Weniger Lärm und gesündere Luft wegen Coronavirus

Der Vorschlag von NR-Abgeordneten Johannes Margreiter und den Neos während der COVID2019-Krise das Tempolimit von 50/100/130 auf 30/80/100 zu reduzieren um Unfälle zu verhindern und so Spitalsbetten freizuhalten, klingt vernünftig. Positiv wirkt sich auch aus, dass wir erheblich weniger Verkehr haben.

Für die Bewohner des Bezirks Korneuburg, die unter dem starken Lärm und den Feinstaubemissionen insbesondere von der A22 leiden, sind die Tage seit Einführung der Quarantäne eine richtige Erholung. Spürbar und hörbar hat sich der Lärm reduziert. Der Verkehr ist gefühlt auf ein Zehntel zurückgegangen, vor allem sind auch erheblich weniger LKW unterwegs. Die Folge ist eine Halbierung des Lärms. Mit einer Temporeduktion ließe sich der Lärm weiter und vor allem dauerhaft verringern.

Nicht so direkt erlebbar ist die Verringerung von Feinstaub-Emissionen. Gemessen wird an den Autobahnen leider nicht, obwohl das Gebiet als Feinstaub-Sanierungsgebiet vom Land NÖ ausgewiesen ist.

Wir wissen aber aus Aufnahmen des europäischen Sentinel-5-Satelliten, dass zB die Luftverschmutzung über Norditalien Anfang März deutlich abgenommen hat. Dies ist die Folge der weitreichenden Quarantäne-Maßnahmen, die den Verkehr und viele Industrien weitgehend zum Erliegen gebracht haben. Ähnlich müssen auch die Folgen in Österreich sein.

Geringere Geschwindigkeiten führen grundsätzlich zu einer Reduktion der Abgasemissionen und des Staubs aus Abrieb und Aufwirbelung, so das Umweltbundesamt. Bei NOx beträgt die Einsparung 19,11%, bei Feinstaub (PM10) 9,53%, wenn das Tempo von 130 auf 100 reduziert wird.

Holland hat seit Mitte März das Tempo auf den Autobahnen untertags auf 100 kmh beschränkt. Neben der Reduktion des CO2 Ausstoßes soll auch der Ausstoß der gesundheitsschädlichen Stickoxide verringert werden. Hohe Konzentrationen sind vor allem in Ballungszentren ein Problem und im dicht besiedelten Holland führen viele Autobahnen eben durch diese.

Diese Maßnahme wäre auch in Österreich sehr sinnvoll, insbesondere in Gebieten die stark unter Lärm und Luftverschmutzung leiden, wie eben zB der Bezirk Korneuburg oder die Täler in Tirol. Wir sehen anlässlich der Erkrankungen und Todesfälle, dass  die Luftqualität einen maßgeblichen Einfluss auf das Risiko von Krankheit und Tod hat.

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