Leichen-Hochstapeln

In Oberösterreich würden Leichen am Gang abgestellt, so sehr seien die Spitäler am Limit. So der ORF vor einer Woche. Wie kann das sein, kommt doch im Gegensatz zu letztem Jahr der so genannte „Gamechanger“ zum Einsatz? Es ist Zeit, die Zahl der Toten mit vorangegangenem positiven Covid-Test in den Jahren 2020 und 2021 zu vergleichen.

Von Gastautorin Sonja Padsch

Legt man die Kurven der Toten aus den Jahren 2020 und 2021 übereinander, so sieht man, dass die Kurven von Anfang April 2020 (das ist jener Zeitpunkt, als die Influenza in Österreich ein jähes und bis jetzt bestehendes Ende fand) bis Mitte Oktober 2021 jahreszeitlich ähnlich verlaufen.

Seit Anfang November laufen die Kurven von 2020 und 2021 allerdings auseinander. 2020 starben zu dieser Zeit im Jahr deutlich mehr Menschen als dieses Jahr. Wenn die Leichen letztes Jahr nicht auf den Gängen gelagert werden mussten so ist es verwunderlich, dass genau das dieses Jahr passiert. Sollten dieses Jahr tatsächlich mehr Menschen sterben als letztes Jahr, kann es wohl nicht an den Covid-positiven Toten liegen. Eine Triage ist dieses Jahr zumindest aufgrund von Covid ebenfalls nicht plausibel.

Ein Vergleich mit Schweden, dem man letztes Jahr eine grobe Form der Triage noch vor der Einweisung ins Krankenhaus vorgeworfen hatte, erscheint interessant. Vom Beginn der Pandemie an bis Juli 2020 starben in Schweden viel mehr Menschen als in Österreich mit oder an Covid-19. Als Grund dafür gelten Mängel in den schwedischen Alten- und Pflegeheimen, die erst nach einigen Monaten abgestellt werden konnten.

Seither verlaufen die Kurven in Österreich und Schweden ziemlich ähnlich. Im Winter 2020/2021 gibt es einen leichten zeitlichen Versatz zwischen den Kurven. Seit Oktober entwickeln sich die Kurven der Covid-Verstorbenen auf niedrigem Niveau wieder auseinander: In Schweden bleibt die Anzahl der Toten pro Tag weiterhin unter 10. In Österreich ist ein leichter Anstieg zu erkennen, von den rund 250 Todesfällen pro Tag sind derzeit rund 30 Todesfälle Covid anzurechnen.

Angesichts dessen, dass in Österreich auch weiterhin kaum Todesfälle durch die Grippe verursacht werden dürften, sollten die Kapazitäten für das pietätvolle Lagern von Toten gegeben sein.

Bildquelle: https://apps.who.int/flumart/Default?ReportNo=7

Die enorme Arbeitslast und die schlechten Arbeitsbedingungen, unter denen die meisten Beschäftigten des Gesundheitssystems leiden, bestehen seit Jahren. Nicht einmal die Pandemie wurde zum Anlass genommen, nun endlich massiv zu investieren und so bleibt die prekäre Situation für die Beschäftigten bestehen. Lagerplatz für Covid-Tote dürfte jedoch nicht zu den Problemen gehören.



Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Sonja Padsch ist ein Pseudonym, der richtige Name ist der Redaktion bekannt.



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11 Kommentare zu „Leichen-Hochstapeln

  1. Der Rohrkrepierer sei auch ein „Gamechanger“.

    Aus jährlich – betriebswirtschaftlich aufwändig – anzupassendenen Totimpfstoff sollte DER EINE EINMALIGE werden?

    „Booster“ ist schon dreimal!

    Oder geht es um die Absicherung der UMPROGRAMMIERUNG, damit wir so sein „dürfen“ wie der Osten der Welt?

    Der Osten blieb bei Totimpfstoff oder gar nicht, er hätte an sich nichts zu ändern.

    Geopferte Menschenleben – durch Zugucken – ist too much!

    Die Ausgrenzung der Totimpfstoffe und von Ungeimpften hat oder hat keine Begründung in der Demokratie?

  2. Der Artikel zeigt schön, dass die derzeitige Panikmache in Österreich völlig unangebracht ist. Egal ob Lockdown oder nicht, egal wie hoch die „Impfquote“ die Zahlen werden vermutlich bald zurückgehen. So wie in den baltischen Staaten (Litauen hat eine Impfquote vergleichbar mit Österreich, ) und in anderen Staaten (z.B. Rumänien, Impfquote ca. 40%) es auch der Fall war.

    Quelle:
    https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2021-07-29..latest&uniformYAxis=0&pickerSort=asc&pickerMetric=location&Metric=Vaccine+doses%2C+cases%2C+ICU+patients%2C+and+deaths&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=AUT~ROU~LTU~HRV

  3. Die staatlich geförderten Medien bringen nur noch Lügen und Propaganda Gegenteilige Meinungen werden nur noch verunglimpft. Zensur wird bis zum äußersten betrieben.Gesundheitspersonal, Ärzte, Rechtsanwälte, Polizisten und alle anderen Menschen mit eigener Meinung gefährden ihr Leben und ihren Job. Jeder Normalbürger wäre wegen gefährlicher Drohung und schwerer Nötigung vor Gericht.

  4. Ich habe vor kurzem mit einem Bestatter gesprochen: Heuer hat er keinen einzigen C-Toten bestattet. Seinen Kollegen gehts ähnlich. Die fragen sich immer, wo die Zahlen aus den Medien herkommen.
    Andererseits müssen Sie sich einmal die wöchentlichen Sterbezahlen von diesem Jahr mit denen der letzten Jahre vergleichen. Ab April/Mai fährt die Kurve in die Höhe.

  5. Im Zeitraum 2021 – 1.4. bis 15.11. – starben in Österreich 35,5% mehr Menschen an Corona als im Jahr zuvor. Wenn sich die 21er-Kurve zum Ende abflacht, kann das auch am milden Herbst liegen.

    Der Corona-Ausbrauch in D. begann parallel am 1.4.20. 2020 starben bis zum 15.11.20 12.679 Menschen an Corona, im selben Zeitraum 21 starben 24.246 Menschen. Die Sterbequote hat sich verdoppelt.

    Man kann nur gleiche Zeiträume vergleichen. Die Rate liegt natürlich erheblich höher.
    2020 starben 34.388 Menschen an Corona.
    2021 starben bisher 74.669 Menschen an Corona.

    Kamerun ist auch ein dicht besiedeltes Land. Da gibt es weder Maske, Impfung, noch anderweitige Zwänge und die Medizin gegen Corona ist traditionell. Umgerechnet auf die deutsche Bevölkerung hat Kamerun rund 5.300 Corona-Tote.

    Die Parallelität der „Ausbrüche“ ist auch eine merkwürdie Erscheinung. Scheinbar ist Corona vom Himmel geregnet?

    1. Wenn ich mal ganz böse denke, wird die Erinnerung an Artikel wie „Die Pharma-Industrie ist schlimmer als die Mafia“ (Süddeutsche) wach. Es ist ja merkwürdig, wie die Stimmung quasi von heute auf morgen ins Gegenteil gekippt ist?
      Vor einigen Jahren konnte die Presse mit skeptischen Artikeln noch die Auflagen steigern, während heute die unbescholtenen Bürger und Kritiker der Pharma-Industrie ausgegrenzt werden?

      Erstaunlich weiterhin ist der „Ausbruch“ im Frühjahr, die Zeit, in der sich Grippe-Wellen abschwächen. Und daß Corona nur Altersklassen ab 70 Jahren treffen, ist noch eine Ausnahme.

      Corona hat sehr viele Ausnahmen im Gepäck, welche gerade auch in der Summe an ein „Wunder“ grenzen?

      Vom Himmel geregnet. Vom Himmel regnen die Chemtrails, die vom ZDF in Wettervorhersagen bestätigt worden sind. Als Tatverdächtiget käme jetzt nicht nur den Flugverkehr in Betracht, sondern auch das Vakzin, denn mit ihm hat sich die Sterberate nicht erholt, sie ist gestiegen. Da würde ein Kriminalpolizist 2 Komponenten nicht unbedingt ausschließen.

      Was hat der Herr Fauci in Wuhan wirklich finanziert?

  6. Führende Fachmediziner (davon gibt es leider nur eine Handvoll) Mediziner und andere Wissenschaftler klagen Corona-Politik an -„Tiefe Enttäuschung über nachlässigen Umgang mit Schutzbedürftigen“.
    Jeder Tag des Abwartens kostet Menschenleben. Sie kritisieren den zeitweiligen Rückbau von Test – und Impfzentren sowie eine eine politische Festlegung von Zeitpunkten für ein angebliches Ende der Pandemie.
    Für eine effektive und sachlich fundierte Pandemiebekämpfung regen die Forscher einen nationalen Krisenstab an, in dem Fachleute aus Virologie, Medizin und dem Bereich Öffentliche Gesundheit, aber auch Praktiker mit Leitungs- und Management-Erfahrung – etwa in Kliniken oder in erfolgreichen Unternehmen – sitzen sollten. Diese Runde solle die notwendigen parlamentarischen Entscheidungen wissenschaftlich mit wissenschaftlicher Expertise fundieren. Wichtig seien auch eine „kohärente Kommunikation“ mit „einheitlichen, verbindlichen Regeln“, ohne die Vertrauen untergraben und die Pandemie erheblich verlängert werde.
    Ein Umsteuern in der Pandemiebekämpfung ist wichtig. Statt mit passivem Abwarten die Verantwortung für ein Brechen der vierten Welle zunehmend „ins Private“ und „in den Ermessensspielraum jedes einzelnen Menschen zu verlagern“, müsse die Politik endlich „ihrer Verantwortung umfassend gerecht werden“. Jeder Tag des Abwartens kostet Menschenleben.
    Echte Fachmediziner (gibt es leider nur eine Handvoll davon) klagen Politiker an: „Wir empfinden eine tiefe Enttäuschung über die Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und über den wiederholt nachlässigen Umgang mit dem Wohlergehen der Menschen, die auf den Schutz des Staates angewiesen sind.“

  7. Man darf nicht vergessen, dass Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler geschäftsführende Bundesgesundheitsminister sind und beide kein fundiertes Wissen über Wissschaft haben.

    Die Wissenschaft befindet sich bereits in Krisen. Forscher stehen unter Beschuss. Für Krisen wie die Corona-Pandemie und den Klimawandel braucht es (echte) Fachleute, die ihr Wissen teilen. Wissen ist keine „Gabe“, die den Menschen angeboren oder in die Wiege gelegt ist, es muss vielmehr erworben werden. Dabei sind Neugierde und Forschergeist … Die heute bei vielen Forschern abhanden gekommen ist.

    1. Nein, die Spahns, Wielers, Mücksteins etc. sind keine Wissenschaftstheoretiker, noch haben sie ein spezifisches Fachwissen, diese Pandemie betreffend. Aber darum geht es ja bei Politikern meist gar nicht. Sie sind vielmehr Selbstdarsteller, Illusionisten, Vermittler für alles Mögliche und Unmögliche, Ansprechstation für Lobbyisten und vertreten ganz nebenbei auch fallweise die Wünsche der Bevölkerung, wenn es nicht den laufenden Betrieb stört..

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