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Politik

USA an EU: Bereitet euch auf einen langwierigen Krieg in der Ukraine vor

15 Kommentare 9. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Elbridge Colby, Under Secretary of War for Policy im US-Kriegsministerium, hat die europäischen Vasallen unmissverständlich aufgefordert, sich auf einen „protracted conflict“ – einen langwierigen Krieg – in der Ukraine einzustellen. Die Ukraine werde noch „Monate und Jahre“ Unterstützung benötigen.

In einer virtuellen Ansprache vor der Ukraine Defense Contact Group (dem sogenannten Ramstein-Format) am 8. September 2026 erklärte Colby:

„Wie Präsident Trump erklärt hat, ist unser Ziel ein dauerhafter Frieden. Wir unterstützen jede Anstrengung in diese Richtung. Aus Sicht des Department of War können wir jedoch nicht vorhersagen, wann dieser tragische Krieg enden wird. Wie ihr alle sehr wohl wisst, baut Russland seine Streitkräfte und seine Verteidigungsindustrie wieder auf. Wir müssen auf einen langwierigen Konflikt vorbereitet sein und darauf, dass die Anforderungen der Ukraine in den kommenden Monaten und Jahren fortbestehen. Und wir müssen auch auf andere plausible Eventualitäten vorbereitet sein.“

Die offizielle Rede ist auf der Website des US Department of War dokumentiert: Remarks by Under Secretary of War for Policy Elbridge Colby.

Europa soll die Hauptlast tragen

Colby betonte, dass Europa die Unterstützung für die Ukraine über die PURL-Initiative (Prioritized Ukraine Requirements List) fortsetzen und wo nötig ausbauen müsse. Über dieses Instrument kaufen die europäischen NATO-Staaten US-Waffen und liefern sie an Kiew. Gleichzeitig solle Europa die eigene Wiederaufrüstung und Reindustrialisierung beschleunigen.

„Europa muss jetzt mit der Planung nachhaltiger Beschaffungen beginnen, die sowohl die langfristige Wiederherstellung der ukrainischen Streitkräfte als auch die eigenen Verteidigungsanforderungen Europas unterstützen“, so Colby.

Die Botschaft ist klar: Die USA unter Trump wollen die finanzielle und materielle Hauptlast des Ukraine-Krieges auf die Europäer abwälzen, während Washington sich stärker auf den Indo-Pazifik und China konzentriert. Colby selbst galt vor seinem Amtsantritt als Skeptiker einer dauerhaften massiven US-Engagements in der Ukraine und als Vertreter einer „China First“-Strategie.

Parallel zu Friedensgesprächen

Die Ansprache fiel zeitlich mit den Bemühungen von Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zusammen, die Gespräche in Moskau und Kiew wieder in Gang zu bringen. Während die diplomatische Schiene „Frieden“ verkündet, bereitet das Pentagon die europäischen Vasallen auf Jahre weiterer Kriegsführung vor.

Die europäischen Staaten sollen also weiterhin Milliarden in US-Rüstungsgüter stecken, die eigenen Rüstungsindustrien hochfahren und gleichzeitig die ukrainische Front am Laufen halten – ohne dass ein Ende des Konflikts absehbar wäre. Die Last der Eskalationsrisiken und der wirtschaftlichen Kosten liegt damit klar bei den Europäern.

Die Aktivitäten von Witkoff und Kushner zielen offenbar darauf ab, Russland in einen Waffenstillstand zu manövrieren um der Ukraine wieder Gelegenheit zur Aufrüstung zu geben.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Colby hält am 5. August 2026 in Omaha, Nebraska, eine Rede im Rahmen des „Deterrence Symposium“ des US Strategic Command (Foto: US Air Force)

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15 Kommentare

  1. lotus998dc2ac81f3
    Antworten

    Es gibt keine secretaries of war. Das ist eine rechtsunwirksame Erfindung des Trump Regimes.

  2. Sting2
    Antworten

    !! Krone-Schmalz: Europas Sicherheitsarchitektur ohne Russland undenkbar

    https://t.me/ostnews_faktencheck/23658

    Die Publizistin Gabriele Krone-Schmalz kritisiert die deutschen Politiker für deren Rhetorik gegenüber Russland.

    Das Land „zum absoluten Feind“ zu erklären sei verantwortungslos. „Wie naiv oder arrogant muss man sein, um zu glauben, in Europa eine Sicherheitsarchitektur ohne Russland hinzukriegen oder gar gegen?“

    Nicht die Bevölkerung müsse man überzeugen, sondern die Regierenden müssten davon überzeugt werden, „dass sie im Auftrag der Bevölkerung handeln“!!!

  3. local.man
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    Wir reden hier von wenigen Politik-Darsteller, die die Wünsche der Besitzenden Sekte durchgeben.
    Die Menschen wollen dies nicht. Aber das System ist nicht in unserer Hand und wir werden permanent in die Kriege und Krisen der Besitzenden genötigt.

    USA sagen, heisst, die Machtelite der USA will das so.
    Die Europäer sind hier die ausführender Handlanger, oder Mitprofitöre, die sich darauf einstellen sollen. Das Volk, also die 99% sind hier nicht Kanonenfutter.

    Und die Kernangelegenheit ist in Wahrheit der Systemumbau der Machtsekte,
    Der Krieg und die Krisen sind nur der Beschleuniger bzw. die nötige Krise und Ablenkung von wahren Ziel.

    Hoffen auf die Politik, ist so wie an den Weihnachtsmann zu glauben.
    Kann man machen, aber die Fee wird nicht kommen.
    Wenn die Leute, also wir alle, nicht beginnen NEIN zusagen, und das überall nicht nur in der Kommentarspalte, dann werden wir dort landen wo man uns haben will.
    Wer im Büro sitzt und wieder das mitmacht, was durchgegeben wird, der besiegelt damit seinen eigenen Untergang und füttert des System der Besitzenden.

    Wichtig ist, sein Denken umzustellen, weg von diesem System, wir brauchen ein neues System. Das bedeutet ein anderes Denken, als das was man uns maximal von Kindesbeinen an tiefenindoktriniert hat.
    Mit einem anderen Denken, anderen Zielen, wird sich auch etwas in dieser Richtung auftun.

  4. Glass Steagall Act
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    Das hätten die USA wohl gern, dass sich Europa für die USA opfert! Ich hoffe, die europäische Bevölkerung wird den Braten riechen, bevor es zu spät ist! Wenn man sich aber den Kriegskanzler und Black Rock-Unterstützer Merz ansieht, dann würde der Krieg noch heute losgehen! Ich vermute schon lange, dass die USA mit Russland einen Schwindel-Frieden produzieren, um bei einem Krieg keine russischen Raketen abzubekommen! Die sollen schließlich nur auf Europa fallen!

    1. Pusteblume
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      Nur Putin und seine Militär-Mannen sind so naiv zu glauben, die USSA ließe sich auf einen Frieden mit der Nazi-Ukraine ein. Deshalb wird Russland wohl gewaltig auf die Fres.e fliegen. Und Deutschland macht wieder einmal den Vasallen für die USSA.
      Ich hoffe, dass die USSA (Tiefenstaatler, das Silicon Valley und die USSA-ReGIERung) dieses Mal was an Bomben direkt abgekommen. Die Genannten stören erst dann nicht mehr, wenn die über die Wupper gegangen sein werden.

      1. Glass Steagall Act

        Russland weiß ganz genau wer in der Ukraine zündelt.

  5. Der Zivilist
    Antworten

    Keine Angst, Brüssel & Berlin sind voll auf Kurs.

    Brüssels Regime ist
    Westeuropas Ruin

  6. Varus
    Antworten

    @“Bereitet euch auf einen langwierigen Krieg in der Ukraine vor“

    Sollte sich Russland nicht etwas beeilen? Gestern hörte ich in einem Rutube-Podcast, eine banderistische Gegenoffensive nördlich von Liman soll in ein paar Monaten zunichte gemacht haben, was die Russen ganzes letztes Jahr erreicht haben. So könnte es unendlich lange gehen.

    1. cwsuisse
      Antworten

      Das mit den ukrainischen Gegenoffensiven kennen wir schon: einige Soldaten stossen punktuell vor, hissen Flaggen und werden anschliessend niedergemacht. Daraus strickt dann die UK/UKR Propaganda eine weitere Medienkampagne und Selenskyj geht auf Betteltour. Tatsache ist, noch kein einziges Mal seit Ende 2022 hat die Ukraine eine Stadt wiedererobert und dauerhaft halten können.

      1. Varus

        In diesem Fall bestätigt Juri Podoljaka, dass es bei Schandrigolowo übel läuft – fast kamen die Russen auch dort bis zum Fluss Oskol, jetzt zurück wieder zum Fluss Scherebez. Auch Liman in der Nähe war fast schon komplett genommen, jetzt nur noch ein Teil im Süden. An den anderen Fronten läuft es besser – etwa die Ukro-Festung Orechow (Region Saporosche) fast schon gefallen.

        Andere Meldungen – die Banderas haben 150.000 Militärjacken für Frauen bestellt – nachdem Männer fast schon ausgegangen sind, jetzt sind Frauen dran. Wie viele Geburten jährlich dürfte es im Ukrostan in 2-3 Jahren geben?

  7. cwsuisse
    Antworten

    Nachdem die USA erfolgreich den Irak, Syrien, Lybien, Afghanistan und zuletzt die Ukraine ( etwa 2 Mio..Tote und 1 Mio. Invaliden) verheert haben, ist nun offenbar Deutschland daran, dank der unsäglichen Dummheit seiner Politiker auf dem Altar geopolitischer Eitelkeiten geopfert zu werden.

    1. Varus
      Antworten

      Viele Wessi-Bio-Michels sind sogar noch begeistert – insbesondere beim „Hasbara-Einblick“ scheinen Viele zu glauben, in den USA zu leben.

  8. Pusteblume
    Antworten

    Elbridge Colby, Under Secretary of War for Policy im US-Kriegsministerium, darf sich selber gern als Kanonenfutter zur Verfügung stellen. Los, Colby, machen Sie hinne, stellen Sie sich in der Ukraine als Kanonenfutter gefälligst zur Verfügung! Los!!!

  9. Pusteblume
    Antworten

    „… Elbridge Colby, Under Secretary of War for Policy im US-Kriegsministerium, hat die europäischen Vasallen unmissverständlich aufgefordert, sich auf einen „protracted conflict“ – einen langwierigen Krieg – in der Ukraine einzustellen. Die Ukraine werde noch „Monate und Jahre“ Unterstützung benötigen. …“

    So sind sie, die faschistisch-nazistischen Anstifter (Mörder sind sie trotzdem darüber hinaus) aus den USSA. Sich selber die Finger nicht schmutzig machen, aber Dritte hierzu anstiften, dies für sie (die USSA) zu tun. Boykott der USA! Jetzt und sofort für viele Jahrzehnte. Isolierung der USA weltweit.

    1. K Kaefer
      Antworten

      Und wer die USA steuert ist inzwischen ja auch hinlänglich bekannt. Dort liegt die Wurzel des Übels und die Kriegstreiberei des Westens der letzten 250 Jahre. Bzw. bei den Bolschewisten mit ihren 30 Millionen Opfern+ im Osten, passt aber trotzdem.

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