
Der Plan, die AfD zu stoppen
Die Brandmauer bröckelt, die AfD steht in Sachsen-Anhalt vor einem historischen Wahlerfolg, doch die politische Elite ist entschlossen, die AfD weiterhin von der Macht fernzuhalten. Dafür hat man mehrere Pläne in der Schublade.
Als Ministerpräsident wäre eine der ersten Aufgaben des AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund, den jährlich wechselnden Vorsitz bei den regelmäßigen Treffen der 16 deutschen Ministerpräsidenten zu übernehmen. Diese Position beinhaltet in der Regel einen Besuch in Berlin und einen gemeinsamen Presseauftritt mit dem Bundeskanzler.
Der Journalist Thomas Fazi hat im Magazin Unherd eine ausführliche Analyse zur Frage veröffentlicht, wie die AfD weiterhin unter Kontrolle gehalten werden kann. Hier sein Text übersetzt:
Gerade weil das Establishment die Kontrolle über die Deutungshoheit verloren hat – und Deutschland bildet in dieser Hinsicht kaum eine Ausnahme –, prüft es, wie Politico kürzlich berichtete, nun ein ganzes Arsenal außergewöhnlicher Maßnahmen, die im Grunde darauf abzielen, eine mögliche AfD-Landesregierung daran zu hindern, ihr Mandat auszuüben. Das erste Szenario sieht vor, die Vertreter Sachsen-Anhalts von Sitzungen zu sensiblen Themen auszuschließen. Neben dem Treffen der Ministerpräsidenten, dessen Vorsitz Siegmund voraussichtlich ein Jahr lang innehaben wird, koordinieren sich die deutschen Bundesländer regelmäßig über ein Netzwerk von Ministerkonferenzen. Zu den wichtigsten gehört die Innenministerkonferenz, auf der einige der dringlichsten Sicherheits- und Geheimdienstangelegenheiten des Landes besprochen werden. Wie mehrere Minister gegenüber Politico bestätigten, bestünde daher eine Möglichkeit darin, die regulären Treffen der Innenminister weiterhin abzuhalten, aber zusätzlich separate Sitzungen zu besonders sensiblen Themen zu organisieren, von denen der Vertreter aus Sachsen-Anhalt ausgeschlossen würde. Ein emeritierter Professor für Verfassungsrecht bezeichnete diese Idee als „durchaus denkbar“, räumte jedoch ein, dass sie möglicherweise vor den Bundesgerichten angefochten werden könnte.
Ein zweites Szenario würde darin bestehen, innerhalb gemeinsamer Informationssysteme eine „Mauer“ zu errichten. Das Argument lautet, dass man der AfD angesichts ihrer angeblichen „Nähe“ zu Russland keine sensiblen Dossiers anvertrauen könne. Die Vorstellung, die AfD würde als Kanal für geheime Informationen nach Moskau dienen, ist ziemlich lächerlich – schon allein deshalb, weil dies politischer Selbstmord wäre. „Wir sprechen mit allen, ob aus dem Westen oder dem Osten“, sagte ein Sprecher des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt. „Das bedeutet nicht, dass wir Akten weitergeben werden. Wer etwas anderes behauptet, redet Unsinn. Wenn wir Zugang zu solchen Informationen erhalten, sind wir uns unserer Verantwortung als Regierungspartei bewusst.“ Dennoch erklärte ein sozialdemokratischer Politiker gegenüber dem Magazin, die AfD solle von allen Geheimdienstinformationen über Rechtsextremismus und Spionage ferngehalten werden. Mit anderen Worten: Eine gewählte Landesregierung würde bewusst über Dossiers im Unklaren gelassen, die für die nationale Sicherheit entscheidend sind, wodurch sie praktisch regierungsunfähig würde. Erneut wird behauptet, dies sei „rechtlich möglich“.
Ein drittes Szenario, das bislang auffälligste, würde darin bestehen, das von der AfD geführte Bundesland finanziell auszutrocknen. Sachsen-Anhalt erhält jährlich fast 3 Milliarden Euro aus dem Bundesfinanzausgleich, was einem Fünftel seines Haushalts entspricht. Es wird damit gedroht, diese Mittel zu kürzen oder auszusetzen, um einer potenziellen AfD-Regierung „das Leben schwer zu machen“ oder „die Partei zu einem Verhalten zu zwingen, das das politische Establishment für akzeptabel hält“. Der Finanzminister von Baden-Württemberg weist darauf hin, dass das System im Grundgesetz verankert ist, als ob eine einzige Verfassungsbestimmung das politische Motiv hinter der finanziellen Strangulierung einer rebellischen Region verschleiern könnte.
Ein letztes Szenario, das in Betracht gezogen wird, ist die sogenannte „nukleare Option“: der Bundeszwang. Gemäß Artikel 37 des deutschen Grundgesetzes kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrats, der Kammer, die die Länder vertritt, „notwendige Maßnahmen“ ergreifen, um ein Land zur Erfüllung seiner gesetzlichen Verpflichtungen zu zwingen. Mit anderen Worten: Berlin könnte eine Landesregierung zwingen, Bundesrecht zu befolgen – eine Maßnahme, die in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie, nicht ein einziges Mal seit 1949, angewendet wurde.
Das Bild, das sich dabei abzeichnet, ist unmissverständlich: Dasselbe deutsche Establishment, das anderen Ländern ständig Lektionen über Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erteilt, demonstriert, dass Demokratie nur so lange toleriert wird, wie sie als akzeptabel erachtete Ergebnisse hervorbringt. Wenn demokratische Prozesse eine unliebsame Regierung hervorbringen oder dies zu tun drohen, werden Wege gesucht, diese zu umgehen, auszuhöhlen oder unschädlich zu machen – natürlich alles im Namen der „Verteidigung der Demokratie“.
Tatsächlich ist es in Deutschland in den letzten Jahren immer üblicher geworden, dass Mainstream-Parteien und Medien den Begriff „Unsere Demokratie“ verwenden. Die Bedeutung ist klar: Nur wer die „richtigen“ Positionen vertritt, befindet sich innerhalb des Rahmens der Demokratie; wer außerhalb davon steht, ist kein Gegner innerhalb des Systems, sondern eine Bedrohung für dieses. Auf diese Weise können gewöhnliche politische Meinungsverschiedenheiten über Migration, Energie, EU-Politik oder den Krieg in der Ukraine als Angriff auf die Verfassungsordnung selbst umgedeutet werden, und die üblichen Mittel – Debatten, Wahlen – können außerordentlichen Maßnahmen weichen.
In dieser Hinsicht hat das deutsche Establishment einen mächtigen Verbündeten: das Grundgesetz selbst. Die deutsche Nachkriegsordnung basiert auf der Doktrin der „militanten Demokratie“: der Idee, die direkt aus dem Zusammenbruch der Weimarer Republik abgeleitet ist, dass eine Demokratie es legitimerweise ablehnen darf, diejenigen zu tolerieren, die demokratische Mittel nutzen würden, um sie abzuschaffen. Das Konzept folgt einer grundlegenden Logik, doch wird es derzeit eindeutig bis zum Äußersten ausgereizt. Man mag der radikalsten politischen Position der Partei – der Remigration, die die AfD selbst als rechtmäßige Maßnahmen zur Rückführung von Ausländern definiert, gegen die bereits eine Ausweisungsverfügung vorliegt – zustimmen oder nicht, doch dabei handelt es sich um eine politische Position und nicht um ein Programm zur Abschaffung der Demokratie oder der verfassungsmäßigen Ordnung. Selbst Kritiker der Partei haben dies zum Ausdruck gebracht: In einem Beitrag auf dem Verfassungsblog stellte ein deutscher Verfassungsrechtler fest, dass die Argumente gegen die AfD größtenteils auf deren Darstellung der deutschen Demokratie als dysfunktional beruhen und dass gerade die grundlegende Kritik am System das ist, was Demokratie von Diktatur unterscheidet. Doch die Doktrin der militanten Demokratie wird nicht mehr nur gegen die AfD herangezogen; sie wird dazu genutzt, den Krieg gegen die Partei mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich extralegaler, zu rechtfertigen.
„Das deutsche Establishment hat einen mächtigen Verbündeten: die Verfassung selbst.“
Im Mai 2025 stufte der Inlandsgeheimdienst die AfD – die zu diesem Zeitpunkt bereits die größte Oppositionspartei des Landes war und in landesweiten Umfragen den ersten oder zweiten Platz belegte – auf der Grundlage eines 1.100-seitigen Berichts, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich war, offiziell als „nachweislich rechtsextremistische“ Organisation ein; dies gab der scheidende Innenminister wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt bekannt. Die Einstufung – die erweiterte Überwachungsbefugnisse ermöglicht und die zunehmenden Forderungen nach einem formellen Verbotsverfahren angeheizt hätte – hielt der gerichtlichen Überprüfung nicht stand: Im Februar 2026 untersagte das Verwaltungsgericht Köln dem Dienst, die Einstufung anzuwenden oder zu veröffentlichen, da die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt waren.
Doch die Lehre aus dieser Episode reicht tiefer als ihr Ausgang: Es bedurfte eines Gerichts, um den Versuch des Staatssicherheitsapparats zu stoppen, die wichtigste Oppositionspartei als Verfassungsfeind zu brandmarken. Auch der juristische Rückschlag beendete die Kampagne nicht: Bis zum Sommer 2026 kam ein 1.500 Seiten starkes Rechtsgutachten einer Nichtregierungsorganisation zu dem Schluss, dass ein Verbotsantrag wahrscheinlich Erfolg haben würde, und mehr als 1.000 Anwälte, Richter und Staatsanwälte hatten einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie auf ein Verbotsverfahren drängten. Dass das Verbot der größten Oppositionspartei in Deutschland ernsthaft in Betracht gezogen werden konnte – unter dem routinemäßigen Beifall Brüssel-naher Kommentatoren –, spricht für sich. [TKP hat ausführlich berichtet]
Die aktuellen geopolitischen Spannungen bieten dem politischen Establishment in Deutschland und anderswo ein weiteres Instrument: Solange Russland als unsichtbare, aber allgegenwärtige Bedrohung dargestellt werden kann, lässt sich jeder, der sich dem Status quo widersetzt, leicht als „Kreml-naher innerer Feind“ – als regelrechte Bedrohung der nationalen Sicherheit – delegitimieren. Es ist mittlerweile in ganz Europa zur Selbstverständlichkeit geworden, praktisch jedes unerwünschte Wahlergebnis – einschließlich des jüngsten isländischen EU-Referendums – auf russische Einmischung zurückzuführen, selbst wenn keinerlei Beweise vorliegen. Tatsächlich wurden bereits eine Reihe von Journalisten und Analysten, darunter mehrere Deutsche, wegen „Verbreitung pro-russischer Propaganda“ sanktioniert.
Kein Wunder, dass das deutsche Establishment so sehr darauf bedacht zu sein scheint, die Spannungen mit Russland zu verschärfen. Dies dient nicht nur den geopolitischen Interessen der EU und der NATO in der Ukraine – wo Deutschland nun die Vorreiterrolle einnimmt –, sondern auch dem innenpolitischen Ziel des Establishments, hart gegen die Opposition vorzugehen. Wie bereits erwähnt, wird der AfD regelmäßig vorgeworfen, ein Instrument russischer Interessen zu sein, obwohl sich dies weitgehend auf die programmatischen Positionen der Partei stützt: Ablehnung von Sanktionen, von Waffenlieferungen an die Ukraine, Forderungen nach der Wiederinbetriebnahme der Nord Stream sowie der Dialog mit Moskau – alles Dinge, von denen man argumentieren könnte, dass sie in erster Linie den Interessen Deutschlands dienen würden. Vor diesem Hintergrund könnten die Behauptungen der deutschen Regierung, Russland stecke hinter dem gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle – für die sie bislang keine konkreten Beweise vorgelegt hat –, auch als Versuch gesehen werden, noch mehr Druck auf die AfD auszuüben. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist bemerkenswert: vier Wochen nach dem angeblichen Angriff, aber nur wenige Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Der Flughafen Leipzig/Halle liegt übrigens direkt an der Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt, und Halle ist die größte Stadt Sachsen-Anhalts.
Schließlich kann das deutsche Establishment auf einen weiteren mächtigen Verbündeten zählen: Brüssel selbst. In den letzten Jahren hat die EU nach und nach ein „Spielbuch“ zur Einflussnahme auf Wahlen entwickelt: ein dichtes Ökosystem aus regulatorischen, finanziellen, rechtlichen und informativen Instrumenten, mit denen Wahlbedingungen und -ergebnisse gestaltet werden können. Diese wurden nun durch Instrumente wie den Digital Services Act (DSA) und den „Democracy Shield“ institutionalisiert, die auf die permanente Überwachung von Wahlprozessen in allen Mitgliedstaaten abzielen – eine kontinuierliche supranationale Aufsicht über nationale Wahlen, ohne jegliche Grundlage in den Verträgen. Dies sind Instrumente, die regelmäßig zur Unterstützung von etablierungsnahen Parteien eingesetzt werden können – und auch werden –, seien diese nun an der Macht oder in der Opposition. Auch wenn diese Instrumente bei Landtagswahlen weniger nützlich sind, kann man sicher sein, dass sie bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr in großem Umfang zum Einsatz kommen werden.
Bild Roy Zuo, (2026) AfD Ulrich Siegmund 160433728, CC BY-SA 4.0
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Nächster Schritt zum AfD-Verbot
Nächste AfD-Kandidaten von Wahl ausgeschlossen
Fast amüsant, wenn es im TV als komödiantischer Heimatfilm laufen würde..
Im Grunde sagt das doch alles aus.
Keine Änderungen, alles ist nur Theater für die bald nummerierten und vollüberwachten Batterien.
Diese Politik(und deren Verkaufsschlager repräsentative Demokratie) dient nicht dem Volke, sondern irgendwem und wir wissen wer irgendwer ist.
Aber hier ist die AfD ja dann auch nicht anders.
Aber sie ist immerhin soviel anders, dass ein paar kleinere Änderungen bevorstehen könnten, das zu viel Sand im Getriebe darzustellen scheint, wenn es denn so kommt.
Und diese Politik ist dazu da, die nötigen Veränderungen aufzuhalten.
Also jene Änderungen die dem Volke, nicht der Finanz- und Wirtschaftselite und deren Speichelleckern und Agenden dienen. Leider wird die AfD hier kaum was ändern, aber offenbar schon viel zu viel im kleinen Rahmen…
Uns wird ja immer das Gegenteil reingedrückt und als z.B. nötige Reform verkauft…
Die Medien der besitzenden Schicht, erklären uns dann die Welt ensprechend auf allen Ebenen von Kindesbeinen an und was nunmal normal und gut für dich ist und was böse und ganz schlecht.
Ein System in Agonie
Ein System in den Abgrund fährt,
das Kritiker zum Feind erklärt,
weil es durch sich nicht überzeugt,
das Recht auf Meinungsfreiheit beugt,
muss es seine Bürger belauschen,
zu Straftaten Witze aufbauschen,
statt mit Argumenten zu streiten
Lügen ohne Ende verbreiten.
Wenn es auf Angst und Dummheit baut,
die letzten Wertschöpfer beklaut,
Alternativen diffamiert,
Gift in Gesunde injiziert,
wird Unfruchtbaren gar gehuldigt,
als Nazi, wer selbst denkt, beschuldigt.
Ein System, das so etwas braucht,
sein Leben sicher bald aushaucht.
Weil dieses System ist unehrlich
wird es am Ende noch gefählich,
freiwillig wird es nicht verschwinden
wird erst schmierige Tricks erfinden,
um die Entmachtung aufzuhalten,
als totalitär sich entfalten,
so wird Ruin nicht abwendet,
in Agonie das System endet.
Na ist doch gut! Was haben die Leut dagegen?
Da auch ich nicht davon ausgehe, dass die AfD etwas ändern kann (selbst falls sie wollte), begrüße ich jeden Offenbarungseid der Hinterfrauen. Es ist derselbe Mechanismus wie mit Trump in den USA: es wird alles sichtbarer, was sich in den Hinterzimmern tut, bzw, dass diese allein entscheiden.
Wie eine ungewollte Aufklärung der Massen.
Und wer noch davon ausgeht, dass man das Desaster friedlich abwenden könnte und mit demokratischen Mitteln den Kurs korrigieren, der wettet riskant gegen die Statistik. So, wie man den wirtschaftlichen Notstand bereits militärisch zu beheben versucht, so wird man es auch politisch nach innen gewaltsam tun. So viel zur schlechten Nachricht.
Die Frage nach den Urhebern dieser Gewalt kann man ergo jetzt schon beantworten: es werden die Machthabenden sein (auch wenn sie es anders herum inszenieren werden).
Aber es wird ihre letzte Tat sein – sie werden diese Entscheidung nicht überleben, mindestens politisch.
Zu viele von uns Kleinen werden spätestens dann nichts mehr zu verlieren haben, ausser ihren Selbstwert. Darum werden sich viele davon auch gewaltsam wehren.
Da die wertewestliche „Aufrüstung“ im Vergleich zu Russland oder China einfach nur lächerlich ist, sollte man wohl eher davon ausgehen, dass diese Aufrüstung für/gegen uns vorgesehen ist.
Das Schöne an der Sache: alles befördert den Untergang des Establishments und nützt der AfD – wenn diese auch nicht wirklich eine Alternative ist. Wenn es wirklich „Spitz auf Knopf“ steht, werden CDU/CSU die Brandmauer entsorgen, der AfD Küsschen schicken und diese wird bereitwillig mit den Konservativen „staatstragend“ umschwenken. Na, vielleicht nicht im Osten. Die sind wohltuend anders!
Grandioses Theater für die Massen. Welche Oppositionspartei meint der Verfasser dieses Artikels?
Es gibt in der Brd keine Opposition,
Diesen Fakt gilt es natürlich, zu verheimlichen, die Leute könnten angesichts der Sachlage, daß Systemänderung über Wahlen in der Brd nicht möglich ist, auf „andere Gedanken“ kommen, wie es oben jemand schreibt.
Ich lese immer etwas von „Macht“, als ob irgendein demokratischer Polithampelmann auch nur davon träumen könnte in die Nähe von „Macht“ zu gelangen. Es ist vollkommen schnurz, welche Gesichter der eifrige Kreuzchenmaler auf seinem Schmierzettel ankritzelt und ebenso schnurz, welche drei Buchstaben oder welches Gangzeichen sein Theaterverein hat. Das, was man gemeinhin so als Demokratie bezeichnet, ist nichts weiter, als dass diejenigen, die wirklich Macht haben machen, was sie wollen, irgendwelche Schießbudenfiguren vorschieben und die Verantwortung auf „alle“ abwälzen: „Habt Ihr doch so gewollt, wart doch wääählön!“ Die einzige wirkliche, äußerst kleine „Chance“, die ich sehe, dass eventuell der Mistladen schon so heruntergekommen ist, dass dieses ganze Herumdilletieren endlich, endlich (!!!) dazu führt das der BRD-Zirkus (ohne Tiere, aber mit vielen schlechten Clowns) sich auflöst … Naja, hoffen wird man ja dürfen. Schon dieses alberne Konstrukt „Deutsches Reich“ war große Sch…, pardon, Jauche … Seitdem ging es nur steil und steiler abwärts mit den „deutschen Gauen“ – den dazugehörigen Menschen, vom Mecklenburger im Norden zum Bayern im Süden, ging es genauso! Aber wie heißt es so schön? Hoffen und Harren hält manchen zum Narren! Auf so etwas wie „Vernunft“ hoffe ich bei Deutschen schon seit mindestens 30 Jahren nicht mehr … C’est la vie! 🤪
Dem Adili wird ja nachgesagt, dass er gesagt haben soll, dass es um die Deutschen nicht weiter schade ist, weil die Besten und die Guten im Krieg verreckt sind und das, was übriggeblieben ist und sich hemmungslos fortpflanzt sowieso nur der fußkranke Schrott ist … Oft hab ich mich geärgert darüber, aber in den letzten Jahren überkam es mich öfter, dass ich erschreckt feststellen musste, dass er (zumindest in diesem Fall) einmal Recht hatte … Naja, auch ein blindes Huhn und so …
da scheint er doch wirklich recht gehabt zu haben, der postkartenmaler
obwohl, er nicht gerade unbeteiligt daran gewesen ist.
Dieser popelige, österreichische Gefreite, Postkartenmaler und Stadtstreicher war auch nur ein Hampelmann … 😩
Ich halte diese Überlegungen zum Ausbremsen der AfD für faschistoid.
Das Verhalten der „staatstragenden Parteien“ Deutschlands birgt noch eine große Gefahr in sich, die kaum diskutiert wurde. Demokratie mit Wahlen war AUCH eingeführt worden, um die bis dahin üblichen gewaltsamen Machtwechsel mit viel Blutvergießen zu vermeiden. Wenn nun Machtwechsel über Wahlen nicht mehr möglich sind, besteht natürlich die Gefahr, dass Machtwechsel wieder nur durch Blutvergießen wie Kriege oder andere schlimme Katastrophen verursacht werden.
Tja, werter Herr Mitschka … Wer das Eine will, muss das Andere mögen!
Die reißerische Selbstbeschäftigung der Bund-Parteien, um davon abzulenken, dass die Abwicklung der ganzen Bund-Gruppe in 5 Jahren durch ist? Solange noch unbedingt die Wähler bei der Stange halten, weil man hätte sonst evtl. Probleme die Kredite auf sie abzuwälzen… die Transen Macht, die am Ende in die Ohnmacht kippen wird…
„Unsere“ sogenannten Volksparteien sind sich nicht zu schade zum Machterhalt „unsere“ Demokratie in „unsere“ Demokratur umzuwandeln. Viele Mechanismen dafür sind beschrieben und werden vermutlich eingesetzt und bis zum Äußersten ausgereizt. Offen wird im Netz diskutiert, ob es in Sachsen-Anhalt nach den Wahlen überhaupt zur Wahl eines Ministerpräsidenten kommt, vermutlich nur dann, wenn es eine absolute Mehrheit der AfD gibt, oder der jetzige Ministerpräsident einfach sein Amt mit einer abgewählten Regierung kommisarisch bis zum Sankt Nimmerleinstag fortführt. Wo kein Kläger da kein Richter, dafür wurde bereits in 2021 die Verfassung geändert, um den rechten Parteien Druckmittel zu nehmen. Man erinnere sich auch als in Thüringen Kemmerich mit den Stimmen der AfD gewählt wurde, Kanzlerin Merkel die Wahl aber annullierte.
Hinzu kommt der wahrscheinliche Fall, dass die AfD nach Auszählung aller Briefwahlstimmen die absolute Mehrheit der Mandate knapp verfehlt. Dann greift die bereits vor 6 Jahren geschaffene Option, dass ein neu gewählter Landtag in Sachsen-Anhalt nicht mehr verpflichtet ist, innerhalb einer festgelegten Frist einen neuen Ministerprasidenten zu wählen. So kann der alte Ministerpräsident zusammen mit seiner bisherigen Regierung die gesamte Legislaturperiode des neu gewählten Landtags im Amt bleiben. Dadurch wahrt die CDU das Gesicht und vermeidet interne Rebellion, denn niemand könnte ihr vorwerfen, sie hätte ihren Ministerpräsidenten mit Hilfe der Linkspartei wählen lassen. Dann kann die alte Regierung zusammen mit den Stimmen der Linkspartei im neuen Parlament ihre Gesetze und Haushalte verabschieden. Das wäre aus CDU-Sicht in Ordnung, schließlich verabschiedet man in Sachsen und Thürigen schon länger Gesetze mit allen Parteien außer der AfD. So hätte man das „Problem Sachsen-Anhalt“ für die kommenden fünf Jahre gelöst.
Sie verabschieden schon länger Gesetze mit allen Parteien außer der AfD, aber die AfD wird halt dieses Mal viel mehr Abgeordnete/Stimmen haben. Da kann Ministerpräsident sein, wer will, die Gesetze werden nicht mehr so leicht zustandekommen wie bisher.
(Ihre Vorhersage ist trotzdem extrem gruselig …)
Das geht natürlich nicht! Wäre das juristisch korrekt, würde es dazu führen, dass Demokratie nicht möglich ist. Jedes Gericht, das so entscheidet, macht sich vollkommen lächerlich und riskiert seine eigene Legitimation.