Trump unterzeichnete Executive Order zu Kinderimpfungen

11. August 2026von 2,8 Minuten Lesezeit

Auf der einen Seite hat die FDA die Grippe-mRNA-Impfung zugelassen, auf der anderen Seite wird der Kinderimpfplan, gegen den Willen der Impflobby, neu ausgerichtet. So werden weniger Standardimpfungen und getrennte Impfstoffe empfohlen. Trotzdem sollen Kinder noch immer mehrfach geimpft werden.

Donald Trump hat am Montag eine Executive Order unterzeichnet, die die bundesweiten Empfehlungen für Kindheitsimpfungen neu ausrichtet. Die Verordnung mit dem Titel „Delivering Gold Standard Childhood Vaccine Recommendations for Americans“ reduziert die Zahl der für alle Kinder empfohlenen Impfungen auf elf und fordert, Impfungen möglichst auf separate Arztbesuche zu verteilen. Zudem soll die kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) künftig in drei Einzelimpfungen aufgeteilt werden, sobald entsprechende Präparate in den USA verfügbar sind.

Die „Gold Standard“-Empfehlungen teilen Impfungen in drei Kategorien: Für alle Kinder empfohlen werden Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Haemophilus influenzae Typ B (Hib), Pneumokokken, humane Papillomaviren (HPV) und Varizellen (Windpocken). Für bestimmte Hochrisikogruppen vorgesehen sind unter anderem RSV-Antikörper, Hepatitis A und B sowie Meningokokken-Impfungen. Weitere Impfungen wie gegen Rotavirus, Influenza und COVID-19 sollen auf gemeinsamer klinischer Entscheidungsfindung von Eltern und Ärzten basieren. Bisher sind 17 Impfungen empfohlen.

Trump begründete den Schritt unter anderem mit der hohen Zahl an Impfungen im bisherigen US-Plan und Vergleichen mit anderen Industrieländern. Bei der Unterzeichnung kritisierte er, Kinder erhielten zu viele „jabs“ – er sprach von bis zu 72 – und plädierte für nur elf Kernimpfungen, verteilt auf mehrere Besuche. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war anwesend und verwies auf laufende Forschungen zu Autismus-Ursachen.

Die Order beauftragt die HHS Task Force on Safer Childhood Vaccines, innerhalb von 90 Tagen Pläne vorzulegen: unter anderem für Einzelpräparate (beginnend mit MMR), optimale Timing und Sequenzierung, Alternativen zu Aluminium-Adjuvanzien sowie eine kontinuierliche Nutzen-Risiko-Bewertung. Die Bundesstaaten werden aufgefordert, , ihre Schulpflicht-Regelungen zu prüfen und gegebenenfalls an die neuen Empfehlungen anzupassen. Der Justizminister soll gegen bundesstaatliche Gesetze vorgehen, die Elternrechte, Religionsfreiheit oder medizinische und religiöse Ausnahmen einschränken. Die Bundesebene hat keine direkte Kompetenz für Schulimpfpflichten – diese liegt bei den Bundesstaaten.

Obwohl die neue Order keinesfalls radikal ist, gibt es Widerstand und Empörung. Die American Academy of Pediatrics (AAP) (die im Zusammenhang mit Impfstoffsicherheit angeklagt wurde) bezeichnete die Order als „enttäuschend und gefährlich“. Präsident Andrew Racine betonte, es gebe keine neuen wissenschaftlichen Belege für eine Überarbeitung. Die Empfehlungen der AAP basierten auf jahrzehntelanger Forschung und berücksichtigten, wann das Immunsystem von Kindern am besten reagiere und wann sie am stärksten gefährdet seien. Das Aufteilen von Impfungen oder das Verzögern könne das Risiko erhöhen, dass Kinder an vermeidbaren Krankheiten erkranken, bevor Folgeimpfungen erfolgen.

Auch Impfstoffhersteller wie Merck wiesen darauf hin, dass es keine publizierte Evidenz für Vorteile einer Aufspaltung der MMR-Impfung gebe und dass mehr Injektionen zu Verzögerungen oder ausbleibenden Impfungen führen könnten. Separate MMR-Einzelpräparate für Kinder sind in den USA derzeit nicht zugelassen.


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13 Kommentare

  1. Der Zivilist 12. August 2026 um 13:34 Uhr - Antworten

    . . “ könne das Risiko erhöhen, dass Kinder an vermeidbaren Krankheiten erkranken “ . .

    Es ist doch nicht die Sache von Lobbys, zu entscheiden, ob Kinder vor vermeidbaren Krankheiten geschützt werden MÜSSEN. Der Annahme des individuell angebotenen ‚Schutzes‘ sollte im Ermessen der Eltern liegen und sollte es um einen kollektiven ‚Schutz‘ gehen, müßte das eine funktionierende Demokratie regeln.

    • Andreas_Sch. 12. August 2026 um 18:31 Uhr - Antworten

      „funktionierende Demokratie“ – Eine was? 🤣 So etwas gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben! Überhaupt sollte man das Bedürfnis nach innerer und äußerer Sicherheit aufgeben. Was heute Sicherheit verspricht, kann morgen in einem Alptraum enden. Das heißt aber nicht, dass ich dafür plädiere, dass man – auf Deibel komm raus – Risiken selbst bastelt, indem man selbst ernannte und sich berufen fühlende „Sapiens“ in Positionen hebt, um Entscheidungen zu treffen für die man selbst nicht die Verantwortung übernehmen will.

      • Andreas_Sch. 12. August 2026 um 18:34 Uhr

        Ganz nebenbei: Ich lasse mir nichts von irgendwelchem Mehrheitspöbel diktieren, nur weil irgendein „Kollektiv“ meint, dass es zu seinem Schutz dient!

  2. Daisy 11. August 2026 um 14:12 Uhr - Antworten

    Es ist eine Empfehlung. Man kann immer noch nein sagen.

    Eine Reduktion ist natürlich zu begrüßen, aber wünschenswert wäre mehr Aufklärung und vor allem sollte man keinen Druck auf die Eltern ausüben, wenn sie ihre Kinder nicht impfen wollen. Ich wurde in meiner Kindheit gegen gar nichts geimpft, denn meine Mutter hat mich abgemeldet. Damals gings um die Pocken und Kinderlähmung. Ich wurde deswegen nicht schief angesehen, gar nichts.
    Aber ich denke, dass das mit ein Grund für meine ungewöhnliche Robustheit ist.

    • 1150 11. August 2026 um 18:14 Uhr - Antworten

      @pipi gänseblümchen,
      bundesgesetz über schutzimpfungen zu pocken vom 30. juni 1948
      es gab zwischen 1948 und 1981 zumindest eine impfpflicht gegen pocken für kinder.
      bis zum 31.12. des folgejahres der geburt, bzw im kalenderjahr bei erreichung des 12. lebensjahres, wenn eine schule besucht wurde(?), ebenso für erwachsene in gefährdeten berufen oder tätigkeiten.
      ebenso galt diese impfpflicht, wenn im umfeld eines nichtgeimpften ein pockenfall auftrat.
      (auszugsweise zitiert)
      ebenso lagen impflisten bei den bezirksverwaltungsbehörden auf.
      nichteinhaltung wurde mit einer verwaltungsstrafe von ats 1000,- oder 14 tagen arrest sanktioniert
      eigentlich ist pippi langstrumpf gemeint, aber wegen der robusten inkontinenz eben nur pipi
      bei der zu erwartenden eloquenten antwort, ein °°gefällt mir°° bitte nicht vergessen
      und sonst, eh‘ schon wissen, salzamt :-))

      • Daisy 11. August 2026 um 18:47 Uhr

        Ich bin nicht so alt wie Sie. Bei uns uns war das nicht mehr so streng. Sie haben ja nach eigenen Erzählungen den Krieg erlebt…

        Wozu sollte ich das erfinden, dass ich ungeimpft bin?? Jetzt hams das extra rausgekramt, aber die Idee war blödsinnig. Lassens mich in Ruh. Bald kommt der Mia-Troll und applaudiert Ihnen. Auch so ein Loser….

        Haben Sie sich jetzt in den Kopf gesetzt, mich solange zu trollen, bis es mir zu blöd wird?
        Ka Chance…machen Sie nur so weiter. Sie schaden sich nur selbst damit.

      • Christine 12. August 2026 um 14:10 Uhr

        Hallo 1150. Ich bin Jahrgang 1967 und wurde (in Westdeutschland) ganz regulär nicht gegen Pocken geimpft. Gegen TBC, Kinderlähmung usw. in der Grundschule, aber nicht gegen Pocken. Und zwar ganz ohne dass meine Eltern damals Impfgegner gewesen wären.

  3. 1150 11. August 2026 um 13:41 Uhr - Antworten

    in österreich werden den eltern bis zum 15. lebensjahr des kindes ca. 55 °°impfungen°° empfohlen …..

  4. VerarmterAdel 11. August 2026 um 13:41 Uhr - Antworten

    “ Trotzdem sollen Kinder noch immer mehrfach geimpft werden“, was zeigt, dass man diesem Typ nicht über den Weg trauen kann.
    Impfungen sind versuchter Mord. Ende der Geschichte.

    • Christine 11. August 2026 um 14:01 Uhr - Antworten

      Ich denke, er kann nicht alles umsetzen, was er gerne umsetzen würde. Was sich während mehr als 100 Jahren in der Bevölkerung per Gehirnwäsche eingebrannt hat, kann nicht von einem auf den anderen Tag komplett beseitigt werden, ohne dass ebendiese Bevölkerung auf die Barrikaden geht (obwohl es segensreich für sie wäre).

      Von den Oligarchen mal ganz abgesehen, wenn man an ihre Portokasse (die rechnen nicht in Milliarden = peanuts) drangehen will.

      • Andreas_Sch. 12. August 2026 um 18:41 Uhr

        Mit genau dieser Ausrede kann man den Plebs schön unten halten.
        Meine Lösung? Wer meint, dass Ümpfen etwas nützt, der soll sich und seine Brut vergiften lassen und die anderen in Ruhe lassen.

    • Jan 11. August 2026 um 16:01 Uhr - Antworten

      Man sollte vom Epstein-Freund nicht zuviel erwarten! Dennoch gibts unter Trump aktuell mehr Freiheit als in Europa.

  5. Christine 11. August 2026 um 13:37 Uhr - Antworten

    Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Radikaler geht wahrscheinlich nicht, weil zu viele Leute (siehe Fauci) Profitinteressen haben.

    Was mich trotzdem dabei wundert: Warum nominiert Trump die „vaccine queen“ Erica Schwartz als neue Direktorin der CDC?

    Ich glaube, da laufen grade epische Kämpfe hinter den Kulissen, die wir kleinen, naiven und gutgläubigen Bürger uns gar nicht vorstellen können.

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