
Pirelli bringt „Cyber Reifen“: Ihr Auto als rollende Datenquelle
Die italienische Reifenfirma Pirelli hat auf dem SelectUSA Investment Summit angekündigt, dass ihre KI-gestützten „Cyber Tires“ bald in Serie gehen.
Die Produktion startet im US-Werk in Rome, Georgia. Was als Fortschritt in Sicherheit und Komfort verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein weiterer massiver Schritt in Richtung Totalüberwachung des Individualverkehrs. Die „Cyber Tire“-Technologie basiert auf in den Reifen eingebetteten Sensoren, darunter Beschleunigungssensoren (Accelerometer), die Kräfte, Straßenbeschaffenheit, Unebenheiten, Löcher und andere Bedingungen in Echtzeit erfassen. Diese Daten werden über proprietäre Software und Algorithmen von Pirelli verarbeitet und direkt an die Fahrzeugelektronik weitergeleitet. Künftig sollen sie sogar andere Fahrzeuge warnen – Vehicle-to-Everything (V2X). Die Reifen „sprechen“ miteinander und mit der Infrastruktur.
Piero Misani, CTO und Leiter des Cyber-Tire-Bereichs bei Pirelli, erklärte dazu sinngemäß, dass Autos nun miteinander kommunizieren können. Die Infrastruktur dafür sei vorhanden, vor allem bei autonomen Fahrzeugen seien die Möglichkeiten grenzenlos. Pirelli hat dafür sogar 30 Prozent an der schwedischen KI-Firma Univrses erworben.
Nicht nur Pirelli: Die ganze Branche macht mit
Pirelli ist keineswegs allein. Continental setzt auf RFID-Chips zur Reifendatenverwaltung, Michelin hat diese bereits in die Produktion und Logistik integriert. Was als effiziente Nachverfolgung von Herstellung, Auslieferung, Wartung und Entsorgung angepriesen wird, schafft neue Einfallstore für permanente digitale Identifikation und Tracking der Reifen – und damit des Fahrzeugs.
Die Reifen werden zu aktiven Datensammlern, die nicht nur Druck, Temperatur und Verschleiß messen, sondern Fahrverhalten, Straßenbedingungen und potenziell Rückschlüsse auf Routinen und Gewohnheiten des Fahrers liefern.
Datensicherheit? Datenschutz? Fehlanzeige
Kritiker und Datenschützer warnen: Jede neue vernetzte Komponente erhöht die Angriffsfläche für Hacker und die Möglichkeiten staatlicher oder kommerzieller Überwachung. Wer kontrolliert eigentlich diese Daten? Der Fahrer? Der Autohersteller? Pirelli? Versicherungen? Behörden? Die Erfahrung mit Connected Cars zeigt: Die Daten landen in Clouds, werden für „Sicherheit“, „Wartung“ oder „Verkehrsoptimierung“ genutzt – und irgendwann für ganz andere Zwecke.
Egal, wie „sicher“ etwas angeblich ist – wir haben von allen große Datenskandale gesehen. Die Versprechen klingen vertraut: Bessere Sicherheit, bessere Performance, vorausschauende Wartung. Doch der Preis ist die letzte Bastion der Privatsphäre im Straßenverkehr.
Der große Plan: Vom Auto zur rollenden Datenquelle
Dies passt perfekt in das Narrativ der „smarten“ und später autonomen Mobilität. Wer sein eigenes Auto fährt, soll zum Risikofaktor erklärt werden. Je mehr Sensoren, Kameras und vernetzte Komponenten, desto besser lässt sich das Verhalten steuern, versichern, besteuern oder – im Ernstfall – ferngesteuert einschränken.
Die Reifen sind nur die neueste Stufe. Zuvor kamen schon Smartphones, Assistenzsysteme, Telematikeinheiten und inzwischen KI in fast jedem Bauteil. Und auf Wunsch der EU die Kamera hinter dem Lenkrad – natürlich nur zu Ihrer Sicherheit.
Für den Normalbürger bedeutet das: Bald weiß nicht nur das eigene Auto, wohin man fährt, wie man fährt und in welchem Zustand die Straße ist. Die Daten fließen in Echtzeit in Systeme, auf die man keinen Einfluss hat. Dateneigentum? Ein Fremdwort. Opt-out? Kaum möglich, wenn die Technik serienmäßig wird.
Wer noch ein „dummes“ Auto mit analogen Reifen fahren will, sollte sich eines zulegen, solange es noch geht. Die Preise für Gebrauchtwagen Baujahr 2022 und früher werden vermutlich bald ansteigen.
Die Zukunft gehört offenbar den rollenden Überwachungspaketen – im Namen von Sicherheit und Fortschritt. Die Mobilität der Zukunft wird „smart“ – aber vor allem smart für diejenigen, die die Daten sammeln und auswerten. Der rasante EU-geförderte Ausbau von 5G war Voraussetzung für die geplanten Überwachungsszenarien.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Heute schon krass: Reifendrucksensoren ermöglichen umfassendes Tracking
Die Signale werden per Funk unverschlüsselt übertragen und können ohne großen Aufwand von Dritten ausgelesen werden, wie eine Forschergruppe herausfand
https://www.derstandard.at/story/3000000310598/der-spion-faehrt-mit-reifendrucksensoren-ermoeglichen-umfassendes-tracking
Die Menge an Daten kann man natürlich nur noch mit Hilfe von KI auswerten…Datenschutz ist da sowieso nicht mehr gegeben..alles in ne cloud rein…ich denke mal dass die Daten dann auch für Versicherungen, Geschwindigkeitskontrollen, Steuern, Maut usw. Verwendet werden können…um alte Autos von der Straße zu bringen, die das alles nicht verarbeiten können werden ja sicher dann auch mal die Sprit Varianten abgeschafft werden….wann eigentlich steht der Bürger endlich auf der Straße?
„… ….wann eigentlich steht der Bürger endlich auf der Straße?“
Der Bürger hat keine Zeit, mit der Mistgabel in der Hand auf der Straße zu stehen, denn der Bürger telefoniert.
Oh, der Bürger geht auf die Straße, z.B. in Berlin
https://www.berlin.de/polizei/service/versammlungsbehoerde/versammlungen-aufzuege/
Der Bürger geht nicht gegen die Verbrecher, wie Lallerbach und Co. auf die Straße.
„…wann eigentlich steht der Bürger endlich auf der Straße?“
Wann und wie machen Sie den Anfang?
Diese ernstgemeinte und nicht provokant gemeinte Anfrage geht an alle, die immer wieder davon reden, wieso niemand auf die Straße geht, ohne dass ich von ihnen irgendeine Ankündigung oder Aufforderung zu einer Demo lese oder höre oder sehe.
Ich habe gestern, als ich unterwegs war, zwar nicht demonstriert, jedoch die Empfehlung, tkp.at als alternative Informationsquelle zu nutzen, an eine andere Person weitergegeben.
Ja, die sind so kreativ, weil sie wissen a) das Regime wünscht es sich und b) das Schlafschaf vertraut ihnen blind. Sie vertrauen ihnen so wie kleine Kinder Mama und Papa…
Und bei mir aber geht sowas gar nicht, denn wenn ich Gummi geb, ist der Dreck wegradiert. Spaẞ ohne, bei mir stinks öfter mal nach Gummi, wenn ich ein „Hatzerl“ mach. :-) Abgesehen davon kommuniziert mein Auto nicht mit Reifen oder sonst was…es hat keine Kameras und kein WLAN. Meins ist Bj. 2022, Nov. Ich habs mir rasch gekauft, weil ich wusste, das ist das letzte, was noch halbwegs frei ist von dem Überwachungssch…
Aber das ist wohl die Zukunft. Ich mach mir einen Oldtimer….
Pirelli habe ich als Winterreifen. Heuer kaufe ich neue, nie wieder Pirelli. Michelin habe ich als Sommerreifen. gibts auch dann keine mehr.
Wer macht nicht mit? Die kauf ich dann…Continental kauf ich sowieso nicht.
Opt Outs werden nicht genützt. Ich habe meinen Mechaniker drangsaliert, mich unterschreiben zu lassen, dass meine Verbrauchsdaten nicht nach Brüssel gemeldet werden. Ich bekam den Wisch, aber ich war sicher die einzige. Man hat sehr gestaunt…egal, ich bin eine Frau, ich kann sowas. Beim Kauf habe ich extra unterschrieben, dass ich die Datenverwertung ablehne! Das macht wahrscheinlich auch keiner, denn die weisen dich nicht darauf hin, das musst du selbst fragen.
So, also welche Reifen sind frei von diesem Chip-Schrott??
Vielen Dank für Ihren Hinweis.
Wie macht man das: die Datenverwertung beim Mechaniker verbieten zu lassen, diese nach Brüssel an die Oberstasi weitermelden zu lassen? Ich mache mit.
Ich werde mir also nochmal neue Reifen fürs Auto kaufen und auf Vorrat hinlegen.
Übrigens steckt wohl hinter der Datensammelwut stets die CiAjEj und stecken anderen Tiefenstaatler aus den USSA und den Idioten des Silicon Valley. Von diesen Geisteskranken und Giergetriebenen geht dieser Datensammelmist im Allgemeinen und Besonderen aus. Die Bürger interessiert das im Allgemeinen und Besonderen nicht.
Es geht um die Verbrauchsdaten des Autos, die nach Brüssel gemeldet werden, damit man dort überprüfen kann, ob die Angaben des Herstellers stimmen. Also mein Auto sollte im Schnitt 6 Liter brauchen. Das tut es bei meiner Fahrweise aber sicher nicht. Da es sich um personenbezogene Daten handelt, darf man widersprechen. Es wird ja auch das Fahrverhalten gemeldet. Der Mechaniker muss ein Formular haben, er darf Ihnen das nicht verweigern.
Ich habe damals zum Mechaniker gesagt, damit tun Sie ja Ihrem Konzern nix Gutes, wenn Sie das melden. Er darauf: Das geht ja mich nichts an. Ich arbeite nicht für Fiat. Darauf ich: Ja, aber in einer Fiat-Werkstätte…solche Leuchten betrachte ich als mehrfach Geboosterte.
Das andere sind allgemein die Daten des Autos, die wiederum der Konzern haben möchte. Auch alles, was das Auto halt sammeln kann. Das habe ich beim Kauf untersagen können. Man muss beim Kauf zustimmen, oder kann es ablehnen. Hier hast wieder die OK-Klicker, die alles unterschreiben, ich nicht. Das war eine lange Liste über zwei Seiten, wo alle Punkte mit Nein angekreuzt wurden. Ich habs unterschrieben und aufgehoben…und der Werkstätte gezeigt.
Ich bin nich paranoid, aber wo ich kann, lehne ich diese impertinente Schnüffelei ab. Ich verweigere auch die Cookies. Übrigens Sir Paul McCartney, mit dem ich mich zZt. befasse, lehnt sie auch ab….ein heller Kopf :-)
Gummi wird spröde. Ich weiß nicht, ob alte Reifen noch so gut sind wie neue. Aber ich denke, eine Parie hält es aus, wenn Sie sie in drei Jahren abfahren wie ich. Ich fand dazu, Autoreifen sollten alle 6 Jahre gewechselt werden, für die Versicherung. Zudem lässt sich am Reifen das Alter feststellen.
Vielen Dank für den Hinweis der Datensammelei und -weitergeberei durch willfährige KfZ-Meister. Werde meinen fragen und bei ihm die Herausgabe der Daten erwirken und selbiger widersprechen.
Ich lege mir noch einen Satz Reifen hin. Wenn man die in einen mit Sand gefüllten Kasten legt, halten die Reifen, meines Wissens, länger, ohne dass der Gummi porös wird.
@daisy,
bei willhaben sind zur zeit einige interessante lancia oldtimer zum verkauf.
z.b. flaminia’s, fulvia’s, beta’s, 832, 8v/16v integrale …..
Einen Lancia Y platino, die beste Version mit BOSE-Soundsystem, hatte ich mal…das sind sehr edle Autos :-)
Den mochte ich auch sehr…