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Politik

Österreichs „Klimaschutzgesetz“: Sinnlose Symbolpolitik im Kampf gegen die Physik

2 Kommentare 9. September 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Österreich ringt seit Jahren um ein neues „Klimaschutzgesetz“. Im Regierungsprogramm steht „Klimaneutralität“ bis 2040 – zehn Jahre vor dem EU-Ziel. Aber ist „Klimaschutz“ möglich, kann man das Klima schützen?

Klima bezeichnet durchschnittliches Wetter über einen langen Zeitraum – in der Meteorologie üblicherweise über 30 Jahre. Kann man diesen Durchschnitt „schützen? Odergeht es schlicht um ein Instrument der Kontrolle, Umverteilung und Entmündigung? Am 3. September 2026 geschah, was seriöse Wissenschaftler seit Jahrzehnten vorhersagten: Die UNO gab still und leise zu, dass ihre Klimaabkommen nichts gebracht haben. Die in Paris 2015 vereinbarte „sichere Temperaturschwelle“ ist überschritten – trotz zehn Jahren und zehn Billionen Dollar an die Klimaindustrie. UN-Generalsekretär Guterres erklärte mit betretener Miene, die Menschheit „rast daran vorbei“.

Das ist die historische Bankrotterklärung des gesamten Unternehmens, wie wir hier ausführlich dokumentiert haben. Die Keeling-Kurve des Mauna-Loa-Observatoriums stieg unbeirrt weiter – als hätte es nie einen Klimagipfel gegeben. Kyoto 1997, Kopenhagen 2009, Paris 2015: allesamt folgenlos. Der ehemalige NASA-Klimawissenschaftler James Hansen brachte es schon 2015 auf den Punkt: „Es ist ein Betrug. Wirklich. Eine Fälschung. Es ist einfach Bullshit.“

Wenn die Abkommen der Weltgemeinschaft nachweislich wirkungslos sind – warum soll dann ausgerechnet ein österreichisches Landesgesetz die Welt retten?

Die physikalische Illusion

Der Grund für das Scheitern ist elementar: Es ist Physik. Ein paar westliche Länder, die ihre Industrie abwürgen, während China, Indien und der globale Süden ihre Emissionen verdoppeln und verdreifachen – das ist mathematisch bedeutungslos.

Dazu kommt ein entscheidender Punkt, der geleugnet wird: Der Anstieg des CO₂-Anteils folgt dem Anstieg der Temperatur, nicht umgekehrt. Der größte CO₂-Speicher sind die Weltmeere – 71 Prozent der Erdoberfläche. Wird das Wasser von der Sonne erwärmt, kann es weniger CO₂ binden und entlässt Kohlendioxid in die Atmosphäre. Genau das misst Mauna Loa. Die Wärme-Rückstrahlung durch den „Treibhauseffekt“ spielt bei der Erwärmung der Ozean keine Rolle – also wirklich Null.

Österreichs CO₂-„Einsparungen“ sind vor diesem Hintergrund vollkommen sinnlos. Ein nationales Gesetz, das Wohlstand und Freiheit opfert, um eine Größe zu beeinflussen, die es physikalisch gar nicht beeinflussen kann, ist keine Politik – es ist Aberglaube.

Die Welt kehrt der Net-Zero-Agenda den Rücken

Während Wien noch an den Verordnungen feilt, hat die globale Mehrheit das Net-Zero-Gebäude längst verlassen. Wie wir in unserer Analyse zum Net-Zero-Exodus dargelegt haben, reduzieren Länder und Industrien ihre Klimaziele, verlängern Fristen oder steigen ganz aus:

  • Mindestens 18 große Automarken – darunter Ford, Honda, Nissan und Volkswagen – kürzen, verzögern oder streichen ihre Elektroauto-Pläne.
  • Öl- und Gasriesen haben ihre Investitionen in die „Energiewende“ um mehr als ein Drittel gekürzt.
  • Hunderte Banken und Konzerne haben UN-Klimagruppen verlassen.

Selbst der IPCC steckt in der Krise: Bei der 64. Sitzung des Wissenschaftskomitees konnte man sich nicht einmal auf einen Zeitplan für den nächsten Assessment Report einigen. Saudi-Arabien, Russland, China, Indien und Kenia drängen auf Verschiebung. Warum sollten sie das tun, wenn sie von einer existenziellen Bedrohung überzeugt wären? Die Antwort liegt auf der Hand: Es geht um Geopolitik, Vorteile und Geldtransfers – nicht um das Klima.

USA ausgetreten

Den ersten Nagel in den Sarg schlug Donald Trump bereits am Tag eins seiner Amtszeit. Wie wir damals berichteten, zog er die Vereinigten Staaten sofort aus dem Pariser Abkommen zurück und setzte voll auf Erdgas und Erdöl.

Trump nannte das Abkommen eine „Abzocke“ und erklärte unmissverständlich: „Die Vereinigten Staaten werden unsere eigenen Industrien nicht sabotieren, während China ungestraft die Umwelt verschmutzt.“

Der Austritt soll den amerikanischen Steuerzahlern eine Billion Dollar ersparen. Trump stellte zudem fest, dass die Agenda des WEF, der UNO und anderer Globalisten „amerikanische Steuergelder in Länder lenkt, die im Interesse des amerikanischen Volkes keine finanzielle Unterstützung benötigen oder verdienen“.

Österreich hingegen übernimmt diese selbstmörderische Energiepolitik weiterhin brav 1:1 aus Brüssel – und will sie nun auch noch in ein eigenes Gesetz gießen.

Das eigentliche Ziel: Kontrolle

Hier kommt der entscheidende Punkt. Das österreichische „Klimaschutzgesetz“ ist kein Instrument des Umweltschutzes. Es ist ein Baustein eines weit größeren Projekts – jener digitalen Weltkontrolle, die der schwedische Wissenschaftler Jacob Nordangård in seinem Werk „Die digitale Weltkontrolle“ minutiös analysiert hat, wie wir in unserer Rezension dargelegt haben.

Nordangård zeigt, wie die Vereinten Nationen unter dem Deckmantel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein System der totalen Überwachung errichten. Im Zentrum stehen die 17 Sustainable Development Goals, der „Pact for the Future“ von 2024 und der Bericht „Our Common Agenda“. Das Ziel: für jeden Menschen einen „Nachhaltigkeits-Fußabdruck“ zu berechnen und innerhalb sogenannter „planetarer Grenzen“ zu steuern.

Alles soll tokenisiert und kontrollierbar gemacht werden – ein „digitales Weltgehirn“, das sämtliche menschlichen Aktivitäten erfasst, von der Landwirtschaft über den Energieverbrauch bis zur Abfallwirtschaft. Nordangårds Fazit ist unmissverständlich: „Dies ist ein Notfall, aber nicht für den Planeten, sondern für die Menschheit.“

Das österreichische Klimaschutzgesetz ist in dieser Lesart nichts anderes als die nationale Vollzugsinstanz dieser Agenda – ein Instrument, um Verhalten zu steuern, Energiepreise künstlich hochzutreiben und demokratische Entscheidungsprozesse schleichend auszuhöhlen.

Wem nützt es?

Wer profitiert eigentlich vom österreichischen „Klimaschutz“? Sicher nicht der Steuerzahler, dem steigende Energiepreise und eine abgewürgte Industrie drohen. Profitiert haben und profitieren:

  • Der CO₂-Zertifikatehandel – ein intransparenter Derivate-Markt, der Banken und Spekulanten bereichert
  • Subventionierte „grüne“ Industrien – Umverteilung von Steuergeldern an politisch vernetzte Unternehmen
  • Die NGO-Industrie – tausende Organisationen, deren Existenzgrundlage die permanente Krise ist
  • Der akademisch-industrielle Komplex – Forschungsgelder, die nur fließen, wenn die Ergebnisse alarmistisch genug ausfallen

Der UN-Klimabetrieb ist keine Lösung für ein Problem. Er ist eine Selbstbedienungsmaschine, die ein Problem benötigt – und es deshalb nie lösen wird. Das österreichische Klimaschutzgesetz ist die nationale Filiale dieser Maschine.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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2 Kommentare

  1. cwsuisse
    Antworten

    Unübersehbar verfolgen die europäischen Politiker stur und ignorant den Pfad erst der wirtschaftlichen und dann der physischen Selbstvernichtung.

  2. VerarmterAdel
    Antworten

    „Sinnlose Symbolpolitik im Kampf gegen die Physik“ durchgesetzt von demselben Kaliber ferngesteuerter Blindschleichen und Schwerstkriminellen wie im Klimagottesstaat Saublödistan. Unfassbar, was sich diese Leute erlauben können. Sie zerstören ihre Länder, und es hält sie nicht nur niemand auf, viele, wenn nicht die meisten unterstützten sie sogar noch in ihrem Wahn.

    Und was man da bisweilen für einen Shceiß liest:

    Wie Klimaschutz zum beruflichen Können werden soll | TechZeitGeist – https://www.techzeitgeist.de/klimaschutz-berufsbildung-nki-foerderung-september-2026/
    „Der NKI-Aufruf sucht Projekte, die Klimaschutz dauerhaft in Ausbildung und Betriebe bringen. Ein Verpackungsprojekt zeigt den praktischen Ansatz.“

    Da weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll.

    Grüner Stahl, rote Zahlen: Ökosozialismus ruiniert Deutschlands Industrie – https://report24.news/gruener-stahl-rote-zahlen-oekosozialismus-ruiniert-deutschlands-industrie/

    Green Steel: ArcelorMittal Finally Pulls The Plug | ZeroHedge – https://www.zerohedge.com/markets/green-steel-arcelormittal-finally-pulls-plug

    Aber:

    Salzgitter-Chef warnt vor Lockerung beim EU-Emissionshandel | MarketScreener Deutschland – https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/salzgitter-chef-warnt-vor-lockerung-beim-eu-emissionshandel-ce7f51dadf8bf326

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