Gesundheitliche Kollateralschäden durch Corona-Maßnahmen in den USA

Lockdown und Panikmache durch die Politik und manche Medien hat nicht nur Europa zu gesundheitlichen Kollateralschäden und Todesfällen geführt, auch die USA sind betroffen. Wie auch in Italien dokumentiert, hat in den USA die Übersterblichkeit deutlich stärker zugenommen, als durch die Zahl der Covid-19 Todesfalle.

Nach ersten Analysen der Todesfallstatistik, die im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2020; doi: 10.1001/jama.2020.11787) und JAMA Internal Medicine (2020; doi: 10.1001/jamainternmed.2020.3391) veröffentlicht wurden, hat auch die Zahl der Todesfälle durch andere Erkrankungen zugenommen.

Wie Daniel Weinberger von der Yale Universität in New Haven/Connecticut und Mitarbeiter berichten, sind in den USA in den Monaten März bis Mai insgesamt 780.975 Todesfälle aufgetreten. Das sind 122.300 mehr als im gleichen Zeitraum in den Vorjahren. Die Zunahme der Todesfälle liegt um 28 % über den gemeldeten Todesfällen an COVID-19 (95.235 bis Ende Mai).

In der Stadt New York, dem ersten Epizentrum in den USA, sind in den Monaten März bis Mai fast dreimal so viele Menschen gestorben wie im langjährigen Mittel (38.170 versus 13.000). Auch im Gesamtstaat New York sowie in New Jersey, Pennsylvania, Michigan und Massachusetts ist es zu einer deutlichen Übersterblichkeit gekommen.

Als Ursachen für die nicht mit Covid-19 zusammenhängende Übersterblichkeit lassen sich vermuten Überforderung des Gesundheitswesens, Angst von Patienten vor einer Infektion beim Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus. Auch die gesellschaftliche Folgen der Epidemie wie Arbeitslosigkeit oder soziale Isolierung könnten für Todesfälle etwa durch Suizide oder Substanzabhängigkeit verantwortlich sein, befürchtet Steven Woolf von der Virginia Commonwealth University School of Medicine in Richmond. Sein Team hat hierzu die Daten für den Zeitraum vom 1. März bis zum 25. April näher untersucht.

Tatsächlich ist es in dieser Zeit in den fünf am meisten betroffenen Bundesstaaten zu einem Anstieg der Todesfälle an Herzerkrankungen um 89 % und an Schlaganfällen um 35 % gekommen. In der Stadt New York betrug der Anstieg der Sterblichkeitsrate bei Herzer­krankungen sogar 398 %. Ein Diabetes wurde zu 356 % häufiger als Todesursache genannt.

Auch in Österreich wurde berichtet, dass Herzanfälle den Spitälern um etwa die Hälfte weniger gemeldet wurden. Sie blieben also unbehandelt mit allen Konsequenzen, ein tatsächlicher Rückgang durch das Coronavirus wäre allerdings etwas überraschend. In Deutschland ist es nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes von der 13. bis 18. Kalenderwoche (23. März bis 3. Mai) zu einem Anstieg der Sterbefallzahlen gekommen. In der 15. Kalenderwoche (6. bis 12. April) starben 14 % mehr Menschen als in den Jahren zuvor. Auch die beim Robert Koch-Institut registrierten COVID-19-Todesfälle erreichten in dieser Woche ihren Höchststand, ein Indiz dafür, dass der Höhepunkt der Infektionswelle zwischen 13 und 19. April überschritten war. Im Schnitt vergehen 23 Tage zwischen Infektion und Todesfall.

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