Beantwortung parlamentarischer Anfragen durch Mückstein: zwei Monate für minimale Daten

Aus der Beantwortung zweier parlamentarischer Anfragen des Abgeordneten Loacker betreffend Daten zu Impfdurchbrüchen, lassen sich einige Schlussfolgerungen ziehen. Gerald Loacker (NEOS) hatte am 4.6. vom Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wissen wollen, welche Daten es zu Impfdurchbrüchen gibt. Die Antwort kam gerade noch am letzten Tag der Frist nach zwei Monaten. Daraufhin wollte Loacker noch wissen, warum man für die Beantwortung einer so einfachen Frage zwei Monate benötigt.

Die am 11.10. gelieferte Antwort auf die zweite Frage, gestellt am 11.8. darauf liest sich interessant:

„Es gibt kein österreichweit etabliertes automatisiertes Netzwerk unter Krankenhäusern, in dem österreichweit und systematisch der Impfstatus hospitalisierter Personen erfasst wird. Eine Datenerhebung war daher nicht sofort möglich. An einer Optimierung der Datenlage wird laufend gearbeitet. Die Bundesländer übermitteln nun meinem Ressort regelmäßig die Daten betreffend Impfstatus der hospitalisierten Patient:innen.“

Eine offensichtliche Pflanzerei des Parlaments, denn die dem Gesundheitsministerium unterstehende AGES hatte schon vor dem 11.8. wöchentliche Berichte über „Impfdurchbrüche“ veröffentlicht, allerdings mit eher katastrophal schlecht aufbereiteten Daten. Das hatte Mückstein und die Medien allerdings nie gehindert öffentlich in Erklärungen abzugeben, dass 90 Uneimpfte im Spital oder auf Intensivstationen gewesen seien. Die AGES hatte auch noch im Wochenbericht vom 28. September für KW 35-38 25 Fälle von Geimpften im Spital behauptet, obwohl am 22.9 allein in Tirols Spitalern 25 Geimpfte aufhältig waren. Die AGES hat danach  nie mehr über Impfdurchbrüche im Spital berichtet und tut das bis zu dieser Woche nicht mehr. Obwohl ja Mückstein am 11.10. behauptet „Die Bundesländer übermitteln nun meinem Ressort regelmäßig die Daten betreffend Impfstatus der hospitalisierten Patient:innen.“ Na gut wenigstens ist der Satz richtig gegendert.

Übrigens – in England werden einfach die Patienten im Spital mit dem e-Impfpass abgeglichen und schon weiß man Bescheid. Das kann in Österreich sogar jeder Friseur, Kellner, Masseur und Vorgesetzte in einer Firma zwecks Kontrolle der 1/2/3G-Regel. Die Behörden, die uns vorschreiben was wir tun und lassen dürfen, können das aber nicht.

Impfdurchbruch laut Mückstein

„…, dass COVID-19 dann als sogenannter Impfdurchbruch gemeldet werden soll, wenn nach der 2. Dosis ein Zeitraum von 7 Tagen bzw. der einzigen Dosis ein Zeitraum von 28 Tagen oder mehr verstrichen ist. Das bedeutet, dass die betroffene Person SARS-CoV-2 positiv ist und zusätzlich Symptome wie z. B. Fieber, Kurzatmigkeit, Husten, Geruchs- bzw. Geschmacksverlust hat. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 nach einer COVID-19-Impfung, ohne erkennbare Erkrankung mit Symptomen, wird derzeit nicht als Impfdurchbruch eingestuft, da die aktuell zugelassenen COVID-19-Impfstoffe zur Verhinderung von Erkrankungen entwickelt wurden.“

Das heißt, dass positiv getestete Geimpfte im Spital nicht als Impfdurchbruch gezählt werden ohne entsprechende Symptome, Ungeimpfte jedoch schon Damit wird die Geschichte aufrecht erhalten, dass auf den Intensivstationen 90% Ungeimpfte liegen.

Noch mehr entlarvt, wird diese Unwahrheit durch den Vergleich mit dieser Tabelle aus der Beantwortung vom 4.8.:

Und hier die Tabelle für die Monate Juli bis September aus der Beantwortung von 11.10.:

Dazu noch die Erklärung aus der Anfragebeantwortung:

„Ausgewiesen sind symptomatische Fälle, (A) deren Labordiagnose bei 1-Dosis Regime frühestens am Tag 29 nach Impfstoffverabreichung erfolgte bzw. (B) deren Labordiagnose bei 2-Dosis Regime frühestens am Tag 15 nach zweiter Dosisverabreichung erfolgte. Zusätzlich werden in der Spalte (C) symptomatische Fälle mit Labordiagnose bei 2-Dosis Regime frühestens 22 Tage nach erster Dosisverabreichung ausgewiesen.“

Bemerkenswert ist die relativ hohe Zahl von von Fällen, die frühestens ab 22 Tagen nach Dosis 1 aufgetreten sind und die hier offenbar doch als „Impfdurchbruch“ gezählt werden. Das wurde ja auch zumindest früher für den Impfpass gezählt. Es sind in Summe immerhin 3772 Fälle von insgesamt 18.391. In den Berichten der AGES sind diese Fälle jedenfalls nicht enthalten. Warum nicht?

Für die die Abschätzung des Risikos einer Impfung ist allerdings alles ab dem Zeitpunkt des Erhalts der ersten Dosis von Bedeutung. Diese Daten fehlen, ebenso wie eine Aufschlüsselung in Alterskohorten. Mückstein liefert auf die Anfrage minimale Daten und Ausreden, zieht man Vergleich mit ähnlich großen Ländern wie Israel, Schottland, Singapur, Taiwan oder natürlich mit England heran.

Schön zu sehen ist auch die explosive Zunahme ab August, was damit übereinstimmt, dass nach 3 bis 4 Monaten die Wirksamkeit in den Keller geht, wie das die Daten aus England, Schweden, Israel und andern Ländern schlagend beweisen.

Hat man die Daten in Österreich nicht? Oder werden sie auch dem Parlament verheimlicht? Im ersten Fall ein Armutszeugnis für das Gesundheitsministerium und nachgelagerte Dienststellen wie die AGES. Im anderen Fall – hmm, was ist das genau juristisch? Amtsmissbrauch? Landzwang? Oder?


Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Unterstütze unabhängigen Journalismus mit einer Spende via PayPal


Negative Wirksamkeit einige Monate nach der Impfung in Studien

Impf-Daten aus England: negative Wirksamkeit gegen Hospitalisierung und Tod sowie Infektion über 30

So verschwinden Geimpfte aus dem Spital: sie werden im Bericht unterschlagen – Anteile Geimpfter weit höher als zugegeben

Lustige Studie der AGES zur Wirksamkeit des Impf-Experiments mit unklaren Daten

25 Kommentare zu „Beantwortung parlamentarischer Anfragen durch Mückstein: zwei Monate für minimale Daten

  1. Zur Frage verweise ich darauf, daß diese Taktik laut van der Bellens Buch für die Grünen komplett korrekt ist.

    „Verschweigen, vernebeln oder gegen die eigene Überzeugung reden, kann im politischen Kontext manchmal sogar vernünftig und strategisch zielführend sein.“

    https://neuwal.com/2016/01/12/alexander-van-der-bellen-bei-armin-wolf-zib2-transkript-bpw16/
    siehe Transkript am Ende des ZiB2 Interviews von Armin Wolf mit van der Bellen vom 12.1.2016.

  2. Sogar der Staatsfunk schreibt nun von „25 % Geimpften auf Intensiv“ auf orf.at, und das sind garantiert nur die, die man keinesfalls mehr irgendwie weglügen kann.

    Nur in Wien sei die Lage – O-Ton ORF – „warum auvch immer“ anders.

    Vermutlich zählt Hacker die Geimpften auf Intensiv täglich persönlich durch, und zwischen Leberkäsesemmel beim Gabelfrühstück und Gulasch zu Mittag gehen sich halt nicht alle aus.

    1. @SPQR
      5. November 2021 um 17:20 Uhr
      „warum auch immer“ – der ORF müßte das schon wissen. Das grausame Virus ist zumindest politisch korrekt, wütet dort, wo es unsere Kindsköpfe gerade für ihre edlen Ziele brauchen, z.B. in OÖ, weil dort die Impfquote zu niedrig ist; zur Nachhilfe, um die Leute dort besonders zu sekkieren, riegeln wir ihnen die Bezirke ab.
      Es hält sich zurück in Wien, weil Wien besonders brave Maßnahmen, in Burgenland, weil es eine höhere Impfquote hat. Es wandert dorthin, wo es unsere Schwachköpfe gerade brauchen. Es wird wieder jeden von uns treffen, die Ampel ist schon richtig gestellt.
      Unsere Politvirologen werden uns noch eine Zeit lang auf der Nase herumtanzen, unterstützt von ihren Quacksalbern, den Intensivmedizinern, Virologen und Complexity Science Hub – Idioten. Diese Flaschen glauben ja tatsächlich, dass wir ihre Weisheiten ebenso wie sie für „Wissenschaft“ halten. Quo usque – wie lange noch?

    2. Das ist in etwa vergleichbar mit den Zahlen in Deutschland. Im RKI-Wochenbericht sieht das nicht viel anders aus. Also bei den Leuten auf der Intensivstation sind es im Alter von 18 bis 59 mit Impfversagen (Neusprech: Impfdurchbruch) in den Kalenderwochen 40 bis 43 (die nehmen immer einen gemittelten 4-Wochen-Wert) 12,5%, in der Altersgruppe ab 60 dann 34,5%. Grob überschlagen dann ab 18 bis Greis sind es 26,5%.
      Ja, man kann noch sagen, daß die Impfung wohl davor prinzipiell davor schützt auf der Intensivstation zu landen, es sind ja ungefähr 2/3 bei uns geimpft (wäre der Anteil der Impfdurchbrüche auch bei 66% könnte man fast schon sagen die Impfung taugt nichts). Aber es zeichnet sich auch ab, daß von Woche zu Woche die Fälle der Impfversagen steigen. Wir haben gerade mal Anfang November, sind also gerade mal ganz am Anfang der Wintersaison, die noch bis Februar oder März anhalten wird.
      Bei uns gibt es derzeit auf einmal ganz viele Berichte in den Medien, die mit Impf-Irrtümern aufräumen soll. Nein, es gibt keine Langzeitfolgen, nein, es ist alles absolut ungefährlich. Also so langsam denke ich, ich höre nicht recht. Woher wollen all diese gescheiten Leute das so genau wissen? Haben sie etwa eine Zeitmaschine und sind 10 Jahre in die Zukunft gereist und haben dann festgestellt „Wow, alles gut“?
      Zudem kommen noch all die Rufe nach einer Impfpflicht (auf die ich sehr allergisch reagiere). Ich glaube ich sollte keine Nachrichten mehr lesen, das verursacht nur nervöse Zuckungen am linken Auge… unsere Politiker reagieren (zumindest noch) wenigstens sehr zurückhaltend. Sie wollen das scheinbar irgendwie nicht. Ich hoffe das bleibt auch so. Ich hege den Verdacht, daß es ihnen lieber ist, wenn die Leute eine Einverständniserklärung unterschreiben, in der sie bestätigen, daß sie aufgeklärt wurden. Da hätten sie vielleicht bei eventuellen künftigen Schadensersatzforderungen bessere Chancen…
      Vorhin habe ich erst erfahren, daß in Österreich der Impfnachweis nach 9 Monaten ungültig wird, wenn man sich nicht boostern läßt. 2G generell gibt es auch, also auch in der Tourismus-Branche. Als Deutscher Ungeimpfter werde ich wohl nicht mehr einreisen dürfen, es sei denn ich campiere, was bei den Temperaturen etwas ungemütlich sein könnte. Ich bin mal gespannt, ob und wann das mit dem Verfallsdatum auch in Deutschland eingeführt wird. Derzeit sind diese Impfpässe wohl 12 Monate gültig. Vielleicht sollte ich fast darum beten, daß sie das auch auf 6 bis 9 Monate verkürzen, dann verscherzt es sich unsere Regierung auch mit den Geimpften, die dann endlich mal aufwachen und verstehen, was hier eigentlich gerade abläuft…

    3. offizielle Zahlen auf der ORF Niederösterreich Homepage

      der Link dazu: https://noe.orf.at/magazin/stories/3039828/

      Hospitalisierungen in Niederösterreich:

      Hospitalisierte Personen: 353↗ (168 sind nicht vollimmunisiert) => 52 % vollimmunisiert !!!!!
      Davon auf Intensivstation: 63↘ (38 sind nicht vollimmunisiert) => 40 % vollimmunisiert !!!!!

  3. Impfdurchbrüche wird man schon bald behandeln können!

    Pfizer testet gerade ein neues Medikament („Paxlovid“), das oral verabreicht wird. Die üblichen Erfolgsversprechen („89%“) dazu gibt’s auch schon.

    Merck (USA) hat ebenfalls eine Pille („Molnupiravir“) entwickelt (40 (!) davon sind 5 Tage lang einzunehmen) die allerdings die DNA verändern könnte … In UK ist es angeblich schon zugelassen.

    Vielleicht beendet dies endlich die leidige Impf-Diskussion und den Druck auf die Ungeimpften?

    1. @Michael R
      5. November 2021 um 17:52 Uhr
      Sicher sehr gesund, zumindest der Preis (siehe z.B. Remdesivir) …

    2. Ungesunde alternative Angebote für C-Injektion verweigernde Unbeugsame. Anders als mit Ivermectin ist Merck mit Molnupiravir kein nebenwirkungsarmes Mittel gelungen, soll es doch krebsförderlich sein.

      Auch Valneva ist kein genfreies Präparat. Wie Dr. Wodarg heute in der 77. SCA in seinem Vortrag zu aktuell injizierten Substanzen und in der „Pipeline“ befindlichen neuen C-Impfstoffen gezeigt hat.

      Die alternative Melodie klingt neu, der Text aber ist fast gleich. And the Pharma takes it all …

  4. Es ist das Signal, dass Minister Mückstein keinen Rückenhalt durch die Vorsicht seiner Beamtinnen hat!?

    Wir dürfen eine neue Mathematik nach Leibniz und Newton erfinden, die virale.

    Herr Doktor lernte noch nach dem alten Muster die entwerteten Euros für die Schachtel Zigaretten, nebst Inhalt, zu zählen.

    Wir müssen ihm nachsehen.

  5. @SPQR

    „und das sind garantiert nur die, die man keinesfalls mehr irgendwie weg lügen kann.“

    Dieser Satz ist wie ein musikalisches Leitmotivthema zutreffend für die ganze Impfkampagne.
    Vom „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ bei Astra Zeneca , über 95 % Wirksamkeit etc.etc: Es wird gelogen bis es einfach nicht mehr weg gelogen werden kann.

    1. Nach dem Lügen kommt noch einmal Lügen mit „Das haben wir nicht gewusst.“

      Millionen/Milliarden haben das geimpfte „Wissen“ in sich.

      Das Volk wird ihnen DAMIT verzeihen?

      Wir wären dann WENIGSTENS schon bei der Wahrheit angekommen.

  6. Das Wort zum Shabbes:
    Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, indem man die Ungeschützten zwingt,sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht geschützt hat. 🙊🙈🙉😄😃🤣🤭🤪😷😁😎🇮🇱🥃

  7. Zwar bisserl Off Topic, aber ich fand es einfach gut. Ein Leserkommentar die Tage im Münchner Merkur:

    „Der Ungeschützte muss sich unbedingt impfen lassen, damit er im Falle einer Krankenhauseinweisung nur von geimpften Bettnachbarn umgeben ist.“

    Genau so schauts aus!
    

    1. Kürzlich kam mir – angeregt durch die kreative Interpretation, ab wann C-Gespikte als „vollimmunisiert“ gelten – in den Sinn,

      Falls ich mich, nach 20 J. wieder, gegen FSME stechen lassen würde, 2-3 Monate später mit #2, und danach Auffrischung 6-12 Monate (empfohlenes FSME-Impfschema RKI):

      Wann genau gelte ich dann als FSME-grundimmunisiert, und, wissen das auch die Zecken und lassen mich zwischenzeitlich in Ruhe?

      Ich sollte die Winterzeit nützen und unseren Fachminister Mückstein dazu „außerparlamentarisch“ befragen; bis zum Frühsommer wird sich vielleicht auch für mich eine Antwort ausgehen.

      Und bis dahin enthalte ich mich jeder stichelnden Bemerkung zu seinem Nachnamen.

    2. Ja, genau, so ticken wir wohl mittlerweile.
      Zugegeben, ich war auch eine Zeit lang ängstlich. Ich weiß nicht wann und warum das passiert ist. Früher war ich sehr nachlässig mit Impfungen. 1995 bekam ich zum Beispiel meine Tetanus-Spritze, da war ich 17. 1995 war ohnehin das letzte Jahr, in dem ich mein Impfbuch noch groß beachtete. Danach verschwand es in der Schublade und wurde sehr lange Zeit nicht mehr beachtet. 2017 wurde ich auf einmal pingelig und hatte so etwas wie eine hypochondrische Phase, da merkte ich „Jössas, ich wurde ja schon seit 22 Jahren nicht mehr gegen Tetanus geimpft“ und machte dann einen Termin beim Arzt aus. Eigentlich wollte ich nur eine Tetanus-Spritze haben, bekam aber gleich eine Kombispritze gegen Tetanus, Dyphterie und Polio, was ich aber erst später gemerkt habe. 2019 lernte ich dann meinen jetzigen Hausarzt kennen, der wollte, daß ich mein Impfbuch mitbringe und erst einmal lachte, als er sah, daß ich mal locker 22 Jahre keine Impfungen bekam. Natürlich empfahl er mir dann auch FSME und Hepatitis B. Ich lebe im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, wir sind wohl in einem FSME-Risikogebiet. Nur mittlerweile bin ich wieder lockerer geworden. Zecken habe ich schon einige erwischt, es ist aber nie etwas passiert. Ich wohne auch direkt am Wald und an der Wiese, natürlich rechne ich damit, daß sich mal wieder eine Zecke an meinem Bein festbeißen könnte, da ich gerne mal durch die Natur laufe. Nur erstens laufe ich nie mit kurzen Hosen herum, zweitens ziehe ich sie nach der Wanderung kurz aus und schaue eben nach, ob ich irgendeinen Blutsauger am Bein kleben habe und entferne ihn dann. Also Impfungen würde ich jetzt grundsätzlich nicht verteufeln, vor allem, wenn es sich um bewährte Impfungen handelt, aber man kann es auch übertreiben. Und wir haben ja mittlerweile eine Vollkasko-Mentalität, daß es einen graust. Es ist auch diese Vollkasko-Mentalität, die die Leute zur Corona-Impfung treibt, weil sie sich dann sicherer fühlen. Was sie allerdings nicht wissen oder beachten ist die Tatsache, daß diese Impfungen auch Nebenwirkungen bzw. Nachwirkungen haben können. Das ist dann die mit der Vollkasko-Mentalität einhergehende Leichtgläubigkeit. Eigentlich ist das auch widersprüchlich: Mit einer Vollkasko-Mentalität erwartet man doch eigentlich absolute Sicherheit. Die Sicherheit, daß die Corona-Impfstoffe keine Langzeit- bzw Spätfolgen nach sich ziehen kann, gibt es eigentlich nicht, da wir zum jetzigen Zeitpunkt nach gerade mal ein paar Monaten das einfach nicht wissen können, auch wenn in den Medien beständig etwas anderes behauptet wird.
      Und ganz ehrlich: Vollkasko kann man gerade vergessen. Entweder man geht mit einer Infektion ein Risiko ein oder mit der Impfung. Meine Abwägung war: Bei einer Infektion weiß ich in etwa, was mich erwarten könnte, die möglichen Folgen sind bekannt. Bei der Impfung hingegen habe ich keine Ahnung, mit was ich in den nächsten Jahren rechnen müßte. Das ist zwar dann irgendwie nur Teilkasko, aber das muß jetzt einfach mal reichen.

  8. Ein guter clip. Bitte googeln : „In was für einem Land leben wir eigentlich?“ Gunnar Kaiser. Unaufgeregt und Tatsachen nah.

    1. Richtig gut dieser Clip. Vor allem dieser ironische Unterton, der einen förmlich anschreit 🙂
      Aber es stimmt schon, wir haben hier (also in Deutschland und auch in Österreich, ich stelle fest, daß in diesen beiden Ländern vieles sehr ähnlich, wenn nicht gar gleich läuft) wirklich ein Problem. So eine offensichtliche Zensur wie heutzutage habe ich wirklich noch nie erlebt. Früher durfte auf Youtube, Facebook und Co wirklich jeder seinen gedanklichen Dreck in die Welt hinausposaunen, da hat sich nie einer daran gestört. Den Dreck fand ich zwar vielleicht nicht gut, aber das ist eben Demokratie. Solange es sich nicht um völlig unbelegbare Unterstellungen handelte fand ich das auch vollkommen in Ordnung. Man muß ja nicht alles glauben, was so erzählt wird, es ist eigentlich auch jedermanns Pflicht selbst abzuwägen, was er als glaubwürdig erachtet oder nicht. Mittlerweile reicht auch nur leichte Kritik am sogenannten Corona-Krisenmanagement um zensiert zu werden. Klar, das mag rechtlich vielleicht auch in Ordnung sein, Youtube, Facebook und wie sie alle heißen haben ein gewisses Hausrecht, aber es ist schon äußerst verdächtig, daß sie ausgerechnet zu dieser Zeit plötzlich so pingelig werden.
      Mich persönlich trifft das ja nicht, ich bin weder bei Youtube, Facebook, Telegram oder einem sonstigen Netzwerk angemeldet, aber bedenklich ist diese Entwicklung schon…

  9. Heute im oe1-Morgenjournal meinte Wiens Stadtrat Peter Hacker (timestamp 2021-11-05 07:09:30, nachhörbar 7 Tage), Schwurbler sollten in Covid-Stationen arbeiten, ohne Schutzausrüstung. Diese Äußerung von ihm ist anscheinend nicht neu, er soll dies bereits am 21.10.2021 bei Puls24 gesagt haben: https://www.heute.at/s/hacker-schwurbler-sollen-ohne-schutz-auf-corona-station-100169739, mir war dies bisher unberkannt.

    Können wir diese Ansage nicht einfach annehmen? Dann können wir ein für allle Mal beweisen, dass keine Gefahr besteht, wenn das Immunsystem ausreichend gestärkt ist mit Vitaminen und Mikronährstoffen. Wäre mal ne Demo ganz anderer Art, wenn genug Leute ohne Schutzausrüstung in Covid-Stationen mithelfen.

    Medizinische Ausbildung habe ich keine, aber mithelfen bei der Pflege von Erkrankten kannich allemal und möchte ich selbstverständlich sehr gerne. Insbesondere wenn dadurch irgendein Beitrag geleistet wird, um das Narrativ zum Wackeln zu bringen.

    Sollte Hacker das Angebot nicht ernst gemeint haben, so soll er dies dann bitte wieder zurüknehmen. Bloßgestellt ist er aber in jedem Fall.

    Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen!

    1. @PetraC
      5. November 2021 um 21:13 Uhr
      Guter Vorschlag! Ich melde mich sofort freiwillig, aber wirklich ohne Schutz!

    2. Auch wenn wir den Patienten vielleicht nicht helfen können, dann können wir zumindest beweisen, dass wir selbst nicht ein paar Tage nach unserem Einsatz an der Beatmungsmaschine hängen. Unser Immunsystem wird uns schützen.

      Die Aussage, dass „Corona-Leugner“ im Homeoffice sitzen und von dort aus „Unsinn“ verbreiten würden, ist unerhört und sollte meiner Meinung nach widerlegt werden.

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.