften Toiletten und Rückstau im Abwassersystem gekommen war.
Ein Großbrand an Bord im März zwang den Flugzeugträger anschließend dazu, vom Nahen Osten abgezogen zu werden, was Spekulationen nährte, er könnte von iranischen Streitkräften getroffen worden sein. Der Brand konnte erst nach 30 Stunden unter Kontrolle gebracht werden und 200 Seeleute wurden als verletzt gemeldet. Ein kleiner Brand in einer Bibliothek war das wohl eher nicht. Auch eine einzelne Drohne konnte wohl kaum so viel Schaden anrichten.
Blockade länger geplant
Trump erzählt viel und widerspricht sich häufig sogar innerhalb eines Satzes. Wie hier berichtet behauptet er, der Iran habe allen möglichen Wünschen und Forderungen der USA zugestimmt, was aber tatsächlich nie der Fall war. Die USA planen eine neue Angriffsserie, die sie mit der Ablehnung der ohnehin nie gemachten Zusagen begründen wollen.
Der frühere Geheimdienstoffizier der US-Marines, Brian Berletic, weist immer wieder darauf hin, dass es sinnlos ist auf die Erzählungen von US-Politikern zu hören , man sollte ihre Taten beachten. Und diese unterscheiden sich in der Regel gravierend: „Schauen Sie hinter das politische Theater, das speziell dazu konzipiert ist, uns alle von dem großen Bild abzulenken, und sehen Sie, was die USA tatsächlich tun und warum.“
Die US-Blockade war (zumindest) schon vor Wochen geplant, die 31. MEU wurde letzten Monat rechtzeitig zur Umsetzung eingesetzt.
Es besteht ein Missverständnis, dass die US-Blockade gegen den Iran eine letztminütige verzweifelte Maßnahme inmitten eines verlorenen Krieges ist. Sie war hingegene bereits vor Wochen leicht vorhersehbar, als die USA zwei auf die Unterbindung von Seeschifffahrt zugeschnittene USMC Marine Expeditionary Units mobilisierten.
Sobald die 31. MEU eintraf und bereit war, wurde die Blockade in Kraft gesetzt.
Eine zweite MEU ist auf dem Weg.
Es sollte beachtet werden, dass diese MEUs während der Biden-Administration speziell für Anti-Schifffahrtsoperationen umstrukturiert wurden, insbesondere um die Schifffahrt nach China zu unterbrechen.
Nichts davon ist ein Zufall. Es wurde mehr oder weniger offen über Jahre hinweg geplant, in Politikpapieren noch länger dargelegt, und nun nimmt es direkt vor unseren Augen Gestalt an.
Auf die Logistik hat man dabei offenbar wenig Wert gelegt
Die Rolle Israels
Ein Kommentar der israelischen Zeitung Haaretz hat gestern ein Schlaglicht auf die Unterordnung Israels unter die USA geworfen. Er bestätigt, dass die USA bestimmen was Israel tun und lassen darf und was nicht. Die beliebten Behauptungen Netanyahu diktiere Trump stimmen nicht und haben nie gestimmt. Wie TKP berichtete und auch Analysten wie Brian Berletic nicht müde werden zu wiederholen, liegt die Führung bei den USA. Israel ist ein Proxy wie die Ukraine und soll unter anderem auch die Rolle des öffentlichen Sündenbock übernehmen.
Den diversen Strategiepapieren der Thinks Tanks wie Brooking, Heritage oder Rand ist das ebenfalls zu entnehmen. Der Ärger Netanyahus und der Israelis bestätigt dies Faktum neuerlich: Ziel des Irankrieges der USA ist China und BRICS – Israel dient als Proxy wie Ukraine
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
ja und?
die nordvietnamesen hatten nur eine handvoll reis pro tag.